Hundewissen

Gesunde Ernährung, typische Erkrankungen und Fragen aus dem Alltag: In der Rubrik „Hundewissen“ bündeln wir fundiertes Experten-Know-how, wichtige Hintergrundinformationen und wertvolle Tipps – verlässlich, verständlich und zu 100 % im Hundealltag erprobt.

Purinarmes Hundefutter für Dalmatiner

Purinarmes Hundefutter für Dalmatiner

23 Jan 2025
Eine der genetischen Besonderheiten von Dalmatinern ist ihre eingeschränkte Fähigkeit, Harnsäure abzubauen und auszuscheiden. Diese Eigenschaft macht sie besonders anfällig für die Bildung von Harnsteinen, weshalb eine purinarme Ernährung für Dalmatiner entscheidend ist. Purinarmes Hundefutter führt zu einem reduzierten Anteil an Purinen, die im Körper zu Harnsäure abgebaut werden. Dies entlastet die Nieren und minimiert das Risiko gesundheitlicher Probleme, die durch erhöhte Harnsäurewerte entstehen können. Eine gezielte Auswahl der richtigen Hundenahrung ist daher der Schlüssel, um Dalmatinern ein gesundes und aktives Leben zu ermöglichen. In diesem Beitrag werden die spezifischen Ernährungsbedürfnisse von Dalmatinern beleuchtet und gezeigt, worauf bei der Auswahl purinarmer Hundenahrung geachtet werden sollte. Ergänzend dazu bietet der Artikel praktische Tipps zur Fütterung und gibt einen Einblick in die langfristigen Vorteile dieser besonderen Ernährungsweise. Für weiterführende Informationen zu purinarmer Hundenahrung steht der Beitrag Purinarmes Hundefutter: Alles, was Hundehalter wissen müssen zur Verfügung. Warum benötigen Dalmatiner purinarme Hundenahrung? Dalmatiner haben eine einzigartige genetische Besonderheit, die sie von anderen Hunderassen unterscheidet. Sie haben einen genetischen Defekt, der sich auf Leber und Nieren auswirkt und die Umwandlung von Harnsäure in Allantoin beeinträchtigt: Dies liegt einerseits an einem abnormalen Harnsäuretransport in die Leber, wo normalerweise die Umwandlung zu Allantoin stattfindet. Somit wird weniger Harnsäure abgebaut, der Harnsäurespiegel steigt. Gleichzeitig haben Dalmatiner Probleme mit der Harnsäureverarbeitung in den Nieren: Dort wird normalerweise über die Nierentubuli, die kleinsten Nierenkörperchen, Harnsäure teilweise wieder aufgenommen (reabsorbiert). Auch dieser Prozess ist bei Dalmatinern gestört, wodurch mehr Harnsäure im Harn verbleit und ausgeschieden werden muss. Diese Kombination aus Leber- und Nierenproblemen führt zu einem erhöhten Harnsäuregehalt im Urin. Dalmatiner scheiden täglich bis zu 600 mg Harnsäure aus, im Vergleich zu unter 50 mg bei anderen Hunden. Dieser erhöhte Harnsäuregehalt macht sie anfällig für die Bildung von Harnsäurekristallen und Harnsteinen, besonders bei purinreicher Ernährung. Die Rolle von Purinen im Stoffwechsel Purine sind organische Verbindungen, die in vielen Lebensmitteln vorkommen. Sie werden im Körper zu Harnsäure abgebaut, die anschließend über die Nieren reabsorbiert und ausgeschieden wird. Das dieser Prozess bei Dalmatinern jedoch nicht richtig funktioniert kommt es zum erhöhten Harnsäurespiegel, der die Bildung von Kristallen oder Steinen im Harntrakt fördern kann. Gesundheitsprobleme durch purinreiches Hundefutter Ein Futter, das reich an Purinen ist, erhöht das Risiko für Harnwegserkrankungen bei Dalmatinern erheblich. Zu den häufigsten Problemen gehören: Harnsäurekristalle: Diese können die Harnwege reizen und zu Schmerzen führen. Harnsteine: Größere Kristallansammlungen können den Harnfluss blockieren und schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen. Chronische Entzündungen: Wiederholte Reizungen können zu Entzündungen der Harnwege und Blase führen. Wie hilft purinarme Hundenahrung? Eine purinarme Ernährung reduziert die Menge an Harnsäure, die im Körper produziert wird, und entlastet so die Nieren und den Harntrakt. Dalmatiner, die purinarme Hundenahrung erhalten, haben ein deutlich geringeres Risiko, Harnsäurekristalle und Harnsteine zu entwickeln, und profitieren von einer besseren allgemeinen Gesundheit. Durch die Auswahl geeigneter Nahrungsmittel mit niedrigem Puringehalt können Hundehalter langfristig die Lebensqualität ihrer Dalmatiner verbessern. Speziell entwickelte Hundenahrung, wie sie im Alpha Natural-Shop erhältlich ist, erfüllt diese Anforderungen und bietet eine ausgewogene Ernährung für Hunde mit besonderen Bedürfnissen. Eigenschaften von purinarmer Hundenahrung für Dalmatiner Purinarme Hundenahrung ist speziell darauf abgestimmt, den Bedürfnissen von Hunden wie Dalmatinern gerecht zu werden, die empfindlich auf hohe Purinwerte reagieren. Sie zeichnet sich durch eine ausgewogene Zusammensetzung aus, die nicht nur die Gesundheit des Harntrakts unterstützt, sondern auch alle wichtigen Nährstoffe liefert, die ein aktiver Hund benötigt. Zutaten mit niedrigem Puringehalt Die Basis purinarmer Hundenahrung bilden hochwertige Proteinquellen, die leicht verdaulich sind und einen geringen Puringehalt aufweisen. Dazu gehören: Reines Muskelfleisch: Ideal zur Versorgung mit essenziellen Aminosäuren bei gleichzeitig niedrigem Puringehalt. Fischsorten wie Kabeljau: Liefert Proteine und wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Gemüse, Öle, Kartoffeln und Süßkartoffeln: Purinarme Energiequellen, die gut verträglich sind. Purinreiche Zutaten wie Innereien (z. B. Leber und Niere), Hülsenfrüchte (z. B. Linsen und Erbsen) und bestimmte Fischarten (z. B. Sardellen oder Hering) werden in purinarmer Hundenahrung konsequent vermieden. Zusatzstoffe zur Unterstützung der Gesundheit Um Dalmatiner optimal zu unterstützen, enthält purinarme Hundenahrung häufig zusätzliche Nährstoffe wie: Omega-3-Fettsäuren: Können entzündungshemmend wirken und die Gesundheit von Haut und Fell fördern. Antioxidantien: Schützen die Zellen vor oxidativem Stress und stärken das Immunsystem. Vitamine und Mineralstoffe: Zink, Selen und natürliche Vitamine tragen zur allgemeinen Gesundheit und Regeneration bei. Verzicht auf künstliche Zusatzstoffe Hochwertige purinarme Hundenahrung ist frei von künstlichen Konservierungsstoffen, Farbstoffen oder Aromen, die die Nieren zusätzlich belasten könnten. Stattdessen kommen natürliche Zutaten zum Einsatz, die für eine optimale Verträglichkeit sorgen. Die speziell entwickelte Hundenahrung von Alpha Natural kombiniert all diese Eigenschaften und bietet eine ausgewogene Ernährung, die perfekt auf die besonderen Bedürfnisse von Dalmatinern abgestimmt ist. Tipps zur Fütterung von Dalmatinern Neben der Auswahl der richtigen purinarmen Hundenahrung ist auch die Art und Weise der Fütterung entscheidend, um die Gesundheit und das Wohlbefinden von Dalmatinern zu fördern. Durch eine angepasste Fütterungsstrategie kann das Risiko von Harnwegsproblemen weiter minimiert werden. Häufigkeit und Portionsgrößen Dalmatiner profitieren von kleineren, häufigeren Mahlzeiten, anstatt eine große Menge auf einmal zu erhalten. Diese Methode sorgt für eine gleichmäßige Nährstoffaufnahme und verhindert, dass der Harnsäurespiegel durch eine plötzliche Verstoffwechselung von Purinen ansteigt. Idealerweise wird die Tagesration in zwei bis drei Mahlzeiten aufgeteilt. Hochwertiges Trinkwasser bereitstellen Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist essenziell, um die Ausscheidung von Harnsäure zu fördern und die Bildung von Harnsteinen zu verhindern. Hochwertiges Wasser, etwa aus einem Osmose-Umkehrfilter, sollte jederzeit zur Verfügung stehen. Besonders wichtig ist es, die Wasseraufnahme zu fördern, wenn die Mahlzeiten Trockenfutter enthalten. In solchen Fällen kann das Futter leicht angefeuchtet werden, um die Flüssigkeitszufuhr zu erhöhen. Langsame Futterumstellungen Bei der Umstellung auf eine purinarme Ernährung sollte das neue Futter schrittweise eingeführt werden, um Verdauungsprobleme zu vermeiden. Zu Beginn kann eine kleine Menge des neuen Futters unter das bisherige gemischt werden. Die Menge wird dann über einen Zeitraum von etwa 7 bis 10 Tagen langsam erhöht, bis der Hund vollständig auf das neue Futter eingestellt ist. Zusätzliche Maßnahmen Neben purinarmer Hundenahrung können auch spezielle Ergänzungen und Futterzusätze hilfreich sein, um die Gesundheit des Hundes zu fördern. Dazu gehören: Omega-3-Fettsäuren: Unterstützen die Gelenkgesundheit und wirken entzündungshemmend. Antioxidantien: Schützen vor Zellschäden und stärken das Immunsystem. Gemüse wie Zucchini oder Karotten: Purinarme Ergänzungen, die Ballaststoffe liefern und leicht verdaulich sind. Durch diese Maßnahmen können Dalmatiner optimal unterstützt werden, um gesund und vital zu bleiben. Speziell entwickelte Hundenahrung, wie sie imAlpha Natural-Shop erhältlich ist, bietet eine solide Grundlage für eine purinarme Ernährung, die auf die besonderen Bedürfnisse dieser Rasse abgestimmt ist.
Purinarmes Hundefutter: Alles, was Hundehalter wissen müssen

Purinarmes Hundefutter: Alles, was Hundehalter wissen müssen

16 Jan 2025
Die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Hunden. Besonders bei bestimmten Erkrankungen wie Leishmaniose, Nierenerkrankungen oder Harnwegsproblemen kann eine gezielte Anpassung der Nahrung notwendig sein. Purinarmes Hundefutter hat sich dabei als besonders effektiv erwiesen, um die Belastung der Organe zu reduzieren und die Lebensqualität der Tiere zu verbessern. Purine sind natürliche Bestandteile vieler tierischer und pflanzlicher Lebensmittel. Im Körper werden sie zu Harnsäure abgebaut, die über die Nieren ausgeschieden wird. Ein übermäßiger Purinanteil in der Nahrung kann jedoch zu einer Überlastung der Nieren führen und die Entstehung von Harnsteinen begünstigen. Insbesondere Hunde mit Vorerkrankungen profitieren daher von einer purinarmen Ernährung, die gezielt auf diese Bedürfnisse abgestimmt ist. Dieser Beitrag bietet einen umfassenden Überblick über das Thema purinarmes Hundefutter: Was Purine sind, welche Hunde davon profitieren und worauf bei der Auswahl und Fütterung zu achten ist. Ergänzend dazu werden hochwertige Produkte wie die purinarme Hundenahrung von Alpha Natural vorgestellt, die speziell für Hunde mit besonderen Ernährungsanforderungen entwickelt wurden. Für Hundehalter, die mehr über spezifische Bedürfnisse ihres Tieres erfahren möchten, bieten der Übersichtsbeitrag zu Leishmaniose sowie weiterführende Artikel zu Hundenahrung bei Leishmaniose und Nierenerkrankungen weitere wertvolle Informationen. Wann ist purinarmes Hundefutter sinnvoll? Was sind Purine und warum ist ein geringer Gehalt wichtig? Purine sind natürliche Bestandteile vieler Lebensmittel. Sie spielen eine wichtige Rolle im Stoffwechsel, insbesondere bei der Bildung von DNA-Bausteinen. Im Körper werden Purine zu Harnsäure abgebaut, die anschließend über die Nieren ausgeschieden wird. Wie beeinflussen Purine die Gesundheit von Hunden? Bei gesunden Hunden wird Harnsäure effizient ausgeschieden. Allerdings können größere Mengen Purine bei Hunden mit bestimmten Erkrankungen zu Problemen führen. Bei diesen können Purine nicht normal verstoffwechselt werden. So entsteht als Abbauprodukt vermehrt Harnsäure, was zu einer Überlastung der Nieren und zur Bildung von Harnsteinen führen kann. Besonders betroffen sind Hunde mit: Leishmaniose: Diese Erkrankung belastet die Nieren stark, weshalb eine purinarme Ernährung notwendig ist, um die Organfunktion zu unterstützen. Nierenerkrankungen: Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann der Körper Harnsäure nicht mehr effizient ausscheiden, was die Organe weiter schädigen könnte. Harnwegsproblemen: Hunde mit bereits bestehenden Harnsteinen oder anderen Harnwegserkrankungen vertragen keine erhöhten Harnsäurespiegel. Welche Lebensmittel sind purinreich? Einige Lebensmittel enthalten besonders viele Purine und sollten in der Ernährung von Hunden mit entsprechenden Bedürfnissen vermieden werden. Dazu gehören: Innereien wie Leber, Niere und Milz. Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen und Bohnen. Bestimmte Fischsorten wie Sardellen, Hering und Makrele. Warum ist purinarme Nahrung wichtig? Eine purinarme Ernährung reduziert die Belastung der Nieren und hilft, den Harnsäurespiegel im Körper zu kontrollieren. Dies ist entscheidend, um die Symptome bestimmter Erkrankungen zu lindern und die Lebensqualität des Hundes zu verbessern. Purinarme Hundenahrung enthält stattdessen hochwertige, leicht verdauliche Proteinquellen und wird durch entzündungshemmende Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren ergänzt, um die Gesundheit des Hundes optimal zu fördern. Für Hunde mit besonderen Ernährungsanforderungen bietet die speziell entwickelte Hundenahrung von Alpha Natural eine ausgezeichnete Lösung. Sie wurde entwickelt, um den Puringehalt gering zu halten und gleichzeitig eine optimale Versorgung mit hochwertigem Eiweiß und essenziellen Nährstoffen zu gewährleisten. Wann ist purinarmes Hundefutter notwendig? Nicht jeder Hund benötigt eine purinarme Ernährung, doch bei bestimmten Erkrankungen oder gesundheitlichen Problemen kann sie entscheidend für das Wohlbefinden des Tieres sein. Purinarme Hundenahrung ist vor allem für Hunde sinnvoll, deren Stoffwechsel oder Nierenfunktion durch Krankheiten beeinträchtigt ist. In diesen Fällen hilft die gezielte Reduktion des Puringehalts in der Nahrung, den Organismus zu entlasten und die Symptome zu mildern. Leishmaniose Hunde mit Leishmaniose sind auf eine purinarme Ernährung angewiesen, da diese Krankheit häufig die Nieren stark belastet. Ein hoher Puringehalt in der Nahrung führt zu einer vermehrten Produktion von Harnsäure, die von den ohnehin geschwächten Nieren nicht effizient ausgeschieden werden kann. Eine purinarme Ernährung unterstützt die Nieren und hilft, weitere bei Leishmaniose drohende gesundheitliche Komplikationen zu vermeiden. Nierenerkrankungen mit Harnsäureüberschuss Bei Nierenerkrankungen kann der Körper überschüssige Harnsäure nicht mehr ausreichend abbauen, was die Nieren weiter belastet und ihre Funktion verschlechtert. Purinarme Hundenahrung reduziert die Harnsäureproduktion und schont dadurch die Nieren. Diese Art der Ernährung ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie bei chronischen Nierenerkrankungen mit Harnsäureüberschuss. Harnwegsprobleme und Harnsteine Hunde, die zu Harnsteinen oder anderen Harnwegsproblemen neigen, profitieren ebenfalls von einer purinarmen Ernährung. Harnsäurekristalle, die sich aus überschüssigen Purinen bilden, können die Entwicklung von Harnsteinen fördern. Durch die Reduktion der Purine in der Nahrung wird das Risiko für Harnsteine und damit verbundene Beschwerden deutlich verringert. Symptome, die auf einen Bedarf an purinarmer Nahrung hinweisen Es gibt einige Anzeichen, die darauf hindeuten können, dass ein Hund von einer purinarmen Ernährung profitieren würde. Dazu gehören: Erhöhte Trinkmengen und vermehrter Urinabsatz. Appetitverlust oder Gewichtsverlust ohne ersichtlichen Grund. Wiederkehrende Harnwegsinfekte oder Beschwerden beim Wasserlassen. Müdigkeit oder ein schwächerer Allgemeinzustand. In solchen Fällen sollte eine tierärztliche Abklärung erfolgen, um die richtige Ernährung und Therapie zu bestimmen. Speziell entwickelte Hundenahrung, wie sie im Alpha Natural-Shop erhältlich ist, bietet eine gute Möglichkeit, die Bedürfnisse von Hunden mit diesen Anforderungen optimal zu erfüllen. Zusammensetzung von purinarmem Hundefutter Die richtige Zusammensetzung ist entscheidend, um purinarme Hundenahrung optimal auf die Bedürfnisse von Hunden mit Leishmaniose, Nierenerkrankungen oder Harnwegsproblemen abzustimmen. Dabei geht es nicht nur darum, den Puringehalt zu reduzieren, sondern auch um die gezielte Auswahl hochwertiger Zutaten, die den Hund weiterhin mit wichtigem Eiweiß und allen essenziellen Nährstoffen versorgen, ohne den Stoffwechsel unnötig zu belasten. Hochwertige, purinarme Proteinquellen Da Purine vor allem in eiweißreichen Lebensmitteln vorkommen, ist die Auswahl der Proteinquellen bei purinarmer Hundenahrung besonders wichtig. Hochwertige und leicht verdauliche Proteine sorgen für den Erhalt der Muskelmasse und liefern Energie, ohne die Nieren zu belasten. Geeignete Proteinquellen sind: Muskelfleisch von Wild, Rind, Lamm, Geflügel oder Kaninchen. Fischarten mit niedrigem Puringehalt, wie Kabeljau. Eiweiß aus pflanzlichen Quellen, z. B. Kartoffeln oder Süßkartoffeln, als ergänzende Energie- und Eiweißquelle. Auf Innereien wie Leber, Niere oder Milz sollte vollständig verzichtet werden, da diese einen besonders hohen Puringehalt aufweisen. Fett und essentielle Fettsäuren Fett ist eine hervorragende Energiequelle für Hunde und entlastet die Nieren, da es keine Purine enthält. Omega-3-Fettsäuren, die in Lebertran und Algenöl vorkommen, können zusätzlich entzündungshemmend wirken und die Gesundheit von Haut und Fell fördern. Sie sind ein wichtiger Bestandteil von purinarmer Hundenahrung, da sie gleichzeitig das Immunsystem unterstützen können. Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien Hunde mit erhöhtem Nährstoffbedarf, wie bei Leishmaniose oder Nierenerkrankungen, profitieren von einer gezielten Ergänzung mit: Natürlichem Vitamin E und C: Unterstützen das Immunsystem und wirken als Antioxidantien. Natürliche Quellen: Lebertran, Spinat, Beeren, Sauerkraut. Zink und Selen: Fördern die Regeneration der Haut und unterstützen die Abwehrkräfte. Natürliche Quellen: Fleisch und Schalentiere. B-Vitamine: Spielen eine wichtige Rolle bei der Energiegewinnung, im Nervensystem und Fett- und Proteinstoffwechsel . Natürliche Quellen: Nährhefe, Bio-Leber, Eigelb. Vermeidung von Zusatzstoffen Purinarmes Hundefutter sollte frei von unnötigen Zusatzstoffen wie künstlichen Konservierungsstoffen, Farbstoffen und Aromen sein. Diese können die Nieren belasten und die Verträglichkeit der Nahrung beeinträchtigen. Hochwertige Produkte setzen auf natürliche Zutaten, die optimal abgestimmt sind. Vermeidung von Fleisch aus Massentierhaltung Fleisch und Innereien aus Massentierhaltung sind oftmals mit Antibiotika, Pestiziden und anderen Rückständen belastet. So können sie die Darmflora und das Immunsystem schwächen sowie die Hormonproduktion nachhaltig stören. Für welche Hunderassen ist purinarme Ernährung besonders geeignet? Purinarme Ernährung ist vor allem für Hunderassen empfehlenswert, die eine genetische Veranlagung für eine erhöhte Harnsäureproduktion oder Harnsteine aufweisen. Dazu gehören: Dalmatiner: Diese Rasse ist bekannt für ihre eingeschränkte Fähigkeit, Harnsäure in Allantoin umzuwandeln, was das Risiko für Harnsäurekristalle und Harnsteine erhöht. Weitere Informationen speziell für Dalmatiner finden sich im Artikel Purinarmes Hundefutter für Dalmatiner. Englische Bulldoggen: Diese Rasse zeigt eine erhöhte Anfälligkeit für Harnsteine und profitiert von einer purinarmen Ernährung. Shih Tzu: Auch diese kleinen Hunde haben ein erhöhtes Risiko für Harnwegserkrankungen, das durch purinarmes Futter verringert werden kann. Yorkshire Terrier: Wegen ihrer empfindlichen Verdauung und Neigung zu Harnsteinen ist purinarme Ernährung auch für diese Rasse sinnvoll. Andere Rassen können ebenfalls von einer purinarmen Ernährung profitieren, wenn individuelle gesundheitliche Probleme wie Nierenerkrankungen oder Harnwegserkrankungen vorliegen. Ein Gespräch mit einem Tierarzt hilft, die spezifischen Bedürfnisse eines Hundes zu beurteilen und die Ernährung entsprechend anzupassen.
Leishmaniose-Schub beim Hund erkennen, verstehen und behandeln

Leishmaniose-Schub beim Hund erkennen, verstehen und behandeln

12 Jan 2025
Leishmaniose ist eine ernstzunehmende Krankheit, die vor allem in Regionen mit warmem Klima vorkommt. Sie wird durch Sandmücken übertragen und betrifft weltweit viele Hunde. Leishmaniose-Schub beim Hund: Was Hundehalter wissen müssen Besonders herausfordernd sind sogenannte Leishmaniose-Schübe, bei denen die Krankheit plötzlich aufflammt und den Gesundheitszustand eines Hundes erheblich verschlechtern kann. In diesem Artikel erklären wir, was ein Leishmaniose-Schub ist, welche Symptome auftreten können, wie Hundehalter rechtzeitig reagieren und welche Vorsorgemaßnahmen helfen können. Dabei stützen wir uns auf umfassende Informationen aus unserem Übersichtsbeitrag zu Leishmaniose bei Hunden, der alle wichtigen Grundlagen dieser Krankheit abdeckt. Zusätzlich verlinken wir auf relevante Unterthemen, die Betroffenen helfen, ein vollständiges Bild zu erhalten. So können Hundehalter Ihren Hund optimal unterstützen, falls ein Schub auftritt oder die ersten Anzeichen einer Erkrankung erkennbar sind. Was ist ein Leishmaniose-Schub? Ein Leishmaniose-Schub beschreibt eine akute Verschlechterung des Gesundheitszustands eines Hundes, der an Leishmaniose erkrankt ist. Während die Krankheit oft über längere Zeit stabil bleiben kann, führt ein Schub dazu, dass die Symptome plötzlich und in verstärkter Form auftreten. Dies ist nicht nur belastend für den Hund, sondern erfordert auch schnelles Handeln seitens der Halter. Schübe können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, darunter: Schwächung des Immunsystems: Krankheiten, Stress oder andere Belastungen können das Immunsystem eines betroffenen Hundes beeinträchtigen und einen Schub auslösen. Mangelnde Einhaltung eines Therapieplans: Wenn Medikamente unregelmäßig gegeben oder abgesetzt werden, steigt das Risiko für ein Aufflammen der Krankheit. Falsche Ernährung: In vielen Futtersorten sind versteckte Innereien enthalten - auch wenn auf der Verpackung "hoher Fleischanteil" steht. Innereien haben einen hohen Gehalt an Purinen, die den Harnsäurespiegel erhöhen. Dies wiederum belastet die Nieren, die bei Hunden mit Leishmaniose häufig schon durch die Krankheit beeinträchtigt sind. Fortschreiten der Krankheit: Ohne geeignete Ernährung und Behandlung kann die Infektion intensiver werden und zu häufigeren Schüben führen. Häufig treten während eines Schubs Symptome auf, die sich zuvor nur in milder Form gezeigt haben oder gar nicht präsent waren. Dazu gehören Hautveränderungen, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und systemische Beschwerden. Mehr Informationen zu frühen Anzeichen finden sich in unserem Beitrag Symptome im Anfangsstadium von Leishmaniose beim Hund. Besonders gefährlich kann ein Schub sein, wenn bereits lebenswichtige Organe wie Leber oder Nieren beeinträchtigt sind. In solchen Fällen spricht man oft von der sogenannten viszeralen Leishmaniose. Weitere Informationen dazu finden sich in unserem Artikel Was ist viszerale Leishmaniose?. Rötung des Fells durch Leishmaniose-Schub (KI-generiert) Symptome eines Leishmaniose-Schubs beim Hund Ein Leishmaniose-Schub kann eine Vielzahl von Symptomen hervorrufen, die sowohl äußerlich als auch innerlich auftreten können. Während einige Anzeichen auf den ersten Blick erkennbar sind, bleiben andere ohne medizinische Untersuchungen möglicherweise verborgen. Die frühzeitige Identifikation eines Schubs ist entscheidend, um rechtzeitig handeln und die Lebensqualität des Hundes verbessern zu können. Frühe und akute Symptome Häufig beginnen die Symptome eines Schubs subtil und verschlechtern sich mit der Zeit. Zu den frühen Anzeichen gehören: Veränderungen an der Haut, wie Rötungen, Schuppenbildung oder kleine Wunden. Haarverlust (insbesondere um Augen, Ohren und Nase). Müdigkeit und ein geschwächter Allgemeinzustand. Verminderter Appetit und erste Anzeichen von Gewichtsverlust. Mehr zu den Anzeichen im Frühstadium finden sich in unserem Artikel Symptome im Anfangsstadium von Leishmaniose beim Hund. Systemische Symptome In einem fortgeschrittenen Schub kann die Leishmaniose auch die inneren Organe betreffen und ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen. Zu den häufigsten systemischen Symptomen gehören: Erbrechen, Durchfall und Gewichtsverlust aufgrund von Magen-Darm-Beschwerden. Schäden an Leber, Nieren oder Knochenmark, die oft mit Lethargie, vermehrtem Durst und blassen Schleimhäuten einhergehen. Entzündungen in den Gelenken, die Lahmheit und Schmerzen hervorrufen können. Diese Symptome erfordern oft eine sofortige medizinische Behandlung, um bleibende Schäden zu verhindern. Einen umfassenden Überblick über die Symptome der Leishmaniose in unserem Beitrag Leishmaniose beim Hund: Symptome erkennen. Äußere Veränderungen Ein auffälliges Merkmal eines Schubs sind sichtbare Veränderungen am Erscheinungsbild des Hundes. Dazu zählen: Kahle Stellen im Fell, insbesondere an der Schnauze, um die Augen und an den Ohren. Schuppige Haut und nicht heilende Wunden. Brüchige oder verformte Krallen. Diese äußeren Anzeichen sind oft die ersten Indikatoren, die Halter wahrnehmen. Hundehalter sollten daher aufmerksam bleiben und regelmäßig den Gesundheitszustand ihres Hundes überprüfen. Diagnose eines Leishmaniose-Schubs Die Diagnose eines Leishmaniose-Schubs erfordert eine Kombination aus sorgfältiger Beobachtung durch den Hundehalter und präzisen Untersuchungen durch den Tierarzt. Da die Symptome oft unspezifisch sind, ist es wichtig, bei den ersten Anzeichen gezielt vorzugehen, um den Gesundheitszustand des Hundes zu stabilisieren und den Schub zu kontrollieren. Warum ist eine schnelle Diagnose entscheidend? Ein Leishmaniose-Schub kann das Fortschreiten der Krankheit erheblich beschleunigen. Ohne rechtzeitige Diagnose und Behandlung drohen bleibende Schäden an Haut, Organen und Gelenken. Besonders wichtig ist es, die viszerale Form der Leishmaniose auszuschließen, da diese lebenswichtige Organe wie Leber, Nieren und Knochenmark angreifen kann. Weitere Informationen hierzu finden Hundehalter in unserem Artikel Was ist viszerale Leishmaniose?. Notwendige Gesundheitschecks und Untersuchungen Für Hunde, die an Leishmaniose erkrankt sind, sollten regelmäßige tierärztliche Untersuchungen zur Routine gehören. Dabei werden meist folgende Maßnahmen durchgeführt: Klinische Untersuchung: Sichtprüfung von Haut, Fell, Augen und Krallen sowie Abtasten der Lymphknoten. Blutuntersuchung: Analyse von Blutbild und Organwerten (z. B. Leber- und Nierenwerte), um systemische Schäden frühzeitig zu erkennen. Serologische Tests: Nachweis von Antikörpern gegen Leishmanien, um die Krankheitsaktivität zu bestimmen. Kontrolle äußerer Symptome: Haut, Fell und Krallen sollten regelmäßig auf Veränderungen hin überprüft werden. Überwachung des Allgemeinzustands: Gewicht, Appetit und Verhalten sollten dokumentiert werden, um Abweichungen schnell zu bemerken. Bei Hunden, die in Leishmaniose-Risikogebieten gelebt haben oder dorthin reisen, sollten nach der Rückkehr ebenfalls Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden. Mehr dazu erfahren Hundehalter in unserem Übersichtsbeitrag zu Leishmaniose. Die Rolle regelmäßiger Kontrolluntersuchungen Für Hunde, die in Leishmaniose-Risikogebieten wie dem Mittelmeerraum gelebt haben oder dort auf Reisen waren, sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen essenziell. Dabei sollten folgende Punkte beachtet werden: Jährliche Bluttests, auch wenn keine Symptome auftreten. Besonderes Augenmerk auf Haut, Fell und Gewichtsveränderungen legen. Sofortige tierärztliche Abklärung bei Anzeichen wie Müdigkeit, Erbrechen oder Hautentzündungen. Die frühzeitige Erkennung eines Schubs erhöht die Erfolgsaussichten der Behandlung erheblich und kann das Fortschreiten der Krankheit stoppen. Mehr zur Bedeutung früher Symptome lesen Hundehalter in unserem Beitrag Symptome im Anfangsstadium von Leishmaniose beim Hund. Behandlung eines Leishmaniose-Schubs Die Behandlung eines Leishmaniose-Schubs erfordert ein schnelles und systematisches Vorgehen. Ziel ist es, die Symptome zu lindern, die Krankheitsaktivität einzudämmen und die Lebensqualität des Hundes zu verbessern. Dabei spielen sowohl medizinische Maßnahmen als auch unterstützende Therapien und insbesondere die richtige Ernährung eine zentrale Rolle. Medikamentöse Behandlung Die medikamentöse Therapie bildet die Basis der Behandlung eines Leishmaniose-Schubs. Dabei werden in der Regel folgende Medikamente eingesetzt: Antimonpräparate: Diese Medikamente hemmen die Vermehrung der Leishmanien und reduzieren die Krankheitsaktivität. Sie werden oft in Kombination mit anderen Wirkstoffen verwendet. Allopurinol: Dieses Medikament wirkt unterstützend, indem es den Stoffwechsel der Leishmanien blockiert. Es wird häufig langfristig verabreicht, um Rückfälle zu verhindern. Entzündungshemmer: Bei starken Symptomen können entzündungshemmende Medikamente wie Kortikosteroide eingesetzt werden, allerdings nur unter strenger tierärztlicher Aufsicht, da sie langfristig starke Nebenwirkungen haben können. Eine individuelle Anpassung der Dosierung und der Kombination der Medikamente ist notwendig, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Die regelmäßige Kontrolle von Blutwerten und Organfunktionen stellt sicher, dass die Therapie wirksam und gut verträglich ist. Ernährungsoptimierung Eine purinarme Ernährung spielt eine große, wenn nicht sogar die entscheidende Rolle bei der Behandlung von Leishmaniose. Sie hilft, die Belastung der Nieren zu reduzieren und das Immunsystem zu stärken. Dabei sollte Folgendes beachtet werden: Vermeidung von Innereien und anderen purinreichen Futtermitteln. Fütterung von hochwertigem Muskelfleisch und Gemüse. Ergänzung mit Omega-3-Fettsäuren, natürlichem Vitamin D, Magnesium, Zink und anderen entzündungshemmenden Nährstoffen. Für detaillierte Informationen zur Ernährung bei Leishmaniose lesen Hundehalter unseren Artikel Behandlung und Therapie von Leishmaniose bei Hunden. Behandlung mit pflanzlichen Wirkstoffen Es existieren einige sehr wirksame pflanzliche Mittel, die bei der Behandlung von Leishmaniose unterstützen und so möglicherweise die nötige Dosierung der Standardmedikamente reduzieren können. Hierzu gehören Alpha Bisabolol (aus Kamille) Artemisinin (aus dem einjährigen Beifuß) Immunmodulierende Mittel von Sanum (Isopathie) Shiitake und weitere Heilpilze Ausführliche Informationen dazu finden sich ebenfalls in unserem Artikel Behandlung und Therapie von Leishmaniose bei Hunden. Unterstützende Maßnahmen Neben der medikamentösen Therapie und Ernährungsanpassung gibt es weitere Maßnahmen, die die Genesung des Hundes unterstützen können: Stärkung des Immunsystems: Ergänzungsfuttermittel mit Omega-3 Fettsäuren, natürlichen Vitaminen, Magnesium, Zink und antioxidativen Stoffen können helfen, das Immunsystem zu stabilisieren. Stressreduktion: Ein stressfreies Umfeld ist besonders wichtig, da Stress einen Schub verschlimmern kann. Regelmäßige Bewegung: Leichte, angepasste Bewegung hilft, den Allgemeinzustand des Hundes zu verbessern, ohne ihn zu überfordern. Die Kombination dieser Ansätze ermöglicht es, die Symptome effektiv zu lindern und Rückfälle zu minimieren. Mehr zur Behandlung von Leishmaniose finden Hundehalter in unserem ausführlichen Beitrag Behandlung und Therapie von Leishmaniose bei Hunden. Vorsorge und Prävention von Schüben Die beste Methode, einem Leishmaniose-Schub vorzubeugen, besteht darin, das Immunsystem des Hundes zu stärken und Risikofaktoren konsequent zu minimieren. Präventive Maßnahmen können dazu beitragen, die Krankheitsaktivität in Schach zu halten und die Lebensqualität des betroffenen Hundes langfristig zu sichern. Ernährung und Immunsystem Eine ausgewogene, hochwertige Ernährung ist unbedingt notwendig, um das Immunsystem des Hundes zu stärken und die Belastung durch die Krankheit zu verringern. Dabei sollten folgende Punkte berücksichtigt werden: Purinarme Nahrungsmittel vermeiden die Überlastung der Nieren. Hochwertige Proteine aus Muskelfleisch fördern die Regeneration und liefern essentielle Bausteine für das Immunsystem. Ergänzungen wie Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien unterstützen die Immunabwehr. Die richtige Ernährung kann Schübe verhindern und die Krankheitsaktivität kontrollieren. Tipps dazu finden Hundehalter in unserem Beitrag Behandlung und Therapie von Leishmaniose bei Hunden. Stressmanagement Stress ist ein häufiger Auslöser für Leishmaniose-Schübe. Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass der Hund in einer ruhigen und stabilen Umgebung lebt. Maßnahmen zur Stressreduktion umfassen: Vermeidung von hektischen oder lauten Situationen. Regelmäßige Routine und genügend Ruhezeiten. Angemessene körperliche und mentale Auslastung, angepasst an den Gesundheitszustand. Ein stressfreies Umfeld unterstützt das Immunsystem und kann helfen, das Risiko eines Schubs zu minimieren. Schutz vor Sandmücken In Leishmaniose-Risikogebieten ist der Schutz vor Sandmücken besonders wichtig, um Neuinfektionen oder eine Verschlimmerung der bestehenden Erkrankung zu verhindern. Geeignete Maßnahmen sind: Verwendung von Anti-Mücken-Mitteln speziell für Hunde. Schlafplätze mit Mückennetzen oder in geschlossenen Räumen. Vermeidung von Aufenthalten im Freien während der Abend- und Nachtstunden, wenn die Sandmücken besonders aktiv sind. Geeignete Halsbänder und Spot-Ons Diese Präventionsmaßnahmen helfen auch dabei, die Ausbreitung der Krankheit zu kontrollieren. Checkliste: Richtig handeln bei einem Leishmaniose-Schub Ein Leishmaniose-Schub kann plötzlich auftreten und sowohl für den Hund als auch für seine Halter eine Herausforderung darstellen. Mit einer strukturierten Vorgehensweise können Hundehalter schnell und effektiv reagieren. Hier ist eine praktische Checkliste, die Hundehalter im Ernstfall unterstützen kann: 1. Symptome beobachten Auf erste Anzeichen wie Müdigkeit, Hautveränderungen oder Appetitverlust achten. Veränderungen im Verhalten oder Aussehen des Hundes dokumentieren. Notieren, wann und wie die Symptome aufgetreten sind, um dem Tierarzt eine genaue Beschreibung zu geben. 2. Tierarztbesuch vereinbaren Kontaktieren des Tierarztes bei den ersten Anzeichen eines Schubs. Blutuntersuchung durchführen, um die Krankheitsaktivität zu bestimmen. Therapieanpassungen mit dem Tierarzt besprechen, falls notwendig. 3. Unterstützung zuhause Für eine stressfreie Umgebung sorgen, um den Heilungsprozess zu fördern. Überanstrengung vermeiden und dem Hund ausreichend Ruhe geben. 4. Prävention von weiteren Schüben Ernährung anpassen, um das Immunsystem zu unterstützen. Den vom Tierarzt empfohlenen Therapieplan einhalten. Natürliche Nahrungsergänzungen zur Stärkung des Organismus einsetzen. Prävention und eine gute Vorbereitung sind die besten Werkzeuge, um die Gesundheit des Hundes langfristig zu schützen. Die richtige Ernährung bei Leishmaniose: Unterstützung für den Hund Eine angepasste Ernährung ist ein zentraler Bestandteil der Behandlung und Prävention von Leishmaniose-Schüben. Sie hilft nicht nur, die Symptome zu lindern, sondern unterstützt auch die allgemeine Gesundheit und das Immunsystem des Hundes. Dabei sind einige Aspekte besonders wichtig. 1. Purinarme Ernährung Hunde mit Leishmaniose profitieren von einer purinarmen Ernährung, da diese die Nieren entlastet. Daher sind Futtermittel mit hohem Puringehalt zu vermeiden. Hoher Puringehalt: Innereien (Leber, Niere, Magen, Lunge). Hülsenfrüchte (Erbsen oder Linsen, gerade in veganem Futter). Bestimmte Fischsorten (Sardine, Makrele, Hering). Niederiger Puringehalt: Reines Muskelfleisch Bestimmte Fischsorten (Kabeljau, Seehecht) Gemüse (Süßkartoffeln, Kürbis, Zucchini, Karotten, Kartoffeln) Eier 2. Hochwertige Proteine und natürliche Nährstoffe Eine ausreichende Versorgung mit hochwertigem Eiweiß ist wichtig, um den Muskelaufbau und die Regeneration zu fördern. Geeignete Quellen sind: Muskelfleisch von Wild, Geflügel, Lamm oder Rind. Fisch mit geringem Puringehalt wie Kabeljau. Gemüse wie Süßkartoffeln, Zucchini oder Karotten als gesunde Ergänzung. Hochwertige Öle Nährstoffreiche Kräuter, wie Petersilie, Basilikum, Rosmarin, Oregano, Thymian. Ergänzend können Omega-3-Fettsäuren aus Algenöl oder Lebertran entzündungshemmend wirken, und natürliches Vitamin A, D, E, Zink und Magnesium das Immunsystem stärken. 3. Alpha Natural Nahrung für Leishmaniose-Hunde Im Alpha Natural Shop finden Hundehalter speziell entwickelte Nahrung, die ideal für Hunde mit Leishmaniose geeignet ist. Die Produkte zeichnen sich durch hochwertige Inhaltsstoffe und eine besonders purinarme Zusammensetzung aus - mit reinem Muskelfleisch, natürlichen Nährstoffen und ohne Innereien, welche die Gesundheit des Hundes optimal unterstützen. 4. Fütterungstipps Tagesration auf mehrere kleine Mahlzeiten aufteilen, um die Verdauung zu entlasten. Für ausreichend frisches und schadstofffreies Wasser sorgen, besonders bei Nierenbelastung. Nahrungsumstellungen langsam durchführen, um Magen-Darm-Probleme zu vermeiden. Die richtige Ernährung kann einen erheblichen Unterschied im Umgang mit Leishmaniose machen. Für weitere Informationen und Empfehlungen siehe unser Beitrag zur Behandlung und Therapie von Leishmaniose. Fazit: Frühzeitige Erkennung und konsequente Vorsorge sind der Schlüssel Ein Leishmaniose-Schub stellt eine ernsthafte Belastung für betroffene Hunde und ihre Halter dar. Die Krankheit zeigt sich oft in einem breiten Spektrum von Symptomen, die sowohl äußerlich als auch innerlich auftreten können. Eine frühzeitige Diagnose und ein systematischer Behandlungsansatz sind entscheidend, um den Gesundheitszustand des Hundes zu stabilisieren und langfristige Schäden zu verhindern. Durch regelmäßige Gesundheitschecks, eine angepasste Ernährung und ein stressfreies Umfeld können Hundehalter viel tun, um das Risiko eines Schubs zu minimieren. Detaillierte Informationen und weiterführende Tipps zu Leishmaniose gibt es in unserem umfassenden Beitrag zu Leishmaniose bei Hunden. Weitere spezifische Themen, wie die Behandlung, Symptome und viszerale Leishmaniose, finden sich in unseren ergänzenden Artikeln: Leishmaniose beim Hund: Symptome erkennen Behandlung und Therapie von Leishmaniose bei Hunden Was ist viszerale Leishmaniose? Symptome im Anfangsstadium von Leishmaniose beim Hund Mit einem ganzheitlichen Ansatz und dem nötigen Wissen können Hundehalter ihren Vierbeinern helfen, ein erfülltes und möglichst beschwerdefreies Leben zu führen – auch mit der Diagnose Leishmaniose.
Hundesenioren – wie man Hunden das Altern leichter macht

Hundesenioren – wie man Hunden das Altern leichter macht

23 Aug 2024
Der Umgang mit Hunden im Alter erfordert besondere Aufmerksamkeit und Verständnis, da sie oft mit verschiedenen physischen und psychischen Veränderungen konfrontiert sind. In diesem Beitrag werden einige außergewöhnliche und weniger bekannte Tipps für den Umgang mit älter werdenden Vierbeinern gegeben. Was passiert, wenn Hunde älter werden Hundesenioren durchlaufen verschiedene Veränderungen in ihrem Körper und Verhalten, die mit dem Alterungsprozess einhergehen. Auftreten können zum Beispiel: Körperliche/Gesundheitliche Veränderungen: Ältere Hunde sind anfälliger für gesundheitliche Probleme wie Herzkrankheiten, Niereninsuffizienz und Zahnprobleme. Mit dem Alter können Hunde zudem an Muskelmasse verlieren und Gelenkprobleme wie Arthritis und Arthrose entwickeln. Veränderungen im Verhalten: Ältere Hunde können ruhiger werden und weniger aktiv sein als in ihren jüngeren Jahren. Sie könnten auch ängstlicher oder sensibler auf Veränderungen in ihrer Umgebung reagieren. Veränderungen bei der Sinneswahrnehmung: Das Seh- und Hörvermögen kann nachlassen. Bei vielen älteren Hunden können sich Augenkrankheiten wie Grauer Star entwickeln. Auch die Fähigkeit, Geräusche wahrzunehmen, kann nachlassen. Manchmal liegt das allerdings einfach auch nur an nicht ganz sauberen Ohren ;) Veränderte Ernährungsbedürfnisse: Hundesenioren benötigen möglicherweise eine spezielle Diät, die auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist, um Übergewicht zu vermeiden, die Gesundheit und insbesondere Organe wie Leber, Herz und Nieren oder auch die Gelenke zu unterstützen. Verändertes Bewegungsbedürfnis: Keine Frage – regelmäßige Bewegung ist nach wie vor wichtig. Allerdings müssen die Aktivitäten an das Alter und die körperlichen Fähigkeiten des Hundes angepasst werden. Kognitive Veränderungen: Einige ältere Hunde zeigen Anzeichen von kognitiver Dysfunktion (ähnlich der Demenz beim Menschen), was sich in Verwirrtheit, Schlafstörungen oder veränderten Verhaltensweisen äußern kann. Indem auf die neuen, speziellen Bedürfnisse eingegangen wird und Hunden eine liebevolle Umgebung geboten wird, kann die Lebensqualität entscheidend maximiert werden. Hierzu im Folgenden einige Ideen, die vielleicht hilfreich sind. So bleiben Hunde auch im Alter gesund und glücklich Die Gesundheit von Hunden ist eine Herzensangelegenheit. Deshalb wurden hier einige Tipps zusammengestellt, damit ältere Vierbeiner auch im Alter Freude am Leben haben. An erster Stelle stehen natürlich Liebe und Geduld. Spezielle Nahrungsergänzung Seniorenhunde brauchen leicht verdauliche, ballaststoff- und proteinreiche Nahrung – am besten ohne Getreide. Eine Ernährung mit rein natürlichen und vor allem hochwertigen Zutaten ist nun angesagt. Spezielle Ergänzungen wie Omega-3-Fettsäuren, Gelenkunterstützungsmittel oder Kräuter für Leber und Niere können helfen, den Organismus zu unterstützen sowie die Mobilität und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern. Moderate, kognitive Spiele Die geistige Fitness von Hunden kann mit interaktiven Spielzeugen oder Rätseln gefördert werden, die ihre Sinne anregen. Das hält das Gehirn aktiv und kann helfen, die kognitive Degeneration zu verlangsamen. Besondere Pflege Regelmäßiges Bürsten, Zähneputzen und Hautpflege sind wichtig. Zum Zähneputzen können beispielsweise Kokosöl mit Grapefruitkernextrakt und Propolis gemischt oder Effektive Mikroorganismen verwendet werden. Massagen können die Durchblutung fördern, Verspannungen lösen und das Wohlbefinden steigern. Dabei sollte darauf geachtet werden, sanfte Techniken anzuwenden. Auch ein regelmäßiger Termin beim Hundeosteopathen ist eine gute Idee – oft haben solche Maßnahmen Wunder bewirkt. Für Komfort sorgen Ein bequemer Schlafplatz kann die Gelenke entlasten. Auch rutschfeste Teppiche und Rampen erleichtern das Leben älterer Hunde, besonders in der Nähe des Schlafplatzes in der Wohnung, wo öfter aufgestanden wird. Mollig warm ist gut Ältere Hunde haben oft Schwierigkeiten, ihre Körpertemperatur zu regulieren. Ein beheiztes Hundebett (bitte niemals mit stromdurchflossenen Leitungen wie bei Wärmedecken, da solche gesundheitsschädigende elektromagnetische Felder erzeugen können) oder eine Wärmflasche (maximal warmes Leitungswasser, niemals kochendes) kann angenehmen Komfort bieten. Ruhige Umgebung sicherstellen Eine ruhige und stressfreie Umgebung ist wichtig. Laute Geräusche und hektische Aktivitäten sollten vermieden werden, um Überforderung zu verhindern. Auch auf spielende Kinder, jüngere Hunde und ähnliche Situationen sollte geachtet werden. Regelmäßige Arztbesuche Regelmäßige Gesundheitschecks beim Tierarzt oder Tierheilpraktiker ermöglichen ein frühzeitiges Reagieren auf Probleme. Mithilfe von Blutuntersuchungen lassen sich beispielsweise Organfunktionen überprüfen. Auch Veränderungen im Verhalten sollten dem Arzt mitgeteilt werden. Anpassung der Spaziergänge Die Länge und Intensität der Spaziergänge sollte an die Bedürfnisse des Hundes angepasst werden. Kurze, häufige Spaziergänge sind oft besser als lange, anstrengende, jedoch unregelmäßige. Soziale Interaktion fördern Die soziale Interaktion mit anderen Hunden und Menschen verbessert die Lebensqualität. Dabei ist darauf zu achten, dass diese Begegnungen positiv und stressfrei verlaufen.
Achtung giftig für Hunde

Achtung giftig für Hunde

09 Aug 2024
Der Sommer ist eine wunderbare Zeit für Hundebesitzer und ihre vierbeinigen Freunde. Lange Spaziergänge, Ausflüge ins Grüne und das Spielen im Freien stehen auf der Tagesordnung. Doch während wir die warmen Monate genießen, sollten wir uns auch der Gefahren bewusst sein, die in der Natur lauern. Viele Pflanzen, Beeren und Pilze sind für unsere Hunde giftig und können ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. In diesem Artikel möchten wir dir einige der häufigsten giftigen Arten vorstellen und Tipps geben, wie du deinen Liebling schützen kannst. Vorsicht, giftig für Hunde Giftige Pflanzen Viele sommerliche Pflanzen sind für Hunde giftig. Achte darauf, dass dein Hund nicht an folgenden Pflanzen knabbert oder daran schnuppert: a) Oleander (Nerium oleander) Oleander ist eine beliebte Zierpflanze, die in vielen Gärten zu finden ist. Alle Teile der Pflanze sind giftig und können bei Hunden zu schweren Vergiftungen, im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. b) Efeu (Hedera helix) Efeu ist ebenfalls weit verbreitet und kann bei Hunden für Magen-Darm-Beschwerden sorgen. c) Dieffenbachia (Dumb Cane) Diese Zimmerpflanze ist für Hunde sehr gefährlich. Der Verzehr kann zu Schwellungen im Mund, Atemnot und sogar zu Schluckbeschwerden führen. d) Philodendron Ähnlich wie Dieffenbachia enthält auch Philodendron sogenannte Calciumoxalatkristalle und kann ähnliche Beschwerden verursachen. Giftige Beeren Hier stellen wir dir einige giftige Beeren vor. Vermeide Spaziergänge in Gebieten, in denen solche Beeren wachsen, und achte darauf, dass dein Hund keine unbekannten Beeren frisst. Nicht unwichtig: Auch der Kot von Vögeln oder anderen Tieren kann Spuren solcher Beeren enthalten. a) Eibe (Taxus baccata) Die Eibe ist eine häufige Heckenpflanze, deren Beeren für Hunde äußerst gefährlich sind. Der Verzehr kann zu schwerwiegenden Herzproblemen und sogar zum Tod führen. b) Holunder (Sambucus nigra) Obwohl die reifen Holunderbeeren in kleinen Mengen unbedenklich sind, sind die rohen Beeren giftig. Gleiches gilt übrigens auch für Blätter und Rinde. c) Kirschkerne (Prunus spp.) Die Kerne von Kirschen enthalten Blausäure, die bei Hunden zu Atemnot und Schock führen kann. Achte darauf, dass dein Liebling keine Kerne frisst. Tollkirschen sind ebenfalls Gift für Hunde.  Giftige Pilze In den warmen Monaten sprießen viele verschiedene Pilzarten, und nicht alle sind harmlos. Einige von ihnen sind hochgiftig und können ernsthafte gesundheitliche Probleme oder sogar den Tod bei Hunden verursachen. Da es schwierig ist, giftige von ungiftigen Pilzen zu unterscheiden, halte deinen Fellfreund unbedingt von allen Pilzen fern. Zu den bekanntesten giftigen Pilzen gehören: a) Fliegenpilz (Amanita muscaria) Bekannt für seine auffällige rote Kappe mit weißen Punkten, kann dieser Pilz neurologische Symptome hervorrufen. b) Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) Einer der gefährlichsten Pilze, dessen Verzehr schwere Leberschäden verursachen kann. c) Schwefelporling (Laetiporus sulphureus): Obwohl er essbar ist, kann er bei Hunden zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Giftige Substanzen – nicht nur im Sommer Das ganze Jahr über solltest du besonders auf kritische Lebensmittel achten. Einige davon sind hochgiftig für Hunde und sollten niemals verfüttert werden. Oft verstecken sie sich in Fertigprodukten wie Streichwurst, Keksen oder Burger-Patties. Achte darauf, dass diese Lebensmittel außerhalb der Reichweite deines Hundes sind. Auch andere Substanzen können deinem Liebling gefährlich werden. Häufige Gefahrenquellen: Lebensmittel Schokolade, Zwiebeln, Knoblauch, Trauben, Rosinen und Avocados sind nur einige Lebensmittel, die für Hunde giftig sind. Süßstoffe Insbesondere Xylit, das in vielen kalorienarmen Lebensmitteln und Kaugummis verwendet wird, aber auch andere Süßstoffe sind giftig für Hunde. Zimmer- und Gartenpflanzen Bestimmte Lilienarten sind nicht nur extrem giftig für Katzen, auch Hunde sollten den Kontakt mit ihnen vermeiden, da sie Magenprobleme verursachen können. Dasselbe gilt für die beliebte Zimmerpflanze Efeutute (Epipremnum aureum). Chemikalien Reinigungsmittel, Pestizide und Frostschutzmittel enthalten oft toxische Inhaltsstoffe. Achte einfach beim Kauf von Reinigungsmitteln für den Haushalt auf Bio-Produkte, gerade bei solchen, mit denen der Boden gewischt wird. Medikamente Menschliche Medikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol sind für Hunde extrem gefährlich. Anzeichen einer Vergiftung Bevor wir uns mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen befassen, fassen wir dir nochmals die Symptome zusammen, die auf eine Vergiftung hinweisen können: Übelkeit und Erbrechen Durchfall Lethargie Dein Hund wirkt müde oder desinteressiert an seiner Umgebung. Zittern oder Krampfanfälle Diese Symptome sind besonders alarmierend und erfordern sofortige Hilfe. Atemprobleme Schwierigkeiten beim Atmen oder Husten können ebenfalls auftreten. Erste Hilfe bei Verdacht auf Vergiftung Wenn du eines der genannten Symptome bemerkst, handle schnell! Ruhe bewahren Es ist wichtig, ruhig zu bleiben. Panik kann die Situation verschlimmern und deine Fähigkeit beeinträchtigen, klar zu denken und zu handeln. Identifiziere die Ursache Versuche herauszufinden, was dein Hund möglicherweise aufgenommen hat. Hast du gesehen, dass er etwas gefressen hat? Gibt es Pflanzen oder Chemikalien in der Nähe? Diese Informationen sind entscheidend für den Tierarzt. Nimm etwas von dem Auslöser mit, falls irgendwie möglich – und achte dabei darauf, dich nicht selbst zu kontaminieren, auch über Hautkontakt. Kontaktiere deinen Tierarzt Rufe sofort deinen Tierarzt oder einen tierärztlichen Notdienst an. Beschreibe die Symptome deines Hundes und gib alle Informationen über mögliche Giftstoffe weiter. Der Tierarzt kann dir spezifische Anweisungen geben. Bringe deinen Hund nicht zum Erbrechen ohne Anleitung In einigen Fällen kann das Herbeiführen von Erbrechen sinnvoll sein, in anderen jedoch nicht (z.B. bei ätzenden Substanzen). Befolge daher immer die Anweisungen des Tierarztes. Aktivkohle Aktivkohle ist das am häufigsten verwendete Mittel bei akuten Vergiftungen. Sie kann viele Gifte im Magen-Darm-Trakt binden und deren Aufnahme in den Körper verhindern. Dabei ist es wichtig, dass Aktivkohle so schnell wie möglich nach der Einnahme des Giftes verabreicht wird. Präventive Maßnahmen Als Hundebesitzer ist es unsere oberste Priorität, die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer vierbeinigen Freunde zu gewährleisten. Leider sind Hunde oft neugierig und erkunden ihre Umgebung mit allen Sinnen – was sie manchmal in gefährliche Situationen bringen kann. Um diese zu vermeiden, haben wir folgende Tipps zur Prävention: Aufklärung über giftige Pilze Informiere dich über die häufigsten giftigen Pflanzen, Beeren und Pilze in deiner Region. Das Internet oder spezielle Bücher, zum Beispiel über Mykologie (Pilzkunde), hilft dir, gefährliche Arten zu identifizieren. Mache dich generell mit giftigen Substanzen vertraut und halte sie außerhalb der Reichweite deines Hundes. Gute Auflistungen: https://www.gartenlexikon.de/giftpflanzen/ https://www.hausgarten.net/giftige-pflanzen/ Spaziergänge anleinen Halte deinen Hund beim Spazierengehen in kritischen Bereichen an der Leine. Dies verhindert, dass er unkontrolliert herumstöbert und möglicherweise giftige Pflanzen, Beeren oder Pilze frisst. Achte darauf, ihn von verdächtigen Pflanzen und Pilzen fernzuhalten. Training des Rückrufs Ein gut trainierter Rückruf oder ein „Aus“ Kommando können lebensrettend sein. Sicherer Wohnraum Gestalte dein Zuhause hundesicher: Sichere Pflanzenwahl Überprüfe Pflanzen auf Giftigkeit und entferne gefährliche Arten aus deinem Zuhause oder Garten. Chemikalien sicher lagern Bewahre Reinigungsmittel und Chemikalien in verschlossenen Schränken auf. Aufbewahrung von Lebensmitteln Lagere Lebensmittel in geschlossenen Schränken oder hohen Regalen, um zu verhindern, dass dein Hund sie erreicht. Aufklärung über Erste Hilfe Es ist wichtig, dass du weißt, wie du im Notfall schnell reagieren kannst: Notrufnummern Halte die Telefonnummer deines Tierarztes sowie die Nummer eines tierärztlichen Notdienstes bereit. Erste-Hilfe-Kurs Erwäge die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs für Haustiere. Hier lernst du, wie du im Falle einer Vergiftung schnell handeln kannst.
Hunde-Demenz: Symptome und effektive Maßnahmen zur Unterstützung

Hunde-Demenz: Symptome und effektive Maßnahmen zur Unterstützung

27 Jun 2024
Demenz bei Hunden ist leider eine Realität, die viele Hundebesitzer erleben müssen. Dieser Artikel hilft, die Anzeichen von Demenz bei Hunde zu erkennen und gibt wertvolle Tipps zur Behandlung. Symptome von Demenz bei Hunden Die häufigsten Symptome von Demenz bei Hunden sind: Orientierungslosigkeit Der Hund findet sich im bekannten Umfeld nicht mehr zurecht oder bleibt oft einfach in der Ecke stehen. Konfusion Der Hund scheint bei alltäglichen Aufgaben verwirrt zu sein, besonders im Vergleich zu früher. Weitere mögliche Symptome Längerer Schlaf tagsüber und unruhiger Schlaf nachts Plötzliches Verrichten des „Geschäfts“ in den eigenen vier Wänden Angst und Nervosität, die vorher nicht vorhanden waren Veränderungen im Anhänglichkeitsverhalten, sei es weniger oder ungewöhnlich viel Anhänglichkeit Abwesenheit oder unruhiges Herumlaufen Erste Maßnahmen bei Demenzanzeichen Werden Anzeichen von Demenz beim Hund bemerkst, sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden: 🩺 Tierarztbesuch: Konsultation eines erfahrenen Tierarzts oder Tierheilpraktikers  💊 Behandlung: Bei Bestätigung der Demenz können Medikamente und natürliche Mittel helfen, die Symptome zu lindern. Eine spezielle Diät ist essenziell, und auch die bestimmte Nahrungsergänzungsmittel können helfen 📊 Verhaltenstagebuch: Ein Tagebuch über das Verhalten des Hundes, um dem Therapeuten genaue Informationen liefern zu können, ist sinnvoll Alltagsgestaltung bei Hunden mit Demenz Neben der ärztlichen Behandlung kann der Alltag des Hundes wie folgt angepasst und unterstützt werden: ❤️ Liebe und Geduld: Besonders liebevoll und geduldig sein 🙌🏽 Feste Routinen: Fütterungs-, Gassi- und Schlafenszeiten konstant halten ⚾️ Konzentrationsfördernde Spiele: Spiele und Übungen fördern die Konzentration des Hundes 👄 Klare Kommandos: Einfache, klare Kommandos und zusätzliche Gesten verwenden 🚧 Sicheres Zuhause: Ein Zuhause ohne Hindernisse, eventuell mit Treppengittern. 🧠 Mentale Stimulation: Regelmäßiges Training und neue Spiele 🌿 Beruhigende Umgebung: Aromatherapie oder beruhigende Musik 🐾 Angepasste Bewegung: Sanfte, regelmäßige Bewegung, angepasst an die Bedürfnisse des Hundes ⚕️ Regelmäßige Check-ups: Kommunikation mit dem Therapeuten und Beobachtung des Krankheitsverlaufs 🐕 Soziale Interaktion: Kontrollierte und stressfreie Treffen mit anderen Hunden 🧘🏽 Stressreduktion: Stressfaktoren im Alltag des Hundes Identifizieren und reduzieren Was bei Demenz im Körper von Hunden passiert Demenz tritt auf, wenn Neuronen im Gehirn nicht ausreichend Energie erhalten oder Synapsen ihre Verbindungen nicht mehr richtig herstellen können. Obwohl es naheliegend scheint, dass das Gehirn in diesem Fall mehr Glucose braucht, um den Energiebedarf zu decken, ist oft das Gegenteil der Fall. Ein Übermaß an Glucose im Körper kann dazu führen, dass die Gehirnzellen nur noch auf Glucose als Energielieferant eingestellt sind, welche jedoch die Blut-Hirn-Schranke irgendwann nicht mehr in ausreichender Menge überwinden kann. Ein Energiemangel an den Neuronen entsteht – obwohl im Körper ein Überschuss an Glucose vorhanden ist. Eine ungesunde Ernährung mit zu vielen Kohlenhydraten, wie aus Getreide, kann der Auslöser sein, da sie chronisch hohe Blutzuckerwerte verursacht und so zu kognitivem Verfall beitragen kann. Ein weiterer Faktor, der zu kognitivem Verfall, also der Degeneration von Gehirnzellen beiträgt, ist das metabolische Syndrom – das wiederum eine direkte Folge ungesunder Ernährung mit einem Übermaß an Kohlenhydraten, aber auch Omega-6 Fetten ist. Für das Gehirn gibt es jedoch eine zweite mögliche Energiequelle: Ketone. Schnelle Hilfe: Gehirnernährung mit Ketonen Ketone als Alternative zu Glucose Ketone sind eine alternative Energiequelle für das Gehirn und können sowohl durch die körpereigene Fettverbrennung als auch durch die Ernährung bereitgestellt werden. Nur selten ist der Organismus, und insbesondere das Gehirn, von Hunden (wie auch Menschen) auf die sinnvolle und gesunde Energieversorgung über Ketone eingestellt. Die meisten erhalten zu viele Kohlenhydrate über das Futter, etwa aus Getreide, die dann in Zucker umgewandelt werden und das körpereigene System mit Glucose überfluten. Kommt noch ein Übermaß an entzündungsfördernden Omega-6 reichen Fetten, wie aus Sojaöl, Sonnenblumenöl oder Schweinefleisch, hinzu, können Insulinresistenz und damit Übergewicht, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen und entzündliche Prozesse im gesamten Körper entstehen – auch im Gehirn. Durchbrechen der Glucoseabhängigkeit Diesen oft krankmachenden Mechanismus und die Abhängigkeit von Glucose zu überwinden und durch gesunde Nährstoffe und eine alternative Energiequelle zu ersetzen ist das oberste Ziel bei Demenz oder ihren ersten Anzeichen – wie auch ganz allgemein zur Vermeidung chronischer Krankheiten. Um diese Abhängigkeit von Glucose zu überwinden, sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden: Low-Carb Ernährung Eine erste, schnell umsetzbare Maßnahme ist das komplette Streichen aller kurzkettigen Kohlenhydrate, wie Getreide, Reis, Mais & Co., aus dem Speiseplan. Auch in Leckerlis sind diese oft versteckt, weshalb es nichts schadet, entweder die Inhaltsstoffe genau zu studieren – oder direkt auf reine Fleischsnacks umzusteigen, die für eine ketogene Ernährung ideal sind. Erhöhung der Ketone Die Keton-Produktion kann durch Ernährung und Nahrungsergänzung mit exogenen Ketonen wie MCT-Öl unterstützt werden. Ideal ist die Kombination mit Intervallfasten, um die Keton-Produktion weiter zu steigern. Ergänzung der Ernährung mit exogenen Ketonen (MCT-Öl) MCT ist die Abkürzung für „Medium Chain Triglycerides“, mittelkettige Fettsäuren. MCTs sind die Basis für die Bildung von Ketonen. MCT-Öl kann aus mehreren Quellen gewonnen werden, ideal ist aber ein MCT-Öl aus Bio-Kokosöl. Erhöhung der körpereigenen Keton-Produktion Um die Keton-Produktion im Körper weiter zu steigern, ist die kohlenhydratarme Ernährung essentiell – kombiniert mit Intervallfasten. Kohlenhydrate im Futter würden dazu führen, dass der Körper sie direkt in Glucose umwandelt und diese als Energielieferant verwendet. Die Produktion von Ketonen würde so weitgehend eingestellt. Durch die Low-Carb Ernährung hat der Körper früher oder später keine andere Wahl, als auf die Keton-Produktion zur Energiegewinnung umzustellen. Eine gleichzeitige tägliche Fastenphase führt dazu, dass der komplette aus der Nahrung aufgenommene Zucker verbrannt wird – und der Insulinspiegel auf ein normales Niveau fallen kann. Durch das Intervallfasten (auch intermittierendes Fasten) wird die Phase ohne Nahrungsaufnahme auf mindestens 20 Stunden pro Tag erhöht. Diese Zeit ist in etwa nötig, um die Ketonproduktion anzukurbeln. Gleichzeitig wird nach dieser Zeit ohne Nahrung auch die sogenannte Autophagie ausgelöst: Das körpereigene Verdauen alter und defekter Zellen, um darauf neue aufzubauen und den Organismus so bei der Regeneration zu unterstützen. Bei Hunden ist das besonders einfach, da ihnen die Häufigkeit der Mahlzeiten ganz einfach vorgegeben werden kann (wenn sie nicht zwischendurch von irgendjemand Leckerlis bekommen ;). Intervallfasten bei Demenz Eine tägliche Fastenphase sollte eingeführt werden, um die Ketonproduktion zu maximieren. Ideal ist eine Mahlzeit am Tag – das bedeutet fast 24 Stunden Fastenphase. Alternativ zwei Mahlzeiten in einem kurzen Abstand von 4 Stunden, etwa um 10 Uhr und 14 Uhr – das bedeutet immer noch knapp 20 Stunden Fastenphase. Allgemein gilt: Je länger, desto mehr wird der Organismus entlastet – inklusive Darm, Bauchspeicheldrüse, Leber und anderen Organen – und desto stärker steigt die Keton-Produktion. Weitere Mittel bei Demenzanzeichen Melatonin Mit zunehmendem Alter finden unter anderem zwei Veränderungen im Hormonsystem statt: Progesteron sinkt Lutenisierendes Hormon (LH) steigt extrem an Bei an Demenz Erkrankten werden vermehrt erhöhte LH-Werte festgestellt. Dem entgegen wirkt Melatonin. Dieses Hormon wird ebenfalls im Körper gebildet, insbesondere abends steigt die Produktion an, um Schlaf und Regeneration einzuleiten. Melatonin fördern Die Melatoninproduktion kann durch Infrarot- und Nahinfrarot-Licht gefördert werden, besonders in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag. Blaues Licht von LED-Glühbirnen im und LED-Bildschirmen Haushalt sollte vermieden werden, sowie auch von LED-Straßenlampen. DHEA Dehydroepiandrosteron, kurz DHEA, ist ein Hormon, das sowohl bei Menschen als auch bei Tieren, einschließlich Hunden, eine wichtige Rolle spielt. Es reguliert Progesteron und damit auch LH, und hat vielfältige Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden. 🐕 Durch die Kombination all dieser Maßnahmen kann die Lebensqualität des Hundes erheblich verbessert werden 🧡 Studien Hormone und Demenz Mey M, Bhatta S, Casadesus G. Luteinizing hormone and the aging brain. Vitam Horm. 2021;115:89-104. doi: 10.1016/bs.vh.2020.12.005. PMID: 33706966; PMCID: PMC9853463. Bowen RL, Perry G, Xiong C, Smith MA, Atwood CS. A clinical study of lupron depot in the treatment of women with Alzheimer's disease: preservation of cognitive function in patients taking an acetylcholinesterase inhibitor and treated with high dose lupron over 48 weeks. J Alzheimers Dis. 2015;44(2):549-60. doi: 10.3233/JAD-141626. PMID: 25310993. Yeap BB, Flicker L. Testosterone, cognitive decline and dementia in ageing men. Rev Endocr Metab Disord. 2022 Dec;23(6):1243-1257. doi: 10.1007/s11154-022-09728-7. Epub 2022 May 28. PMID: 35633431; PMCID: PMC9789006.
Die besten natürlichen Mittel bei Ohrenentzündung bei Hunden

Die besten natürlichen Mittel bei Ohrenentzündung bei Hunden

26 Apr 2024
Dein Hund riecht aus dem Ohr? Er kratzt sich oft daran oder reibt das Ohr an Gegenständen? Dann hat er ziemlich sicher eine Ohrenentzündung, übrigens eine der häufigsten Erkrankungen bei Hunden. In diesem Beitrag erfährst du, woher so eine Entzündung kommen kann, wie sie sich äußert und wie du am besten vorgehst, damit sie nicht chronisch wird. Wie entsteht eine Ohrentzündung bei Hunden? Anders als beim Menschen sind es bei Hunden eher Probleme wie Allergien, ein geschwächtes Immunsystem oder Infektionen von außen, die eine Ohrenentzündung auslösen. Daher besteht in der Regel auch keine Ansteckungsgefahr für andere Hunde oder Tiere, es sei denn, es handelt sich um eine Infektione oder einen Pilzbefall. Bakterielle und Pilz-Infektionen Eine der häufigsten Ursachen für Ohrenentzündungen bei Hunden sind Infektionen mit Bakterien oder Pilzen, die sich im Gehörgang ansiedeln. Viren Auch Viren spielen bei Ohrenentzündungen oft eine Rolle. Sie greifen die Ohren zwar nicht direkt an, können aber die Schutzbarriere der Haut im Gehörgang schwächen. Das erleichtert es Bakterien oder Hefen, eine Infektion zu verursachen. Allergien Manche Hunde reagieren allergisch auf bestimmte Substanzen in ihrem Umfeld. Dazu gehören Pollen oder Staubmilben, aber auch Allergieauslöser im Futter. Diese Allergene können zunächst zu einer Reizung und im weiteren Verlauf zu einer Entzündung des Gehörgangs führen. Oft wird diese dann chronisch, wenn der Auslöser nicht gemieden bzw. möglichst komplett eliminiert wird. Anatomische Faktoren Auch die Anatomie deines Hundes kann eine Rolle spielen. Hunde mit hängenden Ohren, wie Beagle oder Cocker Spaniel, sind aufgrund der begrenzten Belüftung und des Feuchtigkeitsstaus in ihren Ohren anfälliger für Infektionen. Fremdkörper Gras, Schmutz oder Grannen von Getreidefeldern, die sich tief in der Haut verhaken, in den Gehörgang gelangen und so letztlich zu einer Entzündung führen können. Nährstoffmangel und geschwächte Darmflora Ein schwaches Immunsystem begünstigt Entzündungen, insbesondere an exponierten Stellen wie Haut, Augen, Rachenraum – oder eben den Ohren. Nährstoffe wie vollwertiges Vitamin A (Retinol) und die Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA sind dann besonders wichtig. Für beide ist Lebertran eine der reichhaltigsten natürlichen Quellen. Was deutet auf eine Ohrenentzündung bei Hunden hin? Obwohl die Symptome je nach Ursache und Schweregrad variieren können, solltest du bei diesen Anzeichen hellhörig werden: Ohrgeruch Ein unangenehmer Geruch entströmt den Ohren deines Hundes. Oft wird dieser von übermäßig viel Ohrenschmalz begleitet. Ohrenschmalz Dein Liebling hat mehr Ohrenschmalz als üblich – manchmal auch dunkler oder anders gefärbt. Ohrkratzen oder Reiben Dein Hund kratzt sich oft intensiv an den Ohren oder reibt sie an Gegenständen, um den Juckreiz oder das Unbehagen zu lindern. Rötung und Schwellung Die Haut in und um das Ohr herum ist gerötet und geschwollen. Ohrschmerzen Dein Liebling zeigt Anzeichen von Schmerzen, wie ein hängendes oder schief gehaltenes Ohr, besonders wenn es berührt wird. Ohrenschütteln Schüttelt dein Hund häufig den Kopf oder bewegt er seine Ohren hin und her, tut er das vielleicht, um sich Abhilfe zu verschaffen. Es kann aber auch einfach darauf hindeuten, dass sich zu viel Ohrenschmalz oder ein Fremdkörper im Ohr befindet. Ausfluss Du stellst einen Ausfluss aus dem Ohr fest, sei es Blut, Eiter oder wässriges Sekret. Hörverlust In fortgeschrittenen, chronischen Fällen kann eine Ohrenentzündung zu vorübergehendem oder dauerhaftem Hörverlust führen, vor allem, wenn das Mittelohr betroffen ist. Erste Anlaufstelle Im ersten Schritt solltest du zum Tierarzt oder Tierheilpraktiker gehen. Nur er oder sie kann eine genaue Diagnose stellen. In der Regel wird dabei mittels Ohrabstrich überprüft, ob Bakterien, Hefen oder Pilze Auslöser der Entzündung sind. Mit einem Otoskop wird das Innere des Ohrs genauer untersucht, vor allem das Trommelfell. Je nachdem, welcher Bereich entzündet ist, spricht man von: einer Otitis externa (äußerer Gehörgang und Ohrmuschel) einer Otitis media (Mittelohr) einer Otitis interna (inneres Ohr) Achtung: Oft empfiehlt der Tierarzt eine Antibiose, also eine medikamentöse Behandlung mit Antibiotika. Diese hilft allerdings nur gegen Bakterien. Bei allen anderen Ursachen – Pilzen, Viren, Allergien, Fremdkörpern oder anatomischen Gründen – helfen Antibiotika nicht viel – und können das Immunsystem langfristig sogar schwächen. Manchmal wirkt die erste Antibiose auch nicht, oder die Bakterien sind resistent, und es werden immer mehr Antibiotika verschrieben. Nebenwirkungen wie Verdauungsprobleme oder Übelkeit sind dann keine Seltenheit. Tipp: Wäge also selbst ab, was am sinnvollsten ist – ein Antibiotikum oder die Kombination mehrerer natürlicher Mittel, die den Organismus von außen wie von innen bei der Bekämpfung der Ursache unterstützen. Generell gilt es, Geduld zu haben – die Behandlung einer Ohrenentzündung kann mehrere Tage bis Wochen dauern. Naturheilmittel zeigen Wirkung! Anstatt den Organismus sofort mit Antibiotika zu belasten, kannst du erst mal den natürlichen Weg gehen. Es gibt ganz einfache, 100% natürliche Mittel, um eine Ohrinfektion zu bekämpfen. Knoblauchöl, Kokosöl, Schwarzkümmelöl und kolloidales Silber haben alle ein sehr breites antibiotisches, antivirales und antimykotisches Wirkspektrum – und das unabhängig davon, was die Infektion verursacht hat. Im Gegensatz zu herkömmlichen Antibiotika tragen sie auch nicht zum Problem resistenter Bakterien bei. Knoblauchöl mit Kokosöl Knoblauchöl wirkt stark anti-entzündlich, insbesondere gegen Bakterien, Pilze und andere Mikroben. In der Kombination mit Kokosöl als Trägerstoff lässt sich das Knoblauchöl optimal verteilen. Die Wirkung wird durch die ebenfalls anti-mikrobiellen Eigenschaften des Kokosöls noch weiter unterstützt. Anwendung: Einfach eine oder mehrere Knoblauchzehen auspressen und den Saft auffangen. Einige Tropfen mit 1 TL Bio-Kokosöl vermischen und ins Ohr geben. Schwarzkümmelöl mit Kokosöl Auch Schwarzkümmelöl bekämpft Mikroben und hat entzündungshemmende Eigenschaften. Es kann das Immunsystem unterstützen, Entzündungen reduzieren, Schwellungen lindern und Bakterien oder Pilze abwehren. Anwendung: Einige Tropfen davon mit 1 TL Bio-Kokosöl vermischen und ins Ohr geben. Kolloidales Silber mit Kokosöl Kolloidales Silber ist eines der wirksamsten Mittel gegen Ohrenentzündungen und dabei völlig natürlich. Seine winzigen Silberpartikel haften an den Zellwänden schädlicher Mikroorganismen, hemmen deren Enzymproduktion und ersticken sie. Bei Viren können sie den Vermehrungsprozess stören und so die Ausbreitung viraler Infektionen bremsen. Anwendung: Kolloidales Silber ist flüssig und kann ganz leicht direkt in die Ohrmuschel getropft und dort verteilt werden. Für alle Öle und Flüssigkeiten gilt: sehr sparsam und nur oberflächlich auftragen. Einige Tropfen genügen in der Regel. Was du sonst noch bei Ohrenentzündung tun kannst Um die Schmerzen deines Hundes zu lindern, kannst du: seine Ohren sauber halten Entferne überschüssiges Ohrenschmalz oder Sekret regelmäßig sanft mit einem weichen Tuch oder einer Mullbinde. Wichtig ist, keine scharfen Gegenstände in das Ohr einzuführen. mit Kokosöl Mikroben und Parasiten reduzieren Kokosöl wirkt antimikrobiell, duftet lecker und wirkt abweisend auf Parasiten. Angereichert mit einem Tropfen Knoblauch- oder Schwarzkümmelöl wird die Wirkung noch erheblich verstärkt (sofern hierauf keine Allergie besteht, was allerdings extrem selten ist). Massiere die Mischung sanft ins Ohr ein. ihn in warmem Wasser baden Ein lauwarmes Bad kann den Juckreiz lindern und das Wohlbefinden deines Hundes verbessern. Außerdem hat es oft eine beruhigende Wirkung. Wichtig: im Anschluss die Ohren wieder komplett trocknen! kühlende Kompressen auftragen Bei Schwellungen oder Schmerzen können kühlende Kompressen Linderung verschaffen. Trage sie vorsichtig auf die äußere Ohrfläche auf. Achtung: Die Kompressen sollten nicht zu kalt sein und der Kontakt mit den empfindlichen Ohren deines Hundes überwacht werden. Auch gesunde Ernährung kann bei Ohrenentzündung helfen Die Schleimhäute und Darmflora deines Vierbeiners sorgen dafür, dass sein Immunsystem stark bleibt. Schleimhäute Diese dünnen, feuchten Gewebeschichten in Nasen-Rachen-Raum, Lunge oder Magen-Darm-Trakt dienen als Barriere und schützen den Körper vor äußeren Einflüssen wie Bakterien, Viren, Allergenen und anderen schädlichen Substanzen. Eine intakte und gesunde Schleimhautbarriere ist daher entscheidend, um das Eindringen von Allergenen zu verhindern und allergische Reaktionen zu reduzieren. Darmflora Die Darmflora besteht aus einer Vielzahl von Mikroorganismen, einschließlich Bakterien, Viren und Pilzen, die im Darmtrakt leben. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Verdauung von Nahrungsmitteln, der Synthese von Vitaminen, der Stärkung der Darmbarriere und der Regulation des Immunsystems. Eine gesunde Darmflora ist also wichtig für ein ausgewogenes Immunsystem. Sie fördert die Produktion von entzündungshemmenden Substanzen und reguliert gleichzeitig die Immunantwort gegen schädliche Eindringlinge. Ein Ungleichgewicht entsteht meist durch eine langfristig ungünstige Ernährung. Um die Gesundheit der Schleimhäute und der Darmflora zu erhalten, ist ein gesunder Lebensstil, die Vermeidung von Allergenen und die Unterstützung der Darmgesundheit mit pro- und präbiotischen Nahrungsmitteln sowie eine ausgewogene Ernährung wichtig. Mit 100% Bio-Muskelfleisch ohne Innereien, Bio-Gemüse und frei von jeglichen Nebenprodukten bietet dir Alpha Natural 100% gesunde Hundenahrung. Hier zu gesunder Hundenahrung
Natürlicher Schutz gegen Zecken, Flöhe und Co.

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23 Apr 2024
Dieser Artikel zeigt die Möglichkeiten, Hunde und Katzen mit natürlichen Mitteln vor den lästigen Parasiten zu schützen - ganz ohne Chemie. Kurz & knapp: Die besten natürlichen Mittel gegen Zecken bei Hunden und Katzen Kieselerde Apfelessig Kokosöl und MCT-Öl DMSO Schwarzkümmelöl und Thymianöl Ätherische Öle wie Zimtöl (immer nur mit Trägeröl verwenden) Andirobaöl Zistrose Nährhefe & Lebertran Effektive Mikroorganismen Alles zusammengefasst im Video "Natürliche Mittel gegen Zecken, Flöhe, Milben & andere Parasiten für Hunde und Katzen" Brutstätten meiden ist besser als behandeln Zecken bevorzugen feuchte und schattige Umgebungen, wie Laubstreu, hohes Gras und Büsche. Besonders häufig kommen sie in Gebieten mit hohem Wildbestand vor, mit Rehen oder Nagetieren. In gefährdeten Gebieten sollten Hund also so wenig wie möglich durch hohes Gras, Büsche oder Gestrüpp im Wald laufen. Das ist natürlich oft leichter gesagt als getan... Die Gefahrenzonen am Körper deines Hundes Die Lieblingsstellen von Zecken sind Ohren, Augen, Nase, Bauch und Pfoten. Diese Stellen sollten nach jedem Spaziergang zwischen April und Oktober gut abgesucht werden - denn Prävention ist besser als Entfernen, wenn die Parasiten schon festgesaugt sind und möglicherweise Krankheitserreger in den Organismus abgegeben haben. In dieser Übersicht sind einige beliebte Körperstellen gut zu erkennen:  Was zieht Zecken und Flöhe an? Körperwärme: Sie können Körperwärme wahrnehmen. Kohlendioxid: CO2 in der Luft sagt ihnen "hier ist ein potenzieller Wirt.“ Körpergeruch: Jede Wirts-Art hat einen einzigartigen Geruch, den sie erkennen und unterscheiden können. Bewegung: Wirte, die sich durch ihre Umgebung bewegen, erzeugen Vibrationen, die sie aufmerksam machen. Visuelle und Infrarot-Reize: Sie können von Farbkontrasten oder Wärmestrahlung angezogen werden. Natürliche vs. chemische Mittel – was ist besser? Die begrenzte vorhandene Forschung zu natürlichen wie pharmazeutischen Mitteln bezieht sich hauptsächlich auf ihre insektentötenden oder vermehrungshemmenden Eigenschaften. Die meisten natürlichen Mittel können aber genau das nicht: Insekten töten. Was sie dagegen haben, ist eine abweisende Wirkung - und genau das genügt uns auch, wenn sie dabei keine schädigende Wirkung auf den Organismus haben. Oft werden natürliche mit chemischen Mitteln verglichen – sie haben aber aus unserer Sicht unterschiedliche Zwecke. Natürliche Mittel verwenden wir, um einen Parasitenbefall so gut wie möglich zu verhindern, ohne dabei unsere Hunde mit Chemie zu belasten. So können wir zwar einen Befall nie zu 100% ausschließen – müssen uns aber auch keine Sorgen machen, unsere Hunde über Monate mit Insektiziden zu vergiften, die langfristig vielleicht zu Folgeerkrankungen, Schwächung des Immunsystems, Leberschäden und Co. führen können. Unser Tipp: Zur Vorbeugung nur natürliche Mittel verwenden. So wird ein Parasitenbefall so gut wie möglich vermieden, ohne Hund und Katze mit Chemie zu belasten. Chemische Mittel nur in zwei Fällen anwenden: bei akutem Befall mit sich schnell vermehrenden Parasiten beim Sommerurlaub in einem Hochrisikogebiet wie dem Mittelmeerraum in den warmen Monaten Warum chemische Mittel so weit wie möglich meiden? Chemische Mittel dringen über die Haut des Hundes oder der Katze in den Blutkreislauf ein. Dort verbleiben sie wochen- oder sogar monatelang. Sie wirken dann wie ein Insektizid von innen. Vorteil: Sie töten die Parasiten ab. Nachteil: Sie können gleichzeitig den Organismus von Hund und Katze vergiften. Willst du deinem Hund diese Vergiftung allein nur aus präventiven Gründen zumuten? Wir nicht! Wenn es doch einmal nicht anders geht als mit Chemie: Lieber Halsbänder nehmen (keine Spot-ons) Kein Kuscheln mit Hautkontakt oder Schmusen Falls doch, immer gründliches Händewaschen mit Seife Hunde nicht in Bächen, Flüssen oder Seen baden lassen (was im Sommer ganz schön herausfordernd sein kann) Spot-ons vs. Halsbänder Wenn es nicht anders geht, am besten Halsbänder verwenden – da sie sich jederzeit wieder abnehmen lassen und der Wirkstoff sich dann innerhalb weniger Tage bis Wochen verflüchtigt. Spot-ons dagegen sind hochkonzentriert und lassen sich nicht mehr entfernen, wenn sie einmal über die Haut aufgenommen wurden. Die komplette Dosis, die für mehrere Monate vorgesehen ist, ist dann im Körper. Natürliche Mittel gegen Zecken, Flöhe und andere Parasiten Zum Glück gibt es einige Naturheilmittel gegen Parasiten: Kieselerde bei akutem Flohbefall Halsbänder brauchen ein paar Tage, bis sich ihr Wirkstoff auf den Körper verteilt hat. Da bei einem akuten Floh- oder Milbenbefall aber natürlich gleich reagieren werden sollte, gibt es hier ein ideales, schnell wirkendes natürliches Mittel: Kieselerde besteht größtenteils aus Siliziumoxid und das wirkt auf mechanische Weise gegen Flöhe: Es beschädigt die äußere Schutzschicht der Insekten, indem es die Flöhe austrocknet und ihren Chitinpanzer angreift. Anwendungshinweise: Auf das Fell auftragen. Auch großzügig auf Teppiche, Polstermöbel, Haustierbetten und sonstige Bereiche anwenden, in denen sich die Flöhe aufhalten könnten. Einwirken lassen. Die behandelten Bereiche gründlich absaugen oder abwischen, um die Kieselerde zu entfernen. Apfelessig Äußere Anwendung: Der säuerliche Geruch kann den Körpergeruch und das Kohlendioxid aus der Atemluft überdecken und so die Zecken gar nicht erst anlocken. Innere Anwendung: Apfelessig kann die Nährstoff-Verdauung verbessern und das Immunsystem unterstützen. Dabei regt Apfelessig die Magensäure an und kann die Blutzuckerkontrolle verbessern. Außerdem wirkt die Essigsäure in Apfelessig antimikrobiell: Sie kann das Wachstum schädlicher Bakterien hemmen und ein gesünderes Gleichgewicht der Darmbakterien fördern. Kokosöl und MCT-Öl Äußere Anwendung: Kokosöl oder MCT-Öl kann mit seinem intensiven Geruch Zecken und Flöhe abschrecken. Außerdem kann es mit seiner dicken Konsistenz Parasiten ersticken. Darüber hinaus hat es eine entzündungshemmende Wirkung und kann auch gegen Hautpilze helfen. Im Freien einmassieren, besonders unter den Achseln, an den Beinen, an Bauch, Kopf und Hautfalten. Kombinierbar mit einem Tropfen ätherischer Öle oder 1 TL Schwarzkümmelöl. Innere Anwendung: wirkt gegen Viren, Bakterien und Darmpilze. Kokosöl und MCT-Öl enthalten Laurinsäure und Caprinsäure: Kokosöl: 10% Caprinsäure, 50% Laurinsäure MCT-Öl: 40% Caprinsäure, so gut wie keine Laurinsäure Laurinsäure: kann vor allem äußerlich abweisend gegen Zecken und Hautpilze wirken. Anwendung: möglichst im Freien ins Fell einmassieren, besonders unter den Achseln, an den Beinen, an Bauch, Kopf und Hautfalten. Ggf. kombinieren mit 1 Tropfen ätherischer Öle oder 1 TL Schwarzkümmelöl Laurinsäure und Caprinsäure: wirken innerlich gegen Viren, Bakterien und Darmpilze. Anwendung: einfach ins Futter geben. DMSO (Dimethylsulfoxid) Äußere Anwendung: 10- bis 50-prozentige Lösung. Innere Anwendung bei großen Hunden: 50-prozentige Lösung (1 Teil DMSO : 1 Teil Wasser). Innere Anwendung bei kleinen Hunden: 25-prozentige Lösung (schmeckt scheußlich, wir haben es selbst probiert ;-). Beim Mischen mit Wasser kommt es zu einer Wärmereaktion – diese ist ganz normal. Schwarzkümmelöl und Thymianöl Äußere Anwendung: Schwarzkümmelöl kann Zecken, Flöhe und Milben töten und abstoßen. Dabei beeinflusst es die Nervensysteme von Insekten und kann ihre Zellmembran schädigen. Innere Anwendung: wirkt gegen Allergene und Kleinstlebewesen. Ätherische Öle Nur äußere Anwendung: Zitronen-Eukalyptusöl kann Zecken abschrecken, Lavendelöl kann Flöhe vertreiben. Achtung: Ätherische Öle sehr vorsichtig verwenden, einige können für Tiere giftig sein. Frag vor der Anwendung deinen Tierarzt oder deine Tierärztin. Andirobaöl Nur äußere Anwendung: Der Geruch von Andirobaöl kann Zecken und Flöhe abstoßen – und verhindern, dass sie sich festsetzen. Außerdem kann das Öl Schädlinge abtöten sowie ihre Fortpflanzung und Entwicklung beeinträchtigen. Darüber hinaus hemmt es Entzündungen und beruhigt die Haut, gerade nach Zecken- oder Flohbissen. Zistrose (Cistus) Äußere und innere Anwendung: Es wird angenommen, dass die Wirkstoffe der Zistrose einen abstoßenden Effekt auf Zecken und Flöhe haben können. Ihre bioaktiven Verbindungen können das Immunsystem stärken. Vorsicht bei diesen Ölen! Zedernholzöl kann bei Hunden zu Erbrechen, Durchfall und Krämpfen führen. Teebaumöl kann bei innerer Anwendung für Hunde giftig sein und Lethargie, Schwäche und Zittern verursachen. Neemöl kann für Hunde giftig sein und zu Magen-Darm-Problemen wie Erbrechen und Durchfall führen. Stärkung von Haut und Immunsystem Nährhefe in Kombination mit Lebertran Nur innere Anwendung: Die B-Vitamine der Nährhefe sowie Vitamin A und Omega-3-Fettsäuren im Lebertran unterstützen die Hautgesundheit. Lebertran ist eine der reichhaltigsten Quellen für Vitamin A. Hier geht es zu unserem Lebertran Effektive Mikroorganismen Äußere Anwendung: schaffen ein gesundes Hautmilieu und unterstützen die Wundheilung. Innere Anwendung: stärken die Darmflora und damit das Immunsystem. Zecken entfernen Am besten hat sich bei uns eine Zeckenzange bewährt. Sie hat unten ein kleines Loch, mit dem man die Zecke direkt am Kopf packen kann. Damit rutschen wir nie ab. Ideal ist es, die Zecke immer in einer Drehbewegung zu entfernen. Niemals einfach ziehen, dann kann es sein, dass der Körper abreißt! Der Kopf bleibt in der Haut, kann sich dort entzünden und auch noch Krankheitserreger übertragen. Studien Luker, H.A., Salas, K.R., Esmaeili, D. et al. Repellent efficacy of 20 essential oils on Aedes aegypti mosquitoes and Ixodes scapularis ticks in contact-repellency assays. Sci Rep 13, 1705 (2023). https://doi.org/10.1038/s41598-023-28820-9 | https://www.nature.com/articles/s41598-023-28820-9 Le Mauff, A., Norris, E.J., Li, A.Y. et al. Repellent activity of essential oils to the Lone Star tick, Amblyomma americanum. Parasites Vectors 17, 202 (2024). https://doi.org/10.1186/s13071-024-06246-0 | https://parasitesandvectors.biomedcentral.com/articles/10.1186/s13071-024-06246-0 Burtis, J.C., Ford, S.L., Parise, C.M. et al. Efficacy of unregulated minimum risk tick repellent products evaluated with Ixodes scapularis nymphs in a human skin bioassay.Parasites Vectors 17, 50 (2024). https://doi.org/10.1186/s13071-024-06146-3 | https://parasitesandvectors.biomedcentral.com/articles/10.1186/s13071-024-06146-3 Alimi, D., Trabelsi, N., Hajri, A. et al. Laboratory assessment of the acaricidal, repellent and anti-cholinesterase effects of Melaleuca alternifolia and Chamaemelum nobile essential oils against Hyalomma scupense ticks. Vet Res Commun 48, 1379–1391 (2024). https://doi.org/10.1007/s11259-024-10313-3 | https://link.springer.com/article/10.1007/s11259-024-10313-3
Gallenblasensludge | Ursachen, Behandlung & Prävention von Gallensteinen bei Hunden (und Menschen)

Gallenblasensludge | Ursachen, Behandlung & Prävention von Gallensteinen bei Hunden (und Menschen)

28 Mär 2023
Ganzheitliche Behandlung von zäher Gallenflüssigkeit (Gallenblasensludge) Die Diagnose „Gallenblasensludge“ erfordert ein schnelles und konsequentes Handeln, um die Bildung fester Gallensteine oder eine gefährliche Gallenblasenmucozele (Ansammlung von Schleim in der Gallenblase aufgrund einer Verstopfung des Gallengangs) zu verhindern. In der ganzheitlichen Tiermedizin ruht die Therapie auf drei Säulen: Verflüssigung der Galle Unterstützung der Leberfunktion  Optimierung der Ernährung, um den Gallenfluss regelmäßig anzuregen Ziel ist, das eingedickte Sekret wieder fließfähig zu machen und gleichzeitig die Entzündungsneigung im Gallensystem zu reduzieren. Galle verdünnen und Gallensteinen vorbeugen bei Hunden und Menschen Kurz & knapp: Wie kann man die Gallenfunktion verbessern und Gallenflüssigkeit unterstützen? Freimachen der Gallengänge mit Gallensalzen (ox bile) und TUDCA Gallensaftbildung unterstützen mit Mariendistelextrakt und Cholin Unterstützung der Verdauung mit Enzymen (Lipase, Amylase, Protease), Probiotika & Präbiotika Ernährungsumstellung: Kein Getreide & kurzkettige Kohlenhydrate, mehr Ballaststoffe, hochwertiges und eiweißreiches Fleisch Heilung der Gallenblase ist möglich Jeder, dessen Hund schon einmal Schmerzen hatte und gelitten hat, weiß, wie sehr wir mit ihnen leiden. Gerade Schmerzen rund um Gallenblase, Leber und Bauchspeicheldrüse können extrem sein, bei Hunden wie auch bei Menschen. Diese Organe wieder zu heilen, ist ein langer Weg und oft auch eine Tortur, nicht nur für den Hund, sondern auch für seinen Halter. Es gibt jedoch durchaus gute Wege, um der Gallenblase und dem Hund zu helfen. Was ist Gallbladder Sludge (zu dicke Gallenflüssigkeit)? Bei Gallenblasensludge besteht das Problem meist nicht darin, dass zu viel Gallensäure gebunden werden müsste. Vielmehr ist die Galle zu dickflüssig, kann nicht richtig abfließen und so nicht richtig zur Verdauung beitragen. Die Gänge in Leber und Bauchspeicheldrüse verstopfen. Darüber hinaus ist Gallenblasensludge die Vorstufe von Gallensteinen, die extrem schmerzhaft sein können. Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit Die Gallenflüssigkeit besteht unter anderem aus Cholesterin, Bilirubin, Gallensalzen, und Kochsalz. Je weniger Gallensalze und je mehr Cholesterin, Bilirubin und andere Stoffe in der Gallenflüssigkeit vorhanden sind, desto zähflüssiger wird sie. Der erhöhte Cholesteringehalt entsteht jedoch normalerweise nicht aus cholesterinhaltiger Nahrung (Cholesterin ist sogar sehr wichtig, da es die Basis für alle Hormone, die Bildung von Gehirnzellen und mehr ist). Stattdessen wird im Körper vermehrt Cholesterin gebildet, wenn zu viele kurzkettige Kohlenhydrate konsumiert werden. Gallenproduktion Galle wird sowohl durch die Leber als auch von Mikroorganismen erzeugt. Die Probleme können also sowohl mit mangelnder Produktion in der Leber bzw. verstopften Gallengängen zusammenhängen, wie auch mit Antibiotika, welche die freundlichen Bakterien im Darm zerstört haben. Im weiteren Verlauf wird die Galle zu dick. So entstehen Verstopfungen, die dann wiederum zu Schmerzen führen - wie auch zu Gallensaft-Resten in den Lebergängen und der Bauchspeicheldrüse, was dort Entzündungen verursacht - nicht umgekehrt. Ernährung: Der Motor des Gallenflusses Die Gallenblase arbeitet nach dem Prinzip „Use it or lose it“. Wird sie nicht regelmäßig zur Kontraktion angeregt, dickt die Flüssigkeit ein. Dadurch haben folgende Faktoren einen starken Einfluss auf den Gallenfluss: Häufigere Fütterungsintervalle Bei gesunden Hunden ist Fasten zwischen der letzten Mahlzeit am Nachmittag und der ersten am Morgen sehr gesundheitsfördernd. An Gallenblasensludge erkrankten Hunde hingegen sollten mit 2 bis 4 kleinere Portionen über den Tag verteilt gefüttert werden. Jede Nahrungsaufnahme löst dabei einen Reiz aus, der die Gallenblase zur Entleerung stimuliert. So bleibt die Flüssigkeit in Bewegung und Sedimente können sich schwerer absetzen. Der Fettgehalt – eine Frage der Balance: Bei akuten Problemen wird oft intuitiv fast fettfrei gefüttert. Dies kann jedoch kontraproduktiv sein, da Fett der stärkste Reiz für die Gallenblasenentleerung ist. Eine moderate Menge an hochwertigen, leicht verdaulichen Fetten (z. B. Lebertran, Algenöl, Rinderfett oder Kokosöl) ist notwendig, um den Fluss aufrechtzuerhalten. Extrem fettreiche Rationen sollten dabei vermieden werden, um Leber und Pankreas nicht zu überfordern. Hydration ist essenziell: Galle besteht zu einem Großteil aus Wasser. Trinkt der Hund zu wenig oder erhält er ausschließlich Trockenfutter, kann dies die Eindickung begünstigen. Die Fütterung von Nassfutter oder das Anreichern des Futters mit warmem Wasser bzw. Knochenbrühe ist eine einfache, aber effektive Basismaßnahme. Dabei ist sauberes Trinkwasser wichtig, etwa gefiltert mit einer Osmoseanlage. Wie lässt sich die Gallensaftbildung natürlich unterstützen? Neben der Anpassung der Fütterungsroutine hält die Naturheilkunde potente Wirkstoffe bereit, die sowohl die Produktion der Galle in der Leber als auch deren Abfluss fördern. Bitterstoffe: Training für die Galle Bitterstoffe sind in der modernen Hundeernährung oft Mangelware, doch für den Gallenstoffwechsel sind sie unverzichtbar. Sie regen die Produktion von Verdauungssäften an und fördern die Leberentgiftung. Artischockenblätter: Enthalten den Wirkstoff Cynarin, der nachweislich den Gallenfluss steigert und die Leberzellen schützt. Löwenzahnwurzel: Ein Klassiker in der Lebertherapie, der sanft die Gallensekretion anregt und harntreibend wirkt, was die Ausscheidung von Toxinen fördert. Kurkuma (Curcumin): Wirkt stark entzündungshemmend und fördert die Entleerung der Gallenblase. Vorsicht bei komplettem Verschluss der Gallenwege durch Steine: Hier sollte auf Mittel wie Kurkuma verzichtet werden, um keine Kolik auszulösen. Mariendistel: Leberschutz Da Galle in der Leber produziert wird, ist eine gesunde Leber die Voraussetzung für gesunde Galle. Das in der Mariendistel enthaltene Silymarin stabilisiert die Zellmembranen der Leberzellen, verhindert das Eindringen von Toxinen und fördert die Regeneration des Gewebes. Tipp: Kombinationspräparate, die Mariendistel, Artischocke und Löwenzahn vereinen, haben sich in der Praxis bewährt, da sie an verschiedenen Punkten des Stoffwechsels ansetzen. TUDCA: Mehr als nur ein "Gallen-Verflüssiger" Um die Gallengänge wieder frei zu bekommen und die Gallenflüssigkeit zu verdünnen, gibt es zwei einfache Maßnahmen: Gallensalze (bile salts) und TUDCA (Tauroursodeoxycholsäure). Was sind Gallensalze? Gallensalze (oder Gallensäuren) sind Verbindungen, die aus Cholesterin in der Leber synthetisiert werden und eine entscheidende Rolle im Verdauungsprozess spielen. Sie sind Hauptbestandteile der Galle, einer Flüssigkeit, die in der Leber produziert und in der Gallenblase gespeichert wird. Bei Bedarf wird die Galle in den Dünndarm freigesetzt, um die Verdauung von Fetten zu unterstützen. Hier sind einige wichtige Funktionen von Gallensalzen: Emulgieren von Fetten: Gallensalze helfen, große Fetttröpfchen in kleinere Tröpfchen zu zerlegen, was die Oberfläche vergrößert und die Wirkung von Lipasen (fettspaltenden Enzymen) erleichtert. Dies ist entscheidend für die effiziente Verdauung und Absorption von Fetten und fettlöslichen Vitaminen (A, D, E und K). Förderung der Fettabsorption: Durch die Emulgierung von Fetten ermöglichen Gallensalze eine bessere Absorption von Fettsäuren und Monoglyceriden im Dünndarm. Sie bilden auch Micellen, die die Aufnahme von fettlöslichen Nährstoffen erleichtern. Regulation des Cholesterinstoffwechsels: Gallensalze spielen eine Rolle im Cholesterinstoffwechsel, indem sie helfen, Cholesterin in die Galle zu integrieren und dessen Ausscheidung zu fördern. Dies trägt zur Aufrechterhaltung eines gesunden Cholesterinspiegels im Körper bei. Antimikrobielle Eigenschaften: Gallensalze haben auch antimikrobielle Eigenschaften, die dazu beitragen können, das Wachstum von pathogenen Bakterien im Darm zu kontrollieren. Signalübertragung: Gallensalze wirken als Signalmoleküle und können verschiedene physiologische Prozesse im Körper regulieren, einschließlich der Regulation des Stoffwechsels und der Immunantwort. Insgesamt sind Gallensalze für die Verdauung und Absorption von Fetten unerlässlich und tragen zur Aufrechterhaltung der allgemeinen Gesundheit des Verdauungssystems bei. Ein Ungleichgewicht oder eine Störung in der Produktion oder Funktion von Gallensalzen kann zu Verdauungsproblemen und anderen gesundheitlichen Beschwerden führen. Was ist TUDCA? TUDCA (Tauroursodeoxycholic Acid) ist ein Gallensalz, das in der Leber produziert wird und eine wichtige Rolle im Fettstoffwechsel und bei der Verdauung spielt. Es ist auch als Nahrungsergänzung in Kapselform erhältlich. In der Behandlung von Cholestase (Gallenstau) und Sludge gilt TUDCA mittlerweile als Goldstandard. Es handelt sich um eine hydrophile (wasserliebende) Gallensäure, die ursprünglich aus der Bärengalle isoliert wurde, heute aber synthetisch hergestellt wird. TUDCA verdrängt toxische, hydrophobe Gallensäuren aus dem Gallenpool und macht das Sekret dünnflüssiger. TUDCA hat mehrere potenzielle gesundheitliche Vorteile, insbesondere in Bezug auf die Leber- und Gallengesundheit: Schutz der Leberzellen: TUDCA kann helfen, Leberzellen vor Schäden zu schützen, die durch Toxine, Entzündungen oder andere schädliche Einflüsse verursacht werden. Förderung der Gallenproduktion: Es kann die Produktion und den Fluss von Galle unterstützen, was wichtig für die Verdauung von Fetten ist. Reduzierung von Cholestase: TUDCA wird häufig zur Behandlung von Cholestase eingesetzt, einem Zustand, bei dem der Gallenfluss gestört ist. Es kann helfen, die Symptome zu lindern und die Gallenwege zu entlasten. Antioxidative Eigenschaften: TUDCA hat antioxidative Eigenschaften, die dazu beitragen können, oxidative Schäden in der Leber zu reduzieren. Unterstützung der Zellgesundheit: Es kann die Apoptose (programmierter Zelltod) regulieren und somit zur Gesundheit der Zellen beitragen. Neue Erkenntnisse zu TUDCA Neuere Forschungen zeigen, dass das Potenzial von TUDCA noch weit über die oben genannten Effekte hinausgeht. Zellschutz auf molekularer Ebene: Die Rolle von TUDCA bei Zell-Stress Die Wirkung von TUDCA beschränkt sich nicht auf die physikalische Verdünnung der Gallenflüssigkeit. Neuere Forschungen zeigen einen tiefergehenden Mechanismus, der für die Regeneration der Leber essenziell ist: Die Reduktion von sogenanntem ER-Stress (Stress im Endoplasmatischen Retikulum, einem Zellbestandteil). Wenn Leberzellen durch toxische Gallensäuren, Stauung (Cholestase) oder Entzündungen belastet werden, falten sich Proteine im Inneren der Zelle fehlerhaft. Dies führt zu Stress im Zellinneren und signalisiert der Zelle oft, den programmierten Zelltod (Apoptose) einzuleiten – Gewebe stirbt ab. TUDCA kann hier als "Chaperon" (engl. für chemischer "Begleiter") wirken. Es stabilisiert die Proteine, reduziert den Stress im Endoplasmatischen Retikulum und kann so verhindern, dass Leber- und Gallenwegszellen absterben. TUDCA schützt das Organ also aktiv vor der Selbstzerstörung durch die aggressive, gestaute Galle (vgl. Ozcan et al., Science, 2006; Amaral et al., 2009).   Positive Effekte von TUDCA auf den Zuckerstoffwechsel Häufig treten Gallenblasenprobleme wie Sludge gemeinsam mit Übergewicht oder einer Insulinresistenz (einer Vorstufe von Diabetes) auf. Hier zeigt TUDCA einen spannenden Synergieeffekt: Studien deuten darauf hin, dass TUDCA die Insulinsensitivität der Zellen verbessern kann. Indem es Entzündungsmarker reduziert und den Zellstoffwechsel normalisiert, unterstützt es den Körper dabei, Blutzucker wieder effizienter zu verarbeiten (vgl. Kars et al., Diabetes, 2010). Für Hunde, die aufgrund von metabolischen Problemen zu Gallenblasensludge neigen, ist TUDCA daher ein doppelter Gewinn: Es fördert den Gallenfluss und unterstützt gleichzeitig die Regulation des Stoffwechsels. Neuroprotektion bei Seniorhunden Gallenblasenprobleme betreffen sehr häufig ältere Hunde. In diesem Lebensabschnitt lässt oft auch die kognitive Leistung nach. Interessanterweise ist TUDCA in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Wissenschaftliche Untersuchungen an Tiermodellen zeigen, dass die zellschützenden (anti-apoptotischen) Eigenschaften von TUDCA auch im Gehirn wirken und dort Nervenzellen vor Degeneration schützen können (vgl. Keene et al., PNAS, 2002). Der Einsatz von TUDCA kann bei Senioren also einen willkommenen Nebeneffekt haben: Die Unterstützung der neurologischen Gesundheit und des allgemeinen Zellschutzes im Alter.     Einnahme von Gallensalzen und TUDCA Wichtig ist: TUDCA stets auf nüchternen Magen, Gallensalze (bile salts) direkt zu den Mahlzeiten geben. Warum Gallensalze? Diese helfen, die Verstopfungen zu lösen und den Fluss wieder in Gang kommen zu lassen. Wann gebe ich TUDCA? Morgens und nachmittags auf nüchternen Magen. Warum auf nüchternen Magen? Direkt mit Nahrung würden sie nur das Essen verdauen helfen, nicht aber den Fluss wieder in Gang bringen. Wann gebe ich Gallensalze? Während oder nach den Mahlzeiten, um die Verdauung von Fetten zu unterstützen. Wie finde ich Gallensalze? Nach "ox bile" oder "bile salts" suchen. Bewegung und Osteopathie bei Gallenblasensludge Oft unterschätzt, aber wirkungsvoll: Mechanische Reize durch Bewegung. Die Gallenblase ist ein Hohlorgan, das auch durch die Bewegung des Körpers massiert wird. Regelmäßige, moderate Bewegung (Traben, Schwimmen) fördert die Darmmotorik und den Stoffwechsel. In der Osteopathie können zudem Spannungen im Bereich des Zwerchfells und der Leberaufhängung gelöst werden, was die Durchblutung und den Abfluss der Organe mechanisch verbessern kann. Zusammenfassung: Wie lässt sich die Gallensaftbildung unterstützen? Pflanzliche Nahrungsergänzung für die Leber Mariendistelextrakt Cholin (in rohem Bio-Eigelb oder als Kapseln) Gallensalze Ox bile (Ochsengalle) bzw. Bile salts (Gallensäure) TUDCA Entlastung der Verdauung Enzyme (Lipase, Amylase, Protease) Ernährung Kein Getreide, Vermeidung anderer kurzkettiger Kohlenhydrate (Reis, etc.) Vermehrt Ballaststoffe aus Gemüse Hochwertiges, eiweißreiches Muskelfleisch Moderat gesunde Fette Ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Vermeidung von Trockenfutter Probiotika & Präbiotika für die Vermehrung gesunder Darmbakterien Fazit: Geduld und Konsequenz Gallenblasensludge verschwindet nicht über Nacht. Die Auflösung des Sediments ist ein Prozess, der oft Wochen oder Monate dauert. Eine konsequente Umstellung auf mehrere kleine, feuchtigkeitsreiche Mahlzeiten, kombiniert mit Leberunterstützung und dem gezielten Einsatz von TUDCA, bietet jedoch hervorragende Chancen, die Gallenblase wieder "frei" zu bekommen und eine Operation zu vermeiden. Regelmäßige Ultraschall-Kontrollen beim Tierarzt sind dabei unerlässlich, um den Fortschritt zu überwachen. Studien Reduktion von ER-Stress und Zellschutz (Zytoprotektion) Ozcan, U. et al. (2006). Chemical chaperones reduce ER stress and restore glucose homeostasis in a mouse model of type 2 diabetes. Science.https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16931765/ Amaral, J.D. et al. (2009). Bile acids: regulation of apoptosis by ursodeoxycholic acid and tauroursodeoxycholic acid.https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19417220/ Verbesserung der Insulinsensitivität & Stoffwechsel Ein wichtiger Faktor für Gallenblasensludge ist ein gestörter Fett- und Zuckerstoffwechsel (oft Vorstufe zu Diabetes). TUDCA verbessert nachweislich die Insulinsensitivität in Leber und Muskeln. Kars, M. et al. (2010). Tauroursodeoxycholic Acid may improve liver and muscle but not adipose tissue insulin sensitivity in obese men and women. Diabetes.https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20522594/ Neuroprotektion (Schutz von Nervenzellen) TUDCA kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden und wirkt anti-apoptotisch (zellschützend) im Gehirn. Dies ist besonders für Seniorhunde relevant, die oft gleichzeitig unter organischen Problemen (Galle/Leber) und kognitivem Abbau leiden. Keene, C.D. et al. (2002). Tauroursodeoxycholic acid, a bile acid, is neuroprotective in a transgenic animal model of Huntington's disease. PNAS.https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12149470/ Studie: Vang, S. et al. (2014). The unexpected uses of urso- and tauroursodeoxycholic acid in the treatment of non-liver diseases.https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24891994/   Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information über Gallenblasenerkrankungen und ernährungsphysiologische Zusammenhänge. Er ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Insbesondere bei Verdacht auf Gallensteine oder einen Gallenwegsverschluss muss zwingend Rücksprache mit einem Tierarzt gehalten werden.
Giardien beim Hund - Natürlich behandeln und loswerden

Giardien beim Hund - Natürlich behandeln und loswerden

16 Feb 2023
Natürliche Giardienbehandlung für Hunde – Effektive Methoden ohne Medikamente Kurz & knapp: Giardien loswerden in 6 Schritten Giardien die Nahrungsgrundlage entziehen Gesunde Darmflora aufbauen, die gegen Giardien resistent ist Durchfall bekämpfen Immunsystem und Abtötung der Giardien unterstützen Ausscheidung der noch vorhandenen Giardien fördern Für eine saubere Umgebung sorgen und eine erneute Ansteckung vermeiden Alle Infos zu Giardien bei Hunden zusammengefasst im Video Giardien beim Hund: Was sind Giardien? Giardien sind hartnäckige Darmparasiten, die viele Hunde betreffen. Sie kommen nicht nur bei Hunden aus dem Mittelmeerraum vor, sondern existieren auch in Deutschland. Für Hundehalter, die nach einer natürlichen Giardienbehandlung für Hunde suchen, gibt es wirksame Methoden, Giardien ohne Medikamente loszuwerden. Woher kommen Giardien beim Hund? Giardien leben in stehenden Gewässern. Sie werden meist durch Trinken aus verunreinigtem Wasser aufgenommen, wo sie monatelang überleben können. Wie steckt sich mein Hund mit Giardien an? Hunde, die gerne aus Pfützen, Teichen oder Wasserlöchern trinken, können sich also leicht infizieren. So schnell eine Infektion passiert ist - umso langwieriger kann die Behandlung von Giardien beim Hund sein, um die Parasiten wieder loszuwerden. In diesem Beitrag erfährst du, wie du Giardien beim Hund behandeln und gleichzeitig Durchfall und andere Symptome effektiv und ganz natürlich lindern kannst, ohne Medikamente einzusetzen. Risikogruppen bei Hunden: Welche Tiere sind besonders gefährdet? Vor allem junge Hunde wie Welpen oder Tiere mit einem geschwächten Immunsystem haben ein erhöhtes Risiko, sich mit Giardien zu infizieren. Diese Risikogruppen profitieren besonders von einer gezielten Giardien-Behandlung für Welpen und einer regelmäßigen Kontrolle, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Auch Hunde, die in Gruppen gehalten werden – etwa in Hundetagesstätten, Hundehotels, Tierheimen, bei Züchtern oder mit intensivem Kontakt zu anderen Hunden – sind häufiger betroffen. Durchfall durch Giardien Giardien vermehren sich an den Darmwänden, schädigen dort die Schleimhaut und führen zu Durchfall. Da die Darmschleimhaut normalerweise der Aufnahme von Nährstoffen dient, entsteht so gleichzeitig ein Nährstoffmangel. Mangelerkrankungen können die Folge sein. Da der Darm nicht mehr richtig arbeiten kann, kommt es zu ständigem weichen Kot oder persistierendem (immer wiederkehrendem) Durchfall. In fortgeschrittenen Fällen, wenn sich eine Darmentzündung entwickelt, kann der Durchfall auch blutig sein - was allerdings auch bei einer Gastritis (Magenschleimhautentzündung) auftreten kann. Übertragung von Giardien Ein infiziertes Tier scheidet mit dem Kot Giardienzysten aus - und auch durch Speichel können diese übertragen werden. Durch die Ausscheidung von Giardienzysten wird das Umfeld zuhause und die Umgebung beim Spaziergang verunreinigt, und auch andere Hunde können sich so infizieren. Je stärker und ausgereifter jedoch die Darmflora eines Hundes, desto geringer das Risiko einer Ansteckung. Auch im selben Haushalt muss es nicht zu einer Infektion weiterer Rudeltiere kommen. Ausgewachsene Hunde infizieren sich erheblich seltener als junge. Giardien als Zoonose Giardien gehören zu den Zoonosen - das heißt, sie können theoretisch auch auf den Menschen übertragen werden. Das ist jedoch extrem selten und sehr unwahrscheinlich. Symptome einer Giardien-Infektion: Woran erkenne ich Giardien beim Hund? Giardien können verschiedene Beschwerden auslösen, die oft nicht sofort als solche erkannt werden. Typische Symptome sind wiederkehrender, teils übelriechender Durchfall, Blähungen und ein glanzloses Fell. Betroffene Hunde wirken manchmal abgeschlagen oder haben Appetitprobleme. Wer diese Symptome bei seinem Hund erkennt, sollte aufmerksam bleiben und rechtzeitig eine Giardien-Diagnose in Betracht ziehen: persistierende Durchfälle schleimiger oder fettiger abwechselnd mit relativ normalem Kot stark riechender Kot Blähungen Gewichtsverlust Abgeschlagenheit Bauchschmerzen & Unwohlsein Reduzierter Appetit Fellprobleme Diagnose einer Giardien-Infektion: So erkennt der Tierarzt Giardien beim Hund Um eine Giardien-Infektion sicher festzustellen, führt der Tierarzt spezielle Tests durch. Meist werden dabei Kotproben über mehrere Tage (mindestens 3) gesammelt und auf Giardien untersucht, da die Parasiten nicht immer kontinuierlich ausgeschieden werden. Eine Empfehlung für bessere Ergebnisse ist auch, an mehreren Stellen des Kots Proben zu nehmen Die Proben werden dann in einem luftdicht verschließbaren Röhrchen gesammelt Das Röhrchen sollte auch groß genug sein, um Proben mehrerer Tage aufzunehmen. Mithilfe von speziellen Schnelltests oder mikroskopischen Untersuchungen kann der Nachweis erfolgen. Er ist jedoch nicht immer zu 100% zuverlässig - sowohl "false positives" (es wird ein Befall festgestellt, obwohl er nicht vorliegt - sehr unwahrscheinlich) als auch "false negatives" (es wird kein Befall festgestellt, obwohl er vorliegt - eher wahrscheinlich) sind möglich. Anschließend lässt sich eine gezielte Behandlung einleiten. Problematisch: Giardien-Medikamente und ihre Wirkung auf die Darmflora Manchmal geht es nicht ohne Medikamente. Im Fall von Giardien jedoch verschlimmern sie die Situation im Darm meist noch. Sie greifen die Darmflora an und zerstören dabei auch gesunde Darmbakterien und Pilze. Diese sind jedoch notwendig, um das natürliche Gleichgewicht im Mikrobiom aufrechtzuerhalten. Werden sie durch die Medikamente stark dezimiert oder fehlen ganz, gewinnen pathogene (krankmachende) Baktieren und Pilze die Oberhand. Auch kleinste Mengen noch vorhandener Giardien können sich so ungehindert immer wieder erneut ausbreiten. Eine weitere Folge der gestörten Darmflora ist ein geschwächtes Immunsystem - was wiederum Neuinfektionen mit Giardien begünstigt, wie auch zu chronischen Entzündungen an anderen Stellen und weiteren Folgeerkrankungen führen kann. Auch können diese Medikamente Nebenwirkungen haben, wie Erbrechen überschießende Immunreaktionen anhaltende Durchfälle schlechter Allgemeinzustand Appetitlosigkeit Zusätzlich können Resistenzen entstehen, und es kommt zu immer wiederkehrendem Befall mit Giardien nach wenigen Wochen. Es entsteht ein Teufelskreis aus Giardien-Medikamentengabe, Antibiotikagabe, Schwächung der Darmflora, Reinfektion mit Giardien, Medikamentengabe, etc. Giardien natürlich behandeln beim Hund: Akut-Maßnahmen, Therapie und langfristige Unterstützung Eine Giardien-Infektion kann für Hunde und ihre Halter eine Herausforderung darstellen - doch es gibt verschiedene natürliche Wege, um diese Parasiten gezielt zu bekämpfen. Mit einer Kombination aus akuten Maßnahmen und langfristigen, sanften Therapien lassen sich die Symptome lindern, das Immunsystem des Hundes stärken und die Parasiten eliminieren. Von speziellen Futterergänzungen bis zu pflanzlichen Mitteln – es gibt viele Möglichkeiten, Giardien beim Hund auf natürliche Weise zu behandeln und das Wohlbefinden des Tieres nachhaltig zu unterstützen. Hat sich ein Hund mit Giardien infiziert und akut Durchfall, oder sich schon mehrfach reinfiziert, sind folgende Schritte für einen natürlichen Heilungsprozess essentiell: 1. Giardien die Nahrungsgrundlage entziehen Fasten zur Unterstützung der Darmerholung Reset des Darms initiales Langzeitfasten 24-48h tägliches Intervallfasten = nur 1 Mahlzeit Ernährung bei Giardien Keine Kohlenhydratquellen: Kartoffeln, Reis, Mais, Getreide Gilt für Futter & auch für alle Leckerlis Nur Gemüse, Fleisch, Fisch, Eier und gesunde Fette Fasten Initiales Fasten Fasten ist ein idealer Startpunkt, damit sich der Darm erholen kann. Das bedeutet: Initial 24 bis 48 Stunden nicht füttern - so entziehen wir den Giardien die Nahrungsgrundlage. Intervallfasten Im Anschluss kannst du auf Intervallfasten übergehen - d.h. du fütterst deinen Hund einmal pro Tag. Die restlichen 23,5 Stunden hat der Darm Ruhe. Hunde vertragen Fasten ganz wunderbar - und auch ein Wolf in der Wildnis fastet oft tagelang. Für den Organismus ist Fasten in jedem Fall eine Wohltat - denn so kann sich nicht nur der Verdauungstrakt erholen, sondern es werden nach einer gewissen Zeit (etwa 20 Stunden) Prozesse wie die "Autophagie" in Gang gesetzt. Bei dieser verdaut und zerlegt der Körper alte, nicht mehr vollständig funktionsfähige Zellen und Proteine, und baut daraus neue auf. Dies ist ein wesentlicher Teil des Regenerationsprozesses, der auch Entzündungen entgegenwirkt. Ernährung von Hunden bei Giardienbefall KEINE Kohlenhydrate, da sich Giardien von Kohlenhydraten ernähren Getreide, Kartoffeln, Reis, Mais und stärkehaltige Gemüse müssen somit rigoros vom Speiseplan gestrichen werden Auch Trockenfutter und Leckerlis enthalten oftmals viele Kohlenhydrate Fleisch, Fisch und Eier sind in jeder Menge erlaubt Ebenso erlaubt sind nicht-stärkehaltige Gemüse (wie Zucchini, Sellerie, Fenchel, Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl, etc.) Gesunde Fette für Hunde sind Lebertran, Algenöl, Lachsöl, Kokosöl und mildes Olivenöl Kräuter und andere Mittel zur Abtötung der Giardienzysten (siehe unten) sind sinnvolle Zugaben 2. Aufbau einer gesunden Darmflora, die gegen Giardien resistent ist Probiotika Effektive Mikroorganismen (EM) Effektive Mikroorganismen (EM) Effektive Mikroorganismen (EM) sind eine Mischung aus nützlichen Mikroorganismen, hauptsächlich Milchsäurebakterien, Hefen und Photosynthesebakterien. Diese Mikroorganismen wirken gemeinsam und erzeugen eine Umgebung, die das Wachstum von positiven, gesundheitsfördernden Bakterien fördert, während schädliche Mikroorganismen gehemmt werden. So können sie auch Giardien verdrängen. Wie helfen effektive Mikroorganismen beim Aufbau der Darmflora? Förderung gesunder Bakterien: EM können das Wachstum von gesunden Darmbakterien unterstützen, indem sie eine Umgebung schaffen, in der sich positive Bakterien besser vermehren können. Diese vorteilhaften Bakterien helfen, die Balance in der Darmflora wiederherzustellen und aufrechtzuerhalten, was für eine gesunde Verdauung essentiell ist. Unterdrückung pathogener Mikroorganismen: Die Mikroorganismen in EM produzieren Stoffe wie Milchsäure und andere organische Säuren, die das Wachstum schädlicher Bakterien hemmen. Eine gesunde Darmflora kann besser gegen pathogene Keime ankämpfen und das Risiko für Verdauungsprobleme oder Entzündungen reduzieren. Förderung der Nährstoffaufnahme: Die Stoffwechselprodukte der effektiven Mikroorganismen können die Nährstoffaufnahme verbessern, indem sie dazu beitragen, bestimmte Nährstoffe aufzuschließen und besser verwertbar zu machen. Dies kann insbesondere bei Tieren mit Verdauungsproblemen oder einem empfindlichen Darm helfen, die Nährstoffe in ihrer Nahrung optimal zu verwerten. Stärkung des Immunsystems: Da ein großer Teil des Immunsystems im Darm angesiedelt ist, kann eine gesunde Darmflora das Immunsystem insgesamt stärken. EM können indirekt zu einer besseren Immunantwort beitragen, indem sie die Darmbarriere stärken und die Balance zwischen „guten“ und „schlechten“ Mikroorganismen fördern. Dosierung von EM 1 TL/10 kg Körpergewicht abends vor dem Schlafengehen Probiotika Probiotika sind spezielle, lebende Mikroorganismen, die positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben, insbesondere auf die Darmflora. Sie bestehen meist aus Milchsäurebakterien (wie Lactobacillus und Bifidobacterium) und manchmal aus Hefen (wie Saccharomyces boulardii). Sie wirken unterstützend auf das Mikrobiom des Darms, indem sie das Gleichgewicht der dort ansässigen Bakterien positiv beeinflussen. Für Hunde sind Probiotika besonders wertvoll, da sie bei Darminfektionen, Verdauungsproblemen, Stress oder nach Antibiotikabehandlungen helfen können. Wie helfen Probiotika beim Aufbau der Darmflora? Balance der Darmflora: Probiotika fördern das Gleichgewicht der Darmflora, indem sie das Wachstum nützlicher Mikroorganismen unterstützen und potenziell schädliche Bakterien hemmen. Ein gesundes Darmmikrobiom ist für Hunde entscheidend, da es Verdauungsprozesse verbessert und das Risiko von Durchfallerkrankungen und Entzündungen reduziert. Stärkung des Immunsystems: Da ein großer Teil (etwa 70%) des Immunsystems im Darm sitzt, wirken Probiotika durch die Unterstützung einer stabilen Darmflora auch immunstärkend. Sie können dazu beitragen, dass Hunde seltener an Infektionen oder Allergien leiden, indem sie die Darmbarriere unterstützen und das Immunsystem anregen. Verbesserung der Verdauung und Nährstoffaufnahme: Probiotische Bakterien unterstützen die Verdauung von Fetten, Kohlenhydraten und Proteinen, sodass der Hund die Nährstoffe in seiner Nahrung besser verwerten kann. Dies ist besonders hilfreich für Hunde mit Verdauungsstörungen oder nach der Gabe von Medikamenten, die nützliche Bakterien zerstört haben. Reduktion von Verdauungsproblemen: Probiotika können bei Hunden Symptome wie Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen lindern. Sie regulieren die Darmbewegungen und helfen, die Verdauung zu normalisieren. Entgiftung des Darms: Einige probiotische Bakterienarten helfen, Giftstoffe und potenziell schädliche Stoffwechselprodukte zu neutralisieren, was den Körper entlastet und die Leberfunktion unterstützt. Dosierung der Probiotika Etwa 1-2 Kapseln abends vor dem Schlafengehen, abhängig vom Körpergewicht und der Anzahl der Bakterien (KBE = koloniebildende Einheiten) je Kapsel. 3. Bekämpfung des Durchfalls Gut geeignet, um den Darm zu beruhigen, die Darmschleimhaut zu unterstützen, den Darmbrei einzudicken und als Nahrung für gute Darmbakterien: Kokosraspeln: Ballaststoffe fördern die Verdauung, mittelkettige Fettsäuren haben antimikrobielle Eigenschaften (bei Giardien kein Kokosmehl, da es zu viele Kohlehydrate enthält) Kürbiskernmehl: entzündungshemmende und antioxidative Verbindungen, die die Darmschleimhaut schützen und Entzündungen im Verdauungstrakt lindern können Gemahlene Flohsamenschalen: sind reich an löslichen Ballaststoffen, die Wasser binden und den Darmbrei eindicken; wirken beruhigend auf die Darmschleimhaut, regulieren die Verdauung und dienen als Präbiotikum für gute Darmbakterien. Leinsamen: enthalten sowohl lösliche als auch unlösliche Ballaststoffe und wirken dadurch ebenfalls stuhlfestigend und beruhigend; die Schleimstoffe legen sich schützend über die Darmschleimhaut und unterstützen eine gesunde Verdauung. Karotten: Gekochte Karotten sind leicht verdaulich und wirken durch ihren Gehalt an Pektin, einem löslichen Ballaststoff, stuhlfestigend. Sie bieten außerdem Nahrung für gute Darmbakterien und helfen, die Darmflora zu unterstützen. Heidelbeeren: Diese Beeren enthalten Polyphenole und Ballaststoffe, die als Präbiotikum dienen und antimikrobielle Eigenschaften besitzen. Sie fördern die guten Bakterien im Darm und wirken entzündungshemmend. Kurkuma: Curcumin in Kurkuma besitzt antimikrobielle, entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften, die die Darmgesundheit fördern. Es kann helfen, die Darmbarriere zu stärken und gleichzeitig die Verdauung zu unterstützen. 4. Unterstützung des Immunsystem und der Abtötung der Giardien Schwarzkümmelöl Kräuter Kolloidales Silber Schwarzkümmelöl bei Giardien wirkt gegen Parasiten und dezimiert Giardien unterstützt durch antioxidative Wirkung, schützt vor Infektionen und reduziert Entzündungen wirkt antiallergisch. fördert die Verdauung, lindert Blähungen und Darmentzündungen. wird am besten kaltgepresst und in kleiner Dosierung verabreicht, da es in zu hoher Menge Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden verursachen kann Dosierung: Einige Tropfen (bei kleinen Hunden) bis 1 TL (bei großen Hunden) Schwarzkümmelöl mit 1 TL Bio-Kokosöl vermischen und ins Futter geben. Gesunde Kräuter bei Giardien Oregano, Thymian, Salbei und Kurkuma wirken antimikrobiell. In getrockneter Form können sie gut in kleineren Mengen zum Futter gegeben werden. Dosierung: Als essentielle Öle können sie sehr scharf werden und sollten daher vorsichtig dosiert und nie pur, sondern wenn überhaupt nur vermischt mit einem Trägeröl (wie Kokosöl) gegeben werden. Kolloidales Silber bei Giardien Dieses natürliche Antibiotikum wirkt gegen Bakterien, Viren und andere Parasiten. Dosierung: 1TL pro 10 kg Körpergewicht in jede Mahlzeit geben. Wichtig: Kolloidales Silber sollte nicht gleichzeitig mit Probiotika und effektiven Mikroorganismen gegeben werden, da es die darin enthaltenen positiven Bakterien abtöten kann. Einfache Lösung: Das kolloidale Silber morgens, die effektiven Mikroorganismen und Probiotika abends. 5. Ausscheidung der noch vorhandenen Giardien und Bindung von Giften Einer der zentralsten Punkte der natürlichen Therapie ist die Bindung und Ausscheidung der Giardien und Gifte Hierzu eignet sich Zeolith (oder ersatzweise Bentonit) mit seiner extrem feinen Pulverform, die noch um ein Vielfaches feiner als Heilerde ist. Dosierung von Zeolith (oder Bentonit): 2x täglich 1 g/10 kg Körpergewicht in Wasser auflösen und ins Maul geben 6. Schaffung einer sauberen Umgebung und Vermeidung eine erneuten Ansteckung Um die Übertragung, vor allem auf andere Tiere im eigenen Haushalt, zu vermeiden, gehören ein paar einfach Hygienemaßnahmen bei Giardien zum täglichen Programm: Wasser- und Futternäpfe mehrmals täglich heiß ausspülen Trinkwasser mind. 1x täglich wechseln Liegeplatz, Kissen und Decken bei mind. 60° C waschen Boden reinigen und wischen Ursprungsort der Infektion (stehende Gewässer) meiden Beim Spaziergang immer darauf achten, das nicht aus stehenden Gewässern getrunken wird Wie schütze ich mich selbst vor Giardien? Obwohl Giardien als Zoonose auch auf den Menschen übertragbar sind, ist eine Infektion über deinen Hund sehr unwahrscheinlich. Dennoch ist es ratsam, einige Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um das Risiko weiter zu minimieren. Achte auf eine gründliche Hygiene: Wasche dir regelmäßig die Hände, besonders nach dem Kontakt mit deinem Hund, seiner Umgebung, oder wenn er dich abgeschleckt hat. Verzichte vorerst darauf, deinen Hund auf die Schnauze zu küssen, und wasche deine Hände stets vor dem Essen. Trage Handschuhe beim Reinigen der Liegeplätze oder dem Entfernen von Kot. Diese einfachen Schritte tragen dazu bei, das Risiko einer Giardien-Übertragung zu verringern und sorgen für ein gesundes Miteinander. Prävention: Giardien beim Hund vorbeugen Die Vorbeugung von Giardien-Infektionen beginnt mit der Stärkung des Immunsystems deines Hundes. Eine ausgewogene, hochwertige Ernährung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Achte darauf, dass dein Vierbeiner mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt wird, um seine Abwehrkräfte zu fördern. Regelmäßige Bewegung und Spielzeit im Freien stärken nicht nur die Muskulatur, sondern auch das Immunsystem. Zudem kannst du deinen Hund vor möglichen Kontakten mit infizierten Tieren schützen. Halte besonders in Hundeparks oder bei Spaziergängen an belebten Orten ein Auge darauf, wo dein Hund schnüffelt und spielt. Eine gründliche Hygiene, einschließlich der regelmäßigen Reinigung von Schlafplätzen und Spielzeug, ist ebenfalls wichtig, um Giardien vorzubeugen. Mit diesen einfachen Maßnahmen kannst du dazu beitragen, dass dein Hund gesund bleibt und Giardien-Infektionen effektiv vorgebeugt wird. FAQ - Häufig gestellte Fragen zur Giardien-Behandlung beim Hund Durchfall nach Giardienbehandlung beim Hund: Warum bleiben Darmprobleme oft bestehen? Obwohl die Medikamentengabe abgeschlossen ist, leiden viele Hunde nach Giardien-Behandlung immer noch an Durchfall. Die Darmflora kann durch die Behandlung stark in Mitleidenschaft gezogen werden und braucht Zeit, um sich zu regenerieren. Die Gabe von Medikamenten kann das empfindliche Gleichgewicht der nützlichen Darmbakterien zerstören, was zu anhaltenden Verdauungsproblemen führt. Was kann ich nach Giardienbehandlung mit Medikamenten tun? Nach der Behandlung mit Giardien-Meidkamenten können unterstützende Maßnahmen wie spezielle Präbiotika und eine schonende, darmfreundliche Ernährung helfen, die Darmgesundheit wiederherzustellen und den Durchfall zu lindern. Gleichzeitig können natürliche Mittel, welche die Darmflora schonen, helfen, die Giardiose langfristig und ohne Nebenwirkungen loszuwerden. Was sind Giardien? Giardien sind einzellige Parasiten, die im Dünndarm von Hunden leben. Sie verursachen häufig Durchfall und Magen-Darm-Beschwerden. Die Infektion erfolgt durch die Aufnahme von Zysten, die in kontaminiertem, stehendem Wasser oder Futter vorkommen. Es ist wichtig, diese Parasiten zu erkennen und zu behandeln, um das Wohlbefinden deines Hundes sicherzustellen. Woher kommen Giardien beim Hund? Giardien gelangen in den Körper deines Hundes hauptsächlich durch den Kontakt mit kontaminiertem Wasser oder Futter. Auch der Kontakt mit anderen infizierten Tieren kann eine Ansteckung hervorrufen. Besonders gefährdet sind Hunde, die oft an Wasserstellen spielen, wo die Wahrscheinlichkeit einer Kontamination höher ist, oder in Hundetagesstätten, Tierheimen oder Hundehotels sind. Welche Hunde sind besonders anfällig für Giardien? Besonders Welpen, ältere Hunde und Tiere mit geschwächtem Immunsystem sind anfällig für eine Giardiasis. Auch Hunde, die in Gruppen leben oder häufigen Kontakt zu anderen Hunden haben, sind einem höheren Risiko ausgesetzt, da die Ansteckungsgefahr hier erhöht ist. Symptome: Wie erkenne ich, ob mein Hund Giardien hat? Die Symptome einer Giardiasis können variieren, aber häufige Anzeichen sind Durchfall, Erbrechen, Gewichtsverlust und ein aufgeblähter Bauch. Manchmal zeigen Hunde auch kein auffälliges Verhalten, obwohl sie infiziert sind, was die Diagnose erschweren kann. Diagnose: Wie man Giardien beim Hund feststellt Um Giardien beim Hund festzustellen, wird in der Regel eine Kotuntersuchung durchgeführt. Der Tierarzt sucht nach den Parasiten oder ihren Zysten im Kot. Manchmal sind mehrere Proben notwendig, da Giardien nicht immer in jeder Probe nachweisbar sind. Wie werden Giardien beim Hund akut behandelt? Die akute Behandlung von Giardien umfasst in der Regel die Verabreichung von Medikamenten, die speziell gegen die Parasiten wirken. Dein Tierarzt wird dir geeignete Medikamente empfehlen und gegebenenfalls auch eine Diät anraten, um den Magen-Darm-Trakt deines Hundes zu entlasten. Hygienemaßnahmen, wenn Ihr Hund Giardien hat Wenn dein Hund Giardien hat, sind Hygienemaßnahmen entscheidend. Reinige regelmäßig die Schlafplätze und Spielzeuge deines Hundes und achte darauf, dass sein Futter- und Wassernapf sauber bleibt. Auch das Entsorgen von Kot sollte schnell und gründlich erfolgen, um eine Ansteckung anderer Hunde zu vermeiden. Können Giardien vom Hund auf den Menschen übertragen werden? Ja, Giardien können auch auf Menschen übertragen werden, insbesondere bei unsachgemäßer Hygiene. Es ist wichtig, die Hände gründlich zu waschen, insbesondere nach dem Kontakt mit deinem Hund oder seinem Kot. Achte darauf, dass deine Familie und du die Hygienevorschriften einhaltet. Giardien beim Hund: Das können Sie präventiv tun! Um Giardien vorzubeugen, solltest du darauf achten, dass dein Hund nicht aus stehendem Wasser trinkt und regelmäßig entwurmt wird. Vermeide den Kontakt mit anderen Hunden, die Anzeichen einer Infektion zeigen. Eine gesunde Ernährung stärkt zudem das Immunsystem deines Hundes. Wie kann sich ein Hund mit Giardien anstecken? Hunde stecken sich in der Regel durch die Aufnahme von Giardien-Zysten an, die in kontaminiertem Wasser oder Futter vorhanden sind. Auch der Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Kot kann zur Ansteckung führen, weshalb Hygiene wichtig ist. Sind Giardien für den Hund gefährlich? Ja, Giardien können für deinen Hund gefährlich sein, besonders wenn die Infektion unbehandelt bleibt. Die Erkrankung kann zu schwerem Durchfall, Dehydrierung und Gewichtsverlust führen. Eine frühzeitige Behandlung ist entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden. Stellen Giardien auch ein Ansteckungsrisiko für Menschen dar? Ja, Giardien können auf Menschen übertragen werden, insbesondere wenn die Hygiene nicht beachtet wird. Es ist wichtig, nach dem Kontakt mit deinem Hund gründlich die Hände zu waschen, um eine Übertragung zu vermeiden. Symptome: Giardien beim Hund erkennen Die Symptome einer Giardien-Infektion sind vor allem Durchfall, Erbrechen, Gewichtsverlust und eine erhöhte Gasbildung im Bauch. Bei manchen Hunden können auch Müdigkeit und Appetitlosigkeit auftreten, was auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen kann. Wie werden Giardien beim Hund nachgewiesen? Der Nachweis von Giardien erfolgt meist durch eine Kotuntersuchung. Der Tierarzt kann dabei die Zysten oder Trophozoiten der Parasiten identifizieren. Manchmal sind mehrere Proben erforderlich, um die Parasiten nachzuweisen. Giardien Behandlung: Wie sieht die Therapie gegen Giardien beim Hund aus? Die Behandlung von Giardien umfasst meist eine medikamentöse Therapie, die gezielt gegen die Parasiten wirkt. Es können auch unterstützende Maßnahmen wie eine spezielle Diät oder zusätzliche Flüssigkeitszufuhr nötig sein, um das Wohlbefinden deines Hundes zu verbessern. Was dürfen Hunde bei Giardien essen? Bei einer Giardien-Infektion ist es wichtig, auf eine leicht verdauliche Ernährung zu achten. Hunde können Reis, Hühnchen oder spezielle Diäten erhalten, die der Tierarzt empfiehlt. Vermeide fettige oder schwer verdauliche Nahrungsmittel, um den Magen-Darm-Trakt zu schonen. Giardien: Hund schützen und Ansteckung vorbeugen Um deinen Hund vor Giardien zu schützen, achte darauf, dass er nicht aus kontaminierten Wasserquellen trinkt und halte ihn von anderen Hunden fern, die Anzeichen einer Infektion zeigen. Eine gute Hygiene und regelmäßige Kontrollen können ebenfalls helfen, das Risiko einer Infektion zu minimieren. Giardien beim Hund - Häufig gefundene Untermieter Hunde können Giardien in vielen Umgebungen aufnehmen, insbesondere in belebten Parks oder bei der Interaktion mit anderen Hunden. Es ist wichtig, auf Anzeichen einer Infektion zu achten und rechtzeitig zu handeln, um die Gesundheit deines Hundes zu schützen. Entwicklungszyklus der Giardien beim Hund Der Entwicklungszyklus von Giardien umfasst mehrere Stadien, einschließlich der Zystenform, die sich im Kot befindet und zur Ansteckung führt. Nach der Einnahme entwickeln sich die Zysten im Dünndarm weiter und können dort zu Symptomen führen. Erhöhtes Infektionsrisiko in Gruppen Hunde, die in Gruppen leben, wie in Hundetagesstätten oder Züchterbetrieben, haben ein höheres Risiko, sich mit Giardien anzustecken. Daher ist es wichtig, die Hygiene zu beachten und infizierte Tiere sofort zu isolieren, um eine Ausbreitung zu verhindern. Wo steckt sich mein Hund mit Giardien an? Dein Hund kann sich in vielen verschiedenen Umgebungen mit Giardien anstecken, einschließlich Parks, bei Spaziergängen, im Wasser oder durch den Kontakt mit anderen Tieren. Achte darauf, dass dein Hund in hygienischen Bedingungen bleibt. Symptome Hunde mit Giardien zeigen oft Symptome wie Durchfall, Gewichtsverlust, Erbrechen und Bauchschmerzen. Bei einigen Hunden sind die Symptome mild oder gar nicht vorhanden, was die Diagnose erschwert. Diagnose von Giardien beim Hund Die Diagnose erfolgt durch eine Kotuntersuchung, bei der der Tierarzt nach Zysten oder Trophozoiten sucht. In manchen Fällen sind mehrere Proben notwendig, um eine genaue Diagnose zu stellen. So behandelt man Giardien beim Hund Die Behandlung von Giardien erfolgt meist mit speziellen Medikamenten, die vom Tierarzt verschrieben werden. Begleitend sollte auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Was hilft noch gegen Giardien beim Hund? Neben der medikamentösen Behandlung können auch natürliche Hausmittel, wie Kräuter oder spezielle Diäten, hilfreich sein, um die Symptome zu lindern und die Heilung zu unterstützen. Konsultiere hierzu immer deinen Tierarzt. Wie schütze ich mich? Um dich vor Giardien zu schützen, ist eine gute Hygiene entscheidend. Wasche dir regelmäßig die Hände, insbesondere nach dem Kontakt mit deinem Hund oder dessen Kot. Achte darauf, keine kontaminierten Nahrungsmittel oder Wasser zu konsumieren. Kann ich Giardien bei meinem Hund vorbeugen? Ja, du kannst Giardien bei deinem Hund vorbeugen, indem du auf eine gute Hygiene achtest, ihn regelmäßig entwurmst und den Kontakt zu infizierten Tieren vermeidest. Eine gesunde Ernährung stärkt zudem das Immunsystem deines Hundes und reduziert das Risiko einer Infektion.
Effektive Mikroorganismen beim Hund: Probiotika für natürliche Darmgesundheit & Immunsystem

Effektive Mikroorganismen beim Hund: Probiotika für natürliche Darmgesundheit & Immunsystem

05 Jul 2021
Verdauungsprobleme gehören zu den häufigsten Beschwerden in der Tierarztpraxis. Ob Blähbauch, wechselnde Kotkonsistenz, wiederkehrender Durchfall oder unerklärliche Unverträglichkeiten: Der Magen-Darm-Trakt vieler Hunde reagiert zunehmend sensibler. Dabei gehen die Auswirkungen eines gestörten Verdauungssystems weit über bloßes Bauchgrummeln oder Durchfall hinaus. Müdigkeit, stumpfes Fell, Juckreiz und eine erhöhte Infektanfälligkeit sind oft stille Begleiter einer geschwächten Darmbarriere. Langfristig kann eine solche Dysbiose (Fehlbesiedlung des Darms) chronische Entzündungsprozesse im gesamten Körper begünstigen und das Immunsystem nachhaltig schwächen. Die Lösung liegt nicht in der reinen Symptombekämpfung, sondern in der Pflege des Mikrobioms – der Gesamtheit aller Bakterien im Darm. Hier rücken Effektive Mikroorganismen (EM) als natürlicher Ansatz zur Regulation in den Fokus. Was sind Effektive Mikroorganismen (EM)? Ursprünglich in Japan von Prof. Teruo Higa für die Landwirtschaft entwickelt, haben Effektive Mikroorganismen ihren Weg in die Gesundheitsvorsorge von Mensch und Tier gefunden. Dabei handelt es sich um eine flüssige Mischkultur aus verschiedenen, in der Natur vorkommenden Bakterienstämmen und fermentaktiven Pilzen. Die Entstehung von EM: Wie so viele bahnbrechende Errungenschaften in der Wissenschaft begann auch die Geschichte der Effektiven Mikroorganismen mit einem Zufall. In den frühen 1980er Jahren forschte Prof. Dr. Teruo Higa auf Okinawa nach natürlichen Alternativen zu chemischen Düngemitteln. Eines Tages schüttete er Reste verschiedener Bakterienkulturen, statt sie wie üblich im Abfluss zu entsorgen, auf ein Stück Wiese auf dem Campusgelände. Als er kurze Zeit später an eben dieser Stelle vorbeikam, machte er eine verblüffende Beobachtung: Das Gras wuchs dort deutlich üppiger, vitaler und kräftiger als in der gesamten Umgebung. Dieser Moment markierte die Geburtsstunde der EM-Technologie. Higa erkannte, dass nicht ein einzelner isolierter Bakterienstamm, sondern die synergetische Mischung verschiedener Mikroorganismen der Schlüssel zu gesundem Wachstum und Regeneration ist – ein Prinzip, das sich heute nicht nur im Boden, sondern auch im Darm unserer Hunde bewährt. Die wichtigste Eigenschaft dieser Mischung ist die Symbiose. Die enthaltenen Mikroorganismen – vorwiegend Milchsäurebakterien, Hefen und Photosynthesebakterien – leben in einem Gleichgewicht, bei dem sie sich gegenseitig mit Stoffwechselprodukten (wie Vitaminen, Enzymen und Antioxidantien) versorgen. Das Prinzip der Dominanz EM wirken nach dem sogenannten Dominanzprinzip. In jedem Milieu (ob im Boden oder im Hundedarm) gibt es drei Gruppen von Mikroben: Aufbauende Mikroorganismen (regenerativ/positiv) Abbauende Mikroorganismen (degenerativ/krankmachend) Opportunisten (Mitläufer) Die "Mitläufer" stellen die größte Gruppe dar. Sie schließen sich immer der Seite an, die gerade in der Überzahl ist. Werden dem Darm nun hochkonzentrierte positive Mikroorganismen (EM) zugeführt, ziehen sie die neutralen Mitläufer auf ihre Seite. Das pathogene (krankmachende) Milieu wird verdrängt, und ein gesundes Gleichgewicht entsteht. EM und Probiotika: Wo liegt der Unterschied? Der Begriff „Probiotika“ (von altgriechisch pro bios = „für das Leben“) bezeichnet lebende Mikroorganismen, die einen gesundheitlichen Vorteil bewirken, wenn sie in ausreichender Menge im Darm vorhanden sind. Effektive Mikroorganismen sind eine Form von flüssigen Probiotika bzw. Synbiotika (da sie oft auch Stoffwechselprodukte der Fermentation enthalten). Zu den wichtigsten Bestandteilen in EM zählen: Milchsäurebakterien (Lactobacillus, Bifidobacterium): Regulieren den pH-Wert im Darm und verdrängen Fäulnisbakterien. Hefen (Saccharomyces): Produzieren Vitamine und Enzyme, die die Verdauung unterstützen. Warum sind Mikroorganismen für Hunde wichtig? Etwa 70–80 % der Immunzellen sitzen im Darm (GALT – Gut Associated Lymphoid Tissue). Eine gesunde Bakterienflora bildet eine Schutzschicht auf der Darmschleimhaut, verhindert das Eindringen von Allergenen und Toxinen in die Blutbahn (Leaky-Gut-Syndrom) und produziert essenzielle Nährstoffe wie Vitamin K und B-Vitamine. Studien an Hunden zeigen, dass der Einsatz von Lactobacillus-Stämmen die Kotqualität verbessern und die Population von Immunzellen im Blut positiv beeinflussen kann (vgl. Baillon et al., 2004). Die verschiedenen Formen von EM Für Hundehalter ist die Unterscheidung der Produkte wichtig, um das richtige Mittel zu wählen: EM-Urlösung: Das hochkonzentrierte Ausgangsprodukt. Es dient primär dazu, selbst größere Mengen EM herzustellen. Für die direkte Einnahme meist nicht gedacht und im Verhältnis teuer. EM-1 / EM-Blond: Die Basisvarianten, die oft auch zur Einnahme geeignet sind (auf Lebensmittelzulassung achten). EM-Aktiv (EM-a): Dies ist die bereits "aktivierte", vermehrte Form. Sie ist kostengünstig und vielseitig einsetzbar (Fellpflege, Haushalt, Garten). Zur innerlichen Einnahme sollte auf Produkte geachtet werden, die speziell als Ergänzungsfuttermittel oder Nahrungsergänzungsmittel deklariert sind (oft als fermentierte Kräuterauszüge). Anwendungsbereiche beim Hund Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von der inneren Darmsanierung bis zur äußeren Wundpflege. 1. Innerliche Anwendung (Darm & Immunsystem) Die orale Gabe zielt auf die Neubesiedlung und Pflege des Darmmikrobioms ab. Dies ist besonders sinnvoll nach Wurmkuren, Antibiotikagaben oder bei futtersensiblen Hunden. Dosierung & Einschleichen: Der Organismus sollte langsam an die neuen "Mitbewohner" gewöhnt werden. Es empfiehlt sich, mit einer kleinen Menge (z. B. ½ Teelöffel) zu beginnen und diese über 1–2 Wochen auf die Enddosis zu steigern. Kleine Hunde: ca. 1 TL bis 1 EL täglich. Große Hunde: ca. 1–2 EL täglich. Art der Gabe: Da EM sauer riechen (wie Sauerkrautsaft), werden sie von vielen Hunden anstandslos über das Futter gefressen. Für mäkelige Fresser kann die Flüssigkeit mit etwas Joghurt, Leberwurst oder Thunfischsaft gemischt werden. Der beste Zeitpunkt: Erfahrungsgemäß ist die Gabe am Abend sinnvoll. Nachts kommt der Verdauungstrakt zur Ruhe, die Magensäurekonzentration sinkt, die Peristaltik verlangsamt sich, und die Mikroorganismen haben mehr Zeit, sich an der Darmwand anzusiedeln. Hinweis zum Material: Es hält sich hartnäckig die Empfehlung, EM nicht mit Metalllöffeln in Berührung zu bringen, um Oxidationsprozesse zu vermeiden. Auch wenn kurzer Kontakt meist unproblematisch ist, wird zur Sicherheit die Verwendung von Keramik-, Glas- oder Plastiklöffeln empfohlen. 2. Äußerliche Anwendung (Haut, Fell und Wundheilung) Das Hautmikrobiom profitiert ebenfalls von positiven Bakterien. EM schaffen auf der Haut ein Milieu, das Pilzen und schädlichen Bakterien die Lebensgrundlage entzieht, das natürliche Hautmilieu unterstützt und so auch zu besserer Wundheilung beitragen kann kann. Fellpflege: Eine Verdünnung von EM-Aktiv mit Wasser (ca. 1:5 oder 1:10) in einer Sprühflasche eignet sich zur Pflege. Das Einsprühen kann Gerüche neutralisieren, sorgt für Glanz und kann Juckreiz lindern. Der säuerliche Geruch verfliegt nach wenigen Minuten. Wundversorgung: Bei kleineren Kratzern, Liegeschwielen oder Hotspots können EM-Tropfen oder spezielle EM-Salben aufgetragen werden. Die antioxidative Wirkung unterstützt die Zellregeneration und kann die Wundheilung beschleunigen. Auf einen Blick: Wann sind EM sinnvoll? Effektive Mikroorganismen können als kurmäßige Anwendung oder dauerhafte Begleitung in folgenden Bereichen unterstützen: Darmsanierung: Nach Antibiotika, Wurmkuren oder Giardien-Befall. Verdauungsprobleme: Bei Blähungen, weichem Kot oder Sodbrennen (Grasfressen). Mundhygiene: Gegen Zahnstein und Maulgeruch (einfach ins Maul sprühen, die Zähne damit putzen oder abreiben). Hautprobleme: Bei Juckreiz, Schuppen oder Hefepilzbefall auf der Haut. Wundheilung: Zur Unterstützung natürlicher Heilprozesse der Haut. Verhaltensauffälligkeiten: Manche Hunde, die draußen Unrat oder Kot fressen (Pica-Syndrom), zeigen dieses Verhalten aufgrund eines Nährstoffmangels oder einer Dysbiose. Hier kann die Optimierung der Darmflora zu einer Besserung führen. Fazit Effektive Mikroorganismen sind kein Wundermittel, das Krankheiten über Nacht verschwinden lässt. Sie sind jedoch ein mächtiges Werkzeug der Natur, um das biologische Gleichgewicht im Hundekörper wiederherzustellen. Ein gesunder Darm ist die Basis für Vitalität – und EM sind die Gärtner, die diesen Boden pflegen. Quellen & Studien Baillon, M.L. et al. (2004). Effects of probiotic Lactobacillus acidophilus strain DSM13241 in healthy adult dogs. American Journal of Veterinary Research. (Belegt positive Effekte auf Kotqualität und Immunsystem). https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15027683/ Gómez-Gallego, C. et al. (2016). A canine-specific probiotic product in treating acute or intermittent diarrhea in dogs: A double-blind placebo-controlled efficacy study. Vet Microbiol. 2016 Dec 25;197:122-128. doi: 10.1016/j.vetmic.2016.11.015. Epub 2016 Nov 17. PMID: 27938673. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27938673/ Kelley, R.L. et al. (2009). Clinical benefits of probiotic canine-derived Bifidobacterium animalis... for acute diarrhea. Veterinary Therapeutics. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20037966/ Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information über die Pflege des Mikrobioms. Er ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei akuten oder chronischen Magen-Darm-Erkrankungen sollte immer Rücksprache mit einem Tierarzt gehalten werden.
Arthrose beim Hund - Prävention und Behandlung durch Ernährung, pflanzliche Nahrungsergänzung und ergänzende Maßnahmen

Arthrose beim Hund - Prävention und Behandlung durch Ernährung, pflanzliche Nahrungsergänzung und ergänzende Maßnahmen

29 Dez 2020
Was die Mundflora mit Arthrose zu tun hat - und was Sie mit einer ausgewogenen Ernährung gegen Arthrose tun können Was ist Arthrose? Arthrose ist eine degenerative Erkrankung der Gelenke und des sie umgebenden Gewebes. Meist werden darunter einfach Entzündungen bzw. der Verlust von Gelenkknorpel verstanden. Ihre Ursachen sind vielfältig, beinhalten sowohl genetische wie auch Umweltfaktoren (Ernährung, Bakterien, etc.), und ein einzelner, eindeutiger Mechanismus, der zu Arthrose führt, wurde bislang nicht erkannt. Vorkommen von Arthrose bei Hunden In Studien in den USA und dem Vereinigten Königreich wurde bei mehr als 20% der untersuchten Hunde bereits ab einem Alter von 1 Jahr und bei 90% der Hunde mit einem Alter von mehr als 5 Jahren Arthrose festgestellt. Alle Infos zu Arthrose bei Hunden im Video Kennzeichen von Arthrose vs. Arthritis beim Hund   Kennzeichen Arthrose Kennzeichen Arthritis Lokalisation typischerweise asymmetrisch symmetrisch Auftreten meist schubweise, dazwischen oft nahezu schmerzfrei oft morgens am stärksten Ort Meist an Knie oder Ellenbogen Meist an Pfoten, Zehen, Gelenken, Knien Auslöser Bakterien aus der MundfloraAbnutzung der Knorpelschicht > Entzündung als Folge  Autoimmune Entzündung > Immunsystem bildet Antikörper und attackiert eigenes Gewebe > Schmerzen als Folge Häufige Symptome Zahnstein, Mundgeruch, Schmerz, Steifigkeit, Einschränkung der Beweglichkeit - insbesondere direkt nach dem Aufstehen Verdickung, Überwärmung, Schmerz, Müdigkeit, Gewichtsabnahme Langfristige Symptome Steifigkeit, Dauerschmerz Eingeschränkte Beweglichkeit, Deformierung, Fehlstellung   Frühere Annahme: Arthrose als Abnutzungserscheinung der Gelenke, die sich mit zunehmendem Alter verstärkt. Bei Hunden schon länger bekannt: Zahnstein und schlechter Atem sind ein Indikator für Vorhandensein oder Entwicklung von Arthrose. Neuere Studien auch beim Menschen zeigen:  Es existiert ein Zusammenhang zwischen Arthrose und Mundflora:Fund von DNA (Erbgut) oraler Bakterien (Zahnfleischentzündungen) in Gelenken > Bakterien von Erkrankungen am Zahn können sich im Körper verteilen und an Gelenken ablagern. Das Immunsystem versucht dann, diese abzutöten, verursacht damit Entzündungen und so die Schäden an den Gelenken. Auftreten von Arthrose  Arthrose tritt meist schubweise auf, dazwischen sind die Patienten oft nahezu schmerzfrei Ursachen von Arthrose Bakterien aus der Mundflora Ungesunde Ernährung Getreide, Zucker zu große Mengen kurzkettiger Kohlenhydrate (auch Reis, Kartoffeln, etc.) ungesunde Fette (Übermaß entzündungsfördernder Omega-6 Fettsäuren) Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker Mineralstoff- und Vitalstoffmangel (auch durch synthetische Vitamine) Stress, Ängste Bewegungsmangel, Fehlbelastung Umweltgifte Störungen der Darmflora Symptome von Arthrose Zahnstein, Mundgeruch, schlechte Zähne Steifigkeit, eingeschränkte Beweglichkeit Schmerzen, Humpeln, Einknicken Vorbeugung von Arthrose Gesunde, kohlenhydratarme Ernährung Regelmäßige Zahnpflege Zahnreinigung durch fleischige Knochen und getrocknete Fleischstreifen (kein Schwein) Stärkung der Darmflora mit Probiotika und Präbiotika (Oligofructose) Behandlung von Arthrose Arthrose gilt zwar schulmedizinisch als nicht heilbar, kann jedoch in ihren täglichen Auswirkungen durch vielerlei Maßnahmen erheblich reduziert werden. Je nach Stadium können die Symptome durch eine spezielle Ernährung, Nahrungsergänzung, naturheilkundliche und ganzheitliche Massnahmen gut bis sehr gut behandelt werden. Ernährung - das richtige Futter bei Arthrose Vorwiegend pflanzliche Ernährung Ein hoher Anteil an pflanzlichen Zutaten enthält viele natürliche Nährstoffe, die entzündungshemmend wirken Moderater Fleischkonsum wirkt weniger übersäuernd und kann Entzündungen reduzieren Fleisch nur aus Weidehaltung > höherer Gehalt an natürlichen Vitaminen und v.a. Omega-3 Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken Hochwertiger Fisch > liefert entzündungshemmende Omega-3 Fettsäuren und hochwertiges Eiweiß Kohlenhydratarme Ernährung & kein Getreide Getreide enthält zu viel Omega-6 und wird oft in Hundefutter, insbesondere Trockenfutter, als billige Eiweiß- und Kohlenhydratquelle eingesetzt Zusätzlich führen die enthaltenen Kohlenhydrate, insbesondere kurzkettige (wie in Getreide, Reis & Co.) zu Insulinschwankungen & Insulinresistenz - und fördern chronische Entzündungsprozesse Getreide wird zu Zucker umgewandelt und ernährt dadurch orale Bakterien Richtiges Omega-6 zu Omega-3 Verhältnis Zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die für Hunde wie auch Menschen essentiell (also lebensnotwendig) sind, gehören unter anderem die Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren. Prinzipiell sind beide für einen gesunden Organismus wichtig und müssen auch über die Nahrung zugeführt werden. Unsere Ernährung wie auch die unserer Hunde enthält jedoch ein Übermaß an Omega-6 Fettsäuren. Bei einer normalen Ernährung beträgt ihr Verhältnis etwa 20:1 (Omega:Omega-3). Es sollte dagegen maximal bei 5:1, besser noch bei 3:1 liegen - denn Omega-6 Fettsäuren fördern im Übermaß chronische Entzündungen, Omega-3 Fettsäuren (EPA und DHA) wirken dagegen entzündungshemmend. Ursachen für einen Omega-6 Überschuss Die Ursache ist ein Übermaß an Omega-6 reichen Pflanzenölen (wie Sonnenblumenöl und Rapsöl), Schweinefleisch, Getreide sowie Fleisch aus Massentierhaltung - da die Ernährung der Nutztiere mit Kraftfutter aus Getreide dazu führt, dass im Fettgewebe vermehrt entzündungsfördernde Omega-6 Fettsäuren entstehen. Entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie mit 78 Hunden wurde festgestellt, dass die tägliche Ergänzung der Ernährung von Hunden mit Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) Omega-3-Fettsäuren EHA und DPA die klinischen Anzeichen von Osteoarthritis reduzieren können. Inflammatorische Fettsäuremuster wurden signifikant in eine günstige Richtung verschoben und korrelierten mit einer Linderung klinischer Symptome im Zusammenhang mit Osteoarthritis. | Mehler et al. (2016). Eine andere Studie zeigte, dass die Supplementierung mit EPA und DHA die Schmerzwerte bei Hunden um 19 % senkte, insbesondere bei kleinen und mittelgroßen Hunden. Dies wurde hauptsächlich den entzündungshemmenden Eigenschaften von EPA und DHA zugeschrieben. | Carlisle et al. (2024) Eine dritte Studie untersuchte die Auswirkungen von Omega-3-Fettsäuren auf die entzündliche Phase der Wundheilung bei Hunden und fand Hinweise darauf, dass diese Fettsäuren die Immunantwort modulieren können. | Mooney et al. (1998) Ziel Das Omega-6 zu Omega-3 Verhältnis sollte maximal bei 3:1 liegen. Reich an den gesunden Omega-3 Fettsäuren sind: Lebertran Algenöle und Fischöle Fetter Seefisch (Sardinen, Lachs, Dorsch) Fleisch von Tieren aus Weidehaltung Keinerlei Produkte vom Schwein Schweinefleisch entzündungsfördernd, zu hoher Omega-6 Anteil, zusätzlich oft Parasitenbelastung, die teilweise auch durch Erhitzen nicht abgetötet werden. Keine Omega-6 reichen Pflanzenöle Vor allem Sonnenblumenöl und Distelöl, aber auch Rapsöl, Traubenkernöl und Kürbiskernöl, enthalten viele Omega-6 Fettsäuren. Welche natürlichen Mittel können bei Arthrose beim Hund helfen? Zur Unterstützung der Gelenke - die essentiellsten Mittel Brennnesselwurzelextrakt: https://amzn.to/3hoi2JL (*) Süßholzwurzelextrakt: https://amzn.to/2WEdXHy (*)  Kurkuma (mit Piperin) in Kapselform kann entzündungshemmend, schmerzlindernd wundheilend, blutzuckersenkend, immunstärkend, verdauungsfördernd antibiotisch, antiviral wirken Glucosamin & Chondroitin (in Kombination): https://amzn.to/3rBvfn7 (*)  MSM: https://amzn.to/3nXKhRU (*)  Teufelskralle (Harpagophytum procumbens): z.B. Doloteffin Ergänzende Mittel DIM (Diindolylmethan) aus Brokkoli-Extrakt und hochkonzentriert in Brokkoli-Sprossen) Weihrauch (Boswellia serrata) Kann bei abgenutzten Gelenken schmerzreduzierend wirken Kann die physische Funktion (Beweglichkeit) erhöhen Probiotika und Präbiotika Unterstützung der Darmflora Weidenrinde Weihrauch Granatapfelsaft: Kann bei Arthrose den Abbau des Knorpels verlangsamen Knoblauch: Allicin unterdrückt Enzyme, die bei Arthrose knorpelabbauend wirken können Grüne Blattgemüse & Beeren: Wirken durch ihre Nährstoffe anti-entzündlich Nahrungsergänzung zur Unterstützung des Immunsystems gegen die Entzündung Vitamin D3 (immer in Kombination mit K2) trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei: https://amzn.to/37D0JyG (*)  Zink (als Zn-Bisglycinat): https://amzn.to/2Gx5ykG (*)  Omega-3-Fettsäuren (pflanzlich aus Algen): https://amzn.to/3rLXXlo (*)  entzündungshemmend, immunstärkend ideal: Algenprodukte > pflanzlich, hochkonzentriert, keine Schwermetalle Bor: https://amzn.to/3GWFJp5 (*)  Enzym-Kofaktor, vor allem für Cortisol (und andere anti-entzündliche Hormone) Beteiligt am Vitamin D Stoffwechsel > Immunsystem und Knochen Beteiligt am Östrogen- und Testosteron-Stoffwechsel Beeinflusst die Ca- und Mg-Aufnahme in die Knochen Kann anti-mikrobiell wirken Mangan, Selen Natürliche antimikrobielle Mittel zur Wiederherstellung des Biofilms: Pinienrinden-Extrakt: https://amzn.to/3GTIN5h (*)  Grapefruitkernextrakt (Tipp: mit Kokosöl vermischen für besseren Geschmack): https://amzn.to/3midBmR (*)  Olivenblattextrakt: https://amzn.to/3pfzUZX (*)  * Die mit (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate Links. Kommt über einen solchen Link ein Einkauf zustande, werden wir mit­ einer Provision beteiligt. Für den Käufer entstehen dabei keine Mehrkosten. Nur zur äußerlichen Anwendung Knoblauchumschläge Quarkumschläge über Nacht Umschläge mit Paste aus Kurkuma Oregano-Öl (sehr scharf - Vorsicht bei Hunden) evtl. Teebaumöl (darf auf keinen Fall von den Hunde abgeleckt werden) Ergänzende Therapien Low-Carb Ernährung und Fasten zur Reduktion von Entzündungsprozessen Low-Carb und Intervallfasten reduzieren Insulin-Resistenz 75% der menschl. Patienten mit Arthrose haben auch Insulin-Resistenz! Grund: Insulin-Resistenz verursacht Entzündungsprozesse Zusätzliches Problem: Zucker aus kohlenhydrat-reichem Futter (v.a. Getreide) ernährt die Bakterien Maßnahmen: Kohlenhydrate aus dem Futter eliminieren Umstellung auf ausschließlich Gemüse, Fleisch und Fisch Intervallfasten Tägl. Fressfenster verkürzen & Fastenphase verlängern  Beispiel: Fressen um 09:00 und 13:00 = 4h Fenster Fasten 13:00 bis 09:00 = 20h Regelmäßiges Langzeitfasten 24-48 Stunden  alle 1-2 Wochen dabei nur Wasser trinken Regelmäßige Bewegung beibehalten Gelenke müssen in Bewegung und durchblutet bleiben Häufige kürzere anstatt wenige lange Spaziergänge Ggf. mit dem Tierarzt über leichte Schmerzmittelbehandlung sprechen Blutegeltherapie durchblutungsfördernde und anti-entzündliche Wirkung  fördert Stoffwechselfunktion im betroffenen Bereich Manuelle Therapie Regelmäßige Massage, Physiotherapie und Osteopathie Schüsslersalze bei Arthrose Diese Schüsslersalze können bei Arthrose helfen: Nr. 1 Calcium fluoratum D12 Nr. 2 Calcium phosphoricum D6 Nr. 8 Natrium chloratum D6 Nr. 9 Natrium phosphoricum D6 Nr. 11 Silicea D12 Wie entsteht Arthrose bei Hunden? Früher wurde angenommen, dass Arthrose ausschließlich eine Abnutzungserscheinung der Gelenke ist. Diese Abnutzung stellt sich mit zunehmendem Alter verstärkt ein. Bei Hunden ist schon länger bekannt, dass Zahnstein und schlechter Atem ein Indikator für Vorhandensein oder Entwicklung von Arthrose ist. Neuere Studien auch beim Menschen zeigen nun einen Zusammenhang zwischen Arthrose und der Mundflora. Bakterien von Erkrankungen am Zahn können sich im Körper verteilen und an Gelenken ablagern. Das Immunsystem versucht dann, diese abzutöten. Dies führt zu Entzündungen und Schäden an den Gelenken. Was sind die Ursachen von Arthrose bei Hunden? Eine Hauptursache für Arthrose bei Hunden sind Bakterien aus der Mundflora. Der Grund für diese Bakterien sind: Ungesunde Ernährung, Getreide, Zucker, zu große Mengen kurzkettiger Kohlenhydrate (auch Reis, Kartoffeln, etc.), ungesunde Fette, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Mineralstoff- und Vitalstoffmangel (auch durch synthetische Vitamine), Stress, Ängste, Bewegungsmangel, Fehlbelastung, Umweltgifte und Störungen der Darmflora. Was sind typische Symptome von Arthrose bei Hunden? Arthrose tritt typischerweise asymmetrisch auf, oft an Knie oder Ellenbogen. Häufige Symptome sind Zahnstein, Mundgeruch, schlechte Zähne, Schmerz, Steifigkeit, Einschränkung der Beweglichkeit (insbesondere direkt nach dem Aufstehen). Ein langfristiges Symptom kann ein Dauerschmerz sein. Wie kann man Arthrose bei Hunden vorbeugen? Alles, was für eine gute Mundhygiene sorgt, beugt auch gegen Arthrose vor. Dazu zählen eine regelmäßige Zahnpflege, eine Zahnreinigung durch fleischige Knochen und getrocknete Fleischstreifen (kein Schwein), eine Stärkung der Darmflora mit Probiotika und Präbiotika (Oligofructose) und eine gesunde Ernährung. Welche Ernährung wir empfehlen, lesen Sie unten. Wie wird Arthrose bei Hunden behandelt? Je nach Stadium ist Arthrose zwar nicht komplett heilbar – die Symptome können aber durch eine richtige Ernährung, Nahrungsergänzung, naturheilkundliche und ganzheitliche Massnahmen gut bis sehr gut behandelt werden. Was ist die richtige Ernährung bei Arthrose bei Hunden? Wir empfehlen eine vorwiegend pflanzliche Ernährung. Wenn Ihr Hund nicht auf Fleisch verzichten möchte, sollte das Futter zumindest einen hohen Anteil an pflanzlichen Zutaten haben. Ein moderater Fleischkonsum wirkt weniger übersäuernd und kann so Entzündungen reduzieren. Das Fleisch sollte aus Weide- oder Bio-Haltung stammen, da es so einen höherer Gehalt an natürlichen Vitaminen und Omega-3 Fettsäuren besitzt. Beides wirkt entzündungshemmend. Von Schweinefleisch raten wir komplett ab. Wir empfehlen Fleischsorten wie Ente, Rind und Hirsch mit Bio-Gemüse als Beilage. Wer ist ALPHA NATURAL? Seit 2008 setzen wir unsere ganze Kreativität und Liebe ein, um dafür zu sorgen, dass alle Hunde ein glückliches, langes und vor allem gesundes Leben haben! Dazu stellen wir 100% natürliches, leckeres und vor allem gesundes Hundefutter her - ausschließlich mit reinem Muskelfleisch und dazu nur Gemüse, Kräuter und hochwertigste Öle. Für unsere Feinschmeckermenüs verwenden wir nur Fleisch und Fisch aus Bio-Haltung und Wildfang, und zusätzlich setzen wir für unsere veganen Menüs auf hochwertige pflanzliche Eiweißlieferanten, die alle essentiellen Aminosäuren enthalten und damit ein genauso hochwertiges Eiweißprofil wie Fleisch bieten. Studien  Studien zu oralen Bakterien in Gelenken bei Arthrose van der Heijden IM, Wilbrink B, Tchetverikov I, Schrijver IA, Schouls LM, Hazenberg MP, Breedveld FC, Tak PP. Presence of bacterial DNA and bacterial peptidoglycans in joints of patients with rheumatoid arthritis and other arthritides.Arthritis Rheum. 2000 Mar;43(3):593-8. doi: 10.1002/1529-0131(200003)43:3<593::AID-ANR16>3.0.CO;2-1. Erratum in: Arthritis Rheum 2000 May;43(5):1061. PMID: 10728753. | https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10728753/  Wilbrink B, van der Heijden IM, Schouls LM, van Embden JD, Hazes JM, Breedveld FC, Tak PP. Detection of bacterial DNA in joint samples from patients with undifferentiated arthritis and reactive arthritis, using polymerase chain reaction with universal 16S ribosomal RNA primers. Arthritis Rheum. 1998 Mar;41(3):535-43. doi: 10.1002/1529-0131(199803)41:3<535::AID-ART20>3.0.CO;2-4. PMID: 9506582. | https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9506582/  Reichert S, Haffner M, Keyßer G, Schäfer C, Stein JM, Schaller HG, Wienke A, Strauss H, Heide S, Schulz S. Detection of oral bacterial DNA in synovial fluid. J Clin Periodontol. 2013 Jun;40(6):591-8. doi: 10.1111/jcpe.12102. Epub 2013 Mar 28. PMID: 23534379. | https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23534379/  Témoin S, Chakaki A, Askari A, El-Halaby A, Fitzgerald S, Marcus RE, Han YW, Bissada NF. Identification of oral bacterial DNA in synovial fluid of patients with arthritis with native and failed prosthetic joints. J Clin Rheumatol. 2012 Apr;18(3):117-21. doi: 10.1097/RHU.0b013e3182500c95. PMID: 22426587; PMCID: PMC3888235 | https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22426587/ Studien zu Omega-3-Fettsäuren bei Arthrose Mehler SJ, May LR, King C, Harris WS, Shah Z. A prospective, randomized, double blind, placebo-controlled evaluation of the effects of eicosapentaenoic acid and docosahexaenoic acid on the clinical signs and erythrocyte membrane polyunsaturated fatty acid concentrations in dogs with osteoarthritis. Prostaglandins Leukot Essent Fatty Acids. 2016 Jun;109:1-7. doi: 10.1016/j.plefa.2016.03.015. Epub 2016 Mar 30. PMID: 27269707. | https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0952327815300533 Carlisle C, Metzger BT, Tintle NL, Polley K, Jackson KH, Le Brun-Blashka S, Griffiths J, Harris WS. The Effects of Omega-3 Supplementation on the Omega-3 Index and Quality of Life and Pain Scores in Dogs. Animals (Basel). 2024 Oct 29;14(21):3108. doi: 10.3390/ani14213108. PMID: 39518831; PMCID: PMC11545626. | https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11545626  Mooney MA, Vaughn DM, Reinhart GA, Powers RD, Wright JC, Hoffman CE, Swaim SF, Baker HJ. Evaluation of the effects of omega-3 fatty acid-containing diets on the inflammatory stage of wound healing in dogs. Am J Vet Res. 1998 Jul;59(7):859-63. PMID: 9659552. | https://avmajournals.avma.org/view/journals/ajvr/59/7/ajvr.1998.59.07.859.xml Studien zu MSM bei Arthrose Comparison of Glucosamine-Chondroitin Sulfate with and without Methylsulfonylmethane in Grade I-II Knee Osteoarthritis: A Double Blind Randomized Controlled Trial: Combination of glucosamine-chondroitinsulfate-MSM showed clinical benefit for patients with knee OA compared with GC and placebo. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28790224  Systematic review of the nutritional supplements dimethyl sulfoxide (DMSO) and methylsulfonylmethane (MSM) in the treatment of osteoarthritis: Two of the four DMSO trials, and both MSM trials reported significant improvement in pain outcomes in the treatment group compared to comparator treatments.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18417375 Efficacy of methylsulfonylmethane supplementation on osteoarthritis of the knee: a randomized controlled study: 1,125g 3x daily. Patients with OA of the knee taking MSM for 12 weeks showed an improvement in pain and physical function. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21708034 Efficacy of methylsulfonylmethane (MSM) in osteoarthritis pain of the knee: a pilot clinical trial: MSM (3g twice a day) improved symptoms of pain and physical function in osteoarthritis. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16309928  The Effect of Methylsulfonylmethane on Osteoarthritic Large Joints and Mobility: Compared to placebo the MSM group presented significant decreases in all subscales of WOMAC index (P < 0.05) with improved performance of daily living activities on the SF-36 evaluation (P < 0.05). Patient and Physician assessments exhibited favorable effects on the MSM group CONCLUSION: MSM improved all physical symptoms in the WOMAC scale during the short intervention without any adverse events. http://www.ghrnet.org/index.php/ijo/article/view/745  Studien zu Vitamin D bei Arthrose Improving pain and function, not stiffness | https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28797917  Vitamin D₂ supplementation for six months reduced oxidative protein damage, decreased pain, improved quality of life, and improved grip strength and physical performance in osteoarthritis patients | https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28933742  Weitere Studien zu Arthrose Johnson, K. A., Lee, A. H., & Swanson, K. S. (2020). Nutrition and nutraceuticals in the changing management of osteoarthritis for dogs and cats, Journal of the American Veterinary Medical Association, 256(12), 1335-1341. Retrieved Jul 5, 2022, from https://avmajournals.avma.org/doi/full/10.2460/javma.256.12.1335 Johnston SA. Osteoarthritis. 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RA and PD have pathologic features in common and there is strong evidence of an association between both diseases. | https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3084578/ Schott EM, Farnsworth CW, Grier A, Lillis JA, Soniwala S, Dadourian GH, Bell RD, Doolittle ML, Villani DA, Awad H, Ketz JP, Kamal F, Ackert-Bicknell C, Ashton JM, Gill SR, Mooney RA, Zuscik MJ. Targeting the gut microbiome to treat the osteoarthritis of obesity. JCI Insight. 2018 Apr 19;3(8):e95997. doi: 10.1172/jci.insight.95997. 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Zahnstein entfernen und Zähne putzen beim Hund | Selbst durchführen - und warum es so wichtig ist

Zahnstein entfernen und Zähne putzen beim Hund | Selbst durchführen - und warum es so wichtig ist

24 Aug 2020
Eine natürliche Zahnreinigung bei Hunden ist wichtig - sowohl für die Vermeidung von Entzündungen im Maulbereich, als auch zur Vorbeugung chronischer Folgeerkrankungen, die bis zu Arthrose und Krebs reichen können. Werden Hunde ausschließlich mit Trockenfutter oder klein gewolftem Nassfutter ohne Fleischstücke ernährt, kann Zahnstein nicht abgerieben werden und breitet sich immer mehr aus. Dabei ist es ein Mythos, dass gepresste Trockenfutterstücke die Zähne reinigen würden und Nassfutter keine Wirkung hat - das Gegenteil ist der Fall: Große Fleischstücke aus Nassfutter, auf denen Hunde kauen müssen, werden während des Kauvorgangs zwischen den Zähnen hin und her gerieben - insbesondere die Fleischfasern leisten dabei Widerstand, gleiten über die Zähne und reinigen dabei den Zahnhals. Daher ist das Kauen größerer Fleischstücke erheblich besser als Trockenfutter. Idealerweise bekommt der Hund zusätzlich regelmäßig fleischige Knochen (Knochen mit Fleischresten) oder auch getrocknete Fleischstreifen aus reinem Muskelfleisch als Snack direkt nach der Mahlzeit. Sollte das nicht regelmäßig möglich sein, ist eine manuelle Reinigung der Zähne 1-2x täglich die beste Methode, um die Gesundheit zu erhalten - und sie ist ganz einfach. Zahnstein & Zahnfleischentzündung können Arthrose und andere Entzündungen auslösen Werden die Zähne unserer Hunde vernachlässigt, bilden sich Zahnstein und Zahnfleischentzündungen, möglicherweise sogar Wucherungen am Zahnfleisch. In der Folge können auch an ganz anderer Stelle im Körper Krankheiten entstehen - insbesondere ist ein Zusammenhang zwischen schlechten Zähnen und Arthrose in den Gelenken wissenschaftlich belegt. Zahnpflege ist also nicht nur wichtig für einen guten Atem und saubere Zähne - sondern auch zur Vermeidung von schwerwiegenden Erkrankungen. Was braucht man zum Zähneputzen und Zahnstein-Entfernen bei Hunden? Natürliche Zahnputzmittel für Hunde Hochwertiges Bio-Kokosöl (frei von Mineralöl-Rückständen - gut getestet wurden etwa die Kokosöle von Rapunzel oder der Ölmühle Solling) dazu ein paar Tropfen Grapefruit-Kernextrakt abwechselnd mit Propolis ohne Alkohol Effektive Mikroorganismen - EM-aktiv (bei jeder Apotheke oder günstiger online) Utensilien zur Zahnpflege beim Hund Zahnbürste ultraweich Zahnsteinentferner flach Zahnstein vorbeugen durch Putzen Tägliches, kurzes  Zähneputzen nach den Mahlzeiten verbessert, wie bei uns Menschen, nachhaltig die Zahngesundheit, die Durchblutung des Zahnfleisches und beugt Zahnstein schon vor der Entstehung vor.  Das Schöne: Den Hund daran zu gewöhnen ist so einfach, wenn man so früh wie möglich damit beginnt - und der langfristige gesundheitsfördernde Effekt ist immens. Gerne hätte ich das schon früher gewusst - und die Zähne aller meiner Hunde frühzeitig dadurch sauber und gesund gehalten :) Wichtig: Niemals normale Zahnpasta bei Hunden verwenden Wichtiger Hinweis vorab: Als Putzmittel verwendet man auf keinen Fall normale Zahnpaste für Menschen! Die enthaltenen Stoffe sind für Hunde bestenfalls nicht geeignet und schlimmstenfalls sogar gefährlich. Insbesondere wenn Zahnpasta das Süßungsmittel Xylit enthält, führt dies bei Hunden zu einer unkontrollierten Insulinausschüttung, damit zu einem Blutzuckerabfall und kann so Schwäche, Erbrechen, Bewusstlosigkeit und Leberschäden verursachen. Zähneputzen beim Hund mit Kokosöl oder EM-Tropfen Ideale Zahnputzmittel für Hunde sind Kokosöl, das antibakteriell wirkt, und sich leicht mit ein paar Propolistropfen oder Grapefruitkernextrakt-Tropfen mischen lässt Effektive Mikroorganismen (EM) in flüssiger Form, die die gesunde Mund- und Darmflora stärken, ebenfalls antibakteriell wirken und auch schlechtem Atem langfristig entgegen wirken Bei meinen eigenen Hunden verwende ich die oben genannten immer abwechselnd, so dass der positive Effekt aller Stoffe immer wieder zur Wirkung kommt. Der Vorgang an sich ist einfach: Man füllt das Kokosöl oder die EM-Tropfen in einen Eierbecher, taucht die Zahnbürste ein und beginnt ganz vorsichtig, alle Zähne zu putzen. Anfangs werden sicher an mehreren Stellen kleinere Zahnfleischblutungen auftreten - das ist jedoch ganz normal, da sich das Zahnfleisch erst an das Putzen gewöhnen muss. Nach einigen Wochen oder sogar schon nach Tagen treten diese Blutungen nicht mehr auf. Spätestens dann kann man auch anfangen, das Zahnfleisch am Zahnhals immer leicht mit zu massieren. Der ganze Vorgang ist zwar für die Hunde anfangs ungewohnt, aber auf Dauer sehr angenehm - und kann ein schönes gemeinsames Ritual werden. Achten sollte man noch darauf, dass die Hunde meist schon nach wenigen Sekunden Zähneputzen stark zu speicheln bzw. zu sabbern beginnen - ein Hundehandtuch unterzulegen oder das ganze idealerweise im Freien zu machen ist also eine gute Idee. Zahnstein vorbeugen durch richtiges Futter, fleischige Knochen und getrocknete Fleischstreifen Nassfutter mit Fleischstücken fördert die Zahnreinigung und den Abrieb von Zahnstein Trockenfutter dagegen hat entgegen häufiger Vermutungen so gut wie keine zahnreinigende Wirkung Ideal zur Vorbeugung von Zahnstein und Zahnfleischentzündungen sind fleischige, rohe Knochen (Knochen mit Fleischresten) Knochen immer nur roh, auch vom Huhn - aber niemals vom Schwein! Hühnerknochen für Hunde  Rohe Hühnerknochen sind unproblematisch, da sie weich sind und leicht zerkaut und verdaut werden können - nur gekochte splittern Salmonellengefahr beim Hund ist nahezu Null - aufgrund der hoch konzentrierten Magensäure (7x stärker als beim Menschen) Ausnahme: Niemals rohes Schweinefleisch füttern - es kann den möglicherweise für Hunde tödlichen Aujeszky-Virus enthalten Auch gekochtes Schweinefleisch nicht füttern - es fördert Entzündungen im Körper Außerdem gut zur Zahnreinigung: Getrocknete Fleischstreifen, Rinderohren und Rindernackensehnen (Achtung, oft sehr fett), Lammohren, Ochsenziemer, etc. Wichtig: Hier immer auf beste Qualität und vor allem Herkunft achten, da fast alle Kausnacks von Tieren aus Massentierhaltung stammen - also nur Snacks aus Freiland- und Biohaltung oder direkt vom Metzger kaufen, wo man weiß, woher sie kommen und wie die Tiere aufgewachsen sind und ernährt wurden! Insbesondere wenn Hunde ausschließlich mit Trockenfutter oder klein gewolftem Nassfutter ohne Fleischstücke ernährt werden und auch sonst nichts zu knabbern bekommen, kann der Zahnstein nicht abgerieben werden und breitet sich immer mehr aus. Regelmäßiges Zähneputzen ist bei Hunden genauso wichtig und gesund für das Zahnfleisch, wie bei uns Menschen. Lies hier mehr darüber.
Krebs bei Hunden - Arten, Symptome, Vorbeugung, Therapie & mehr

Krebs bei Hunden - Arten, Symptome, Vorbeugung, Therapie & mehr

04 Jun 2020
Dieser Artikel enthält Informationen zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Hunden, Symptomen, Ursachen, Vorbeugung und den vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten.  Unser aller Ziel: Ein glückliches, langes & gesundes Hundeleben Unsere Hunde sind wahrscheinlich die treuesten Begleiter, die man sich vorstellen kann. Sie geben uns Liebe und Wärme, egal, was passiert, sie sind immer glücklich, uns zu sehen, immer mit Begeisterung dabei, egal, was uns zu welcher Tageszeit und bei welchem Wetter einfällt, bringen uns zum Lachen und Strahlen, sorgen dafür, dass wir auch bei Starkregen durch den Wald laufen. Vor allem: Sie spüren genau, wie es uns geht, können mit einem Blick oder einer Pfote unsere Stimmung heben und sind immer für uns da. Deshalb hat jeder Hundehalter wohl den gleichen Wunsch für seinen Hund: dass es ihm gut geht, er lange und glücklich lebt - und gesund, lebensfroh und vital bis ins hohe Alter bleibt. Krebs und Tumore beim Hund - eine der Haupt-Todesursachen Leider wird dieser Wunsch immer öfter von Krankheiten getrübt - und zu den am meisten gefürchteten zählen Krebserkrankungen. Diese verkürzen oft sehr drastisch das Leben, verursachen viel Leid und Schmerz und führen zu einem frühzeitigen Tod. Krebs ist somit auch eine der Haupt-Todesursachen bei Haustieren - und viele fürchten diese Diagnose. Seit den 1950er Jahren, bis zu denen einige Krebs-Statistiken für Hunde zurück reichen, steigt die Zahl der Krebserkrankungen bei Hunden immer weiter an. In einer Studie der Universität Zürich und der ETH Zürich wurden das Auftreten von Tumoren bei Hunden, die Art und Klassifizierung der Krebserkrankung, Bösartigkeit und Lage am Körper durch die Analyse von Daten im Zeitraum von 1955 bis 2008 untersucht. Von 121000 Hunden waren 68000 (56%) im Laufe ihres Lebens an Krebs erkrankt, wovon 94% einen einzelnen Tumor, 6% multiple Tumoren hatten. 47% der Tumore waren bösartig. Woran liegt es, dass so viele Tiere im Laufe ihres Lebens an Krebsleiden erkranken? Umweltgifte und Fehlernährung - Ursachen für Entstehung und Wachstum von Tumoren Ob wir nun von Menschen oder von Hunden sprechen - wir alle tragen sogenannte “entartete”, also von der Norm abweichende, fehlgebildete Zellen in uns. Durch Umwelteinflüsse und Fehlernährung sind unsere Zellen ständig schädigenden Prozessen ausgesetzt, die der Organismus zu reparieren versucht. Schädigende Umwelteinflüsse fördern die Entartung von Zellen Eine Entartung von Zellen kann entstehen durch Gifte aus der Umgebung (etwa Pestizide im Garten, Rauch oder Abgase in der Atemluft) Strahlung (UV-, radioaktive oder elektromagnetische Strahlen) chronische Belastungen (Stress, Trauer, Depressionen) Nährstoffmangel (einseitige Ernährung und hoch verarbeitete Lebensmittel) schädigende Nahrungsbestandteile (Gifte, Schimmel, Schwermetalle) und vieles mehr Unkontrolliertes Tumor-Wachstum bei geschwächtem Organismus Im Normalfall kann der Organismus durch das ausgefeilte, über Jahrtausende der Evolution entwickelte Immunsystem und sein Zusammenspiel mit unzähligen anderen Prozessen im Körper Zellschäden immer wieder reparieren und entartete Zellen zerstören und abbauen. Ist der Körper jedoch geschwächt, so kann dieser schützende Vorgang nicht mehr ausreichend stattfinden - und fehlgebildete Zellen können unkontrolliert wuchern. Störung der natürlichen Regenerationsfähigkeit durch Fehlernährung, chronische Entzündungen und Stress Negativ auf die natürliche Regenerationsfähigkeit und gleichzeitig fördernd für das Wachstum von Krebszellen wirken unter anderem Zucker und andere kurzkettige Kohlenhydrate (Weißmehl, Alkohol, Fruchtzucker) - sie werden von Krebszellen durch Fermentation umgewandelt und dienen ihnen als Nahrung Chronische Entzündungen - da entartete Zellen und damit Krebszellen an Entzündungsherden entstehen Chronischer Stress - der das Immunsystem ständig mit Stresshormonen überfordert und so die Immunantwort auf entartete Zellen stört Mangelnde Erholung, Entspannung und Schlaf - da Erholungsphasen zur Regeneration und für Reparaturprozesse essentiell sind Steigende Krebsraten bei Hunden Haustiere werden immer älter - und Krebs entwickelt sich oft gerade nach vielen Jahren, wenn das Immunsystem und andere wichtige Vorgänge im Organismus geschwächt sind. Die medizinische Versorgung von Haustieren wird immer ausgefeilter - und auch die fortgeschrittenen Diagnosemöglichkeiten tragen dazu bei, dass Krebserkrankungen festgestellt werden, die früher unentdeckt geblieben wären. Unverkennbar ist jedoch, dass Krebs bei Haustieren immer häufiger diagnostiziert wird. Wie viele Hunde haben Krebs? Bei älteren Hunden (über 10 Jahre) ist Krebs mittlerweile die häufigste Todesursache - mehr als 50% dieser Altersgruppe versterben an Krebs und seinen Folgen. Was sind die häufigsten Fachbegriffe im Zusammenhang mit Tumoren und Krebs bei Hunden? Tumor = abnorme Wucherung (die gutartig oder bösartig sein kann) Krebs = bösartiger Tumor maligner Tumor = bösartige Tumor (Krebs) Neoplasie = Neubildung von Körpergewebe - die einerseits die natürliche Regeneration von Gewebe, andererseits die krankmachende Vermehrung eines Tumors bezeichnen kann neoplastisch = neu gebildet pathologisch = krankmachend (Bsp: “die pathologische Wirkung von Impfstoffen”) kanzerogen = krebserregend (Bsp: “kanzerogene Substanzen aus der Umwelt, die das Krebswachstum steigern”) anti-kanzerogen = krebsreduzierend (Bsp: “gesunde Nährstoffe, die das Krebswachstum hemmen können”) inflammatorisch = entzündungsfördernd anti-inflammatorisch = entzündungshemmend endogen = körpereigen (Bsp: “Hormonschwankungen sind endogene Einflüsse”) exogen = von außerhalb des Körpers (Bsp: “Umweltgifte sind exogene Einflüsse”) chronisch = sich langfristig entwickelnd, dauerhaft vorhanden Metastasen = Neubildung von Tumorzellen an anderer Stelle im Körper Fermentation = Vorgang der Energiegewinnung durch Umwandlung von Zucker in Energie ohne Sauerstoff, der u.a. von Krebszellen genutzt wird Was sind die Ursachen für Krebs bei Hunden? Zu den am häufigsten genannten Ursachen der stark gestiegenen Zahl an Krebserkrankungen bei Haustieren zählen Umweltgifte - wie Pestizide in Garten und auf Feldern, Reinigungsmittel im Haushalt, Farben, Schimmel sowie Rauchen Impfungen und Impfschäden - durch zu häufige und Mehrfach-Impfungen, die das Immunsystem schwächen Falsche Ernährung - mit zu hohem Kohlenhydratanteil und fehlenden natürlichen Nährstoffen Gifte im Futter - etwa durch Herbizide und Fungizide in Getreide und Gemüse, aber auch angereichert im Fleisch Übergewicht - das Organ-Erkrankungen und Entzündungen verursacht, die zu Krebs führen können Parasitenmittel - wie zu häufige Entwurmung und Spot-On Präparate, die über die Haut aufgenommen und dann über die Leber entgiftet werden Stress - durch dauernde Kommandos, Missbrauch als Kinderspielzeug, Dauerspielen, Lärm, Bestrafungen, Besitzerwechsel, Einsamkeit und langes Alleinsein mit Harndrang Medikamente - die durch ihre Nebenwirkungen Gewebe, Organe und Hormonprozesse schädigen Chronische Entzündungen - die durch oben genannte Punkte ausgelöst werden, nicht abheilen, durch den chronischen Entzündungsprozess das Gewebe schädigen und so die Entartung von Zellen (Tumorwachstum) auslösen können Zerstörte Darmflora und damit ein stark geschwächtes Immunsystem - durch mehrfache Antibiotikabehandlungen Das Auftreten von Krebserkrankungen hängt mit Umweltfaktoren, Lebensstil, Alter und erblichen Risikofaktoren, aber auch mit vielen weiteren Variablen zusammen, die oft nur schwer alle in eine ganzheitliche Betrachtung einfließen können. Hat das Geschlecht einen Einfluss auf das Krebsrisiko bei Hunden? Weibliche Tiere erkranken eher an Tumoren der Brust und Milchdrüsen, männliche eher an Tumoren der Prostata. Erkranken bestimmte Hunderassen eher an Krebs als andere? Bestimmte Rassen sind für Tumore prädisponiert - d.h. sie erkranken häufiger, da sie genetisch bedingte Schwächen haben. Quelle: Brønden, Nielsen, Toft, Kristensen | 2010 Erkranken Mischlinge seltener an Krebs als Rassehunde? Nicht nur die Rasse an sich, sondern auch die Tatsache, ob Tiere reinrassig gezüchtet werden, oder Mischlinge sind, etwa aus dem Tierheim, hat Einfluss auf das Krebsrisiko. In einer Studie aus dem Jahr 2005 an Hunden und Katzen in Norditalien wurde festgestellt, dass sowohl bei Hunden als auch Katzen reinrassige Tiere ein doppelt so hohes Risiko für Krebserkrankungen hatten wie Mischlingshunde und Mischlingskatzen. Bei Hunden waren gut- und bösartige Tumore etwa gleich verteilt, Katzen hatten ein um den Faktor 4,6 erhöhtes Risiko für bösartige Tumore. (Quelle: Vascellari, M., Baioni, E., Ru, G. et al. Animal tumour registry of two provinces in northern Italy: incidence of spontaneous tumours in dogs and cats. BMC Vet Res 5, 39 (2009). https://doi.org/10.1186/1746-6148-5-39) Krebs tritt also bei Mischlingen seltener auf als bei Rassehunden. Ein weiterer guter Grund, einen Hund aus dem Tierheim oder von der Straße zu retten. Studien zu Krebsursachen bei Hunden & Katzen Untersuchte Ursache Studientyp Krebsart Ergebnisse Tierart Quelle Äußerlich angewendete Floh- und Zeckenmittel Fall-Kontroll-Studie (Beobachtungsstudie) Tumore der ableitenden Harnwege Kein Zusammenhang konnte bestätigt werden Hunde PCOP35 Kontakt mit Unkrautbekämpfungsmitteln Fall-Kontroll-Studie (Beobachtungsstudie) Tumore der ableitenden Harnwege Tumorrisiko signifikant erhöht, wenn Hunde dem Konakt mit chemischen Unkraut- und Insektenbekämpfungsmitteln ausgesetzt waren Hunde PCOP36 Fellfarbe (weiß) Fall-Kontroll-Studie (Beobachtungsstudie) Plattenepithelkarzinome (Haut und Schleimhäute) Weiße Katzen hatten ein 13,4-fache höheres Risiko, an Plattenepithelkarzinomen zu erkranken Katzen CANR31 Kastration Fall-Kontroll-Studie (Beobachtungsstudie) Gesäugetumore Kastrierte Weibchen hatten ein 8-fach niedrigeres Risiko an Gesäugetumoren zu erkranken als unkastrierte. Frühzeitige Kastration reduzierte das Auftreten der Krankheit. Hunde CANR80 Gleichzeitiges Vorhandensein immunologischen Erkrankungen Fall-Kontroll-Studie (Beobachtungsstudie) Lymphome (Lymphzellentumore) Bei Hunden mit immunologisch bedingtem Thrombozytenmangel traten Lymphome häufiger auf. Hunde VMDB81 Größe und Gewicht Fall-Kontroll-Studie (Beobachtungsstudie), retrospektiv Osteosarkome (Knochentumore) Der Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Knochentumoren war stärler mit zunehmender Körpergröße als mit zunehmendem Gewicht. Hunde VMDB82 Quelle: Misdorp | 1996 Diese Ergebnisse können auch als Hinweise interpretiert werden, dass das Auftreten von Krebs bei Haustieren als “Frühwarnindikator” von Gefahren für den Tierhalter dienen kann - etwa bei Krebserkrankungen der Tiere durch Umweltgifte wie Pestizide in der Umgebung, die auch bei Menschen Krebs verursachen können. Was ist der Unterschied zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren? Eine tumoröse Zellbildung an sich ist noch kein Todesurteil - denn es existieren gutartige und bösartige (maligne) Tumore. Gutartige Tumore bleiben im Normalfall auf einen kleinen Bereich im oder am Körper beschränkt und breiten sich dort nicht weiter aus. Hierzu zählen lokale Wucherungen wie die bei Berner Sennenhunden oft vorkommenden Lipome, mit denen der Hund oft gut leben kann. Bösartige Tumore, oft auch mit Krebs gleichgesetzt, breiten sich dagegen sowohl lokal als auch durch Metastasen an anderen Stellen im Körper immer weiter aus - und können so lebenswichtige Organe zerstören, wenn ihr Wachstum nicht gestoppt wird. Was sind die häufigsten Krebsarten bei Hunden und Katzen? Die häufigsten Krebserkrankungen mit einem Anteil von etwa 80% sind Gesäugetumore - befallen die Milchdrüsen bei weiblichen Tieren Hauttumore (Melanome) - eine häufige Krebsart bei Hunden, die am ganzen Körper vorkommen können, unter anderem auch am Zahnfleisch Mastzellentumore - befallen Mastzellen, die bei Wundheilung, Abwehr und Allergien eine wichtige Rolle spielen, und sind ebenfalls eine Form von Hautkrebs Zu weiteren, etwas seltener vorkommenden Tumorerkrankungen gehören Magentumore Blutkrebs (Leukämie) - befällt Blutzellen Tumore der blutbildenden und blutreinigenden Organe (Leber- und Milztumore) Lymphdrüsen-Tumore (Lymphome) - befallen Abwehrzellen (Lymphozyten) und Lymphdrüsengewebe Knochenkrebs (Osteosarkome) - häufiger bei größeren Hunden In o.g. Studie der Universität Zürich waren die häufigsten Tumorerkrankungen Hauttumore (37%), Gesäugetumore (23%) und Tumore im Weichteilgewebe (13.66%), in der Studie der Universität Zagreb waren 46% Hauttumore und 22% Gesäugetumore. Quelle: Grüntzig, Graf, Hässig | 2015) Anzeichen für Krebs beim Hund Tumore sind oft monate- oder sogar jahrelang nicht schmerzhaft und verursachen kaum Verhaltensänderungen bei unseren Tieren - daher sind auch so schwer zu erkennen. Oft werden sie nur zufällig beim Streicheln oder bei der Fellpflege entdeckt durch Sehen Fühlen und Ertasten Ein guter Grund, viel zu streicheln und zu kraulen - um eine Erkrankung noch rechtzeitig entdecken und gegensteuern zu können. Dennoch existieren Symptome, die bei Krebserkrankungen häufig vorkommen - die aber auch niemanden in Panik versetzen sollten, da sie ebenso gut bei vollkommen gesunden Hunden auftreten können: Was sind häufige Symptome von Krebs? Schwäche, Lustlosigkeit, Energielosigkeit Futterverweigerung, Gewichtsverlust Schwellungen stumpfes Fell Länger anhaltende Beschwerden ohne sichtbare Ursache (Durchfall, Winseln, sichtbare Entzündungen der Haut) Behandlung von Krebs bei Hunden Klassische Behandlung Die klassische Therapie ähnelt der beim Menschen stark: Chemotherapie, Bestrahlung sowie operative Entfernung durch chirurgischen Eingriff sind möglich. Am häufigsten wird bei Kleintieren wie Hunden und Katzen der chirurgische Eingriff gewählt. Dies liegt jedoch nicht daran, dass hier die Erfolgschancen immer am höchsten sind - sondern eher daran, dass der ungewisse Erfolg alternativer Therapiemethoden viele Tierbesitzer dazu bewegt, diese zu unterlassen - und auch die Tatsache, dass nur wenige Tierarztpraxen und Tierkliniken Erfahrung mit alternativen Behandlungsmethoden sowie die nötigen Geräte haben und dies anbieten können. Alternative Behandlungsmethoden von Krebs Nicht jeder möchte sich jedoch auf die etablierten Behandlungsmethoden verlassen - oder fürchtet sogar ihre Wirkungen (wie Streuen des Tumors nach OPs) oder Nebenwirkungen (wie Schmerzen, Übelkeit, Fellausfall und andere Leiden nach Bestrahlung oder Chemotherapie). Prävention (Vorbeugung) von Krebs bei Hund und Katze - fast noch wichtiger als die Behandlung Glücklicherweise existieren neben der herkömmlichen medizinischen Behandlung weitere Möglichkeiten, die der Katzen- und Hundehalter anwenden kann - um Krebs optimalerweise vorzubeugen und im Fall einer Erkrankung die Behandlung zu unterstützen. Vermeidung von Übergewicht Richtige, gesunde Ernährung und die daraus resultierende Vermeidung von Übergewicht erhöhen sowohl bei Menschen wie auch Hunden und Katzen die Lebenserwartung und verringern die Häufigkeit des Auftretens von Krankheiten. Zwar gibt es noch keinen bewiesenen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Übergewicht und Krebs bei Hunden, dafür jedoch erhebliche gesundheitliche Vorteile durch die Vermeidung von Fettleibigkeit und durch einen fitten Körper. Gewicht und körperliche Fitness sind hauptsächlich von gesunder Ernährung, ausreichender Bewegung, Erholung und Regeneration abhängig - und können damit, im Gegensatz zu Umweltgiften oder genetischen Ursachen, direkt vom Tierhalter beeinflusst werden. Somit sollten sie eine Grundvoraussetzung bei der Gesunderhaltung sein, auf die jeder Tierhalter ganz einfach achten kann. Wodurch wachsen Krebszellen? Auch Krebszellen benötigen zum Wachstum und zur Vermehrung bestimmte Stoffe, die der Organismus über die Nahrung aufnimmt. Hierzu gehören insbesondere: Kurzkettige Kohlenhydrate (wie in Zucker, Fruchtzucker, Weißmehlprodukten, etc.) Glutaminsäure (eine Aminosäure, enthalten in Eiweiß) Kohlenhydrate werden im Körper durch das Hormon Insulin abgebaut und in Glukose (Zucker) zerlegt. Ein hoher Kohlenhydratanteil in der Nahrung führt also zu einem hohen Blutzuckerspiegel, ständige Nahrungsaufnahme und Snacks mit Kohlenhydraten zu einem ständig erhöhten Blutzuckerspiegel Dieser Zucker dient Krebszellen als Energielieferant. Normale, gesunde Zellen benötigen Sauerstoff, um in ihren Mitochondrien Energie zu produzieren. Krebszellen dagegen kommen auch ohne Sauerstoff aus - sie können Zucker durch Fermentation (wie bei Sauerkraut, das unter Luftabschluss aus Zucker Milchsäure produziert) in Energie umwandeln (sog. Warburg Effekt nach dem Wissenschaftler Otto Heinrich Warburg). Durch die hierbei entstehende Säure wird das Gewebe übersäuert, was wiederum die Ausbreitung chronischer Entzündungsprozesse beschleunigt, da Entzündungen in übersäuertem Gewebe florieren. Hierdurch können Tumore auch ohne Sauerstoff schneller wachsen, was zu den tumorösen Wucherungen führt. Was ist die richtige Ernährung zur Vorbeugung von Krebs? Kohlenhydratarm, um Zuckerüberschüsse im Blut zu minimieren, die Krebszellen als Nahrung dienen Reich an natürlichen Nährstoffen aus Gemüse und Fleisch Keine synthetischen Vitamine Reich an hochwertigen Eiweißlieferanten (Biofleisch, Fleisch aus artgerechter Freilandhaltung, pflanzliches Eiweiß in der richtigen Kombination) Kein Schweinefleisch, das Entzündungen fördert Wenige Mahlzeiten, keine Snacks (Intervallfasten), um den Glutaminsäure-Spiegel niedrig zu halten Immunsystem stärken & Krebs bei Hunden bekämpfen Unterstützung für ein starkes Immunsystem, damit es entartete Krebszellen selbst bekämpfen, zerstören und abbauen kann , gerade auch bei bereits laufender Behandlung: Entzündungen vorbeugen - Stress eliminieren, Regeneration und Schlaf fördern Bestehende Entzündungsprozesse bekämpfen und zum Erliegen bringen - Brennnesselwurzel, Omega-3, Süßholzwurzel, Fasttage Gesunder Ernährung - mit viel Gemüse für ausreichend natürliche Vitamine und Mineralstoffe Hochwertiges Eiweiß - aus hochwertigen Proteinlieferanten wie Muskelfleisch Hochwertige Fettsäuren - Überschuss an Omega-3 Fettsäuren, Reduktion von Omega-6 Fettsäuren, die in der klassischen Ernährung überrepräsentiert sind) Zink - als Baustein hunderter immunsystemkritischer Vorgänge im Körper Vitamin D - zur Regulation der Immunabwehr - und damit zur Vermeidung überschießender Immunreaktionen und Entzündungen Quellen Baioni, E., Scanziani, E., Vincenti, M. C., Leschiera, M., Bozzetta, E., Pezzolato, M., Desiato, R., Bertolini, S., Maurella, C., & Ru, G. (2017). Estimating canine cancer incidence: findings from a population-based tumour registry in northwestern Italy. BMC veterinary research, 13(1), 203. https://doi.org/10.1186/s12917-017-1126-0 | https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5490209/ Brønden, LB., Nielsen, SS., Toft, N., Kristensen, AT. (2010) Data from the Danish Veterinary Cancer Registry on the occurrence and distribution of neoplasms in dogs in Denmark Veterinary Record 166, 586-590. | https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20453236/ Brønden, Louise & Flagstad, Annette & Kristensen, A. (2007). Veterinary cancer registries in companion animal cancer: A review. 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Natürlich vor Viren schützen - Gesund leben & das Immunsystem stärken

Natürlich vor Viren schützen - Gesund leben & das Immunsystem stärken

03 Apr 2020
Gesund zu bleiben ist immer besser, als eine Krankheit durchzumachen und sie dann langwierig wieder loswerden zu müssen. Um gesund zu bleiben, sind ein gesunder Organismus und damit ein starkes Immunsystem Gold wert - und sie können wichtiger sein, als alle Behandlungsmethoden, Medikamente oder weitere Maßnahmen, die man erst im Krankheitsfall ergreift. Dabei spielen folgende Dinge eine wichtige, oft unterschätzte Rolle: Entspannter Lebenswandel und Stressvermeidung - denn Stress schwächt das Immunsystem immens und kann krank machen Viel Bewegung, Spaziergänge und regelmäßiger Sport - sie machen den Körper widerstandsfähiger, fördern die Sauerstoffversorgung des Gewebes und vor allem: Sie tun uns genauso gut wie unseren Hunden Aufmerksamkeit und liebevolle Zuwendung - die wir unseren Hunden ebenso geben, wie sie uns Eine gesunde Ernährung - denn die für eine funktionierende Immunabwehr nötigen Nährstoffe erhält der Organismus nur durch einen hochwertigen Speiseplan mit natürlichen Zutaten Die Vermeidung wertloser, nährstoffarmer Füllstoffe und synthetischer Vitaminzusätze - denn minderwertige Zutaten sind leere Kalorien, liefern keine Nährstoffe und können auch durch Zugabe synthetischer Vitamine keine gesundheitsfördernde Wirkung entfalten Die Elimination von Zucker und die Reduktion kurzzeitiger Kohlenhydrate (Weizen, weißer Reis, verarbeitete Getreideprodukte, etc.) - denn Zucker ist ein Nährstoffräuber, der wichtige Nährstoffe verbraucht, dadurch den Organismus in einen Mangelzustand führt und so das Immunsystem schwächt Die Vermeidung von Impfungen, wenn nicht zwingend nötig, insbesondere auch von Kombi-Impfungen mit mehreren Impfstoffen zur gleichen Zeit - dies überfordert das Immunsystem, und diese Schwächung kann zur Entwicklung anderer Krankheiten oder zum Vermehrung von Krebszellen führen Machen Viren immer krank? Manche Viren verursachen Krankheiten, andere nicht – zu finden sind sie jedoch in jedem Körper. Dabei hat der bei weitem überwiegende Teil von ihnen über Jahrtausende der Evolution ein harmonisches Verhältnis mit dem Organismus aufgebaut und führt zu keiner Erkrankung. Mikrobiom und Darmflora Im Darm leben viele Viren im Einklang mit Bakterien. Sie bilden das sogenannte „Mikrobiom“ – die Darmflora, die den Körper schützt und absolut essentiell für ein starkes Immunsystem ist. Die dort lebenden, Milliarden gutartiger Bakterien und Viren sorgen dafür, dass Nährstoffe aus der Nahrung aufgenommen werden, und bilden sogar Vitamine. Gerade der häufige Einsatz von Antibiotika und antiviralen Medikamenten zerstört diese Flora – und kann zur Vermehrung anderer, krankmachender Bakterien, Parasiten und Pilze führen. Diese beanspruchen dann immer mehr Platz, vermehren sich im kranken Darmmilieu unkontrolliert und verhindern dadurch sowohl Nährstoffaufnahme als auch das Training wichtiger Immunzellen, welches teilweise Aufgabe des Darms ist. Sind Viren immer gefährlich für Mensch und Hund? Nein - wie beim Menschen haben Viren auch beim Hund teilweise sogar sinnvolle Aufgaben zur Abwehr von Krankheitserregern. Bakteriophagen etwa sind Viren, die bestimmte Bakterien angreifen, infizieren und zerstören. Man findet sie etwa beim Menschen in den Schleimhäuten der Atemwege und des Verdauungstraktes, welche sie vor bestimmten Bakterien schützen. Darüber hinaus sind Viren gerade im jungen Alter wichtig, um die Entwicklung des Immunsystems zu fördern – und auch später stimulieren Viren ständig die Immunabwehr. So kann eine leichte Infektion mit einem Virus sehr wichtig sein, damit der Organismus Antikörper produziert. Diese können das Immunsystem möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt dabei unterstützen, einen ähnlichen, aber gefährlicheren Virus besser abzuwehren. Künftig werden auch sogenannte „therapeutische Viren“ einen immer größeren Beitrag bei der Bekämpfung von Erkrankungen leisten können. Welche Maßnahmen, Ernährung und Nahrungsergänzung können den Organismus gegen Viren unterstützen? Natürliche Nährstoffe, die das Immunsystem stärken können Vitamin D (Sonnenlicht, Lebertran) Vitamin C (Rote Paprika, Grünes Blattgemüse, Beeren, Hagebutte, Acerola, Camu Camu) Vitamin A und Omega-3 Fettsäuren (Fleisch aus Freilandhaltung, die reichhaltigste natürliche Quelle ist Lebertran) Zink (Schalen- und Krustentiere, Kürbiskerne, Nüsse, Fleisch) Selen (Paranüsse, Eigelb, Sardinen, Lachs, Heilbutt) Natürliche Nahrungsergänzung, die den Körper gegen Viren unterstützen kann Monolaurin aus Kokosöl (auch als pures Monolaurin in Kapselform verfügbar) Olivenblattextrakt (in Kapselform) Knoblauch (bei Hunden nur in geringen Mengen) Propolisextrakt (bei Hunden ohne Alkohol) Die wichtigsten Maßnahmen für eine gesunde Immunabwehr Stressvermeidung und Elimination von Stressfaktoren (Streit, Lärm, Schlafmangel und andere stressverursachende Situationen) Fokus auf Erholung und lange Spaziergänge - darüber freut sich der Hund am meisten Ausreichend Schlaf (mindestens 7 Stunden täglich) Kein Zucker und Vermeidung kurzkettiger Kohlenhydrate (Weizen, weißer Reis, etc.) Gesunde, natürliche Ernährung mit einem hohen Anteil an hochwertigen Nährstofflieferanten Viel Gemüse – für natürliche Vitamine und Mineralstoffe Hochwertiges Fleisch, Fisch und pflanzliche Proteinlieferanten – für hochwertiges Eiweiß und gesunde Fette Zusammenfassung der genannten Mittel LebertranVitamin D (mit K2)MonolaurinL-LysinOreganoölOlivenblattextraktKolloidales SilberGrapefruitkernextraktPropolis ohne AlkoholZink
Studie: Hundebesitzer leben länger - weil Hunde glücklich machen

Studie: Hundebesitzer leben länger - weil Hunde glücklich machen

20 Nov 2017
Ein Leben mit Hunden ist mit mehr Freude, Glück und Entspannung verbunden – das wissen wir auch ohne Studien. Daneben profitieren jedoch auch unsere Gesundheit und Lebenserwartung. Dies wurde nun erneut wissenschaftlich belegt. Hunde machen glücklich Die schwedische Universitäts-Studie „Dog ownership and the risk of cardiovascular disease and death“ untersuchte den Zusammenhang zwischen Hundehaltung und möglicherweise damit assoziiertem verringertem Auftreten kardiovaskulärer Erkrankungen sowie erhöhter Lebenserwartung. Sie wurde über eine Dauer von 12 Jahren an der Universität Uppsala durchgeführt. Die 34.000 Teilnehmer waren zwischen 40 und 80 Jahren alt – um die Ergebnisse nicht durch besonders junge oder besonders alte (und damit tendenziell gesündere oder öfter kranke) Personen zu verfälschen. Mit dieser hohen Teilnehmerzahl ist die Studie mehr als hundertfach größer als eine vorherige Studie in diesem Zusammenhang in Norwegen. Was sind kardiovaskuläre Erkrankungen Kardiovaskuläre Erkrankungen sind Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems, da sie vom Gefäßsystem und/oder vom Herzen ausgehen und als gemeinsame bzw. häufigste Ursache die Arterienverkalkung (Arteriosklerose) haben. Zu diesen Erkrankungen zählen: Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Schlaganfall, Bluthochdruck, Periphere arterielle Verschlusskrankheit, Koronare Herzkrankheit (KHK), etc. Diese Krankheiten machen 5 der 10 häufigsten Todesursachen aus: [Quelle: Statistisches Bundesamt] Hundehalter: Weniger kardiovaskuläre Erkrankungen und längeres Leben Genau diese Erkrankungen treten bei Hundehaltern signifikant seltener auf – und gleichzeitig verlängert sich das Leben. So zeigte sich in der Studie folgendes Ergebnis: Hunde tragen erheblich zu besserer Gesundheit und einem längeren Leben ihrer Besitzer bei. 1. Das Risiko von Hundebesitzern für kardiovaskuläre Erkrankungen, insbesondere in Single-Haushalten, ist signifikant reduziert. 2. Das Risiko von Hundehaltern für einen Tod durch kardiovaskuläre Erkrankungen wie auch insgesamt ist signifikant reduziert – und dies gilt für die gesamte Bevölkerung. Gemeinsam mit der Tatsache, dass kardiovaskuläre Erkrankungen 5 der 10 häufigsten Todesursachen ausmachen, lässt sich schließen: Die Lebenserwartung von Hundehaltern ist signifikant erhöht. Warum Hundehalter länger leben Der Grund: Hunde geben uns Rückhalt. Sie mindern einerseits psychischen Stress – und andererseits unsere Reaktion auf Stress, wenn er trotzdem auftritt. Sie reduzieren soziale Isolation, Depression and Einsamkeit. Denn Hunde um sich zu haben regt das parasympathische (entspannende) Nervensystem an – und fährt das sympathische (anspannende) Nervensystem herunter. Darüber hinaus motivieren sie uns zu physischer Aktivität. Das Schöne ist: Hat man einen Hund, so ist es gar kein „Muss“ mehr, ins Freie und spazieren zu gehen. Aus Erfahrung (und jahrelangem Spazierengehen bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit) kann man sagen: Die täglichen Spaziergänge, ob bei schlechtem oder gutem Wetter, ob 10 min oder 2 Stunden, geben nicht nur Entspannung und Glücksgefühle… sie schaffen auch Zeit und Ruhe, Gedanken zu ordnen, neue Perspektiven zu sehen und Ideen zu entwickeln. Nicht selten hat man dabei sogar plötzliche Erleuchtungen für Probleme, die man zuvor stunden- oder tagelang durchdacht hat. Mit der Zeit wird die Zeit mit den Hunden auch zu einem Teil des Lebens, den man nicht mehr missen will. Es ist sogar so, dass man schon bei einem einzigen Morgen, an dem man keine (oder zu wenig) Zeit dafür hat, den gemeinsamen Spaziergang vermisst! Vielleicht schwer vorstellbar – aber man würde lieber eine Stunde im Regen mit den Hunden spazieren gehen, als um 7:30 Uhr bereits im Meeting oder im Zug zu sitzen. Fazit: Hundehalter leben länger – und glücklicher Die schwedische Langzeitstudie belegt eindrucksvoll: Hundehaltung wirkt sich nicht nur positiv auf das Glücksempfinden und die Lebensfreude aus, sondern fördert nachweislich die Gesundheit und steigert die Lebenserwartung. Hundehalter erkranken seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und leben länger – besonders ausgeprägt ist dieser Effekt bei Menschen, die allein leben. Die Gründe dafür sind vielfältig: Hunde geben emotionale Unterstützung, reduzieren Stress und Einsamkeit und motivieren zu regelmäßiger Bewegung. Die tägliche Zeit mit dem Hund stärkt das Wohlbefinden körperlich wie seelisch und wird schnell zum unverzichtbaren Bestandteil eines erfüllten Lebens. Wer einen Hund hat, lebt nachweislich nicht nur gesünder, sondern auch glücklicher und länger. Quellen Dog ownership and the risk of cardiovascular disease and death – a nationwide cohort study | Mwenya Mubanga, Liisa Byberg, Christoph Nowak, Agneta Egenvall, Patrik K. Magnusson, Erik Ingelsson & Tove Fall. Scientific Reports 7, Article number: 15821 (2017) Cline KM. Psychological effects of dog ownership: role strain, role enhancement, and depression. The Journal of Social Psychology. 2010 Jan;150(2):117-131. doi: 10.1080/00224540903368533. PMID: 20397589.https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20397589/ Mullersdorf M, Granstrom F, Sahlqvist L, Tillgren P. Aspects of health, physical/leisure activities, work and socio-demographics associated with pet ownership in Sweden. Scand J Public Health. 2010 Jan;38(1):53-63. doi: 10.1177/1403494809344358. PMID: 19717574.https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19717574/ Wood L, Martin K, Christian H, Nathan A, Lauritsen C, Houghton S, Kawachi I, McCune S. The pet factor – companion animals as a conduit for getting to know people, friendship formation and social support. PLoS ONE. 2015 Apr 30;10(4):e0122085. doi: 10.1371/journal.pone.0122085. 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Hundefutter ohne Getreide

Hundefutter ohne Getreide

05 Nov 2017
Getreidefreies und glutunfreies Hundefutter - Bedeutung und wichtige Begriffe Entdecke die Vorteile einer getreidefreien Ernährung für Hunde! Erfahre hier alles über Hundefutter ohne Getreide und Gluten, und warum es für die Gesundheit von Vierbeinern wichtig sein kann. Getreidefreies Hundefutter: Was bedeutet das? Getreidefreies Hundefutter enthält weder Getreide noch glutenhaltige Zutaten. Stattdessen werden hochwertige Kohlenhydratlieferanten wie Kartoffeln, Süßkartoffeln, Pastinaken, Erbsen, Linsen, Kichererbsen und mehr verwendet. Glutenfrei: Die Alternative für sensible Hunde Für Hunde mit Glutenunverträglichkeit oder Glutensensitivität ist glutenfreies Hundefutter die ideale Wahl. Dafür gibt es glutenfreie Getreidesorten und Pseudogetreide, die betroffenen Hunden gut tun. Hierunter fallen etwa Hirse, Reis und Teff (glutenfreie Getreide) oder Amaranth, Quinoa und Buchweizen (glutenfreie Pseudo-Getreide) Gluten: Ein aus Proteinen bestehender Getreidekleber, welcher in einigen Getreidearten (wie Weizen, Roggen, Dinkel, Hafer, etc.) vorkommt. In Verbindung mit Wasser bildet sich Klebereiweiß, welches bei vielen Brot- oder Kuchensorten der Backfähigkeit, dem Zusammenhalt und einer lockeren Konsistenz dient. Folgen einer Glutenunverträglichkeit Erfahre mehr über die Auswirkungen von Glutenunverträglichkeit bei Hunden, und wie sie das Immunsystem, den Darm und den Bewegungsapparat beeinträchtigen kann. Glutenunverträglichkeit (auch Glutensensitivität) Diese Erkrankung wird durch glutenhaltige Nahrungsmittel verursacht, die das Verdauungssystem als Fremdkörper identifiziert. Es entstehen Schlackenstoffe und Säuren, die zu einer Übersäuerung des Körpers, chronischen Entzündungen der Darmschleimhaut und damit einer Zerstörung von Zellen der Dünndarmschleimhaut führen. Dies schwächt langfristig das Immunsystem, außerdem können Nährstoffe im Darm nicht mehr richtig aufgenommen werden. Nährstoffdefizite sind die Folge, und es besteht ein Risiko für Folgeerkrankungen. Auch der Bewegungsapparat kann betroffen sein (Arthrose, Entzündungen, etc.). Glutenunverträglichkeit existiert auch beim Menschen unter dem Namen Zöliakie. Zöliakie: Eine entzündliche Erkrankung der Darmschleimhaut mit weitreichenden gesundheitlichen Folgen. Sie ist ebenso wie die Laktoseintoleranz eine ernstzunehmende Erkrankung, die akute wie chronische Symptome hervorrufen kann. Langfristig wird so der Darm und damit das gesamte Immunsystem (das zu einem großen Teil über den Darm gesteuert wird) stark geschwächt. Diese Schwächung kann andere Erkrankungen begünstigen, da das Immunsystem diese nicht mehr ausreichend abwehren kann. Glutengehalt und Alternativen Wir geben einen Überblick über Getreidesorten mit hohem Glutengehalt und stellen glutenfreie Alternativen vor. Getreidesorten mit hohem Glutengehalt Weizen, Roggen, Dinkel und Grünkern Kamut, Urkorn, Emmer und Einkorn Getreidesorten mit sehr niedrigem Glutengehalt Gerste Hafer Glutenfreie Getreide und Pseudo-Getreide Hirse, Reis, Teff, Mais (für viele Hunde nicht geeignet, da er, ebenso wie Soja, als Allergieauslöser bekannt ist) Amaranth, Quinoa und Buchweizen Alternativen: Getreidefreie Kohlenhydratlieferanten Kartoffeln, Süßkartoffeln, Topinambur Gemüse (u.a. Pastinaken, Karotten) Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Linsen, Bohnen) Unterschiede zwischen getreidefreiem und getreidehaltigem Hundefutter Der Hauptunterschied zwischen getreidefreiem und getreidehaltigem Hundefutter liegt in den enthaltenen Kohlenhydraten. Getreidefreies Hundefutter verzichtet auf Getreide wie Weizen, Mais oder Hafer und verwendet stattdessen alternative Kohlenhydratquellen wie Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Gemüse. Diese Kohlenhydrate liefern dem Hund ebenfalls Energie, sind jedoch leichter verdaulich und haben geringeres bzw. gar kein allergenes (allergieauslösendes) Potential. Im Gegensatz dazu enthält getreidehaltiges Hundefutter verschiedene Getreidesorten, die für einige Hunde allergen sein können und schwer verdaulich sind. Vorteile einer getreidefreien Hundeernährung Eine getreidefreie Ernährung bietet zahlreiche Vorteile für Hunde. Durch den Verzicht auf Getreide im Hundefutter können potenzielle Allergien oder Unverträglichkeiten reduziert werden. Getreidefreies Hundefutter kann auch dazu beitragen, das Energieniveau und die Verdauung des Hundes zu verbessern. Darüber hinaus unterstützt eine getreidefreie Ernährung die Gesundheit von Haut und Fell und kann das Risiko von Übergewicht verringern. Insbesondere für Hunde mit empfindlichem Verdauungstrakt oder Nahrungsmittelallergien ist eine getreidefreie Ernährung eine gesunde und ausgewogene Alternative. Wissenswerte über hochwertiges Eiweiß in Hundefutter Hochwertiges Eiweiß ist für die Gesundheit von Hunden von entscheidender Bedeutung. Es trägt zur Entwicklung und Aufrechterhaltung einer kräftigen Muskulatur, eines gesunden Immunsystems und glänzendem Fell bei. Tierisches Eiweiß, insbesondere aus hochwertigem Fleisch wie Wild, Lamm, Bio-Rind, Bio-Huhn oder Lachs, enthält alle essentiellen Aminosäuren, die Hunde benötigen. Im Vergleich dazu liefert Eiweiß aus Getreide oder Hülsenfrüchten nicht die gleiche Vielfalt an Aminosäuren und kann daher nicht alle Ernährungsbedürfnisse eines Hundes abdecken. Hochwertiges Eiweiß aus Fleisch: die bessere Wahl im Hundefutter Warum hochwertiges Eiweiß aus Fleisch für die Gesundheit von Hunden essenziell ist, und wie es sich von Eiweiß aus Getreide unterscheidet: Hochwertiges Eiweiß aus Fleisch ist für Hunde essentiell, da es die lebenswichtigen Aminosäuren, die der Hundeorganismus benötigt, genau im richtigen Verhältnis liefert. Fleischbasiertes Eiweiß hat eine hohe biologische Wertigkeit, das heißt, es kann vom Körper leicht aufgenommen und verwertet werden. Im Gegensatz dazu weist Getreideeiweiß eine geringere biologische Wertigkeit auf und kann nicht alle Aminosäuren in ausreichender Menge liefern. Daher ist es wichtig, dass Hundefutter hochwertiges tierisches Eiweiß enthält, um die optimale Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu fördern. Hundefutter mit veganen Eiweißlieferanten ohne Getreide Auch vegane Eiweißquellen können die relevanten Proteine liefern. Nahezu allen pflanzlichen Eiweißlieferanten fehlt jedoch das richtige Verhältnis der essentiellen Aminosäuren, das für eine hohe Bioverfügbarkeit notwendig ist. So enthalten etwa Kichererbsen oder Linsen, die oft in veganem Hundefutter eingesetzt werden, nicht alle Aminsäuren im richtigen Verhältnis. Ebenso wäre eine alleinige Fütterung von Erbsen-, Chia-, Kürbiskern- oder Leinsamenprotein nicht ausreichend. Langfristig sind Mangelzustände und damit Erkrankungen die Folge. Erst die Kombination verschiedener pflanzlicher Proteinlieferanten im richtigen Verhältnis kann ein komplettes Aminosäureprofil liefern. Fütterung von Hunden mit speziellen Ernährungsbedürfnissen Hunde mit speziellen Ernährungsbedürfnissen benötigen eine individuell angepasste Fütterung. Dies kann aufgrund von Allergien, Unverträglichkeiten, Krankheiten oder bestimmten Lebensstadien des Hundes notwendig sein. Hier kann es wichtig sein, einen ganzheitlich orientierten Tierarzt, Tierheilpraktiker oder einen qualifizierten Ernährungsberater für Haustiere zu konsultieren, um die beste Ernährung für den betroffenen Hund zu bestimmen. In vielen Fällen kann eine spezielle Diät, wie eine getreidefreie Ernährung, eine proteinarme Diät oder eine purinarme Ernährung die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes erheblich verbessern. Empfehlung: Geringe Mengen Kohlenhydrate im Futter Von Natur aus benötigt ein Hund für eine gesunde Ernährung nur wenig Kohlenhydrate. Überlegt man, was der Wolf in freier Wildbahn frisst und worauf sich sein Organismus daher seit Jahrtausenden eingestellt hat, wird schnell klar: Getreide (wie der in vielen Fertigfuttern, insbesondere bei Trockenfutter, verwendete Weizen, Mais, Hafer und andere) gehört nicht dazu. Für eine gesunde Ernährung brauchen Wolf und Hund vorrangig andere Stoffe - insbesondere hochwertiges Eiweiß aus hochqualitativem Fleisch. Dennoch werden gerade die o.g. Getreidesorten von der Futtermittelindustrie in hohem Maße verwendet. Teilweise bestehen Trockenfutter zu mehr als 50% aus Getreide! Der Grund: Getreide ist billig und macht sich gleichzeitig gut in den Analysedaten des Futters - denn: Es enthält auch viel Eiweiß (in diesem Fall nur hauptsächlich aus Getreide), welches in der Analyse den Eindruck macht, das Futter wäre sehr hochwertig, da ja der Eiweißanteil hoch ist. Das Problem daran: Das ist auch der Fall - nur macht es für dich und deine Verdauung einen großen Unterschied, ob du Eiweiß aus Getreide oder Eiweiß aus Fleisch zu dir nimmst. Getreide als Allergieauslöser vermeiden Hinzu kommt, dass viele dieser von der Futtermittelindustrie verwendeten Kohlenhydratspender bei Hunden hoch-allergen wirken können. Dazu zählen insbesondere Weizen, Mais oder ähnliche Getreide, wie auch Soja. Deshalb sind alle unsere Menüs von Natur aus glutenfrei und/oder zusätzlich getreidefrei. Übergewicht durch zu viel Getreide Getreide enthält besonders viele und meist kurzkettige Kohlenhydrate. Diese erhöhen den Insulinspiegel, kurzkettige Kohlenhydrate (wie in Weißmehl, weißem Reis, etc.) sogar besonders stark und schnell. Wenn die Menge und die Art des verzehrten Getreides nicht richtig kontrolliert werden, kann dies zu Gewichtszunahme führen. Der Hauptgrund dafür liegt im Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Kohlenhydraten und dem Insulinhaushalt. Getreide enthält Kohlenhydrate, die bei der Verdauung in Glukose umgewandelt werden. Wenn zu viel Glukose auf einmal in den Blutkreislauf gelangt, steigt der Blutzuckerspiegel stark an. In Reaktion darauf schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Insulin ist ein Hormon, das den Transport von Glukose aus dem Blut in die Zellen ermöglicht, wo sie als Energie verwendet oder als Fett gespeichert wird. Bei einer Ernährung mit hohem Anteil an einfachen Kohlenhydraten wie Getreide kann der Blutzuckerspiegel schnell ansteigen und stark schwanken. Dies führt zu einer erhöhten Insulinausschüttung, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Insulinresistenz durch chronisch erhöhten Insulinspiegel Ein chronisch hoher Insulinspiegel kann zu einer Insulinresistenz führen, bei der die Zellen weniger empfindlich auf das Hormon Insulin reagieren. Als Folge davon bleibt mehr Glukose im Blutkreislauf, was die Bauchspeicheldrüse dazu veranlasst, noch mehr Insulin zu produzieren. Dieser Zustand kann langfristig zu einer Gewichtszunahme, insbesondere dem Aufbau von Körperfett, und anderen gesundheitlichen Problemen führen.
Purinarmes Hundefutter - 10 Tipps bei Leishmaniose, für Dalmatiner & Co.

Purinarmes Hundefutter - 10 Tipps bei Leishmaniose, für Dalmatiner & Co.

20 Mai 2017
Purine sind natürliche Bestandteile jeder Ernährung - und damit auch der unserer Hunde. Sie kommen von Natur aus in Eiweiß (vor allem tierischem) vor, und da jedes Futter einen gewissen Anteil Eiweiß, das für wichtige Körperfunktionen essentiell ist, enthalten muss, tauchen Purine zu einem bestimmten Grad in nahezu jedem Hundefutter auf. Allerdings kann der Puringehalt sehr unterschiedlich ausfallen: Hundefutter kann sowohl besonders purinreich als auch besonders purinarm sein - der Puringehalt hängt stark von Qualität und Herkunft der im Futter verwendeten Zutaten ab. Wer ist ALPHA NATURAL? Seit 2008 setzen wir unsere ganze Kreativität und Liebe ein, um dafür zu sorgen, dass alle Hunde ein glückliches, langes und vor allem gesundes Leben haben! Dazu stellen wir 100% natürliches, leckeres und vor allem gesundes Hundefutter her - ausschließlich mit reinem Muskelfleisch und dazu nur Gemüse, Kräuter und hochwertigste Öle. Für unsere Feinschmeckermenüs verwenden wir nur purinarmes Muskelfleisch und Fisch aus Bio-Haltung und Wildfang, und zusätzlich setzen wir für unsere veganen Menüs auf hochwertige pflanzliche Eiweißlieferanten, die alle essentiellen Aminosäuren enthalten und damit ein genauso hochwertiges Eiweißprofil wie Fleisch bieten. Purine im Hundefutter Der Anteil an Purinen in Hundefutter (egal ob es sich um Trockenfutter, Nassfutter oder Kausnacks handelt) ist abhängig davon, welche Proteinquellen (bestimmte Fleischbestandteile, Fischsorten und auch pflanzliche Eiweißlieferanten) es enthält. Generell gilt: Innereien, Haut und bestimmte Fischsorten enthalten viel Purin Auch Hülsenfrüchte (Soja, Linsen, Bohnen, Kichererbsen & Co.) sind purinreich Reines Muskelfleisch ist dagegen purinarm Hat der Hund also eine Unverträglichkeit auf Purine oder sollte diese aufgrund einer Erkrankung meiden, zahlt es sich aus, auf die richtigen Zutaten und ein sehr hochwertiges Futter zu achten: Dieses muss einerseits purinarm sein und andererseits dem Hund hochwertiges Eiweiß liefern - denn dieses braucht er für alle Stoffwechselvorgänge, sein Immunsystem und damit für ein gesundes Leben unbedingt. Was sind Purine? Purine zählen zu den Eiweißen - genauer gesagt sind sie Bausteine der Nukleinsäuren, also der genetischen Information. Unter anderem sind sie aus Stickstoff (chemisches Symbol: N) aufgebaut - daher auch die manchmal verwendete Bezeichnung "Purin-N" oder auch "Purin-Stickstoff". Purine werden über die Nahrung aufgenommen - und sind in hoher Konzentration hauptsächlich in Innereien und Haut enthalten. In einem gesunden Hunde-Organismus werden sie ganz einfach in Harnsäure umgewandelt und anschließend über die Harnwege ausgeschieden. Dies trifft jedoch nicht auf alle Hunde zu - denn einige Hunde haben eine Purinunverträglichkeit. Hunde mit Purinunverträglichkeiten Bei bestimmten Rassen (u.a. Dalmatiner & Bulldoggen) ist der Ausscheidungs-Vorgang gestört, Purine werden nicht richtig abgebaut und lagern sich in den Harnwegen ab Bei an Leismaniose erkrankten Hunden ernähren sich die Leishmaniose-Erreger von Purinen, können sich so vermehren und die Erkrankung stark verschlimmern Bei medikamentöser Behandlung der Leishmaniose ist der Abbau der Purine blockiert - und diese lagern sich wiederum in den Harnwegen ab Liegt eine solche Purinunverträglichkeit vor, können Purine bzw. deren Stoffwechselprodukte, insbesondere Harnsäure, vom Organismus nicht vollständig abgebaut werden. Dies führt zu einem erhöhten Harnsäurespiegel im Blut, was eine vermehrte Bildung von Nierensteinen verursacht. Die Folge sind häufig Blasenentzündungen und mittelfristig auch Nierenschäden. In all diesen Fällen wird der Hunde-Organismus also durch eine purinreiche Nahrung belastet. Um die Konzentration der kritischen Stoffwechselprodukte auf natürliche Weise zu senken, ist in solchen Fällen eine purinarme Ernährung der Hunde notwendig. Manche Hunden können Purine - aufgrund genetischer Disposition oder von Krankheiten - nicht oder nur schlecht abbauen. So entsteht vermehrt Harnsäure, die in sich im Harntrakt (Nieren, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre) zu Harnsteinen kristallisieren und schwere Nieren- und Blasenerkrankungen verursachen kann. Glücklicherweise gibt es einige Möglichkeiten, auch bei diesen Hunden die Gesundheit zu erhalten bzw. die Auswirkungen der Erkrankung stark zu reduzieren: Über eine gesunde Ernährung. Das Befolgen nur weniger Regeln erhöht ihre Chancen auf ein langes, gesundes Leben, frei von Schmerzen, Medikamenten oder Operationen, immens. Leishmaniose Vorkommen der Leishmaniose Leishmaniose ist eine Erkrankung, die durch Leishmanien hervorgerufen wird - Blutparasiten, die durch den Stich von Sandmücken in den Hundeorganismus gelangen und sich dort vermehren. Bei der Leishmaniose handelt sich um eine Zoonose - eine Krankheit, die auch auf andere Arten (selten auf den Menschen) übertragen werden kann. Hauptsächliches Verbreitungsgebiet der Leishmaniose sind besonders warme und tropische Gebiete in Europa, Asien und Südamerika. Sie zählt zu den sog. Mittelmeerkrankheiten, da sie im gesamten Mittelmeerraum, von Portugal bis Griechenland, bei Hunden weit verbreitet ist. Auf der Insel Mallorca etwa liegt die Durchseuchungsrate, also der Prozentsatz infizierter Hunde, bei über 60%, auf Sizilien bei über 80%. Dies war für mich einmal der ausschlaggebende Grund, nicht nach Mallorca zu ziehen - denn ich wollte meine Hunde, nach dem sie seit Jahren so gesund und glücklich sind, nicht dieser großen Gefahr aussetzen, nur um am Meer leben zu können. Aber ich schweife ab ;-) Grund für die weite Verbreitung in diesen Gefilden sind die dort idealen Lebensbedingungen für den Überträger der Leishmanien, die Sandmücke. Bedingt durch den Klimawandel sowie die erhöhte Reisetätigkeit der Menschen wurden jedoch auch in Deutschland bereits Sandmücken nachgewiesen. Sandmücken - die Überträger der Leishmaniose Sandmücken leben in Gebieten mit hoher Temperatur und hoher Bodenfeuchtigkeit - jedoch nicht unbedingt, wie der Name vermuten lassen könnte, am Strand. Die für sie ideale Umgebung sind feuchte Böden, Sümpfe, Komposthaufen, Tierställe oder Nagetierbauten. Theoretisch ist ihre Verbreitung von der Durchschnittstemperatur einer Region abhängig - ihr Lebensraum sollte sich daher von der Mittelmeerregion bis max. nach Süddeutschland erstrecken. Jedoch wurden Sie auch bereits auf der Insel Jersey, rund 150 km vor Großbritannien, nachgewiesen. Sandmücken sind zwischen Mai und Oktober anzutreffen, die letzte Generation überwintert. Übertragung in den Abendstunden Sandmücken sind nachtaktiv zwischen Sonnenuntergang und Morgengrauen. In dieser Zeit registrieren Sie warme Hundekörper und lassen sich auf ruhenden Hunden nieder, um sie zu stechen. Ein kurzer Abendspaziergang in ständiger Bewegung wäre also möglich, ein längeres Ablegen des Hundes im Freien jedoch gefährlich. Ist ein Hund infiziert, beträgt die Inkubationszeit bis zum Ausbrechen der Krankheit im Normalfall zwischen 3 und 18 Monaten - in seltenen Fällen auch bis zu mehreren Jahren. Folgen der Leishmaniose im Hunde-Organismus Nicht jeder Hund, bei dem der Leishmanien-Test positiv ausfällt, muss auch tatsächlich Symptome zeigen - denn ein gesunder Organismus ist in der Lage, die Krankheit in Schach zu halten. Auch ist mittlerweile bei erkrankten Hunden eine medikamentöse Behandlung sowie eine Behandlung über eine durchdachte, hochwertige Ernährung möglich - welche langfristig ein nahezu symptomfreies Leben ermöglichen können. Häufigste Symptome der Leishmaniose Energiemangel, Müdigkeit Fellausfall, besonders im Bereich der Augen und Schnauze Schuppen an Augen und Ohren Entzündungen und Risse der Haut an Ohren, Nase, Augen und Beinen übermäßiges Wachstum und Entzündungen der Krallen periodisches Fieber geschwollene Lymphknoten Gewichtsverlust und Appetitmangel blasse Schleimhäute Durchfall Lahmheit lange und brüchige Krallen Schädigung von Leber, Niere und Darm, Augenerkrankungen   Behandlung der Leishmaniose Leishmanien können sich, vereinfacht gesagt, nur bei Vorhandensein von Purinen vermehren. Durch Medikamente, wie etwa das für die Behandlung von Leishmaniose bekannte Mittel Allopurinol, wird der Purin-Stoffwechsel der Leishmanien gestört, und die Purin-Aufnahme aus der Nahrung gehemmt. Somit fehlt den Leishmanien ein essentieller Stoff für ihre Vermehrung. Gleichzeitig hemmt das Medikament jedoch auch den Abbau von Purinen im Körper. Dadurch bildet sich vermehrt Harnsäure, die Harnwege des Hundes werden stark belastet, und Nieren- sowie Blasensteine können entstehen. Diese können im weiteren Verlauf zu schwerwiegenden Nieren- und Blasenerkrankungen führen. Ein weiteres Problem: Bei Hunden mit Leber- oder Niereninsuffizienz können bzw. sollten die Medikamente teilweise nicht eingesetzt werden. Eine ideale Behandlung beinhaltet insbesondere eine purinbewusste Ernährung mit hochwertigen, nährstoffreichen und gesunden Zutaten. Hierdurch lässt sich einerseits die Vermehrung der Leishmaniose-Erreger oftmals so weit reduzieren, und das Immunsystem so stärken, dass eine Medikamentengabe nur noch eingeschränkt oder möglicherweise überhaupt nicht mehr nötig ist - und andererseits die Belastung der Harnwege so minimieren, dass das Risiko von Spätfolgen erheblich sinkt. Daher sollten die unten genannten Tipps bereits zu einer erheblichen Verbesserung der Gesundheit führen.   Purine im Futter bei Dalmatinern, Bulldoggen und Hunden mit Leishmaniose Purine sind Teil jeder Zelle, sie kommen in den Zellkernen vor. Daher sind Lebensmittel, die viele Zellen enthalten (wie Haut und Organe, aber auch Körner und Samen), reich an Purinen. Gestörter Purinstoffwechsel Durch den Abbau von Purinen aus der Nahrung entsteht immer Harnsäure - bei gesunden Hunden ebenso wie bei Hunden mit Krankheiten oder genetischen Besonderheiten. Einige Hunderassen bilden jedoch die zum Abbau der Harnkristalle notwendigen Enzyme nicht. Im Normalfall würde die Harnsäure vom Organismus weiter aufgespalten und anschließend einfach über den Urin ausgeschieden. Durch die vererbte Enzymfehlfunktion entstehen jedoch vermehrt Harnsäurekristalle in den Harnwegen, die dort zu Harnsteinen oder langfristig auch zu einem kompletten Verschluss führen können. Puringehalt im Vergleich Puringehalt von in Fertigfutter meist verwendeten Innereien Sprotten: 330 mg/100g Milz: 250 mg/100g Leber: 231 mg/100g   Puringehalt unserer aktuellen Alpha Natural Menüs Menü Puringehalt (mg/100g) Alpha Natural - Bio-Rind Menü 20 Alpha Natural - Bio-Ente Menü 30 Alpha Natural - Naturwild-Hirsch Menü 22   Gesunde Ernährung für Hunde mit Purinunverträglichkeit Wo sind Purine enthalten? Purine sind hauptsächlich in Innereien, Geflügelhaut, Milchprodukten und bestimmten Fischsorten enthalten. Jedoch enthalten auch manche pflanzlichen Lebensmittel Purine: Purinreiche Lebensmittel Tierische Produkte mit erhöhtem Puringehalt Innereien und Geflügelhaut (200-300 mg/100g) Kalbsbries (600 mg/100g) Forelle, Sardinen, Hering, Sprotten und Thunfisch (80-190 mg/100g) Schalen- und Krustentiere Pflanzliche Produkte mit erhöhtem Puringehalt Hefe (280 mg/100g) Sojabohnen und Sojaprodukte wie Sojafleisch, Sojaisolat & Co. (90-150 mg/100g) Hülsenfrüchte, u.a. Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Erbsen, Lupine (60-90 mg/100g) Rosenkohl (25 mg/100g) Buchweizen und Weizenkleie (60 mg/100g) Trockenfrüchte Fruchtzucker kann den Harnsäurespiegel erhöhen Der Abbau von Fruktose (Fruchtzucker) in der Leber aktiviert ein Enzym, das Purine zu Harnsäure abbaut - und kann so den Harnsäurespiegel zusätzlich erhöhen. Daher sollten größere Mengen Früchte, insbesondere sehr süße Früchte, bei Problemen mit Harnsäure vermieden werden. Was ist purinarm? Als purinarm werden im Normalfall Lebensmittel bezeichnet, deren Puringehalt weniger als 100 mg pro 100g beträgt. Bei tierischen Lebensmittel fällt hierunter auch reines Muskelfleisch, das meist zwischen 50 und 90 mg Purine enthält. Pflanzliche Nahrung enthält kaum bis keine Purine - was daran liegt, dass Pflanzen normalerweise auch kaum Eiweiß enthalten. Der Puringehalt liegt zwischen 0 und 35 mg/100g. Einige wenige Gemüsesorten enthalten zwar Purine, jedoch weniger als 50 mg/100g - etwa Spinat oder Spargel (25-50 mg/100g). Purinarmes Muskelfleisch vs. purinreiche Innereien im Hundefutter Muskelfleisch ist von Haus aus verhältnismäßig purinarm - der Gehalt beträgt meist zwischen 50 und 90 mg/100g (Ausnahme: Pferdefleisch mit 116 mg/100g). Ganz anders sieht es bei den von vielen Futterherstellern verwendeten billigen (und oft auch mit Schwermetallen, Pestiziden, Antibiotika und anderen Stoffen belasteten) Innereien und Häuten aus: Sie sind extrem purinreich, der Gehalt an Purinen ist bis zu 5x so hoch wie in reinem Muskelfleisch. Zum Vergleich: Rinderleber: 231 mg/100g Rindfleisch: 49 mg/100g das entspricht einem Faktor von 4,7x Purinarme Fleischsorten und tierische Produkte Muskelfleisch, auch Herzmuskelfleisch, enthält generell erheblich weniger Purine als Innereien: Rindfleisch: 49-60 mg/100g Hähnchenbrust (ohne Haut): 55 mg/100g Hähnchenbrust (mit Haut): 73 mg/100g Kalbfleisch: 63 mg/100g Hirsch-/Rehfleisch: 60-65 mg/100g Lammfleisch: 76 mg/100g Rinderbeinscheibe: 50 mg/100g Putenfilet: 50 mg/100g Eier: 2-5 mg/100g Milchprodukte: 4-13 mg/100g Purinarmes Gemüse So gut wie alle Gemüsesorten (bis auf Rosenkohl, Erbsen, Spargel und Spinat) sind sehr purinarm. Sie enthalten zwischen 0 und 35 mg/100g. Daher sind sie besonders gut für eine purinarme Ernährung geeignet, und liefern dem Organismus gleichzeitig viele wichtige natürliche Vitamine und Mineralstoffe. Nachfolgend eine Liste purinarmer Gemüse- und Obstsorten zur Ergänzung von Hundefutter: Gemüse Puringehalt (mg/100g) Fenchel 0 Salatgurke 3 Chicoree 5 Kopfsalat 5 Radieschen 5 Tomaten 5 Karotten 7 Rote Rüben 8 Chinakohl 9 Weißkraut 9 Kohlrabi 10 Mais 10 Spargel 10 Zucchini 10 Kresse 12 Blaukraut 13 Sellerie (Knolle) 13 Wirsing, gegart 15 Bohnen, grün, gegart 16 Blumenkohl, gegart 21 Rosenkohl, gegart 25 Spinat, gegart 28 Schwarzwurzeln, gegart 29 Artischocken, gegart 33 Brokkoli, gegart 33   Obst Puringehalt (mg/100g) Rhabarber 2 Preiselbeeren 5 Apfel 6 Birnen 6 Brombeeren 6 Johannisbeeren 6 Stachelbeeren 6 Aprikosen 8 Himbeeren 8 Kiwi 8 Orangen 8 Pfirsich 8 Bananen 10 Erdbeeren 10 Heidelbeeren 10   Die Kurzzusammenfassung - Tipps für Hunde mit durch Purine verursachten Problemen Nur hochwertiges Eiweiß aus purinarmen Quellen - reines Muskelfleisch und pflanzliche Eiweißquellen Viel Gemüse - evtl. enthaltene Purine sind, bei gleichem Gehalt, besser verträglich als solche aus Fleisch Rein vegetarische Mahlzeiten zur Abwechslung Keine Zutaten, die große Mengen Purine enthalten (insbesondere Innereien, Haut und Sehnen) Keinerlei tierische Nebenprodukte oder undefinierbare Zutaten (die Bezeichung “Huhn” oder “Rind” auf einem Etikett bedeutet "irgendein Teil von diesem Tier" - und das sind aus Kostengründen fast immer insbesondere die o.g. purinreichen Innereien und Häute) Viel Trinkwasser, um die Harnwege gut zu spülen Viel Bewegung und regelmäßiger Auslauf, um die Verdauung anzukurbeln Verzicht auf den Organismus belastende Impfungen Verzicht auf synthetische Zusatzstoffe (künstliche Vitaminzusätze im Futter etc.) Verzicht auf Medikamente, welche die Organe belasten (Antibiotika, Cortison, etc.) Quellen Beiwen Wu, Janet M. Roseland, David B. Haytowitz, Pamela R. Pehrsson, Abby G. Ershow | Availability and quality of published data on the purine content of foods, alcoholic beverages, and dietary supplements | Journal of Food Composition and Analysis | Volume 84, 2019, 103281, ISSN 0889-1575, https://doi.org/10.1016/j.jfca.2019.103281 Westropp, J.L., Larsen, J.A., Johnson, E.G. et al. Evaluation of dogs with genetic hyperuricosuria and urate urolithiasis consuming a purine restricted diet: a pilot study. BMC Vet Res 13, 45 (2016). https://doi.org/10.1186/s12917-017-0958-y Gharbi M, Mhadhbi M, Rejeb A, Jaouadi K, Rouatbi M, Darghouth MA. Leishmaniosis (Leishmania infantum infection) in dogs. Rev Sci Tech. 2015 Aug;34(2):613-26. doi: 10.20506/rst.34.2.2384. PMID: 26601461. | https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26601461/ Rivara CM, Johnson CR, Lulich JP, Osborne CA, Murtaugh M. The effect of disease on the urinary purine metabolite concentrations in dogs. Vet Rec. 2013 Sep 7;173(9):219. doi: 10.1136/vr.101237. Epub 2013 Aug 2. PMID: 23913176. Kelly B, Pearce EL. Amino Assets: How Amino Acids Support Immunity. Cell Metab. 2020 Aug 4;32(2):154-175. doi: 10.1016/j.cmet.2020.06.010. Epub 2020 Jul 9. PMID: 32649859. | https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32649859/ https://www.nal.usda.gov/sites/www.nal.usda.gov/files/ars_purine_content_of_foods.pdf https://www.purine-direkt.de
Nierenerkrankungen und Nierendiät beim Hund

Nierenerkrankungen und Nierendiät beim Hund

17 Mär 2017
Nierenerkrankungen zählen, neben Bauchspeicheldrüsen- und Lebererkrankungen, zu den häufigsten Krankheitsbildern bei Hunden, gerade im höheren Alter. Die Regenerationsfähigkeit der Organe lässt nach, jahrelange Belastungen durch Umwelt, Ernährung und auch genetische Faktoren kommen zum Vorschein und greifen die Organe an - auch weil oft das Immunsystem geschwächt ist und sich dadurch Entzündungen leichter ausbreiten können. Aufbau und Aufgaben der Niere Hunde besitzen, wie auch der Mensch, zwei Nieren. Diese bestehen aus tausenden kleinen Einheiten, den Nephronen. Ausscheidung von Schlackenstoffen Aufgabe der Nephronen ist das Filtern des Primärharns aus dem Blut und dessen Umwandlung in hoch konzentrierten Sekundärharn, über den anschließend insbesondere Schlacken- und Giftstoffe als Urin ausgeschieden werden. Blut- und Knochenstoffwechsel Darüber hinaus ist die Niere über die Ausschüttung von Hormonen insbesondere auch an der Blutdruck-Regulation, der Bildung roter Blutkörperchen sowie am Knochenstoffwechsel beteiligt. Säure-Basen-Gleichgewicht Auch die Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichts gehört zu den Aufgaben der Niere - wodurch sie bei der Reduzierung von Entzündungsvorgängen eine hohe Rolle spielt. Der Grund: Kommt es im Körper zu Entzündungen, so breiten sich diese gerade in einem sauren Milieu besonders stark aus. Ist also die Regulationsfunktion der Niere geschwächt, und werden zusätzlich über die Nahrung zu viele säurebildende Stoffe aufgenommen, so können Säuren nicht mehr ausreichend neutralisiert werden. Eine vermehrte Entzündungsanfälligkeit bis hin zu chronischen Entzündungen kann die Folge sein. Was und wie häufig sind Nierenerkrankungen beim Hund? Bei Nierenerkrankungen werden Nephrone geschädigt, zerstört oder funktionsunfähig. Diese Funktionsstörung der Nephrone führt dazu, dass der Filtrationsvorgang nicht mehr ungestört ablaufen kann. Somit verbleiben auch Stoffe im Körper, die eigentlich ausgeschieden werden sollten. Die Nieren gesunder Tiere besitzen hohe Reserven, so dass eine teilweise Einschränkung der Filterfunktion leicht kompensiert werden kann. Bereits ab dem 5. Lebensjahr liegen bei mehr als 1/5 aller Hunde Funktionsstörungen der Niere vor. Leider werden diese meist erst auffällig, wenn bereits mehr als 50% der Nierenfunktion eingeschränkt ist. Würden sie schneller entdeckt, bestünde eine sehr gute Chance, die Schäden zu revidieren oder den Verlauf der Erkrankung erheblich zu verlangsamen. Daher sollte spätestens ab dem 5. Lebensjahr auf mögliche Symptome von Nierenerkrankungen geachtet und ggf. eine Vorsorgeuntersuchung durchgeführt werden. Arten von Nierenerkrankungen Ist zu wenig Primärharnfluss vorhanden, spricht man von Niereninsuffizienz. Besteht in beiden Nieren eine schwere Niereninsuffizienz, spricht man von Nierenversagen. Einflussfaktoren auf Nierenerkrankungen beim Hund Alter Je älter das Tier, desto eher können Nierenfunktionsstörungen auftreten - insbesondere ab dem 10. Lebensjahr steigt die Wahrscheinlichkeit dafür. Daher kann es wichtig sein, im Alter stärker auf Dinge wie ausreichendes Trinken und eine angepasste Nahrungszusammensetzung zu achten. Auch bestimmte Kräuter können sehr gut unterstützend auf die Nieren wirken. Ernährung Bei Nierenerkrankungen ist einerseits der Abbau bestimmter Stoffe (wie etwa Phosphor), und andererseits die Aufnahme anderer Nährstoffe (wie Kalium) gestört - weshalb es zu einem Mangel an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen kommen kann. Dies kann jedoch durch das Beachten einiger Tipps zur Ernährung bei Nierenerkrankungen im Normalfall gut kompensiert werden. Rasse Bestimmte Rassen sind offenbar anfälliger für Nierenerkrankungen als andere, etwa Beagle, Llasa Apsos, Samoyeden, Rottweiler, Dobermännern, Berner-­Sennenhunde, Cocker-Spaniel, Terrier, Chow-Chow oder Golden Retriever. Umwelt Über die Umgebung können Chemikalien aufgenommen werden, die anschließend durch die Nieren gefiltert werden müssen und dort zu Schäden führen können. Hierzu gehören etwa Desinfektionsmittel und Phenole, die unter anderem von neuen Elektro- oder Haushaltsgeräten abgesondert werden können. Ursachen von Nierenerkrankungen Neben den oben genannten Einflussfaktoren sind auch direkte Ursachen von Nierenerkrankungen zu beachten. Hierzu zählen Infektionen, Zuckerkrankheit, Verletzungen oder eine durch einen Unfall verursachte vorübergehend schlechte Durchblutung der Nieren, Probleme in Nachbarorganen bzw. den ableitenden Harnwegen (wie Blase und Harnleiter, wenn diese etwa zu einem Rückstau in die Nieren führen), oder Tumore. Symptome bei Nierenerkrankungen Eines der wohl am einfachsten zu erkennenden Anzeichen ist vermehrtes Trinken. Dementsprechend wird auch die Urinproduktion erhöht sein, was beim Spazierengehen auffallen sollte. Tritt dies plötzlich gehäuft auf, sollte man auf jeden Fall den Tierarzt konsultieren. Auch Bauchspeicheldrüsenerkrankungen gehen mit vermehrtem Trinken einher. Wenn hierdurch nicht mehr ausreichend Insulin produziert werden kann, führt der zu niedrige Insulinspiegel langfristig zu Nierenschäden. Somit ist auch hier essentiell, auf die erhöhte Wasseraufnahme und die damit verbundene erhöhte Urinausscheidung zu achten und diese untersuchen zu lassen. Viel trinken ist wichtig! Hierzu sei noch gesagt, dass vermehrtes Trinken bei Nierenerkrankungen absolut richtig und wichtig ist! Nehmen Sie Ihrem Hund also nicht den Trinknapf weg, damit er weniger trinkt oder weniger oft raus muss. Um das Voranschreiten der Erkrankung hinaus zu zögern oder zu verhindern, ist es essentiell, dass die Nieren stets gut gespült werden. Es muss also nicht nur auf eine hohe Wasserzufuhr, sondern auch auf häufigere, zumindest kurze, Spaziergänge zum Wasserlassen geachtet werden. Weitere Symptome Unlust beim Fressen, ggf. mit Gewichtsverlust Energiemangel, Lustlosigkeit, Schwäche Mundgeruch Entzündungen im Mund- und Rachenraum Entzündungen der Magenschleimhaut Immer wieder auftretender Durchfall und/oder Erbrechen Stumpfes Fell Maßnahmen und Behandlung von Nierenerkrankungen Viel reines Wasser trinken Alle Nierenerkrankungen haben eine wichtige Maßnahme gemein: Viel trinken. Ziel ist es, die geschädigten Nieren ständig so gut wie möglich mit viel Wasser zu reinigen und sie dadurch bei ihrer Filtertätigkeit zu entlasten. Gleichzeitig muss natürlich unbedingt darauf geachtet werden, dem Tier auch ständig das Urinlassen zu ermöglichen - denn wir wollen natürlich nicht, dass die bereits stark geforderten Nieren auch noch dadurch belastet werden, dass sie ständig über lange Zeiten den Urin halten müssen, den sie gerne sofort ausscheiden würden. Trinkwasserqualität und Filter Wenn man sich darüber hinaus näher mit dem Thema Trinkwasser beschäftigen möchte, seien noch die Stichwörter Wasserqualität und Filterung genannt. Reines Wasser aus der Flasche Untersuchungen belegen, dass durch besonders mineralarmes Wasser die Flüssigkeitsausscheidung des Organismus erhöht und erheblich mehr Schadstoffe ausschwemmt werden können. Ich selbst kaufe seit Jahren nur besonders reines, rückstandsfreies Wasser. Die Maßzahl dafür nennt sich Trockenrückstand - die Menge an anorganischen Mineralstoffen, die zurückbleiben, wenn Wasser bei 180 °C verdampft wird. Solches Wasser wird etwa von der Firma Plose angeboten - oder man kann es selbst zuhause herstellen. Hierzu kommt jedoch keiner der “normalen”, haushaltsüblichen Wasserfilter in Frage, die lediglich Kalk und ähnliches filtern können und außerdem meist eine wahre Brutstätte für Keime sind. Wasser aus dem Osmose-Umkehr-Filter Stattdessen sind wirklich hochwertige Filter wie etwa Osmose-Umkehr-Filter nötig. Diese stellen wirklich reines, mineralarmes Wasser her, welches für alle Menschen und Tiere im Haushalt, zum trinken, kochen und mehr verwendet werden kann. Ich habe selbst für uns einen solchen Filter angeschafft, und sowohl unsere Jungs als auch wir selbst lieben dieses Wassers! Denn es schmeckt nicht nur gut, sondern kann durch seine Reinheit auch wieder seine ursprünglichen Aufgabe, nämlich der Aufnahme und dem Abtransport von Schlackenstoffen & Co. aus dem Körper, perfekt erfüllen. Infektionen bekämpfen Ist die Ursache eine Infektion, so wird zuerst natürlich diese behandelt werden. Außerdem sollte immer auch das Immunsystem gestärkt werden - sei es über die Ernährung, eine Darmsanierung (man geht davon aus, dass der Darm mehr als 70% des Immunsystems bildet), Kräuter, eine homöopathische Behandlung oder weitere pflanzliche Mittel, welche anregend auf das Immunsystem wirken. Auch die Fütterung enzymhaltiger Lebensmitteln oder die Gabe von Enzymen (wie Wobenzym oder Innovazym Pur) kann sinnvoll sein, da Enzyme für den Abbau von Entzündungen zuständig sind und damit Heilprozesse beschleunigen. Ernährung von Hunden bei Nierenerkrankungen Reduzierter Phosphorgehalt Da bei Nierenerkrankungen die Phosphorausscheidung gestört ist, ist eine Fütterung mit reduziertem Phosphorgehalt sinnvoll. Vermieden werden sollten deshalb insbesondere: Knochen, Knochenmehle, Innereien, Hefe oder Molke. Nur hochwertiges Eiweiß Früher wurde oft dazu geraten, den Eiweißgehalt im Futter zu reduzieren - also u. a. weniger Fleisch zu füttern. Dies ist jedoch nicht sinnvoll, da a) diese Reduktion, gerade bei Diätfuttermitteln, meist mit einer Erhöhung an Kohlenhydraten einher geht (was wiederum den Insulinspiegel erhöht und darüber die Nieren belastet) und vor allem b) der Organismus unbedingt hochwertiges Eiweiß benötigt. Hochwertiges Eiweiß ist absolut essentiell, um gesundes Gewebe aufzubauen und zu erhalten - für die Bildung neuer Zellen, die Funktion der Organe (also auch der Niere) und ein intaktes und starkes Immunsystem. Würde man den Anteil an hochwertigem Eiweiß reduzieren, würde damit auch die Zellneubildung nachlassen bzw. möglicherweise sogar Gewebe abgebaut, sowie das Immunsystem geschwächt - beides kontraproduktiv bei Erkrankungen, egal welcher Art. Die Herangehensweise sollte daher eine andere sein: Ist das in der Nahrung enthaltene Eiweiß hochwertig und sehr gut verdaulich (wie es etwa bei reinem Muskelfleisch oder Eiklar der Fall ist), und achtet man zusätzlich auf einen niedrigen Phosphorgehalt, so sollte Fleisch gerade nicht reduziert, sondern im Gegenteil darauf geachtet werden, dass es in ausreichendem Maße im Futter vorhanden ist. So werden genügend hochwertige Aminosäuren für Zellneubildung und -erhalt geliefert. Zutaten reich an Kalium, B-Vitaminen und Spurenelementen Durch eine eingeschränkte Nierenfunktion wird oft auch die Aufnahme von B-Vitaminen, Kalium und einiger Spurenelemente reduziert. Daher kann und sollte man den Organismus unterstützen, indem immer wieder Futter-Zutaten verwendet werden, die reich an diesen Nährstoffen sind. Dies ist unter anderem der Fall bei: Erhöhter Kaliumgehalt grüne Blattgemüse, vor allem Grünkohl (eines der nährstoffreichsten Gemüse überhaupt) und Brokkoli getrocknetes Wurzelgemüse wie Petersilienblätter, Sellerieblätter, Rote Beete Blätter Gerstengrassaft bzw. Pulver aus Gerstengrassaft Dill Meeresalgen getrocknete Brennessel Fenchelsamen Heilerde Banane Erhöhter Gehalt an B-Vitaminen Spirulina (Achtung wegen Schwermetallen bei Produkten aus China) Leber (nur selten, wegen des höheren Puringehalts, und immer nur Bio Alternativ: Ab und zu Dorschleber (von unbelasteten Fischen) Wurzelgemüse Dill Intervallfasten für Hunde mit Nierenerkrankungen Ein besonders einfaches und extrem wirksames Mittel, um dem Organismus und damit auch den Nieren täglich viel Zeit zur Erholung zu geben, ist das Intervallfasten, oft auch Intermittierendes Fasten genannt. Gerade für Hunde ist es ideal geeignet, da Hunde eigentlich nicht mehr als 1x täglich gefüttert werden müssen. Wir sind es nur oftmals gewohnt, unsere Hunde als Welpen 3-5x täglich zu füttern und dies dann später auf 2-3x täglich zu reduzieren. In der Natur jedoch haben Wölfe oft den ganzen Tag oder sogar mehrere Tage nichts zu fressen - bis das nächste Beutetier erlegt wurde. Da ich (Stand Sommer 2021) selbst seit nunmehr über 5 Jahren an fünf bis sechs Tagen die Woche mindestens 18 Stunden faste, und bemerkt habe, wie gut mir dies tut, wie sehr es zum Körperfettabbau beiträgt und wie viel Energie mein Körper trotzdem hat, habe ich auch meine Hunde vor 1,5 Jahren ebenfalls auf eine Mahlzeit pro Tag umgestellt. Zur Prävention und Behandlung von Entzündungen jeglicher Art, an Organen wie auch an Gelenken, Vorbeugung von Krebs und vielen weiteren Krankheiten ist das Intervallfasten in jedem Fall eines der besten und einfachsten Mittel - bei wirklicher Erkrankung dann auch kombiniert mit einem 48-stündigem Langzeitfasten alle paar Wochen. Kräuter bei Nierenerkrankungen Auch bestimmte Kräuter können unterstützend auf die Leber wirken. Hierzu ist es sicherlich sinnvoll bzw. auf jeden Fall angeraten, einen erfahrenen Tierheilpraktiker oder Tierernährungsspezialisten zu konsultieren. Kräuter zur Unterstützung bei Nierenkrankheiten Mariendistel - Unterstützung der Leber- und Nierenfunktion, entgiftend, regenerativ, antioxidativ Löwenzahn - Entgiftet die Nieren und fördert die Ausscheidungsfunktion von Niere und Leber Brennnessel - regt den Stoffwechsel an, enthält viel Kalium, Eisen, Calcium und Vitamine) Artischocke - unterstützt die Leberfunktion Propolis - entgiftet (ohne Alkohol und nicht erhitzen) Tragantwurzel - stärkt Nierenkreislauf und Immunsystem Vorsorge gegen Erkrankungen der Niere Gegen Nierenerkrankungen kann man vorsorgen - indem man für die Nieren belastende Faktoren, wie einen hohen Blutzuckerspiegel oder hohen Blutdruck, schon frühzeitig im Blick hat und reduziert. Senkung des Blutzuckerspiegels und der Insulinausschüttung Durch gesunde Ernährung mit wenig Kohlenhydraten, Vermeidung von Trockenfutter mit hohem Anteil am Getreide, Mais, Kartoffeln oder sonstigen Kohlenhydraten, und Ausschluss gezuckerter Leckerlies bleibt der Blutzuckerspiegel über den Tag ausgeglichener, ohne dass es zu Spitzen und damit erhöhter Insulinausschüttung kommt. Senkung des Blutdrucks Durch regelmäßige und ausführliche Bewegung, viel spielen und spazieren gehen wird das Herz-Kreislauf-System gestärkt und der Blutdruck niedrig gehalten. Auch sollten gesalzene Speisen (wie sowieso bei Hunden wichtig) absolut gemieden werden, da Salz das Blut dicker macht und dadurch indirekt der Blutdruck erhöht wird - sowie viel Wasser getrunken werden, was das Blut verdünnt und damit den Blutdruck senkt. Fazit zu Nierenerkrankungen und Ernährung beim Hund Niemand muss Angst vor Nierenerkrankungen haben - und sich schon gar nicht auf sogenannte "Nierendiäten" vieler industrieller Hersteller einlassen, die meist aus minderwertigen Zutaten bestehen. Über eine gesunde Ernährung und frühzeitiges Erkennen kann der Hund gut mit dieser Erkrankung leben. Ich wünsche allen Hunden und ihren Frauchen und Herrchen alles Liebe und hoffe, mit diesem Artikel den ein oder anderen guten Impuls geben zu können. Über Kommentare und Feedback freu ich mich sehr.
Ausschlussdiät bei Futterallergie

Ausschlussdiät bei Futterallergie

24 Dez 2016
Ausschlussdiäten sind bei Futter-Unverträglichkeiten bzw. Futterallergien ideal, um herauszufinden, welcher Nahrungsbestandteil vom Hund nicht vertragen wird. Rahmenbedingungen für Ausschlussdiäten beim Hund Nur eine Fleischsorte & nur eine Kohlenhydratquelle auf einmal testen 5-10 Wochen Zeit nehmen für sinnvolle Erkenntnisse Durchführung der Ausschlussdiät beim Hund 1 Woche lang nur gekochte Kartoffeln (falls auch diese nicht vertragen werden, ggf. Süßkartoffeln ausprobieren) Dann peu à peu immer etwas mehr Fleisch hinzugeben - bis nach einer weiteren Woche ein Verhältnis von etwa 50:50 erreicht ist In den folgenden Wochen bei Zugabe neuer Gemüse- oder Obstsorten gilt: Immer darauf achten, dass sie gut vertragen werden. Daher immer nur eine neue Sorte auf einmal verwenden und für ein paar Tage bis eine Woche dabei bleiben. Erst dann etwas neues dazu geben. In der 3. Woche langsam ein Gemüse, z. B. Karotten (wir pürieren sie zusammen mit etwas kochendem Wasser, um die etwas schwer verdaulichen Fasern aufzuweichen), und etwas Leinöl zugeben Natürlich alternativ auch andere Gemüse versuchen: Fenchel, Zucchini, Broccoli, Bohnen, etc. Vieles davon ist sogar als tiefgekühlte Bio-Ware beim Discounter erhältlich - und hat dadurch viel mehr Vitamine, weil es erst reif geerntet und dann sofort eingefroren wurde. Etwas Obst mit einbauen: Geriebener Apfel, zerdrückte Banane, Birne, etc. Insgesamt gilt: Den Fleischanteil bei 50-70% einpendeln lassen, Kartoffeln (oder andere KH) bei 0-10% und Gemüse und Obst bei 30-50