Hundewissen

Gesunde Ernährung, typische Erkrankungen und Fragen aus dem Alltag: In der Rubrik „Hundewissen“ bündeln wir fundiertes Experten-Know-how, wichtige Hintergrundinformationen und wertvolle Tipps – verlässlich, verständlich und zu 100 % im Hundealltag erprobt.

Niereninsuffizienz beim Hund: Die richtige Ernährung & Diät

Niereninsuffizienz beim Hund: Die richtige Ernährung & Diät

29 Apr 2026
Nierenerkrankungen zählen zu den häufigeren chronischen Gesundheitsproblemen bei Hunden – insbesondere im fortgeschrittenen Alter. Die Nieren übernehmen im Organismus eine zentrale Rolle: Sie regulieren den Wasser- und Elektrolythaushalt, filtern Abfallstoffe aus dem Blut und sind wesentlich an der Produktion von Hormonen (beispielsweise zur Blutbildung) beteiligt. Kommt es zu einer Einschränkung der Nierenfunktion, kann dies schwerwiegende Folgen für die gesamte Gesundheit des Tieres haben. Nicht selten verlaufen solche Erkrankungen lange unbemerkt, da erste Symptome wie vermehrtes Trinken, Gewichtsverlust oder Mattigkeit oft unspezifisch erscheinen. Gerade deswegen ist eine gezielte Ernährung bei diagnostizierter Niereninsuffizienz ein entscheidender Bestandteil der Behandlung – sie kann das Fortschreiten der Erkrankung signifikant verlangsamen und die Lebensqualität deutlich verbessern. Dabei ist nicht nur die Auswahl der richtigen Nährstoffe relevant, sondern auch deren Zusammensetzung und Menge. Die Reduktion bestimmter Bestandteile wie Phosphor bei gleichzeitiger hochwertiger Versorgung mit Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren ist essenziell. Auch sekundäre Pflanzenstoffe und natürliche Ergänzungen können eine unterstützende Rolle spielen. Ein fundiertes Verständnis der Nierenfunktion, typischer Krankheitsbilder und der Rolle der Ernährung hilft Hundehaltern dabei, bewusste Entscheidungen für die Gesundheit ihrer Tiere zu treffen. Der folgende Beitrag gibt einen umfassenden Überblick über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Nierenerkrankungen beim Hund – mit einem besonderen Fokus auf die richtige Ernährung. Dabei wird auch auf die Unterschiede zwischen akuten und chronischen Verlaufsformen eingegangen und erklärt, welche Rolle pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel dabei spielen können. Die Bedeutung einer frühzeitigen Diagnose sowie die Notwendigkeit regelmäßiger tierärztlicher Kontrollen werden ebenso beleuchtet wie der fatale Einfluss industrieller Futtermittel auf die Nierengesundheit. Verlinkte Beiträge, etwa zur ganzheitlichen Ernährung bei chronischen Erkrankungen, bieten zusätzliche vertiefende Informationen. Nierenerkrankungen und die richtige Diät für Hunde 1. Der Unterschied zwischen akuter und chronischer Nierenerkrankung Akute und chronische Nierenerkrankungen unterscheiden sich in Verlauf, Ursache und Therapieansatz deutlich. Akutes Nierenversagen (AKI) – Verlauf und Symptome Bei der akuten Form liegt meist eine plötzliche und reversible Beeinträchtigung der Nierenfunktion vor – häufig verursacht durch Vergiftungen (z. B. Weintrauben, Frostschutzmittel), Dehydratation, Infektionen oder Medikamente. Wird die Ursache rechtzeitig erkannt und beseitigt, bestehen gute Heilungschancen. Die Symptome treten meist rasch auf und sind oft dramatisch: Apathie, starkes Erbrechen, Fieber und das vollständige Aussetzen der Harnproduktion können Hinweise auf ein akutes Nierenversagen sein. Es handelt sich hierbei um einen absoluten tierärztlichen Notfall. Chronische Nierenerkrankung (CNE) – Verlauf und Therapie Im Gegensatz dazu entwickelt sich eine chronische Nierenerkrankung (CNE) schleichend über Monate oder Jahre. Die Symptome sind weniger offensichtlich, was eine rechtzeitige Erkennung erschwert. Ursache ist oft eine vorangegangene akute Schädigung, die nicht vollständig ausgeheilt ist, oder altersbedingter Funktionsverlust von Nierengewebe (Nephronen). Die chronische Form ist nicht heilbar, lässt sich aber durch geeignete Maßnahmen massiv verlangsamen. Dazu zählen eine strikt angepasste Ernährung, regelmäßige Kontrollen und unterstützende Nahrungsergänzungen. Prävention und Screening im Alter In vielen Fällen wird eine chronische Nierenerkrankung erst im mittleren bis fortgeschrittenen Stadium erkannt, wenn bereits 70 Prozent des Nierengewebes zerstört sind. Daher ist es sinnvoll, bei Hunden ab dem mittleren Alter präventive Maßnahmen zu erwägen – besonders wenn weitere chronische Belastungen vorliegen, wie Krebs oder Autoimmunerkrankungen, die die Entgiftungsorgane stark fordern. Für die Langzeitversorgung chronisch erkrankter Hunde ist eine engmaschige tierärztliche Betreuung und die Zusammenarbeit mit einer auf Ernährung spezialisierten Fachkraft von größter Bedeutung. 2. Ursachen und Risikofaktoren für Nierenerkrankungen Infektionen, Genetik und Toxine Nierenerkrankungen können durch eine Vielzahl an Ursachen ausgelöst werden. Zu den häufigsten zählen Infektionen, genetische Dispositionen (die bei bestimmten Rassen gehäuft auftreten), Autoimmunerkrankungen, degenerative Veränderungen im Alter oder toxische Substanzen. Auch bakterielle Erkrankungen wie Leptospirose oder die Einnahme bestimmter Medikamente, etwa nichtsteroidale Entzündungshemmer (Schmerzmittel), können die Nierenfunktion dauerhaft schädigen. In vielen Fällen liegt der Auslöser jedoch im Dunkeln oder ist multifaktoriell. Umwelt- und Lebensstilfaktoren Neben genetischen Faktoren spielen Umweltbedingungen eine gravierende Rolle. Eine chronisch unzureichende Trinkwasseraufnahme (oft bedingt durch reine Trockenfütterung), ständige Dehydrierung bei heißen Temperaturen oder ein dauerhaft zu hoher Anteil an minderwertigem Protein im Futter stellen extreme Belastungen für die Nieren dar. Übergewicht und Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus oder hormonelle Dysbalancen erhöhen das Risiko zusätzlich. Besonders ältere Hunde neigen dazu, Nierenprobleme zu entwickeln. Einfluss von Futtermitteln auf die Nierengesundheit Auch hormonelle Störungen durch schadstoffbelastetes Futter können eine oft unterschätzte Ursache für Nierenerkrankungen darstellen. Viele konventionelle Futtersorten enthalten Konservierungsmittel, künstliche Aromen oder minderwertige tierische Nebenprodukte, die im Organismus abgebaut werden müssen und langfristig eine toxische Wirkung entfalten können. Eine bewusste Auswahl hochwertiger, biologischer Futtermittel bildet daher die wichtigste Grundlage zur Vorbeugung. Eine Kombination aus gesunder Ernährung, Bewegung und regelmäßiger Kontrolle hilft, das Risiko für eine Nierenerkrankung deutlich zu minimieren. 3. Symptome und Diagnose: Auf diese Warnzeichen ist zu achten Frühe Symptome erkennen Die Symptome einer Nierenerkrankung sind zu Beginn häufig unspezifisch. Auffällig wird oft ein verändertes Trinkverhalten – in der Regel trinken und urinieren die Tiere deutlich mehr (Polydipsie/Polyurie), da die Nieren die Fähigkeit verlieren, den Urin zu konzentrieren. Hinzu kommen Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, Gewichtsverlust oder eine allgemeine Abgeschlagenheit. Im weiteren, fortgeschrittenen Verlauf (Urämie) kann es zu einem unangenehmen Geruch aus dem Maul (Urin- oder Ammoniakgeruch), blassem Zahnfleisch, Entzündungen der Magenschleimhaut oder schwerer Dehydrierung kommen. Moderne Diagnostik Die Diagnose erfolgt durch Blutuntersuchungen, bei denen die Konzentration von Kreatinin und Harnstoff gemessen wird. Auch SDMA (Symmetrisches Dimethylarginin), ein empfindlicher Marker für die Frühdiagnose von Nierenschäden, wird mittlerweile routinemäßig eingesetzt und schlägt bereits an, wenn "erst" 25 bis 40 % der Nierenfunktion beeinträchtigt sind. Ergänzt wird die Diagnostik durch Urinanalysen zur Überprüfung der Konzentrationsfähigkeit (Spezifisches Gewicht) sowie der Ausscheidung von Eiweiß, Bakterien oder Kristallen. Bei Verdacht auf strukturelle Veränderungen liefern Ultraschall oder Röntgen weiterführende Informationen. Bedeutung der frühzeitigen Diagnose Je eher die Therapie beginnt, desto besser lassen sich die verbliebenen Funktionen erhalten. Einmal abgestorbenes Nierengewebe regeneriert sich nicht. In einigen Fällen ist eine Nierenerkrankung auch Begleiterscheinung anderer degenerativer Prozesse, etwa kognitiver Dysfunktionen (Hundedemenz) bei älteren Hunden. Eine differenzierte tierärztliche Abklärung ist deshalb unerlässlich, um die genaue Ursache zu bestimmen. 4. Ernährung als Schlüssel zur Unterstützung der Nierenfunktion Eine gezielte Ernährung ist keine bloße Begleitmaßnahme, sondern das wirksamste Instrument, um den Verlauf einer Nierenerkrankung entscheidend zu beeinflussen und die Lebenserwartung nachweislich zu verlängern (vgl. Elliott et al., Journal of the American Veterinary Medical Association, 2000). Die Lebensversicherung: Phosphorreduktion Besonders wichtig ist die strikte Reduktion von Phosphor. Kranke Nieren können überschüssigen Phosphor nicht mehr ausscheiden. Der Phosphorspiegel im Blut steigt, was wiederum dem Körper Kalzium entzieht und zu einer gefährlichen Verkalkung von Organen (sekundärer Hyperparathyreoidismus) führt. Die Begrenzung des Phosphorgehalts im Futter ist die wissenschaftlich am besten belegte Maßnahme, um das Fortschreiten der Krankheit zu bremsen. Hochwertiges Protein statt reinem Proteinverzicht Die oft pauschale Empfehlung, den Eiweißgehalt drastisch zu senken, gilt heute als veraltet. Vielmehr muss das Eiweiß in moderater Menge, aber in höchster biologischer Wertigkeit (z.B. reines Bio-Muskelfleisch, Ei) gefüttert werden. Minderwertige Proteine (wie Knorpel, Federmehl oder schwer verdauliches Bindegewebe) produzieren beim Abbau viel Harnstoff, der die Nieren belastet. Hochwertiges Protein wird hingegen nahezu vollständig für den Zellerhalt genutzt, wodurch kaum harnpflichtige Abfallstoffe entstehen. Fett darf in der Ernährung ruhig etwas höher ausfallen, da es zur Energiegewinnung beiträgt, ohne die Nieren zu belasten. Ein oft übersehener Mechanismus: Die Darm-Nieren-Achse Ein innovativer Ansatz der Nierendiätistik ist das sogenannte "Nitrogen Trapping" über den Darm. Durch die Zugabe von hochwertigen Präbiotika (fermentierbaren Faserstoffen wie Akazienfaser) vermehren sich nützliche Darmbakterien. Diese Bakterien nutzen Harnstoff, der aus dem Blut in den Darm diffundiert, als Nahrungsquelle. Der Harnstoff wird somit über den Kot ausgeschieden und entlastet die Nieren massiv. Naturbasierte Diättherapie bei Begleiterkrankungen Auch bei anderen Stoffwechselproblemen, wie Gallenproblemen oder Leberfunktionsstörungen, hat sich eine naturbasierte, hochverdauliche Diättherapie bewährt. Eine individuell angepasste Ernährung bildet das Fundament jeder erfolgreichen Behandlung. 5. Geeignete Futtermittel und natürliche Ergänzungen Auswahl von Diätfuttermitteln Bei der Auswahl geeigneter Futtermittel für Hunde mit Nierenerkrankungen muss kompromisslos auf die Qualität und Zusammensetzung der Zutaten geachtet werden. Spezialisierte Rationen enthalten meist einen angepassten Gehalt an Eiweiß und Phosphor, liefern jedoch ausreichend Energie über hochwertige Fette und sind mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert. Der Verzicht auf künstliche Zusatzstoffe und minderwertige tierische Nebenprodukte ist essenziell, um die Filterorgane nicht mit Toxinen zu fluten. Pflanzliche Inhaltsstoffe und Omega-3 Ergänzend können natürliche Präparate die Nierenfunktion stark unterstützen. Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA aus Algen- oder Fischöl) sind von zentraler Bedeutung, da sie entzündungshemmend wirken und den schädlichen Bluthochdruck innerhalb der feinen Nierengefäße (glomeruläre Hypertonie) senken. Antioxidantien wie Vitamin E oder C tragen zum Schutz der Zellen bei. Zudem fördern pflanzliche Inhaltsstoffe wie Brennnessel, Birkenblätter, Löwenzahn oder Goldrute die Durchspülung der Harnwege, wirken entzündungshemmend und können Wassereinlagerungen vorbeugen. Kombination aus Futter und Ergänzungen Die Kombination aus schonender Fütterung und gezielter Phytotherapie kann auch bei anderen Krankheitsbildern entscheidend sein, etwa zur Ergänzung der Behandlung bei Leishmaniose, die sehr häufig mit einer schweren Nierenbeteiligung (Nephritis) einhergeht. Wichtig bleibt stets die regelmäßige tierärztliche Kontrolle der Blutwerte, um den Phosphorgehalt und die Proteinversorgung optimal auszubalancieren. 6. Ungesunde Futterbestandteile und ihre Folgen für die Nieren Schadstoffe und minderwertige Inhaltsstoffe Ein großer Risikofaktor für die Entstehung oder rasante Verschlimmerung von Nierenerkrankungen liegt in der regelmäßigen Fütterung minderwertiger Inhaltsstoffe. Viele handelsübliche Futtersorten enthalten Konservierungsmittel, künstliche Farbstoffe, Zucker oder chemische Aromastoffe. Besonders kritisch sind zudem sogenannte Schlachtabfälle oder tierische Nebenerzeugnisse unklarer Herkunft. Diese Stoffe können durch ihre Belastung mit Rückständen (z. B. Schwermetalle, Pestizide) die Nieren langfristig vergiften. Risiken durch Übermaß an Phosphor in konventionellem Futter Der Zusammenhang zwischen schlechten Futterzutaten und Nierenschäden ist mittlerweile gut belegt. Zu viel Protein aus minderwertigen Quellen (wie Federmehl oder zähen Sehnen) zwingt die Nieren zu ständiger Höchstleistung beim Filtern von Stickstoffabfällen. Gleiches gilt für extrem hohe Mengen an Phosphat, die häufig in Trockenfutter enthalten sind, da oft Knochenmehle als günstige Kalziumquelle beigemischt werden. Bewusste Futterauswahl zur Vorbeugung In diesem Zusammenhang lohnt ein Blick auf den Beitrag über ungesunde Hundefutter-Zutaten, der verdeutlicht, welche Bestandteile im Napf zwingend vermieden werden sollten. Die Gesundheit des Hundes kann durch den Umstieg auf naturbelassene, chemiefreie Alternativen entscheidend geschützt werden – insbesondere bei bestehender Nierenschwäche. 7. Prävention und ganzheitliche Betreuung bei Nierenproblemen Flüssigkeit ist Leben: Das Problem mit Trockenfutter Vorbeugung ist bei Nierenerkrankungen besonders wichtig, da zerstörte Nephrone unwiederbringlich verloren sind. Eine ausreichende Wasserzufuhr ist hierbei das oberste Gebot. Hunde, die primär mit Trockenfutter ernährt werden, befinden sich oft in einem Zustand leichter, chronischer Dehydrierung, was die Nieren zwingt, den Urin stark zu konzentrieren. Die Fütterung von hochwertigem Nassfutter oder das großzügige Einweichen der Rationen mit Wasser oder salzfreier Brühe entlastet die Nieren immens. Bedeutung regelmäßiger Gesundheitschecks Zusätzlich helfen regelmäßige Gesundheitschecks dabei, erste Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Gerade bei älteren Tieren empfiehlt sich ein jährliches Screening der Nierenwerte (inklusive SDMA). Bei bekannten Grunderkrankungen – etwa Übergewicht oder hormonellen Störungen – ist die engmaschige Beobachtung von größter Bedeutung. Auch Stress und ständige Unruhe wirken sich negativ auf alle Organfunktionen aus und sollten minimiert werden. Fazit: Ein ganzheitlicher Ansatz Ein ganzheitlicher Ansatz, der artgerechte Ernährung, ausreichend Hydration, Bewegung, mentale Auslastung und naturheilkundliche Unterstützung kombiniert, bietet die besten Voraussetzungen für ein stabiles Organsystem. Alpha Natural unterstützt Hundehalter mit reinen, natürlichen Konzepten, die auf die Physiologie des Hundes abgestimmt sind. Ein frühzeitiges Handeln und bewusstes Management können die Nieren schützen und dem Hund trotz Diagnose noch viele vitale Jahre schenken. Quellen & Studien Elliott, J. et al. (2000). Survival of dogs with naturally occurring chronic renal failure: effect of dietary management. Journal of the American Veterinary Medical Association. (Pionierstudie, die belegt, dass eine Nierendiät die Überlebenszeit signifikant verlängert). Link zur Studie Polzin, D. J. (2011). Chronic kidney disease in small animals. Veterinary Clinics of North America: Small Animal Practice. (Umfassende Analyse zur Bedeutung der Phosphorreduktion). Link zur Studie Brown, S. A. et al. (1998). Beneficial effects of dietary mineral restriction in dogs with marked reduction of functional renal mass. Journal of the American Society of Nephrology. (Belegt den Schutz der Nieren durch Phosphorrestriktion). Link zur Studie Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information über physiologische Zusammenhänge und Fütterungsstrategien. Er ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Symptomen einer Nierenerkrankung oder akuten Vergiftungserscheinungen muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Diätetische Maßnahmen sollten stets mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.
Futtermittelallergie beim Hund: Welche Ernährung hilft wirklich?

Futtermittelallergie beim Hund: Welche Ernährung hilft wirklich?

29 Apr 2026
Immer mehr Hunde leiden an Futtermittelunverträglichkeiten oder echten Allergien. Diese Erkrankungen können sich auf ganz unterschiedliche Weise äußern: Juckreiz, Hautentzündungen, Verdauungsprobleme, wiederkehrende Ohrenentzündungen oder chronische Magen-Darm-Beschwerden zählen zu den häufigsten Symptomen. Oft dauert es lange, bis eine Futtermittelallergie erkannt wird, da die Symptome vielseitig sind und auch auf andere Ursachen zurückgeführt werden können. Eine konsequente Ernährungsumstellung auf hypoallergenes Futter kann die Lebensqualität betroffener Hunde jedoch erheblich verbessern. Die Entstehung von Futterallergien Die Ursachen für allergische Reaktionen auf Futterbestandteile sind vielfältig. Häufig handelt es sich um tierische Proteine, bestimmte Getreidesorten oder synthetische Zusatzstoffe, die das Immunsystem überfordern und zu chronischen Entzündungen führen. Besonders kritisch sind minderwertige Inhaltsstoffe, die oft in industriell hergestelltem Futter enthalten sind. Ungesunde Zutaten im Hundefutter können eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Allergien spielen. Der Ansatz der hypoallergenen Ernährung Hypoallergenes Futter setzt genau an diesem Punkt an. Es wird speziell für Hunde entwickelt, die sensibel auf bestimmte Nahrungsbestandteile reagieren. Dabei kommen ausgewählte, möglichst allergenarme Zutaten zum Einsatz – häufig in Form von Monoprotein-Rezepturen oder hydrolysierten Proteinen. Auch der Verzicht auf gängige Allergenquellen wie Rind, Weizen oder synthetische Konservierungsstoffe gehört zum Konzept vieler hypoallergener Produkte. Doch nicht jedes Produkt mit dem Label „hypoallergen“ ist automatisch geeignet. Eine fundierte Auswahl ist entscheidend, um die tatsächliche Ursache der Beschwerden zu umgehen und den Hund langfristig stabil zu versorgen. Der folgende Artikel bietet einen detaillierten Überblick über die Hintergründe von Futterallergien, zeigt verschiedene hypoallergene Ernährungsansätze auf und unterstützt Hundehalter dabei, die passende Futterlösung für den individuellen Bedarf zu finden. Ernährung für allergische Hunde erfordert Sorgfalt und Transparenz. 1. Was genau ist eine Futtermittelallergie beim Hund? Abgrenzung: Allergie vs. Unverträglichkeit (Intoleranz) Eine Futtermittelallergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Bestandteile im Futter. Anders als bei einer Futtermittelunverträglichkeit (Intoleranz), bei der meist "nur" die Verdauung betroffen ist (z. B. durch fehlende Enzyme), handelt es sich bei der echten Allergie um eine immunologisch vermittelte Reaktion. Dabei erkennt der Körper eigentlich harmlose Eiweiße (Proteine) als Gefahr und bildet Abwehrstoffe (IgE-Antikörper), die Histamin freisetzen und Entzündungen hervorrufen. Typische Symptome richtig deuten Die Symptome reichen von Juckreiz, Hautrötungen und Haarausfall bis hin zu chronischem Durchfall oder Erbrechen. Auch wiederkehrende Entzündungen an Ohren und Pfoten (oft in Kombination mit Hefepilzinfektionen) können ein massiver Hinweis auf eine Futtermittelallergie sein. Besonders tückisch: Diese Symptome können auch bei anderen Erkrankungen auftreten, was die Diagnose erschwert. Häufige Auslöser im Futter Ein häufiger Auslöser sind bestimmte tierische Proteine, wie sie beispielsweise in Rind, Huhn oder Milchprodukten vorkommen. Auch Getreidearten wie Weizen oder Mais, sowie künstliche Farb- und Konservierungsstoffe gelten als problematisch. Eine genaue Diagnostik – etwa durch eine Ausschlussdiät – ist notwendig, um die auslösenden Stoffe zu identifizieren. Je früher eine Futtermittelallergie erkannt wird, desto besser lässt sich gegensteuern. Eine konsequente Eliminierung der allergieauslösenden Komponenten ist der erste Schritt zur Linderung der Symptome. Ein ergänzender Blick auf begleitende Erkrankungen wie hormonelle Störungen durch Futterzusätze kann ebenfalls sinnvoll sein, da Toxine das Immunsystem zusätzlich schwächen und die Reaktionsfreudigkeit der Zellen erhöhen. 2. Ursachen für Allergien: Was steckt wirklich im Napf? Minderwertige Zutaten als chronischer Reiz Die primäre Ursache für allergische Reaktionen auf Futter liegt meist in der Qualität und Zusammensetzung der verwendeten Zutaten. Besonders in konventionellen Futtermitteln kommen häufig Inhaltsstoffe zum Einsatz, die für empfindliche Hunde problematisch sind. Dazu zählen minderwertige tierische Nebenerzeugnisse, billige Getreidefüllstoffe, künstliche Aromen oder Konservierungsmittel. Diese Zutaten können das Immunsystem reizen und langfristig Entzündungsprozesse fördern. Die Gefahr von Kreuzkontaminationen Eine häufige Quelle für Allergien sind tierische Proteine, insbesondere wenn sie nicht eindeutig deklariert sind oder aus verschiedenen Quellen stammen (z. B. pauschal als "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" ausgewiesen). Auch sogenannte Kreuzkontaminationen während der industriellen Produktion, bei denen Spuren anderer Proteinarten ins Futter gelangen, können bei hochsensiblen Hunden zu allergischen Reaktionen führen. Der Einfluss der Fütterungshistorie Aber auch die Fütterungsgeschichte spielt eine Rolle. Hunde, die über lange Zeit ausschließlich dieselbe Proteinquelle (z. B. immer nur Huhn) erhalten haben, entwickeln häufiger Sensibilisierungen gegen genau dieses Protein. Die sinnvolle Abwechslung bei der Proteinzufuhr und eine insgesamt hochwertige, transparente Futterzusammensetzung können präventiv wirken. Die Wahl eines Futters mit klar definierten Inhaltsstoffen ist daher entscheidend. Besonders hilfreich kann dabei ein Blick auf die Inhaltsstofflisten sein – oder besser: auf Futter, das komplett darauf verzichtet, kritische Stoffe wie ungeeignete Zusatzstoffe überhaupt einzusetzen. Auch Naturkräuter und phytotherapeutische Zusätze können eine unterstützende Rolle bei der Stabilisierung des Immunsystems spielen. Ein oft übersehener Faktor: Das Darm-Mikrobiom Die wahre Ursache für das Entstehen von Allergien liegt häufig im Verdauungstrakt. Wenn die Darmschleimhaut durch minderwertiges Futter, Stress oder Medikamente (z. B. Antibiotika) geschädigt ist, entsteht ein sogenannter "Leaky Gut" (durchlässiger Darm). Unverdaute Proteinmoleküle können ungehindert in die Blutbahn gelangen. Das dort sitzende Immunsystem (GALT) identifiziert diese Proteine als Eindringlinge und startet eine allergische Reaktion. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Hunde mit Allergien fast immer auch eine gestörte Darmflora aufweisen (vgl. Craig, Veterinary Clinics of North America, 2019). Eine Darmsanierung ist daher bei Allergikern unerlässlich. 3. Was bedeutet „hypoallergen“ wirklich? Der Begriff „hypoallergen“ ist in der Hundefutterwelt nicht rechtlich geschützt. Er bedeutet allgemein, dass das Produkt eine geringere Wahrscheinlichkeit besitzt, allergische Reaktionen auszulösen. In der Praxis bedeutet das meist, dass bestimmte, bekannte Allergene (wie Rind oder Weizen) konsequent vermieden werden. Doch nicht jedes Produkt, das als hypoallergen beworben wird, ist automatisch für jeden allergischen Hund geeignet. Monoprotein und „Novel Proteins“ Wirklich hypoallergenes Futter setzt auf wenige, extrem sorgfältig ausgewählte Zutaten. Häufig handelt es sich um Monoprotein-Futter, bei dem nur eine einzige tierische Eiweißquelle verwendet wird. Auch der Einsatz von exotischen Fleischsorten wie Pferd, Kaninchen oder Insektenprotein ist verbreitet. Hydrolysierte Proteine: Zerlegt für das Immunsystem In einigen klinischen Diäten kommen hydrolysierte Proteine zum Einsatz. Dabei werden Eiweiße durch Enzyme so stark zerkleinert (unter 10.000 Dalton), dass das Immunsystem des Hundes die winzigen Moleküle theoretisch nicht mehr als allergieauslösend erkennt (vgl. Olivry et al., Veterinary Dermatology, 2017). Dies wird oft bei sehr schweren Allergien ärztlich verordnet. Allergenarme Kohlenhydrate Neben der Proteinquelle spielt auch die restliche Zusammensetzung eine enorme Rolle. Auf häufige Auslöser wie Weizen, Soja oder Milchprodukte wird in der Regel verzichtet. Stattdessen kommen allergenarme Kohlenhydratquellen wie Süßkartoffeln, Amaranth oder Tapioka zum Einsatz. Es lohnt sich, bei der Wahl des hypoallergenen Futters genau hinzusehen. Besonders dann, wenn neben Allergien noch weitere Beschwerden wie Verdauungsstörungen durch Gallenprobleme auftreten, kann ein gezielter, leicht verdaulicher Futtereinsatz Entlastung bringen. Die individuelle Verträglichkeit sollte dabei stets im Mittelpunkt stehen. 4. Das Problem der Kreuzallergien und versteckten Auslöser Das Prinzip der Kreuzallergie Ein komplexes Thema in der Allergiediagnostik sind Kreuzallergien. Reagiert ein Hund beispielsweise auf Rindfleisch allergisch, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass das Immunsystem auch auf strukturell ähnliche Proteine – wie Lammfleisch oder Kuhmilch (Hüttenkäse, Joghurt) – reagiert. Die unsichtbare Gefahr: Futtermilben im Trockenfutter Ein weiterer, oft übersehener Faktor ist die Allergie gegen Futtermilben. Diese mikroskopisch kleinen Spinnentiere ernähren sich von protein- und kohlenhydratreichen Bestandteilen und kommen nahezu ausschließlich in Trockenfutter vor. Hunde, die auf Hausstaubmilben reagieren, reagieren durch eine Kreuzallergie oft auch auf Futtermilben. In solchen Fällen bringt ein Wechsel der Fleischsorte im Trockenfutter keine Linderung. Hier ist der konsequente Umstieg auf hochwertiges Nassfutter oder frische Rationen die einzige Lösung. 5. Elimination und Ausschlussdiät: Diagnose durch Fütterung Warum Bluttests oft unzuverlässig sind Die sicherste und wissenschaftlich anerkannteste Methode, um eine Futtermittelallergie zu diagnostizieren, ist eine Ausschlussdiät – auch Eliminationsdiät genannt. Bluttests auf Futtermittelallergien liefern bei Hunden leider oft falsch-positive Ergebnisse und gelten in der Dermatologie als unzuverlässig. Der Ablauf der Ausschlussdiät Bei der Ausschlussdiät erhält der Hund über einen Zeitraum von meist acht bis zwölf Wochen ausschließlich ein Futter mit einer einzigen, zuvor in seinem Leben noch nie gefütterten Protein- und Kohlenhydratquelle. Zeigt sich während dieser Phase eine Besserung der Haut- oder Verdauungssymptome, ist dies ein starkes Indiz für eine Futterallergie. Die Provokationsphase: Den Täter finden Im Anschluss erfolgt oft eine Provokationsphase, in der die vermuteten Auslöser (z.B. Rind) gezielt wieder ins Futter eingebracht werden. Kommt es dann zu einem Rückfall (meist innerhalb weniger Tage), lässt sich der Auslöser eindeutig identifizieren und für die Zukunft meiden. Wichtig ist, während der gesamten Diätzeit absolut konsequent zu bleiben – Leckerlis, Kauartikel oder Nahrungsergänzungen (wie aromatisierte Zahnpasta oder Medikamentenkapseln) müssen ebenso streng überwacht und ggf. gestrichen werden. Optionen für die praktische Umsetzung Eliminationsdiäten können sowohl mit selbstgekochtem Futter als auch mit speziell entwickelten hypoallergenen Fertigfuttern (Monoprotein) durchgeführt werden. Letztere bieten den Vorteil einer ausgewogenen Nährstoffversorgung, ohne dass ein erhöhter Aufwand entsteht. Auch in der Ernährungstherapie bei Leishmaniose hat sich dieses Vorgehen bewährt, um das ohnehin gestresste Immunsystem zu entlasten. Der Erfolg einer Ausschlussdiät hängt maßgeblich von der Disziplin des Umfelds ab. Gerade bei Familienhunden ist es wichtig, dass alle Beteiligten konsequent mitziehen. Nur so lässt sich ein zuverlässiges Bild über die Verträglichkeit gewinnen und eine dauerhafte Lösung finden. 6. Welche Proteinquellen gelten als besonders verträglich? Exotische Fleischsorten als Alternative Bei der Auswahl des richtigen hypoallergenen Futters spielt die Wahl der Proteinquelle eine zentrale Rolle. Viele Hunde reagieren allergisch auf gängige Eiweiße wie Rind, Huhn oder Schwein. Deshalb setzen Hersteller hypoallergener Produkte oft auf sogenannte „neuartige“ oder selten verwendete Proteine (Novel Proteins). Dazu gehören Pferd, Ziege, Wild, Kaninchen, Strauß, Känguru oder auch Insektenprotein. Exotische Proteine wurden vom Immunsystem betroffener Hunde in der Regel noch nicht „gelernt“ (es fand noch keine Sensibilisierung statt) und lösen daher mit geringerer Wahrscheinlichkeit eine Reaktion aus. Besonders in Kombination mit leicht verdaulichen Kohlenhydraten wie Pastinake oder Süßkartoffel entsteht ein ausgewogenes, verträgliches Futterkonzept. Hydrolysierte Diäten für schwere Fälle Auch hydrolysierte Proteine gelten, wie in Abschnitt 3 beschrieben, als besonders gut verträglich. Diese Technik kommt unter anderem auch bei Hunden zum Einsatz, die neben Allergien an schwerwiegenden Magen-Darm-Entzündungen (IBD) oder Krebs und anderen chronischen Erkrankungen leiden und daher extrem empfindlich auf kleinste Futterbestandteile reagieren. Die Auswahl der richtigen Proteinquelle ist stets individuell zu treffen. Entscheidend ist die "Fütterungshistorie": Die gewählte Quelle darf idealerweise zuvor noch nie Bestandteil des regulären Futters gewesen sein. Je strikter dieses Prinzip eingehalten wird, desto größer ist die Chance auf eine nachhaltige Verbesserung der Beschwerden. 7. Naturbasierte Ergänzungen zur Unterstützung allergischer Hunde Hypoallergenes Futter bildet die Basis einer erfolgreichen Behandlung von Futterallergien – doch auch begleitende Maßnahmen können zur Linderung beitragen. Besonders naturbasierte Ergänzungen wie Omega-3-Fettsäuren, Kräutermischungen oder gezielte Probiotika zeigen starke positive Effekte auf das Immunsystem und die Reparatur der Darmflora. Omega-3-Fettsäuren: Natürliche Entzündungshemmer Omega-3-Fettsäuren aus hochwertigem Fisch- oder Algenöl wirken systemisch entzündungshemmend und können Hautprobleme deutlich lindern. Sie stabilisieren die Zellmembranen der Haut. Studien belegen, dass hochdosierte Omega-3-Gaben den Juckreiz bei atopischer Dermatitis reduzieren können (vgl. Mueller et al., Veterinary Dermatology, 2004). Sie sind besonders wichtig für Hunde, die unter Juckreiz, trockener Haut oder Fellverlust leiden. Auch bei arthritischen Beschwerden unterstützen sie den Gelenkstoffwechsel und fördern die Beweglichkeit. Phytotherapie und Mikrobiom-Pflege Phytotherapeutische Kräuter wie Brennnessel, Löwenzahn oder Kamille haben sich als regulierend und beruhigend erwiesen. Sie unterstützen die Leber- und Nierenfunktion, die für die Entgiftung zirkulierender Allergene entscheidend ist. Probiotische Kulturen können zudem das bereits erwähnte Mikrobiom stabilisieren und das darmassozierte Immunsystem entlasten – ein Aspekt, der bei allergischen Hunden der Schlüssel zur echten Heilung sein kann. Zusätzlich können bestimmte Vitalpilze wie Reishi oder Cordyceps zur Immunmodulation beitragen. Die gezielte Kombination dieser Elemente sollte idealerweise individuell abgestimmt und über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden. So lässt sich nicht nur das Immunsystem beruhigen, sondern auch die allgemeine Belastung des Körpers reduzieren. 8. Fazit: Langfristige Ernährungslösungen für allergische Hunde Ganzheitliche Betreuung für mehr Lebensqualität Futtermittelallergien erfordern eine strukturierte Herangehensweise und ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Die richtige Fütterung kann nicht nur Symptome lindern, sondern das gesamte Wohlbefinden des Hundes nachhaltig verbessern. Hypoallergenes Futter ist dabei ein zentrales Instrument, dessen Auswahl wohlüberlegt getroffen werden sollte. Von der fundierten Ausschlussdiät (als diagnostischem Goldstandard) bis zur gezielten Zusammenstellung hypoallergener Monoprotein-Futterkonzepte bietet die moderne Tierernährung zahlreiche Möglichkeiten. Wichtig ist, die Ursache der Beschwerden genau zu identifizieren, versteckte Auslöser (wie Futtermilben) zu eliminieren und individuell auf die Bedürfnisse des Hundes einzugehen. Auch begleitende Maßnahmen – von entzündungshemmenden Omega-3-Ölen bis zu Probiotika – leisten wertvolle Unterstützung. Langfristig zahlt sich eine konsequente, natürliche Fütterung aus: Allergische Reaktionen nehmen ab, das Fellbild verbessert sich, Verdauungsbeschwerden verschwinden. In besonders hartnäckigen Fällen lohnt zudem ein Blick auf mögliche sekundäre Probleme wie kognitive Einschränkungen im Alter oder hormonelle Störungen. Ein hochwertiges, transparent deklariertes Futter, ergänzt durch eine naturheilkundlich orientierte Unterstützung und regelmäßige tierärztliche Begleitung, bietet die besten Voraussetzungen für ein gesundes Leben allergiegeplagter Hunde. Geduld und Konsequenz sind gefragt – doch die Lebensqualität, die der Hund dadurch zurückgewinnt, ist jede Mühe wert. Quellen & Studien Craig, J. M. (2019). Atopic dermatitis and the intestinal microbiota in humans and dogs. Veterinary Medicine and Science. (Belegt den Zusammenhang zwischen Darmflora und Hautallergien). Link zur Studie Olivry, T. et al. (2016). Critically appraised topic on adverse food reactions of companion animals: common food allergen sources in dogs and cats. BMC Veterinary Research. Link zur Studie Olivry, T. et al. (2018). Critically appraised topic on adverse food reactions of companion animals: discrepancies between ingredients and labeling in commercial pet foods. BMC Vet Res. 2018 Jan 22;14(1):24. doi: 10.1186/s12917-018-1346-y. PMID: 29357847; PMCID: PMC5778722. Link zur Studie Mueller, R. S. et al. (2004). Effect of omega-3 fatty acids on canine atopic dermatitis. Journal of Small Animal Practice. (Belegt die juckreizlindernde Wirkung von EPA/DHA). Link zur Studie Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information über ernährungsphysiologische Zusammenhänge und allergische Reaktionen. Er ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Verdacht auf eine Futtermittelallergie oder anhaltenden Symptomen sollte immer Rücksprache mit einem Tierarzt oder zertifizierten Ernährungsberater gehalten werden, um eine professionelle Ausschlussdiät zu planen.
Magen-Darm-Erkrankungen beim Hund: Was bei der Ernährung zu beachten ist

Magen-Darm-Erkrankungen beim Hund: Was bei der Ernährung zu beachten ist

05 Jun 2025
Magen-Darm-Erkrankungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen bei Hunden und zeigen sich unter anderem durch Durchfall, Erbrechen, Blähungen oder Gewichtsverlust. Eine zentrale Rolle bei Behandlung und Vorbeugung spielt die Ernährung, denn der Verdauungstrakt ist nicht nur für die Nährstoffaufnahme, sondern auch für einen Großteil des Immunsystems verantwortlich. Angepasstes Futter und natürliche Ergänzungen können helfen, den empfindlichen Darm zu entlasten, Beschwerden zu lindern und Rückfällen vorzubeugen. Die Wahl der richtigen Nahrung ist dabei oft eine Herausforderung, insbesondere bei sensiblen oder chronisch erkrankten Hunden. Dieser Artikel gibt einen Überblick über geeignete Fütterungskonzepte, sinnvolle Ergänzungen und praktische Maßnahmen für einen stabilen Magen-Darm-Trakt. Ursachen und Symptome von Magen-Darm-Erkrankungen beim Hund Häufige Ursachen im Überblick Magen-Darm-Erkrankungen beim Hund können zahlreiche Ursachen haben, deren genaue Identifikation entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung ist. Zu den vielfältigen Auslösern zählen: Viren Bakterien Parasiten plötzliche Futterumstellung Verzehr ungeeigneter Lebensmittel Leaky-Gut-Syndrom Futtermittelunverträglichkeit Entzündungen des Darms wie IBD (inflammatory bowel disease) Stress und psychische Belastung Einnahme von Medikamenten (z. B. Antibiotika, Schmerzmittel) Toxine und Umweltgifte Übermäßiger Einsatz von Wurmkuren oder chemischen Antiparasitika Impfreaktionen Enzymmangel oder Pankreasinsuffizienz Chronische Erkrankungen wie Leber- oder Nierenprobleme Fehlbesiedlung des Darms (Dysbiose) Symptome von Magen-Darm-Erkankungen bei Hunden im Vergleich Die Symptome sind vielfältig und reichen von Erbrechen, Durchfall und Blähungen bis hin zu Inappetenz und allgemeiner Schwäche. Um sie möglicherweise voneinander abzugrenzen, hier eine Liste mit typischen Symptomen je nach Auslöser. Symptome nach Ursache unterscheiden Hier die Übersicht zu den Magen-Darm-Symptomen bei Hunden als PDF zum Download Symptome bei Viren Plötzlicher, wässriger Durchfall Erbrechen Fieber Apathie, Appetitlosigkeit Häufig bei Welpen oder ungeimpften Hunden (z. B. Parvovirose) Symptome bei Bakterien Übelriechender, oft blutiger Durchfall Erbrechen Fieber Bauchschmerzen Schleim im Kot (z. B. bei Clostridien, Salmonellen) Symptome bei Parasiten (z. B. Giardien, Würmer) Weicher bis schleimiger Kot, evtl. wechselnd mit normalem Stuhl Blähungen Gewichtsverlust trotz normalem Appetit Juckreiz am After (besonders bei Würmern) Intermittierender Verlauf (Phasen mit und ohne Symptome) Symptome bei plötzlicher Futterumstellung Akuter, meist kurzzeitiger Durchfall Blähungen Appetitverweigerung Kein Fieber Symptome klingen meist nach wenigen Tagen ab Symptome bei Verzehr ungeeigneter Lebensmittel (z. B. Müll, Knochen, Schokolade) Erbrechen und/oder Durchfall kurz nach Aufnahme Bauchschmerzen Ggf. Vergiftungssymptome (Zittern, Krämpfe) Gefahr von Darmverschluss bei Knochen Symptome bei Leaky-Gut-Syndrom (durchlässiger Darm) Chronischer Durchfall oder wechselhafter Stuhl Hautprobleme, Juckreiz Futtermittelunverträglichkeiten Müdigkeit, wiederkehrende Infekte Blähungen, Unwohlsein Symptome bei Futtermittel-Unverträglichkeit oder -Allergie Chronischer, manchmal schleimiger Durchfall Juckreiz, besonders an Pfoten und Ohren (auch mit Ausfluss) Übelkeit, evtl. Grasfressen Hautausschläge Bessert sich bei Ausschlussdiät Symptome bei entzündlicher Darmerkrankung (IBD) Chronischer, oft schleimiger Durchfall Gewichtsverlust trotz Appetit Erbrechen Blähungen, Bauchgeräusche Periodische Verschlechterung Symptome bei Stress und psychischer Belastung Plötzlicher, oft wässriger Durchfall („Stressdurchfall“) Kein Fieber Vermehrtes Hecheln, Unruhe Futterverweigerung Kotabsatz an ungewohnten Orten Symptome bei Medikamenten (Antibiotika, Schmerzmittel) Dünner, teils schleimiger oder blutiger Durchfall Erbrechen Appetitverlust Auftreten meist kurz nach Medikamentengabe Kann zu Dysbiose (Störung der Darmflora) führen Symptome bei Toxinen und Umweltgiften Plötzlicher Durchfall und/oder Erbrechen Zittern, Krämpfe Blasses Zahnfleisch Schock, Kreislaufprobleme Notfall! Symptome bei übermäßigem Einsatz von Wurmkuren oder chemischen Antiparasitika Durchfall nach der Verabreichung des Wurmmittels Appetitverlust Lethargie Ggf. Leberbelastung, sichtbar z. B. an gelblichem Kot oder Schleimhäuten Symptome bei Impfreaktionen Leichter Durchfall oder Erbrechen Müdigkeit Meist selbstlimitierend innerhalb von 1–2 Tagen In seltenen Fällen stärkere Reaktionen möglich Symptome bei Enzymmangel / exokriner Pankreasinsuffizienz (EPI) Gelblicher, übelriechender, breiiger Kot Häufige, große Kotmengen Heißhunger bei gleichzeitigem Gewichtsverlust Blähungen Symptome bei chronischen Erkrankungen (Leber, Niere etc.) Unregelmäßiger Durchfall Übelkeit, Appetitlosigkeit Mattigkeit Mundgeruch (bes. bei Nierenerkrankung) Flüssigkeitsverlust Symptome bei Fehlbesiedlung des Darms (Dysbiose) Chronischer Durchfall Blähungen Schleim im Kot Häufig nach Antibiotika oder Wurmkuren Gestörter Appetit Schwaches Immunsystem Besonders bei wiederkehrenden Beschwerden oder lang anhaltenden Symptomen sollte tierärztlicher Rat eingeholt werden. Häufig treten auch unspezifische Zeichen wie Mattigkeit, Gewichtsverlust oder ein glanzloses Fell auf – Hinweise darauf, dass der Organismus unterversorgt oder überfordert ist.In vielen Fällen spielt das Immunsystem eine zentrale Rolle. Ein gestörtes Gleichgewicht der Darmflora (Dysbiose) kann zu Entzündungsprozessen führen, die sich negativ auf die Gesundheit des gesamten Körpers auswirken. Dies erklärt auch die Verbindung zwischen Magen-Darm-Problemen und anderen chronischen Erkrankungen wie Arthrose oder Hautproblemen. Ein tieferes Verständnis der Ursachen ist nicht nur wichtig für die Auswahl geeigneter Therapien, sondern auch für eine langfristig angepasste Fütterung, um insbesondere auch wieder eine intakte Darmflora herzustellen. Eine klare Diagnose ermöglicht es, gezielt auf die Bedürfnisse des betroffenen Hundes einzugehen und damit auch Rückfällen vorzubeugen. Bedeutung der Ernährung für die Darmgesundheit Die Rolle des Darms im Immunsystem Der Darm ist nicht nur ein Verdauungsorgan, sondern ein zentrales Steuerungszentrum für viele körperliche Prozesse. Er beherbergt einen großen Teil (bis zu 70%) des Immunsystems und steht in enger Verbindung mit dem Nervensystem. Eine gesunde Darmflora unterstützt die Aufnahme von Nährstoffen, schützt vor Krankheitserregern und wirkt entzündungshemmend. Daher ist die Ernährung ein entscheidender Faktor, wenn es um Magen-Darm-Erkrankungen beim Hund geht. Einfluss der Nahrung auf die Darmflora Industriell stark verarbeitete Futtermittel mit synthetischen Zusatzstoffen, minderwertige Proteine wie aus billigen Innereien, belastetes Fleisch aus Massentierhaltung oder versteckte Zucker können die Darmflora nachhaltig schädigen. Schonkost und Fütterung bei akuten Beschwerden Eine artgerechte, möglichst natürliche Fütterung bildet dagegen die Grundlage für eine gesunde Verdauung. Insbesondere bei chronischen oder wiederkehrenden Beschwerden empfiehlt es sich, auf eine leicht verdauliche Kost zu achten. Schonkost, bestehend aus hochwertigen Eiweißen, wie in Muskelfleisch, Fisch oder Ei, leicht verdaulichen Kohlenhydraten aus Gemüse und gesunden Fetten, kann helfen, den Verdauungstrakt zu entlasten. Auch bei Erkrankungen wie Gallenschlamm (zähe Gallenflüssigkeit) oder Leberfunktionsstörungen spielt die Darmgesundheit eine wichtige Rolle. Eine durchdachte Ernährung kann hier nicht nur Symptome lindern, sondern auch die Organfunktion insgesamt unterstützen. Störung der Darmflora durch Antibiotika- und Entwurmungstherapien Insbesondere die Gabe von Antibiotika und Entwurmungsmedikamenten belasten die empfindliche Darmbarriere. Solange die Darmflora nicht wieder ins Gleichgewicht gebracht wird, kann das Immunsystem wie auch die Nährstoffaufnahme im Darm nicht mehr richtig funktionieren. Das Entstehen anderer Erkrankungen wie auch chronischer Entzündungen ist eine sehr häufige Folge. Probiotika, Präbiotika & Ballaststoffe für den Wiederaufbau Gerade während und anschließend an eine Antibiotika-Therapie, sollte diese unumgänglich sein, ist der Wiederaufbau der protektiven Darmflora mit probiotischen und präbiotischen Zusätzen essentiell, um den Aufbau einer stabilen Darmflora zu fördern. Wird dieser Wiederaufbau nicht unterstützt, kann es zu einem gefährlichen Ungleichgewicht im Darm kommen, bei dem krankmachenden Bakterien und Pilze die Darmflora überwuchern, die normalerweise von probiotischen Bakterien in Schach gehalten würden. Geeignete Ernährung bei Magen-Darm-Problemen Hochwertige Eiweiße und tierische Proteine Die Auswahl des richtigen Futters ist entscheidend für die Stabilisierung des Magen-Darm-Trakts. Geeignet sind insbesondere Zutaten mit einem hohen Anteil an hochwertigen, leicht verdaulichen Proteinen, wie beispielsweise Muskelfleisch von Wild, Rind oder Geflügel, Fisch aus Wildfang wie Lachs, oder Eier aus Bio-Freilandhaltung. Gleichzeitig sollte der Fettanteil moderat und die Zusammensetzung frei von künstlichen Konservierungsstoffen, Farb- und Aromastoffen sein. Die richtige Zusammenstellung von Fetten und Kohlenhydraten Auch der Kohlenhydratanteil spielt eine Rolle: Er sollte niedrig sein und hauptsächlich aus Gemüse stammen. Geringe Mengen Süßkartoffeln, Kartoffeln, Quinoa oder Hirse gelten ebenso als verträglich. Gesunde Fettlieferanten sind fetthaltiges Fleisch, Lebertran, Algenöl, Kokosöl und Milchfette wie Ghee oder Butter. Positive wirkt zudem die Ergänzung mit darmfreundlichen Ballaststoffen wie Flohsamenschalen. Diese können die Darmperistaltik regulieren und die Konsistenz des Kots verbessern. Spezialfutter und hypoallergene Diäten Einige Hunde reagieren positiv auf hypoallergene Futtersorten, die auf eine reduzierte Zutatenliste setzen und potenzielle Allergene meiden. Für sensible Tiere kommen auch Spezialdiäten infrage, die gezielt auf die Bedürfnisse des Verdauungstrakts abgestimmt sind. Hierzu zählen etwa Monoprotein-Produkte (mit nur einer Eiweißquelle) oder Rezepturen mit hohem Anteil an fermentierbaren Fasern. Zusammenhänge mit anderen Erkrankungen erkennen Nicht selten besteht eine Verbindung zwischen empfindlicher Verdauung und anderen Grunderkrankungen wie Leishmaniose. Auch hier kann ein angepasstes Futter den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Ziel sollte stets sein, eine dauerhafte Stabilisierung durch eine konstant gesunde und verträgliche Ernährung zu erreichen. Ergänzungsfuttermittel und natürliche Zusätze Pro- und Präbiotika Zur Unterstützung der Verdauung und Regeneration der Darmschleimhaut können gezielte Ergänzungsfuttermittel einen wertvollen Beitrag leisten. Besonders bewährt haben sich Präparate mit Probiotika, Präbiotika und pflanzlichen Inhaltsstoffen. Diese fördern nicht nur das Gleichgewicht der Darmflora, sondern wirken auch entzündungshemmend und antioxidativ. Probiotische Bakterienkulturen wie Enterococcus faecium oder Lactobacillus acidophilus können helfen, krankmachende Keime zu verdrängen und die Barrierefunktion des Darms zu stärken. Präbiotika wie Akazienfaser oder Oligofruktose dienen als Nahrung für diese nützlichen Darmbakterien und unterstützen deren Vermehrung. Magenfreundliche Pflanzenstoffe und Kräuter Auch pflanzliche Zusätze wie Kamille, Fenchel, Anis oder Süßholzwurzel gelten als magenfreundlich und können Beschwerden wie Blähungen oder Krämpfe lindern. Besonders bei älteren Hunden, die zusätzlich unter kognitiven Veränderungen leiden, haben sich natürliche Zusatzstoffe als gut verträglich erwiesen. Eine sanfte Unterstützung durch Naturstoffe ersetzt keine tierärztliche Diagnose, kann aber im Rahmen eines ganzheitlichen Konzepts sinnvoll integriert werden. Wichtig ist eine sorgfältige Auswahl und Dosierung der Mittel, idealerweise in Absprache mit einem erfahrenen Tierernährungsberater. Fütterungspraxis: Rhythmus, Mengen, Futterumstellung und Fasten Neben der Auswahl des Futters spielt auch die Fütterungspraxis eine entscheidende Rolle. Insbesondere bei empfindlichen Hunden empfiehlt sich ein strukturierter Fütterungsrhythmus. Auch sollte das Futter nicht zu heiß oder zu kalt serviert werden, da Temperaturschwankungen die Magenaktivität beeinflussen können. Portionsgröße und Mahlzeitenfrequenz Kleinere Mahlzeiten entlasten den Verdauungstrakt und sorgen für eine gleichmäßige Versorgung mit Nährstoffen. Die Portionsgröße sollte individuell angepasst werden, basierend auf Alter, Aktivitätslevel und Gesundheitszustand des Hundes. Ein Zuviel kann den Darm überfordern, ein Zuwenig führt zu Mangelerscheinungen. Gleichzeitig sollte der Verdauungstrakt nicht mit ständigen Mahlzeiten über den ganzen Tag verteilt belastet werden - sondern Zeit zur Erholung haben. Fastenphasen lassen den Darm zur Ruhe kommen Werden mehrere kleine Mahlzeiten gefüttert, bietet es sich an, diese in einem zuvor festgelegten Zeitfenster, etwa zwischen 9 und 17 Uhr, zu geben. So entsteht eine Fütterungsphase von 8 Stunden und eine Fastenphase von 16 Stunden über Nacht. Wird auch eine längere Fastenphase gut vertragen, etwa von 18 Stunden, so kann dies dem Darm noch mehr Zeit zur Regeneration und dem Abbau von Entzündungen geben. Schonende Futterumstellung Bei Futterumstellungen ist besondere Vorsicht geboten. Ein schrittweiser Übergang über mehrere Tage hinweg hilft, den Darm nicht unnötig zu reizen. Hierzu wird das neue Futter langsam unter das bisherige gemischt und der Anteil täglich gesteigert. Diese Vorgehensweise ist vor allem bei sensiblen Hunden oder bei Erkrankungen wie Übergewicht besonders empfehlenswert. Ein achtsamer Umgang mit der Fütterungspraxis fördert nicht nur die Darmgesundheit, sondern stärkt auch das Wohlbefinden des Hundes insgesamt. Rituale wie ein ruhiger Fressplatz oder das Vermeiden von Futterstress tragen ebenfalls zu einer besseren Verträglichkeit bei. Vorbeugende Maßnahmen und Alltagstipps Hygiene im Alltag Eine gesunde Verdauung beginnt bereits im Alltag. Hygiene, Bewegung und vor allem Stressvermeidung gehören zu den wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen. Verunreinigtes Wasser, Essensreste oder Kontakt mit Hinterlassenschaften infizierten Artgenossen können leicht zu Magen-Darm-Erkrankungen führen. Daher ist Sauberkeit im Haushalt und auf Spaziergängen essenziell. Bewegung und mentale Auslastung Regelmäßige Bewegung fördert die Darmtätigkeit und unterstützt die natürliche Entgiftung des Körpers. Auch mentale Auslastung wirkt sich positiv auf die Verdauung aus, denn Stress kann die Magen-Darm-Funktion erheblich beeinträchtigen. Dies gilt besonders bei Hunden mit hormonellen Störungen, bei denen sich Stress noch stärker auf das Verdauungssystem auswirken kann. Vorsicht ist auch bei Leckerlis geboten. Leckerlis und Snacks – worauf achten? Viele kommerzielle Snacks enthalten Zucker, Farbstoffe oder Konservierungsmittel, die die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen. Auch werden oft minderwertige Abfälle aus der Fleischverarbeitung und Massentierhaltung, voller Hormone und Antibiotika, eingesetzt. Besser geeignet sind naturbelassene Belohnungen wie Kausnacks aus reinem Fleisch, die auf die individuellen Bedürfnisse des Hundes abgestimmt sind. Regelmäßige Gesundheitschecks und eine sensible Beobachtung des Hundeverhaltens helfen dabei, frühzeitig Veränderungen zu erkennen und gegenzusteuern. Ein ganzheitlicher Blick auf Ernährung, Umfeld und Lebensgewohnheiten bietet die beste Basis für eine stabile Darmgesundheit. Fazit: Mit der richtigen Ernährung zu einem gesunden Verdauungssystem Die Ernährung spielt eine Schlüsselrolle bei der Gesunderhaltung des Magen-Darm-Trakts. Eine ausgewogene, hochwertige und auf den individuellen Hund abgestimmte Fütterung kann helfen, Beschwerden zu lindern, Rückfällen vorzubeugen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Ganzheitliche Ansätze für ein gesundes Verdauungssystem Besonders bei chronischen Erkrankungen oder bei Hunden mit empfindlicher Verdauung empfiehlt sich eine intensive Auseinandersetzung mit dem Futterplan. Hierbei ist es sinnvoll, auch gezielt auf begleitende Faktoren wie Bewegung, Stressmanagement und natürliche Zusätze zu achten. Dabei kann eine Kombination aus konventionellen Methoden und natürlichen Therapieansätzen ein wertvoller Bestandteil der Gesundheitsvorsorge sein. Langfristig profitieren Hunde von einem stabilen Verdauungssystem durch mehr Energie, ein glänzendes Fell, stärkere Abwehrkräfte und ein ausgeglichenes Verhalten. Vor allem verschwinden leidvolle Entzündungen und Schmerzen, und die gewonnene Lebensqualität ist die Mühe wert. Die Umstellung auf eine artgerechte Ernährung ist ein Prozess, der Geduld und Beobachtung erfordert, sich jedoch nachhaltig auf die Gesundheit des Vierbeiners auswirken kann. Die Magen-Darm-Gesundheit ist eng mit vielen anderen Körpersystemen verknüpft – sie zu fördern bedeutet, ganzheitlich für den Hund zu sorgen. Die bewusste Wahl von Futter und Ergänzungen ist dabei ein zentraler Schritt.
Durchfall bei Welpen: Gefährliche Symptome

Durchfall bei Welpen: Gefährliche Symptome

02 Mai 2025
Durchfall bei Welpen ist keine Seltenheit und stellt Hundehalter meist zunächst vor große Unsicherheiten. Nicht jeder Durchfall ist gleich gefährlich, doch eine genaue Beobachtung und Einschätzung der Situation ist wichtig. Die Ursachen sind vielfältig: Einer der häufigsten Gründe für Durchfall bei jungen Hunden ist eine plötzliche Futterumstellung oder falsche Ernährung. Auch die Aufnahme ungewohnter oder verdorbener Lebensmittel oder Hinterlassenschaften sowie Stress durch eine neue Umgebung und Trennung von Mutter und Geschwistern können Durchfall verursachen. Doch nicht immer liegt eine harmlose Ursache vor: Ernsthafte Infektionskrankheiten wie Parvovirose, Giardien oder eine Infektion mit Würmern können ebenfalls für starken Durchfall sorgen. Besonders bei Infektionskrankheiten treten neben Durchfall oft weitere Symptome wie Erbrechen, Mattigkeit oder Appetitlosigkeit auf. Ebenso können allergische Reaktionen auf Bestandteile im Hundefutter oder Medikamente den empfindlichen Verdauungstrakt eines Welpen reizen und Durchfall verursachen. Um mögliche Ursachen gezielt zu behandeln, sollten Hundehalter aufmerksam beobachten, welche Veränderungen kurz vor Auftreten des Durchfalls eingetreten sind. Je genauer die Ursache bekannt ist, desto wirksamer und schneller kann die Behandlung erfolgen und der Gesundheitszustand des Welpen stabilisiert werden. Durchfall bei Welpen: Wann es gefährlich wird Durchfall-Symptome richtig einordnen – Wann besteht Grund zur Sorge? Nicht jeder Durchfall beim Welpen ist automatisch ein Notfall. Dennoch sollten Hundehalter auf bestimmte Warnzeichen achten. Harmlose Formen äußern sich oft durch vorübergehenden, breiigen Stuhlgang ohne zusätzliche Beschwerden. In solchen Fällen stabilisiert sich die Verdauung meist schnell wieder. Treten jedoch weitere Symptom auf oder verschlechtert sich der Zustand, sollten Hundehalter aufmerksam werden: Blutiger oder schleimiger Durchfall, ständiger Durchfall über mehrere Tage, stark übelriechender Stuhlgang oder Begleitsymptome wie Erbrechen, Appetitlosigkeit, Apathie, Fieber oder Bauchschmerzen weisen auf ernsthaftere Erkrankungen hin, die dringend tierärztlich abgeklärt werden sollten. Dabei gilt: Lieber ein Tierarztbesuch zu viel als einer zu wenig, denn: Besonders junge Welpen dehydrieren durch starken Durchfall rasch, was lebensbedrohlich sein kann. Ein regelmäßiger Blick auf den Allgemeinzustand des Welpen ist deshalb unerlässlich. Risiken und Folgen von Durchfall für Welpen Durchfall ist besonders für Welpen risikoreicher als für erwachsene Hunde. Junge Hunde verfügen noch nicht über vollständig ausgebildete Immun- und Verdauungssysteme, weshalb sie sehr empfindlich auf Störungen reagieren. Einer der größten Risikofaktoren bei starkem Durchfall ist die schnelle Austrocknung (Dehydrierung), bei der lebenswichtige Elektrolyte verloren gehen und der Wasserhaushalt aus dem Gleichgewicht gerät. Hinzu kommt, dass Welpen schnell Nährstoffe verlieren, welche sie für ein gesundes Wachstum dringend benötigen. Anhaltender Durchfall kann zudem langfristig die Darmflora des Welpen schädigen und damit die Anfälligkeit für weitere Erkrankungen erhöhen. Unbehandelt können akute Probleme chronisch werden und langfristige Folgen für den Magen-Darm-Trakt haben, ähnlich wie sie bei erwachsenen Hunden mit Gallenproblemen oder anderen Verdauungserkrankungen auftreten können. Ein rechtzeitiges Einschreiten und die korrekte Behandlung durch einen Tierarzt verhindern schwerwiegende gesundheitliche Schäden und sichern eine gesunde Entwicklung des Welpen. Maßnahmen zur ersten Hilfe und natürliche Unterstützung Bei akutem Durchfall beim Welpen können Hundehalter zunächst einige sanfte Sofortmaßnahmen ergreifen. Wichtig ist, die Flüssigkeitszufuhr zu sichern. Dazu bieten sich kleine Mengen frisches Wasser, verdünnter Fencheltee, Kamillentee oder leichte Brühen an, um den Welpen vor Austrocknung zu schützen. Die Fütterung sollte kurzfristig auf Schonkost, wie gekochtes Bio-Hühnchen, Bio-Rind oder mageren Fisch mit Sellerie- oder Möhrenpüree, umgestellt werden. Natürliche Mittel wie Zeolith, Bentonit, Heilerde oder Aktivkohle wirken unterstützend und helfen, Giftstoffe im Darm zu binden. Zusätzlich fördern Probiotika die Regeneration der Darmflora und stärken langfristig die Verdauungsgesundheit. Wichtig ist jedoch, dass Hundehalter diese Maßnahmen als Ergänzung sehen und nicht als Ersatz für eine tierärztliche Behandlung bei ernsthaften Symptomen. Gerade bei jüngeren Welpen ist Vorsicht geboten: Bei anhaltenden Beschwerden, Verschlechterung des Zustands oder Unsicherheit sollte unbedingt ein Tierarzt hinzugezogen werden, um die genaue Ursache abzuklären und gezielt zu behandeln. Vorbeugung – So lässt sich Durchfall bei Welpen vermeiden Die beste Möglichkeit, Durchfall bei Welpen zu vermeiden, liegt in der Prävention. Eine artgerechte, qualitativ hochwertige Ernährung ohne künstliche Zusatzstoffe und allergieauslösende Komponenten, und mit rein natürlichen Nährstoffen aus Bio-Fleisch, Fisch, Gemüse, Kräutern und Ölen stärkt die Darmgesundheit von Anfang an. Regelmäßige, langsame Futterumstellungen verhindern unnötigen Stress für das empfindliche Verdauungssystem junger Hunde. Zudem sollten Hundehalter verantwortungsvoll mit dem Impfschutz ihres Welpen umgehen, nie mehrere Impfungen gleichzeitig verabreichen und mögliche Schwermetalle aus Impfstoffen ausleiten. Auch Wurmkuren können die Darmflora stark belasten und sind nur angezeigt, wenn der Hund nachweislich Parasiten hat - und auch dann gibt es vielfältige natürliche Möglichkeiten der Bekämpfung. Ebenso essenziell ist es, Stresssituationen für den Welpen möglichst gering zu halten und ihm einen geregelten Tagesablauf zu bieten. Ein liebevolles und stabiles Umfeld trägt entscheidend dazu bei, das Immunsystem und damit auch den empfindlichen Darmtrakt zu stärken. Bei Zweifeln bezüglich der richtigen Ernährung oder vorbeugenden Maßnahmen kann es hilfreich sein, einen Tierarzt oder Ernährungsberater für Hunde zu konsultieren, um individuell passende Empfehlungen zu erhalten.
Haut- und Fellprobleme bei Hunden: Wie das richtige Futter helfen kann

Haut- und Fellprobleme bei Hunden: Wie das richtige Futter helfen kann

30 Apr 2025
Haut- und Fellprobleme bei Hunden können viele Ursachen haben. Besonders oft sind die Beschwerden jedoch auf eine ungeeignete oder unzureichende Ernährung zurückzuführen und können so unerwartet leicht behoben werden. Häufige Ursachen von Haut- und Fellproblemen bei Hunden: Allergische Reaktionen durch minderwertige Zutaten oder künstliche Zusatzstoffe im Futter Hormonelle Störungen durch Schadstoffe in Futter oder Trinkwasser Parasitenbefall im Darm Bakterielle, virale oder Pilz-Infektionen Stress und andere psychische Faktoren Hundefutter enthält häufig Zusatzstoffe, künstliche Inhaltsstoffe oder minderwertige Zutaten, die zu allergischen Reaktionen und Unverträglichkeiten führen können. Ein ähnliches Problem sind hormonelle Störungen, die durch Schadstoffe im Futter oder Mikroplastik im Trinkwasser verursacht werden, wie ausführlich im Artikel über hormonelle Störungen bei Hunden beschrieben wird. Weitere Ursachen umfassen Parasitenbefall, bakterielle oder virale Infektionen, Pilzerkrankungen sowie Stress und psychische Faktoren. All diese Faktoren beeinträchtigen sowohl die Hautgesundheit als auch das Erscheinungsbild des Fells, was sich in stumpfem Fell, Juckreiz oder Haarausfall zeigen kann. Symptome erkennen: Wann Hundehalter aufmerksam werden sollten Frühzeitig erkannte Symptome ermöglichen eine bessere und schnellere Behandlung. Typische Anzeichen für Haut- und Fellprobleme beim Hund sind ein mattes, glanzloses Fell vermehrter Haarausfall Hautrötungen Schuppenbildung ständiger Juckreiz. Oft treten diese Symptome auch als Begleiterscheinungen chronischer Erkrankungen auf, wie etwa bei Arthrose oder einer Leishmaniose-Erkrankungen. Wenn solche Symptome länger anhalten oder sich verschlechtern, empfiehlt es sich, tierärztlichen Rat einzuholen, um ernstere Erkrankungen frühzeitig ausschließen oder gezielt behandeln zu können. Die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung für Haut und Fell Eine ausgewogene und qualitativ hochwertige Ernährung bildet die Grundlage für gesunde Haut und glänzendes Fell bei Hunden. Die richtige Hundenahrung versorgt den Organismus mit Proteinen, Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen, die für Haut- und Fellgesundheit essentiell sind. Besonders wichtig sind dabei: Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken und Hautprobleme effektiv lindern können Natürliches Vitamin A (Retinol) aus tierischen Quellen, dass Haut- und Augengesundheit unterstützt Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium sowie Spurenelemente wie Jod und Selen Dagegen führen minderwertige Inhaltsstoffe, wie sie in der Liste der 12 ungesunden Hundefutter-Zutaten beschrieben werden, zu Verschlechterungen des Hautzustands - denn an Haut und Fell zeigen sich Problem im Futter oft als erstes. Auch Übergewicht beeinflusst die Hautgesundheit negativ, weshalb eine bedarfsgerechte Fütterung wichtig ist, wie im Beitrag über Dickmacher im Napf erläutert. Welches Futter unterstützt die Hautgesundheit? Um Haut- und Fellprobleme zu lindern oder gar nicht erst entstehen zu lassen, empfiehlt sich Futter, das speziell auf die Bedürfnisse empfindlicher Hundehaut abgestimmt ist. Entscheidend sind hierbei naturbelassene Zutaten (frei von synthetischen) Vitaminen eine hohe Verdaulichkeit durch hochwertige Proteinlieferanten (Muskelfleisch, Fisch, Eier) gesunde Fettsäuren und fettlösliche Vitamine (Omega-3, natürliches Vitamin A und D) und hypoallergene Eigenschaften (frei von Getreide und künstlichen Zusätzen) Purinarmes Hundefutter, das nicht nur für Dalmatiner oder an Leishmaniose erkrankte Hunde empfohlen wird, kann ebenfalls sinnvoll sein, um Reizungen und Entzündungen vorzubeugen. Mehr Informationen hierzu finden Hundehalter in den Beiträgen über purinarmes Hundefutter für Dalmatiner sowie über Leishmaniose bei Hunden. Ebenfalls positiv wirken sich Futterergänzungen aus, die Kräuter und pflanzliche Wirkstoffe enthalten, da sie das Immunsystem unterstützen und Entzündungsprozessen vorbeugen können. Langfristige Maßnahmen für eine nachhaltige Haut- und Fellpflege Neben der richtigen Ernährung spielen auch Pflegemaßnahmen eine zentrale Rolle bei der Erhaltung der Haut- und Fellgesundheit. Regelmäßiges Bürsten entfernt abgestorbene Haare, fördert die Durchblutung und hilft, eventuelle Hautprobleme frühzeitig zu erkennen. Bei Bedarf sollte ein geeignetes Pflegeprodukt, immer nur auf rein natürlicher Basis, verwendet werden, das die Haut beruhigt und die Regeneration unterstützt. Stressreduktion durch entspanntes Umfeld und Tagesabläufe, ausreichende Bewegung und Ruhezeiten ist besonders wichtig, denn psychische Belastungen wirken sich schnell negativ auf Immunsystem und Hautgesundheit aus. Durch die Kombination von qualitativ hochwertigem Futter, bewusster Pflege und Stressreduktion schaffen Hundehalter die optimale Basis für langfristig gesunde Haut, Fell und einen glücklichen und gesunden Hund.
Getreidefreie Ernährung für Hunde: Hype oder sinnvoll?

Getreidefreie Ernährung für Hunde: Hype oder sinnvoll?

01 Apr 2025
Die Nachfrage nach getreidefreiem Hundefutter hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Immer mehr Hundehalter greifen zu Produkten, die ohne Weizen, Mais oder andere Getreidearten auskommen. Der Trend wird oft mit gesundheitlichen Vorteilen für den Hund begründet, aber auch mit der Annahme, dass Getreide für Hunde grundsätzlich ungeeignet ist. Ist getreidefreie Ernährung wirklich sinnvoll oder nur ein Hype? Während einige Hunde mit Verdauungsproblemen oder Futtermittelunverträglichkeiten von einer getreidefreien Ernährung profitieren können, bleibt die Frage, ob dies für alle Hunde notwendig ist. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen unterschiedliche Ergebnisse, und auch unter Ernährungsexperten gibt es keine einheitliche Meinung. Dieser Artikel beleuchtet die Vor- und Nachteile einer getreidefreien Fütterung und hilft dabei, eine fundierte Entscheidung für den eigenen Hund zu treffen. Ist Getreide für Hunde schädlich? Die Debatte darüber, ob Hunde Getreide gut verdauen können oder nicht, ist weiter im Gange. Oft wird behauptet, dass Hunde von Natur aus Fleischfresser seien und ihr Verdauungssystem nicht für pflanzliche Kohlenhydrate ausgelegt sei. Tatsächlich stammen Hunde von Wölfen ab, die Fleischfresser sind. Durch die Domestizierung haben sich ihre Ernährungsbedürfnisse über Jahrtausende hinweg jedoch angepasst. Untersuchungen zeigen, dass Hunde Enzyme zur Stärkeverdauung produzieren können. Das bedeutet, dass sie in der Lage sind, Kohlenhydrate aus Getreide zu verwerten. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität des Getreides. Hochwertige Getreidequellen wie Vollkornreis oder Hafer sind besser verdaulich und liefern mehr Nährstoffe. Andere Getreidearten (Weizen, Mais) oder billige Füllstoffe wie Weizenkleber (Gluten) können hingegen Verdauungsprobleme verursachen. Eine weitere offene Frage ist, ob Getreide grundsätzlich Allergien oder Unverträglichkeiten auslöst. Dies ist nicht bei jedem Hund der Fall, jedoch möglich. Gleichzeitig können ebenso oft tierische Proteine, insbesondere von Fleisch aus Massentierhaltung, Futtermittelallergien oder -unverträglichkeiten hervorrufen. Dennoch gibt es Hunde, die sensibel auf bestimmte Getreidesorten reagieren, weshalb eine Umstellung auf getreidefreies Futter in solchen Fällen sinnvoll ist. Vorteile einer getreidefreien Ernährung Getreidefreies Hundefutter kann vielen Fällen vorteilhaft sein, etwa für Hunde mit Übergewicht Gelenkproblemen wie Arthrose und Arthritis, Diabetes Futtermittelunverträglichkeiten und Futterallergien Epilepsie empfindlichem Magen-Darm-Trakt Durchfall Haut- und Fellproblemen oder Autoimmunerkrankungen. Viele Hundehalter berichten, dass ihre Vierbeiner nach der Umstellung auf eine getreidefreie Ernährung weniger Verdauungsprobleme, kein Jucken und Kratzen mehr, ein glänzenderes Fell und mehr Energie haben, oder wieder besser laufen können. Ein wesentlicher Punkt ist, dass Getreide fast ausschließlich aus kurzkettigen Kohlenhydraten besteht, die schnell in Zucker umgewandelt werden. Dieser blockiert nicht nur die Aufnahme von Vitamin C, sondern erfordert zum Abbau auch viele weitere Vitamine, Antioxidantien und andere Nährstoffe. Diese fehlen an anderer Stelle, und so kann es zu einer verstärkten Entzündungsneigung kommen. Außerdem lassen die kurzkettigen Kohlenhydrate aus Getreide den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen und führen damit zu einer starken Insulinausschüttung. Über Wochen und Monate hinweg kommt es so zu einem ständig erhöhten Insulinspiegel und irgendwann zu einer Insulinresistenz der Körperzellen. Diese kann zu Gewichtszunahme und letztendlich Diabetes führen, sowie ebenfalls zu einer erhöhten Entzündungsneigung beitragen. Ein weiterer Punkt ist, dass getreidefreies Futter oft einen hohen Gemüseanteil sowie auf alternative Kohlenhydratquellen wie Süßkartoffeln oder Hülsenfrüchte setzt. Diese sind nicht nur leicht verdaulich, sondern liefern auch wertvolle und sehr gut bio-verfügbare Vitamine und Ballaststoffe. Getreide hingegen enthält kaum verdauliche Nährstoffe. Auch das enthaltene Eiweiß kann von Hunden schlechter aufgenommen werden. Besonders für Hunde mit Glutenunverträglichkeit kann eine Umstellung auf getreidefreies oder glutenfreies Futter eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität bedeuten. Zudem kann getreidefreies und glutenfreies Futter dazu beitragen, das Risiko von Übergewicht zu reduzieren, wenn stattdessen hochwertige Proteine und gesunde Fette verwendet werden. Durch eine ausgewogene Zusammensetzung kann es helfen, das Immunsystem zu entlasten und Haut- sowie Fellprobleme zu lindern. Wichtig ist jedoch, dass nicht automatisch jedes getreidefreie Futter gesund ist. Die Gesamtzusammensetzung der Nährstoffe und die sonstigen Zutaten bleiben entscheidend - denn wenn Fleisch aus Massentierhaltung, mit Pestiziden belastetes Gemüse und entzündungsfördernde Pflanzenöle verwendet werden, kann das Futter trotz fehlendem Getreide den Organismus stark belasten. Mögliche Nachteile und Risiken Obwohl getreidefreies Hundefutter viele Vorteile hat, gibt es auch potenzielle Nachteile, die beachtet werden sollten. Einige getreidefreie Futtersorten setzen auf einen sehr hohen Anteil an Proteinlieferanten, etwa 80% Fleisch und Innereien, was nicht für jeden Hund optimal ist. Ein zu hoher Eiweißanteil im Futter kann ältere Hunde oder Hunde mit Nierenproblemen belasten. Gleichzeitig verbleiben so nur noch wenige Prozent für Gemüse, Obst, Kräuter oder Öle. Hieraus kann ein Mangel der darin enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe und weiteren Nährstoffe resultieren. Werden diese dann noch durch künstliche zugesetzt, ist der Nährwert des Futters stark in Frage zu stellen. Ein weiteres mögliches Problem ist, dass einige Hersteller das Getreide durch große Mengen Hülsenfrüchte oder Kartoffeln ersetzen, die in großen Mengen ebenfalls nicht optimal sind. So gibt es Hinweise darauf, dass eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Erbsen oder Linsen mit bestimmten Herzproblemen bei Hunden in Verbindung stehen könnte. Deshalb ist es wichtig, nicht allein auf das Label "getreidefrei" zu achten, sondern die gesamte Nährstoffzusammensetzung des Futters zu prüfen und sicherzustellen, dass es den Bedürfnissen des Hundes entspricht. Fazit: Für welche Hunde ist eine getreidefreie Ernährung sinnvoll? Ob getreidefreies Futter die richtige Wahl ist, hängt von den individuellen Bedürfnissen des Hundes ab. Hunde mit nachgewiesenen Getreideunverträglichkeiten oder empfindlichem Verdauungssystem können von einer Umstellung profitieren. Auch bei Hautproblemen oder Allergien kann es sinnvoll sein, getreidehaltige Futtermittel zu meiden und auf Fleisch, Gemüse sowie moderate Mengen alternativer Kohlenhydratquellen zu setzen. Getreidefrei bedeutet dabei nicht automatisch gesünder. Entscheidend ist, dass das Futter eine ausgewogene Mischung aus hochwertigen und damit gut verwertbaren Proteinen, gesunden Fetten sowie Gemüse, Obst und Kräutern für natürliche Vitamine und Mineralstoffe enthält. Minderwertige Zutaten wie Innereien und Fleisch aus Massentierhaltung, pestizidbelastetes Gemüse oder ein übermäßiger Anteil an Hülsenfrüchten können langfristig gesundheitliche Probleme verursachen. Die beste Strategie ist, das Futter nach Qualität und natürlichen Nährstoffen auszuwählen – unabhängig davon, ob es Getreide enthält oder nicht. Wer sich unsicher ist, kann Rücksprache mit einem Ernährungsberater für Hunde halten, um eine individuell passende Fütterung zu finden. Wer sich weiter mit gesunder Hundefütterung beschäftigen möchte, findet in diesem Artikel eine Übersicht zu ungesunden Hundefutter-Zutaten, die in jedem Fall gemieden werden sollten.
Getreidefreies Trockenfutter für Hunde: Wann ist es die richtige Wahl?

Getreidefreies Trockenfutter für Hunde: Wann ist es die richtige Wahl?

01 Apr 2025
Ein Großteil der Trockenfutterprodukte enthält Getreide. Dazu zählen unter anderem: Weizen: Wird in vielen Trockenfuttern als Hauptbestandteil verwendet. Häufiger Allergieauslöser. Mais: Häufige Kohlenhydrat- und Proteinquelle in Trockenfutter. Niedriger Nährstoffgehalt, schwer verdaulich. 80 bis 90 % der weltweit produzierten Maisernte sind gentechnisch verändert. Reis: Oft in sogenanntem „hypoallergenem“ Futter zu finden. Führt zu starkem Blutzuckeranstieg. Kann mit Schimmelpilzen belastet sein. Gerste: Glutenhaltig und für manche Hunde schwer verdaulich. Hafer: Nahezu glutenfrei, gehört jedoch ebenfalls zu den Getreidesorten. Roggen: Glutenhaltig, manchmal schwer verdaulich. In getreidefreiem Trockenfutter werden alternative Kohlenhydratquellen verwendet, wie Kartoffeln Süßkartoffeln Erbsen Linsen Kichererbsen und andere Hülsenfrüchte Diese getreidefreien Zutaten liefern ebenfalls Energie und Proteine, ohne ein erhöhtes Risiko für Verdauungsprobleme, die bei einigen Hunden durch Getreide entstehen können. Gleichzeitig liegt der Fokus bei der Zusammensetzung getreidefreier Sorten oft auf einem höheren Anteil an tierischen Proteinen, ergänzt durch Fette und pflanzliche Inhaltsstoffe. Diese alleine machen jedoch noch kein gesundes Futter aus. Wirklich hochwertige Rezepturen, ob in Trocken- oder Nassfutter, enthalten ausschließlich natürliche Zutaten – für essentielle Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die zur allgemeinen Gesundheit des Hundes beitragen – sowie kein Fleisch aus Massentierhaltung. Es ist wichtig, zu beachten, dass „getreidefreies Hundefutter“ nicht gleichbedeutend mit „kohlenhydratfrei“ ist. Viele Alternativzutaten enthalten ebenfalls Stärke, die als Energielieferant dient und im Körper zu Zucker umgewandelt wird. Daher sollte bei der Wahl eines getreidefreien Trockenfutters nicht nur auf das Fehlen von Getreide, sondern auch auf die Qualität der gesamten Rezeptur und einen niedrigen Kohlenhydratanteil geachtet werden. Vorteile von getreidefreiem Trockenfutter Getreidefreies Trockenfutter kann für viele Hunde eine vorteilhafte Ernährungsoption sein, insbesondere wenn Unverträglichkeiten oder Verdauungsprobleme bestehen. Einer der Hauptgründe, warum sich Hundehalter für getreidefreie Alternativen entscheiden, ist die bessere Verträglichkeit bei empfindlichen Hunden. Für ernährungssensible Hunde Manche Hunde reagieren empfindlich auf Getreide, was sich in Symptomen wie Blähungen, Durchfall oder Juckreiz äußern kann. Durch den Verzicht auf Weizen, Mais oder Gerste kann das Risiko solcher Beschwerden minimiert werden. Bessere Verträglichkeit für allergische Hunde Hunde mit einer diagnostizierten Getreideallergie oder Glutenunverträglichkeit profitieren besonders von getreidefreiem Futter. Diese Form der Ernährung reduziert potenzielle Auslöser von allergischen Reaktionen und kann Hautprobleme oder Verdauungsstörungen lindern. Unterstützung der Verdauung Einige Hunde haben Schwierigkeiten, Getreide zu verdauen, insbesondere wenn es in minderwertiger Form verarbeitet wurde. Hochwertige, getreidefreie Rezepturen mit leicht verdaulichen Kohlenhydratquellen wie Süßkartoffeln oder Hülsenfrüchten können die Magen-Darm-Gesundheit unterstützen und für eine bessere Nährstoffaufnahme sorgen. Obwohl getreidefreies Trockenfutter viele Vorteile bieten kann, ist es nicht automatisch für jeden Hund die beste Wahl. Entscheidend sind die individuellen Bedürfnisse und die allgemeine Gesundheit des Hundes. Wann ist getreidefreies Trockenfutter sinnvoll? Ob ein Hund von getreidefreiem Trockenfutter profitiert, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Nicht jeder Hund benötigt eine getreidefreie Ernährung, doch in bestimmten Fällen kann sie vorteilhaft sein. Allergien und Unverträglichkeiten Hunde, die auf Getreide allergisch reagieren oder eine Unverträglichkeit zeigen, können von einer getreidefreien Ernährung profitieren. Symptome wie Juckreiz, Hautirritationen, Ohrenentzündungen oder Magen-Darm-Probleme können Anzeichen für eine Unverträglichkeit sein. Eine gezielte Eliminationsdiät und anschließende Futterumstellung können helfen, diese Beschwerden zu reduzieren. Unterstützung bei bestimmten Krankheiten Bei einigen Erkrankungen kann getreidefreies Trockenfutter eine sinnvolle Wahl sein. Hunde mit Leishmaniose benötigen beispielsweise eine spezielle Ernährung mit reduzierten Purinwerten, die oft in getreidefreien Rezepturen zu finden ist. Auch bei chronischen Verdauungsproblemen kann der Verzicht auf Getreide eine Verbesserung bringen. Aktive und sportliche Hunde Hunde mit einem hohen Energiebedarf, wie sportlich aktive, sehr junge oder arbeitende Hunde, benötigen eine proteinreichere Ernährung. Getreidefreies Trockenfutter enthält häufig einen höheren Anteil an tierischen Proteinen, was für eine optimale Muskelversorgung und Regeneration wichtig sein kann. Allerdings bedeutet „getreidefrei“ nicht automatisch „hochwertig“. Entscheidend ist, dass das Futter auf die individuellen Bedürfnisse des Hundes abgestimmt ist und die richtigen Nährstoffe liefert. Mögliche Nachteile und Missverständnisse Obwohl getreidefreies Trockenfutter viele Vorteile haben kann, gibt es auch einige Missverständnisse und potenzielle Nachteile, die berücksichtigt werden sollten. Nicht jeder Hund benötigt eine getreidefreie Ernährung, und nicht jedes getreidefreie Futter ist automatisch hochwertig. Hoher Proteingehalt: Risiko für bestimmte Hunde Viele getreidefreie Futtersorten enthalten einen höheren Anteil an tierischen Proteinen. Während dies für aktive Hunde von Vorteil sein kann, kann ein übermäßiger Proteingehalt für Hunde mit bestimmten gesundheitlichen Problemen, wie Nierenerkrankungen oder Leishmaniose, eine zusätzliche Belastung darstellen. Getreide ist nicht grundsätzlich schlecht Ein häufiger Irrglaube ist, dass nur Getreide per se ungesund für Hunde sei. Vollkorngetreide wie Hafer oder Vollkornreis können (in Maßen) gut verdaulich sein und Nährstoffe liefern. In getreidefreiem Futter wird Getreide wird oft durch andere Kohlenhydratquellen wie Hülsenfrüchte ersetzt, die in großen Mengen ebenfalls zu Verdauungsproblemen führen können. Qualität der Alternativzutaten Nicht alle getreidefreien Futtersorten sind automatisch besser. Manche Hersteller ersetzen Getreide durch minderwertige Füllstoffe oder übermäßige Mengen an Hülsenfrüchten. Es ist daher ratsam, nicht nur auf das Fehlen von Getreide, sondern auch auf die gesamte Zusammensetzung und die Qualität der Zutaten zu achten. Ein bewusster Blick auf die Deklaration des Futters hilft dabei, eine ausgewogene Ernährung sicherzustellen und mögliche Nachteile durch fehlende Nährstoffe zu vermeiden. Fazit: Worauf bei der Wahl geachtet werden sollte Getreidefreies Trockenfutter kann für viele Hunde eine sinnvolle Wahl sein, insbesondere wenn Allergien oder Verdauungsprobleme vorliegen. Allerdings ist es nicht automatisch besser als getreidehaltiges Futter – entscheidend ist die Qualität der gesamten Rezeptur und die individuellen Bedürfnisse des Hundes. Hochwertige Zutaten sind entscheidend Ob mit oder ohne Getreide: Die Qualität der verwendeten Rohstoffe spielt eine zentrale Rolle. Hochwertiges Fleisch, gesunde Fettquellen und ein geringer Anteil gut verdaulicher Kohlenhydrate sollten im Mittelpunkt der Fütterung stehen. Ein Blick auf die Deklaration hilft dabei, minderwertige Füllstoffe zu vermeiden. Individuelle Bedürfnisse berücksichtigen Jeder Hund hat unterschiedliche Ernährungsanforderungen. Während Hunde mit Allergien oder sensibler Verdauung oft von getreidefreiem Futter profitieren, kann für andere Hunde ein ausgewogenes getreidehaltiges Futter ebenso gesund sein. Eine bedarfsgerechte Ernährung ist der Schlüssel zu einem gesunden Hundeleben. Beratung durch Experten Wer unsicher ist, ob getreidefreies Trockenfutter die richtige Wahl für seinen Hund ist, kann sich an einen Ernährungsexperten wenden. Eine professionelle Einschätzung kann helfen, die optimale Futterzusammensetzung für den individuellen Bedarf des Hundes zu finden. Eine sorgfältige Auswahl hochwertiger Zutaten und eine auf den Hund abgestimmte Fütterung sind entscheidend für sein Wohlbefinden.
Die Top 12 ungesunder Hundefutter-Zutaten

Die Top 12 ungesunder Hundefutter-Zutaten

20 Dez 2024
Hundefutter spielt eine wichtige Rolle im Leben eines Hundes. Im Optimalfall sorgt es dafür, dass der Hund sich wohl fühlt und aktiv bleibt. Nur: Hundefutter ist nicht gleich Hundefutter. Ist darin zum Beispiel Fleisch oder Innereien aus Massentierhaltung enthalten, finden sich nahezu immer Rückstände von Antibiotika, Wachstumshormonen, Pestiziden oder anderen Umweltgiften. Diese können die Darmflora schwächen oder zerstören. zu Antibiotika-Resistenzen führen. unfruchtbar machen. die Hormonproduktion stören. Wir haben die aus unserer Sicht zwölf ungesündesten Hundefutter-Zutaten zusammengestellt und zeigen im Anschluss, worauf es bei der Auswahl von Hundefutter ankommt. Die 12 ungesündesten Hundefutter-Zutaten und ihre Risiken Platz: Bei hohen Temperaturen verarbeitete Zutaten Beispiele: extrudiertes Trockenfutter, das heißt alle Zutaten werden in einem sogenannten Extruder auf 130°C bis 200°C erhitzt. Im Anschluss wird das Futter unter Druck und Wasserdampf durch eine Drüse gepresst und in Pellets zerteilt. Risiko: enthalten kaum natürliche (da zerstörte) Nährstoffe; durch die hohen Temperaturen können krebserregende Nebenprodukte entstehen Platz: Pflanzliche Nebenerzeugnisse und Füllstoffe Beispiele: Zuckerrübentrockenschnitzel, Kleie, Schalen, Saatrückstände Risiko: bieten kaum bis keine Nährstoffe; können Verdauungsprobleme verursachen Platz: Pflanzliche Eiweißextrakte Beispiele: Erbsenprotein, Sojaprotein, Kartoffelprotein Risiko: oft minderwertige Ersatzstoffe für tierisches Protein; können Allergien, Verdauungsprobleme, Schilddrüsenprobleme und hormonelle Störungen verursachen Platz: Zucker und Maissirup zur Geschmacksverstärkung Risiko: können zu Fettleibigkeit, Diabetes und Zahnproblemen führen Platz: Carrageen als Verdickungsmittel in Nassfutter Risiko: kann Entzündungen im Verdauungstrakt verursachen und das Krebsrisiko erhöhen Platz: Getreide und Gluten Beispiele: Mais, Soja, Weizen, Mais- und Weizengluten Risiko: Minderwertiges, billiges Protein mit wenig Nährwert; kann Allergien auslösen und Entzündungen fördern; für Hunde schlecht verdaulich; oft durch Pestizide und Schimmelpilzgifte belastet; teilweise gentechnisch verändert Platz: Stark verarbeitete, Omega-6-reiche Pflanzenöle Beispiele: Sonnenblumenöl, Sojaöl, Maiskeimöl, Rapsöl, Distelöl Risiko: hoher Gehalt an Omega-6-Fettsäuren fördert Entzündungen; oft zusätzlich durch industrielle Verarbeitung oxidiert Platz: Öl, Fette oder „tierische Fette“ ohne genauere Angabe als Geschmacksverstärker und Kalorienlieferanten Risiko: können aus minderwertigen Quellen wie Fettabscheidern von Restaurants oder Industrieabfällen stammen; häufig belastet mit Schadstoffen, schädlichen Bakterien und Giften Platz: Synthetische Vitamine für die Deklaration als „Alleinfuttermittel“ Risiko: werden schlecht bis gar nicht aufgenommen; können den natürlichen Vitaminhaushalt des Organismus stören und in hohen Dosen gefährlich sein Platz: Konservierungsstoffe und künstliche Farbstoffe für Haltbarkeit und Optik Beispiele: BHA, BHT, Ethoxyquin Risiko: können Hyperaktivität, Organschäden, Allergien und Hautprobleme verursachen; potenziell krebserregende Effekte Platz: Belastete Innereien aus Massentierhaltung Beispiele: Leber, Niere, Milz, Magen, Lunge Risiko: können Schadstoffe wie Schwermetalle, Pestizide und Antibiotikarückstände enthalten; haben meist keinen Nährwert Platz: Fleischabfälle und Fleischmehl aus Massentierhaltung Beispiele: „Huhn“, „Lamm“ (Bezeichnungen ohne genauere Definition), Fleischmehl, Knochenmehl, „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“, Geflügelnebenerzeugnisse Risiko: täuschen hohen Fleischgehalt vor, enthalten jedoch oft minderwertige Teile und Abfälle wie Schnäbel, Füße, Hufe, Klauen, Häute und Organe und sind meist mit Hormonen, Antibiotika und Pestiziden belastet So wählst du richtig gesunde Hundenahrung aus Damit dein Hund stets gesunde Nahrung in seinem Napf hat, empfehlen wir: Hochwertigen Marken, die ausschließlich natürliche Zutaten verwenden. Hundenahrung mit biologischen Zutaten – anstatt Fleisch aus Massentierhaltung und Pflanzen aus konventioneller, pestizidbelasteter Produktion. Hundenahrung mit eindeutig und klar deklarierten Zutaten, z. B. „Bio-Rindfleisch“ statt „Rind“. Keine stark verarbeiteten Fette und Öle, dafürgesunde, natürliche Fettquellen wie Lachsöl oder Kokosöl. Rezepturen mit klar definierten Proteinquellen, z. B. „Hirschfleisch“ statt „Fleischmehl vom Wild“. Keine Produkte mit langen Zutatenlisten, die künstliche Zusätze oder Füllstoffe enthalten. Aufwertung gesunder Hundenahrung mit ausgesuchten Lebensmitteln auf. Wie das geht, erfährst du hier in unserem Blogartikel „Hundenahrung günstig und gesund ergänzen“. Immer zu 100% richtig - mit unserer hochwertigen Bio-Feuchtnahrung Weil wir Hunde lieben und ihnen ein langes, glückliches Hundeleben wünschen, haben wir eine besondere Hundenahrung entwickelt, die nur die besten und gesündesten Zutaten beinhaltet. 100% reines, purinarmes Muskelfleisch 100% Bio-Fleisch von Tieren aus artgerechter Freilandhaltung 100% hergestellt in Deutschland aus Rohzutaten in Lebensmittelqualität 100% frisches und nährstoffreiches Gemüse 100% getreidefreie bzw. glutenfreie Kohlenhydratlieferanten 100% frei von billigen, belasteten Innereien wie Leber 100% frei von sonstigen tierischen oder pflanzlichen Nebenprodukten 100% frei von synthetischen Vitamin- und Mineralstoffzusätzen
Die besten natürlichen Mittel bei Ohrenentzündung bei Hunden

Die besten natürlichen Mittel bei Ohrenentzündung bei Hunden

26 Apr 2024
Dein Hund riecht aus dem Ohr? Er kratzt sich oft daran oder reibt das Ohr an Gegenständen? Dann hat er ziemlich sicher eine Ohrenentzündung, übrigens eine der häufigsten Erkrankungen bei Hunden. In diesem Beitrag erfährst du, woher so eine Entzündung kommen kann, wie sie sich äußert und wie du am besten vorgehst, damit sie nicht chronisch wird. Wie entsteht eine Ohrentzündung bei Hunden? Anders als beim Menschen sind es bei Hunden eher Probleme wie Allergien, ein geschwächtes Immunsystem oder Infektionen von außen, die eine Ohrenentzündung auslösen. Daher besteht in der Regel auch keine Ansteckungsgefahr für andere Hunde oder Tiere, es sei denn, es handelt sich um eine Infektione oder einen Pilzbefall. Bakterielle und Pilz-Infektionen Eine der häufigsten Ursachen für Ohrenentzündungen bei Hunden sind Infektionen mit Bakterien oder Pilzen, die sich im Gehörgang ansiedeln. Viren Auch Viren spielen bei Ohrenentzündungen oft eine Rolle. Sie greifen die Ohren zwar nicht direkt an, können aber die Schutzbarriere der Haut im Gehörgang schwächen. Das erleichtert es Bakterien oder Hefen, eine Infektion zu verursachen. Allergien Manche Hunde reagieren allergisch auf bestimmte Substanzen in ihrem Umfeld. Dazu gehören Pollen oder Staubmilben, aber auch Allergieauslöser im Futter. Diese Allergene können zunächst zu einer Reizung und im weiteren Verlauf zu einer Entzündung des Gehörgangs führen. Oft wird diese dann chronisch, wenn der Auslöser nicht gemieden bzw. möglichst komplett eliminiert wird. Anatomische Faktoren Auch die Anatomie deines Hundes kann eine Rolle spielen. Hunde mit hängenden Ohren, wie Beagle oder Cocker Spaniel, sind aufgrund der begrenzten Belüftung und des Feuchtigkeitsstaus in ihren Ohren anfälliger für Infektionen. Fremdkörper Gras, Schmutz oder Grannen von Getreidefeldern, die sich tief in der Haut verhaken, in den Gehörgang gelangen und so letztlich zu einer Entzündung führen können. Nährstoffmangel und geschwächte Darmflora Ein schwaches Immunsystem begünstigt Entzündungen, insbesondere an exponierten Stellen wie Haut, Augen, Rachenraum – oder eben den Ohren. Nährstoffe wie vollwertiges Vitamin A (Retinol) und die Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA sind dann besonders wichtig. Für beide ist Lebertran eine der reichhaltigsten natürlichen Quellen. Was deutet auf eine Ohrenentzündung bei Hunden hin? Obwohl die Symptome je nach Ursache und Schweregrad variieren können, solltest du bei diesen Anzeichen hellhörig werden: Ohrgeruch Ein unangenehmer Geruch entströmt den Ohren deines Hundes. Oft wird dieser von übermäßig viel Ohrenschmalz begleitet. Ohrenschmalz Dein Liebling hat mehr Ohrenschmalz als üblich – manchmal auch dunkler oder anders gefärbt. Ohrkratzen oder Reiben Dein Hund kratzt sich oft intensiv an den Ohren oder reibt sie an Gegenständen, um den Juckreiz oder das Unbehagen zu lindern. Rötung und Schwellung Die Haut in und um das Ohr herum ist gerötet und geschwollen. Ohrschmerzen Dein Liebling zeigt Anzeichen von Schmerzen, wie ein hängendes oder schief gehaltenes Ohr, besonders wenn es berührt wird. Ohrenschütteln Schüttelt dein Hund häufig den Kopf oder bewegt er seine Ohren hin und her, tut er das vielleicht, um sich Abhilfe zu verschaffen. Es kann aber auch einfach darauf hindeuten, dass sich zu viel Ohrenschmalz oder ein Fremdkörper im Ohr befindet. Ausfluss Du stellst einen Ausfluss aus dem Ohr fest, sei es Blut, Eiter oder wässriges Sekret. Hörverlust In fortgeschrittenen, chronischen Fällen kann eine Ohrenentzündung zu vorübergehendem oder dauerhaftem Hörverlust führen, vor allem, wenn das Mittelohr betroffen ist. Erste Anlaufstelle Im ersten Schritt solltest du zum Tierarzt oder Tierheilpraktiker gehen. Nur er oder sie kann eine genaue Diagnose stellen. In der Regel wird dabei mittels Ohrabstrich überprüft, ob Bakterien, Hefen oder Pilze Auslöser der Entzündung sind. Mit einem Otoskop wird das Innere des Ohrs genauer untersucht, vor allem das Trommelfell. Je nachdem, welcher Bereich entzündet ist, spricht man von: einer Otitis externa (äußerer Gehörgang und Ohrmuschel) einer Otitis media (Mittelohr) einer Otitis interna (inneres Ohr) Achtung: Oft empfiehlt der Tierarzt eine Antibiose, also eine medikamentöse Behandlung mit Antibiotika. Diese hilft allerdings nur gegen Bakterien. Bei allen anderen Ursachen – Pilzen, Viren, Allergien, Fremdkörpern oder anatomischen Gründen – helfen Antibiotika nicht viel – und können das Immunsystem langfristig sogar schwächen. Manchmal wirkt die erste Antibiose auch nicht, oder die Bakterien sind resistent, und es werden immer mehr Antibiotika verschrieben. Nebenwirkungen wie Verdauungsprobleme oder Übelkeit sind dann keine Seltenheit. Tipp: Wäge also selbst ab, was am sinnvollsten ist – ein Antibiotikum oder die Kombination mehrerer natürlicher Mittel, die den Organismus von außen wie von innen bei der Bekämpfung der Ursache unterstützen. Generell gilt es, Geduld zu haben – die Behandlung einer Ohrenentzündung kann mehrere Tage bis Wochen dauern. Naturheilmittel zeigen Wirkung! Anstatt den Organismus sofort mit Antibiotika zu belasten, kannst du erst mal den natürlichen Weg gehen. Es gibt ganz einfache, 100% natürliche Mittel, um eine Ohrinfektion zu bekämpfen. Knoblauchöl, Kokosöl, Schwarzkümmelöl und kolloidales Silber haben alle ein sehr breites antibiotisches, antivirales und antimykotisches Wirkspektrum – und das unabhängig davon, was die Infektion verursacht hat. Im Gegensatz zu herkömmlichen Antibiotika tragen sie auch nicht zum Problem resistenter Bakterien bei. Knoblauchöl mit Kokosöl Knoblauchöl wirkt stark anti-entzündlich, insbesondere gegen Bakterien, Pilze und andere Mikroben. In der Kombination mit Kokosöl als Trägerstoff lässt sich das Knoblauchöl optimal verteilen. Die Wirkung wird durch die ebenfalls anti-mikrobiellen Eigenschaften des Kokosöls noch weiter unterstützt. Anwendung: Einfach eine oder mehrere Knoblauchzehen auspressen und den Saft auffangen. Einige Tropfen mit 1 TL Bio-Kokosöl vermischen und ins Ohr geben. Schwarzkümmelöl mit Kokosöl Auch Schwarzkümmelöl bekämpft Mikroben und hat entzündungshemmende Eigenschaften. Es kann das Immunsystem unterstützen, Entzündungen reduzieren, Schwellungen lindern und Bakterien oder Pilze abwehren. Anwendung: Einige Tropfen davon mit 1 TL Bio-Kokosöl vermischen und ins Ohr geben. Kolloidales Silber mit Kokosöl Kolloidales Silber ist eines der wirksamsten Mittel gegen Ohrenentzündungen und dabei völlig natürlich. Seine winzigen Silberpartikel haften an den Zellwänden schädlicher Mikroorganismen, hemmen deren Enzymproduktion und ersticken sie. Bei Viren können sie den Vermehrungsprozess stören und so die Ausbreitung viraler Infektionen bremsen. Anwendung: Kolloidales Silber ist flüssig und kann ganz leicht direkt in die Ohrmuschel getropft und dort verteilt werden. Für alle Öle und Flüssigkeiten gilt: sehr sparsam und nur oberflächlich auftragen. Einige Tropfen genügen in der Regel. Was du sonst noch bei Ohrenentzündung tun kannst Um die Schmerzen deines Hundes zu lindern, kannst du: seine Ohren sauber halten Entferne überschüssiges Ohrenschmalz oder Sekret regelmäßig sanft mit einem weichen Tuch oder einer Mullbinde. Wichtig ist, keine scharfen Gegenstände in das Ohr einzuführen. mit Kokosöl Mikroben und Parasiten reduzieren Kokosöl wirkt antimikrobiell, duftet lecker und wirkt abweisend auf Parasiten. Angereichert mit einem Tropfen Knoblauch- oder Schwarzkümmelöl wird die Wirkung noch erheblich verstärkt (sofern hierauf keine Allergie besteht, was allerdings extrem selten ist). Massiere die Mischung sanft ins Ohr ein. ihn in warmem Wasser baden Ein lauwarmes Bad kann den Juckreiz lindern und das Wohlbefinden deines Hundes verbessern. Außerdem hat es oft eine beruhigende Wirkung. Wichtig: im Anschluss die Ohren wieder komplett trocknen! kühlende Kompressen auftragen Bei Schwellungen oder Schmerzen können kühlende Kompressen Linderung verschaffen. Trage sie vorsichtig auf die äußere Ohrfläche auf. Achtung: Die Kompressen sollten nicht zu kalt sein und der Kontakt mit den empfindlichen Ohren deines Hundes überwacht werden. Auch gesunde Ernährung kann bei Ohrenentzündung helfen Die Schleimhäute und Darmflora deines Vierbeiners sorgen dafür, dass sein Immunsystem stark bleibt. Schleimhäute Diese dünnen, feuchten Gewebeschichten in Nasen-Rachen-Raum, Lunge oder Magen-Darm-Trakt dienen als Barriere und schützen den Körper vor äußeren Einflüssen wie Bakterien, Viren, Allergenen und anderen schädlichen Substanzen. Eine intakte und gesunde Schleimhautbarriere ist daher entscheidend, um das Eindringen von Allergenen zu verhindern und allergische Reaktionen zu reduzieren. Darmflora Die Darmflora besteht aus einer Vielzahl von Mikroorganismen, einschließlich Bakterien, Viren und Pilzen, die im Darmtrakt leben. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Verdauung von Nahrungsmitteln, der Synthese von Vitaminen, der Stärkung der Darmbarriere und der Regulation des Immunsystems. Eine gesunde Darmflora ist also wichtig für ein ausgewogenes Immunsystem. Sie fördert die Produktion von entzündungshemmenden Substanzen und reguliert gleichzeitig die Immunantwort gegen schädliche Eindringlinge. Ein Ungleichgewicht entsteht meist durch eine langfristig ungünstige Ernährung. Um die Gesundheit der Schleimhäute und der Darmflora zu erhalten, ist ein gesunder Lebensstil, die Vermeidung von Allergenen und die Unterstützung der Darmgesundheit mit pro- und präbiotischen Nahrungsmitteln sowie eine ausgewogene Ernährung wichtig. Mit 100% Bio-Muskelfleisch ohne Innereien, Bio-Gemüse und frei von jeglichen Nebenprodukten bietet dir Alpha Natural 100% gesunde Hundenahrung. Hier zu gesunder Hundenahrung
Gallenblasensludge | Ursachen, Behandlung & Prävention von Gallensteinen bei Hunden (und Menschen)

Gallenblasensludge | Ursachen, Behandlung & Prävention von Gallensteinen bei Hunden (und Menschen)

28 Mär 2023
Ganzheitliche Behandlung von zäher Gallenflüssigkeit (Gallenblasensludge) Die Diagnose „Gallenblasensludge“ erfordert ein schnelles und konsequentes Handeln, um die Bildung fester Gallensteine oder eine gefährliche Gallenblasenmucozele (Ansammlung von Schleim in der Gallenblase aufgrund einer Verstopfung des Gallengangs) zu verhindern. In der ganzheitlichen Tiermedizin ruht die Therapie auf drei Säulen: Verflüssigung der Galle Unterstützung der Leberfunktion  Optimierung der Ernährung, um den Gallenfluss regelmäßig anzuregen Ziel ist, das eingedickte Sekret wieder fließfähig zu machen und gleichzeitig die Entzündungsneigung im Gallensystem zu reduzieren. Galle verdünnen und Gallensteinen vorbeugen bei Hunden und Menschen Kurz & knapp: Wie kann man die Gallenfunktion verbessern und Gallenflüssigkeit unterstützen? Freimachen der Gallengänge mit Gallensalzen (ox bile) und TUDCA Gallensaftbildung unterstützen mit Mariendistelextrakt und Cholin Unterstützung der Verdauung mit Enzymen (Lipase, Amylase, Protease), Probiotika & Präbiotika Ernährungsumstellung: Kein Getreide & kurzkettige Kohlenhydrate, mehr Ballaststoffe, hochwertiges und eiweißreiches Fleisch Heilung der Gallenblase ist möglich Jeder, dessen Hund schon einmal Schmerzen hatte und gelitten hat, weiß, wie sehr wir mit ihnen leiden. Gerade Schmerzen rund um Gallenblase, Leber und Bauchspeicheldrüse können extrem sein, bei Hunden wie auch bei Menschen. Diese Organe wieder zu heilen, ist ein langer Weg und oft auch eine Tortur, nicht nur für den Hund, sondern auch für seinen Halter. Es gibt jedoch durchaus gute Wege, um der Gallenblase und dem Hund zu helfen. Was ist Gallbladder Sludge (zu dicke Gallenflüssigkeit)? Bei Gallenblasensludge besteht das Problem meist nicht darin, dass zu viel Gallensäure gebunden werden müsste. Vielmehr ist die Galle zu dickflüssig, kann nicht richtig abfließen und so nicht richtig zur Verdauung beitragen. Die Gänge in Leber und Bauchspeicheldrüse verstopfen. Darüber hinaus ist Gallenblasensludge die Vorstufe von Gallensteinen, die extrem schmerzhaft sein können. Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit Die Gallenflüssigkeit besteht unter anderem aus Cholesterin, Bilirubin, Gallensalzen, und Kochsalz. Je weniger Gallensalze und je mehr Cholesterin, Bilirubin und andere Stoffe in der Gallenflüssigkeit vorhanden sind, desto zähflüssiger wird sie. Der erhöhte Cholesteringehalt entsteht jedoch normalerweise nicht aus cholesterinhaltiger Nahrung (Cholesterin ist sogar sehr wichtig, da es die Basis für alle Hormone, die Bildung von Gehirnzellen und mehr ist). Stattdessen wird im Körper vermehrt Cholesterin gebildet, wenn zu viele kurzkettige Kohlenhydrate konsumiert werden. Gallenproduktion Galle wird sowohl durch die Leber als auch von Mikroorganismen erzeugt. Die Probleme können also sowohl mit mangelnder Produktion in der Leber bzw. verstopften Gallengängen zusammenhängen, wie auch mit Antibiotika, welche die freundlichen Bakterien im Darm zerstört haben. Im weiteren Verlauf wird die Galle zu dick. So entstehen Verstopfungen, die dann wiederum zu Schmerzen führen - wie auch zu Gallensaft-Resten in den Lebergängen und der Bauchspeicheldrüse, was dort Entzündungen verursacht - nicht umgekehrt. Ernährung: Der Motor des Gallenflusses Die Gallenblase arbeitet nach dem Prinzip „Use it or lose it“. Wird sie nicht regelmäßig zur Kontraktion angeregt, dickt die Flüssigkeit ein. Dadurch haben folgende Faktoren einen starken Einfluss auf den Gallenfluss: Häufigere Fütterungsintervalle Bei gesunden Hunden ist Fasten zwischen der letzten Mahlzeit am Nachmittag und der ersten am Morgen sehr gesundheitsfördernd. An Gallenblasensludge erkrankten Hunde hingegen sollten mit 2 bis 4 kleinere Portionen über den Tag verteilt gefüttert werden. Jede Nahrungsaufnahme löst dabei einen Reiz aus, der die Gallenblase zur Entleerung stimuliert. So bleibt die Flüssigkeit in Bewegung und Sedimente können sich schwerer absetzen. Der Fettgehalt – eine Frage der Balance: Bei akuten Problemen wird oft intuitiv fast fettfrei gefüttert. Dies kann jedoch kontraproduktiv sein, da Fett der stärkste Reiz für die Gallenblasenentleerung ist. Eine moderate Menge an hochwertigen, leicht verdaulichen Fetten (z. B. Lebertran, Algenöl, Rinderfett oder Kokosöl) ist notwendig, um den Fluss aufrechtzuerhalten. Extrem fettreiche Rationen sollten dabei vermieden werden, um Leber und Pankreas nicht zu überfordern. Hydration ist essenziell: Galle besteht zu einem Großteil aus Wasser. Trinkt der Hund zu wenig oder erhält er ausschließlich Trockenfutter, kann dies die Eindickung begünstigen. Die Fütterung von Nassfutter oder das Anreichern des Futters mit warmem Wasser bzw. Knochenbrühe ist eine einfache, aber effektive Basismaßnahme. Dabei ist sauberes Trinkwasser wichtig, etwa gefiltert mit einer Osmoseanlage. Wie lässt sich die Gallensaftbildung natürlich unterstützen? Neben der Anpassung der Fütterungsroutine hält die Naturheilkunde potente Wirkstoffe bereit, die sowohl die Produktion der Galle in der Leber als auch deren Abfluss fördern. Bitterstoffe: Training für die Galle Bitterstoffe sind in der modernen Hundeernährung oft Mangelware, doch für den Gallenstoffwechsel sind sie unverzichtbar. Sie regen die Produktion von Verdauungssäften an und fördern die Leberentgiftung. Artischockenblätter: Enthalten den Wirkstoff Cynarin, der nachweislich den Gallenfluss steigert und die Leberzellen schützt. Löwenzahnwurzel: Ein Klassiker in der Lebertherapie, der sanft die Gallensekretion anregt und harntreibend wirkt, was die Ausscheidung von Toxinen fördert. Kurkuma (Curcumin): Wirkt stark entzündungshemmend und fördert die Entleerung der Gallenblase. Vorsicht bei komplettem Verschluss der Gallenwege durch Steine: Hier sollte auf Mittel wie Kurkuma verzichtet werden, um keine Kolik auszulösen. Mariendistel: Leberschutz Da Galle in der Leber produziert wird, ist eine gesunde Leber die Voraussetzung für gesunde Galle. Das in der Mariendistel enthaltene Silymarin stabilisiert die Zellmembranen der Leberzellen, verhindert das Eindringen von Toxinen und fördert die Regeneration des Gewebes. Tipp: Kombinationspräparate, die Mariendistel, Artischocke und Löwenzahn vereinen, haben sich in der Praxis bewährt, da sie an verschiedenen Punkten des Stoffwechsels ansetzen. TUDCA: Mehr als nur ein "Gallen-Verflüssiger" Um die Gallengänge wieder frei zu bekommen und die Gallenflüssigkeit zu verdünnen, gibt es zwei einfache Maßnahmen: Gallensalze (bile salts) und TUDCA (Tauroursodeoxycholsäure). Was sind Gallensalze? Gallensalze (oder Gallensäuren) sind Verbindungen, die aus Cholesterin in der Leber synthetisiert werden und eine entscheidende Rolle im Verdauungsprozess spielen. Sie sind Hauptbestandteile der Galle, einer Flüssigkeit, die in der Leber produziert und in der Gallenblase gespeichert wird. Bei Bedarf wird die Galle in den Dünndarm freigesetzt, um die Verdauung von Fetten zu unterstützen. Hier sind einige wichtige Funktionen von Gallensalzen: Emulgieren von Fetten: Gallensalze helfen, große Fetttröpfchen in kleinere Tröpfchen zu zerlegen, was die Oberfläche vergrößert und die Wirkung von Lipasen (fettspaltenden Enzymen) erleichtert. Dies ist entscheidend für die effiziente Verdauung und Absorption von Fetten und fettlöslichen Vitaminen (A, D, E und K). Förderung der Fettabsorption: Durch die Emulgierung von Fetten ermöglichen Gallensalze eine bessere Absorption von Fettsäuren und Monoglyceriden im Dünndarm. Sie bilden auch Micellen, die die Aufnahme von fettlöslichen Nährstoffen erleichtern. Regulation des Cholesterinstoffwechsels: Gallensalze spielen eine Rolle im Cholesterinstoffwechsel, indem sie helfen, Cholesterin in die Galle zu integrieren und dessen Ausscheidung zu fördern. Dies trägt zur Aufrechterhaltung eines gesunden Cholesterinspiegels im Körper bei. Antimikrobielle Eigenschaften: Gallensalze haben auch antimikrobielle Eigenschaften, die dazu beitragen können, das Wachstum von pathogenen Bakterien im Darm zu kontrollieren. Signalübertragung: Gallensalze wirken als Signalmoleküle und können verschiedene physiologische Prozesse im Körper regulieren, einschließlich der Regulation des Stoffwechsels und der Immunantwort. Insgesamt sind Gallensalze für die Verdauung und Absorption von Fetten unerlässlich und tragen zur Aufrechterhaltung der allgemeinen Gesundheit des Verdauungssystems bei. Ein Ungleichgewicht oder eine Störung in der Produktion oder Funktion von Gallensalzen kann zu Verdauungsproblemen und anderen gesundheitlichen Beschwerden führen. Was ist TUDCA? TUDCA (Tauroursodeoxycholic Acid) ist ein Gallensalz, das in der Leber produziert wird und eine wichtige Rolle im Fettstoffwechsel und bei der Verdauung spielt. Es ist auch als Nahrungsergänzung in Kapselform erhältlich. In der Behandlung von Cholestase (Gallenstau) und Sludge gilt TUDCA mittlerweile als Goldstandard. Es handelt sich um eine hydrophile (wasserliebende) Gallensäure, die ursprünglich aus der Bärengalle isoliert wurde, heute aber synthetisch hergestellt wird. TUDCA verdrängt toxische, hydrophobe Gallensäuren aus dem Gallenpool und macht das Sekret dünnflüssiger. TUDCA hat mehrere potenzielle gesundheitliche Vorteile, insbesondere in Bezug auf die Leber- und Gallengesundheit: Schutz der Leberzellen: TUDCA kann helfen, Leberzellen vor Schäden zu schützen, die durch Toxine, Entzündungen oder andere schädliche Einflüsse verursacht werden. Förderung der Gallenproduktion: Es kann die Produktion und den Fluss von Galle unterstützen, was wichtig für die Verdauung von Fetten ist. Reduzierung von Cholestase: TUDCA wird häufig zur Behandlung von Cholestase eingesetzt, einem Zustand, bei dem der Gallenfluss gestört ist. Es kann helfen, die Symptome zu lindern und die Gallenwege zu entlasten. Antioxidative Eigenschaften: TUDCA hat antioxidative Eigenschaften, die dazu beitragen können, oxidative Schäden in der Leber zu reduzieren. Unterstützung der Zellgesundheit: Es kann die Apoptose (programmierter Zelltod) regulieren und somit zur Gesundheit der Zellen beitragen. Neue Erkenntnisse zu TUDCA Neuere Forschungen zeigen, dass das Potenzial von TUDCA noch weit über die oben genannten Effekte hinausgeht. Zellschutz auf molekularer Ebene: Die Rolle von TUDCA bei Zell-Stress Die Wirkung von TUDCA beschränkt sich nicht auf die physikalische Verdünnung der Gallenflüssigkeit. Neuere Forschungen zeigen einen tiefergehenden Mechanismus, der für die Regeneration der Leber essenziell ist: Die Reduktion von sogenanntem ER-Stress (Stress im Endoplasmatischen Retikulum, einem Zellbestandteil). Wenn Leberzellen durch toxische Gallensäuren, Stauung (Cholestase) oder Entzündungen belastet werden, falten sich Proteine im Inneren der Zelle fehlerhaft. Dies führt zu Stress im Zellinneren und signalisiert der Zelle oft, den programmierten Zelltod (Apoptose) einzuleiten – Gewebe stirbt ab. TUDCA kann hier als "Chaperon" (engl. für chemischer "Begleiter") wirken. Es stabilisiert die Proteine, reduziert den Stress im Endoplasmatischen Retikulum und kann so verhindern, dass Leber- und Gallenwegszellen absterben. TUDCA schützt das Organ also aktiv vor der Selbstzerstörung durch die aggressive, gestaute Galle (vgl. Ozcan et al., Science, 2006; Amaral et al., 2009).   Positive Effekte von TUDCA auf den Zuckerstoffwechsel Häufig treten Gallenblasenprobleme wie Sludge gemeinsam mit Übergewicht oder einer Insulinresistenz (einer Vorstufe von Diabetes) auf. Hier zeigt TUDCA einen spannenden Synergieeffekt: Studien deuten darauf hin, dass TUDCA die Insulinsensitivität der Zellen verbessern kann. Indem es Entzündungsmarker reduziert und den Zellstoffwechsel normalisiert, unterstützt es den Körper dabei, Blutzucker wieder effizienter zu verarbeiten (vgl. Kars et al., Diabetes, 2010). Für Hunde, die aufgrund von metabolischen Problemen zu Gallenblasensludge neigen, ist TUDCA daher ein doppelter Gewinn: Es fördert den Gallenfluss und unterstützt gleichzeitig die Regulation des Stoffwechsels. Neuroprotektion bei Seniorhunden Gallenblasenprobleme betreffen sehr häufig ältere Hunde. In diesem Lebensabschnitt lässt oft auch die kognitive Leistung nach. Interessanterweise ist TUDCA in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Wissenschaftliche Untersuchungen an Tiermodellen zeigen, dass die zellschützenden (anti-apoptotischen) Eigenschaften von TUDCA auch im Gehirn wirken und dort Nervenzellen vor Degeneration schützen können (vgl. Keene et al., PNAS, 2002). Der Einsatz von TUDCA kann bei Senioren also einen willkommenen Nebeneffekt haben: Die Unterstützung der neurologischen Gesundheit und des allgemeinen Zellschutzes im Alter.     Einnahme von Gallensalzen und TUDCA Wichtig ist: TUDCA stets auf nüchternen Magen, Gallensalze (bile salts) direkt zu den Mahlzeiten geben. Warum Gallensalze? Diese helfen, die Verstopfungen zu lösen und den Fluss wieder in Gang kommen zu lassen. Wann gebe ich TUDCA? Morgens und nachmittags auf nüchternen Magen. Warum auf nüchternen Magen? Direkt mit Nahrung würden sie nur das Essen verdauen helfen, nicht aber den Fluss wieder in Gang bringen. Wann gebe ich Gallensalze? Während oder nach den Mahlzeiten, um die Verdauung von Fetten zu unterstützen. Wie finde ich Gallensalze? Nach "ox bile" oder "bile salts" suchen. Bewegung und Osteopathie bei Gallenblasensludge Oft unterschätzt, aber wirkungsvoll: Mechanische Reize durch Bewegung. Die Gallenblase ist ein Hohlorgan, das auch durch die Bewegung des Körpers massiert wird. Regelmäßige, moderate Bewegung (Traben, Schwimmen) fördert die Darmmotorik und den Stoffwechsel. In der Osteopathie können zudem Spannungen im Bereich des Zwerchfells und der Leberaufhängung gelöst werden, was die Durchblutung und den Abfluss der Organe mechanisch verbessern kann. Zusammenfassung: Wie lässt sich die Gallensaftbildung unterstützen? Pflanzliche Nahrungsergänzung für die Leber Mariendistelextrakt Cholin (in rohem Bio-Eigelb oder als Kapseln) Gallensalze Ox bile (Ochsengalle) bzw. Bile salts (Gallensäure) TUDCA Entlastung der Verdauung Enzyme (Lipase, Amylase, Protease) Ernährung Kein Getreide, Vermeidung anderer kurzkettiger Kohlenhydrate (Reis, etc.) Vermehrt Ballaststoffe aus Gemüse Hochwertiges, eiweißreiches Muskelfleisch Moderat gesunde Fette Ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Vermeidung von Trockenfutter Probiotika & Präbiotika für die Vermehrung gesunder Darmbakterien Fazit: Geduld und Konsequenz Gallenblasensludge verschwindet nicht über Nacht. Die Auflösung des Sediments ist ein Prozess, der oft Wochen oder Monate dauert. Eine konsequente Umstellung auf mehrere kleine, feuchtigkeitsreiche Mahlzeiten, kombiniert mit Leberunterstützung und dem gezielten Einsatz von TUDCA, bietet jedoch hervorragende Chancen, die Gallenblase wieder "frei" zu bekommen und eine Operation zu vermeiden. Regelmäßige Ultraschall-Kontrollen beim Tierarzt sind dabei unerlässlich, um den Fortschritt zu überwachen. Studien Reduktion von ER-Stress und Zellschutz (Zytoprotektion) Ozcan, U. et al. (2006). Chemical chaperones reduce ER stress and restore glucose homeostasis in a mouse model of type 2 diabetes. Science.https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16931765/ Amaral, J.D. et al. (2009). Bile acids: regulation of apoptosis by ursodeoxycholic acid and tauroursodeoxycholic acid.https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19417220/ Verbesserung der Insulinsensitivität & Stoffwechsel Ein wichtiger Faktor für Gallenblasensludge ist ein gestörter Fett- und Zuckerstoffwechsel (oft Vorstufe zu Diabetes). TUDCA verbessert nachweislich die Insulinsensitivität in Leber und Muskeln. Kars, M. et al. (2010). Tauroursodeoxycholic Acid may improve liver and muscle but not adipose tissue insulin sensitivity in obese men and women. Diabetes.https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20522594/ Neuroprotektion (Schutz von Nervenzellen) TUDCA kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden und wirkt anti-apoptotisch (zellschützend) im Gehirn. Dies ist besonders für Seniorhunde relevant, die oft gleichzeitig unter organischen Problemen (Galle/Leber) und kognitivem Abbau leiden. Keene, C.D. et al. (2002). Tauroursodeoxycholic acid, a bile acid, is neuroprotective in a transgenic animal model of Huntington's disease. PNAS.https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12149470/ Studie: Vang, S. et al. (2014). The unexpected uses of urso- and tauroursodeoxycholic acid in the treatment of non-liver diseases.https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24891994/   Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information über Gallenblasenerkrankungen und ernährungsphysiologische Zusammenhänge. Er ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Insbesondere bei Verdacht auf Gallensteine oder einen Gallenwegsverschluss muss zwingend Rücksprache mit einem Tierarzt gehalten werden.
Giardien beim Hund - Natürlich behandeln und loswerden

Giardien beim Hund - Natürlich behandeln und loswerden

16 Feb 2023
Natürliche Giardienbehandlung für Hunde – Effektive Methoden ohne Medikamente Kurz & knapp: Giardien loswerden in 6 Schritten Giardien die Nahrungsgrundlage entziehen Gesunde Darmflora aufbauen, die gegen Giardien resistent ist Durchfall bekämpfen Immunsystem und Abtötung der Giardien unterstützen Ausscheidung der noch vorhandenen Giardien fördern Für eine saubere Umgebung sorgen und eine erneute Ansteckung vermeiden Alle Infos zu Giardien bei Hunden zusammengefasst im Video Giardien beim Hund: Was sind Giardien? Giardien sind hartnäckige Darmparasiten, die viele Hunde betreffen. Sie kommen nicht nur bei Hunden aus dem Mittelmeerraum vor, sondern existieren auch in Deutschland. Für Hundehalter, die nach einer natürlichen Giardienbehandlung für Hunde suchen, gibt es wirksame Methoden, Giardien ohne Medikamente loszuwerden. Woher kommen Giardien beim Hund? Giardien leben in stehenden Gewässern. Sie werden meist durch Trinken aus verunreinigtem Wasser aufgenommen, wo sie monatelang überleben können. Wie steckt sich mein Hund mit Giardien an? Hunde, die gerne aus Pfützen, Teichen oder Wasserlöchern trinken, können sich also leicht infizieren. So schnell eine Infektion passiert ist - umso langwieriger kann die Behandlung von Giardien beim Hund sein, um die Parasiten wieder loszuwerden. In diesem Beitrag erfährst du, wie du Giardien beim Hund behandeln und gleichzeitig Durchfall und andere Symptome effektiv und ganz natürlich lindern kannst, ohne Medikamente einzusetzen. Risikogruppen bei Hunden: Welche Tiere sind besonders gefährdet? Vor allem junge Hunde wie Welpen oder Tiere mit einem geschwächten Immunsystem haben ein erhöhtes Risiko, sich mit Giardien zu infizieren. Diese Risikogruppen profitieren besonders von einer gezielten Giardien-Behandlung für Welpen und einer regelmäßigen Kontrolle, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Auch Hunde, die in Gruppen gehalten werden – etwa in Hundetagesstätten, Hundehotels, Tierheimen, bei Züchtern oder mit intensivem Kontakt zu anderen Hunden – sind häufiger betroffen. Durchfall durch Giardien Giardien vermehren sich an den Darmwänden, schädigen dort die Schleimhaut und führen zu Durchfall. Da die Darmschleimhaut normalerweise der Aufnahme von Nährstoffen dient, entsteht so gleichzeitig ein Nährstoffmangel. Mangelerkrankungen können die Folge sein. Da der Darm nicht mehr richtig arbeiten kann, kommt es zu ständigem weichen Kot oder persistierendem (immer wiederkehrendem) Durchfall. In fortgeschrittenen Fällen, wenn sich eine Darmentzündung entwickelt, kann der Durchfall auch blutig sein - was allerdings auch bei einer Gastritis (Magenschleimhautentzündung) auftreten kann. Übertragung von Giardien Ein infiziertes Tier scheidet mit dem Kot Giardienzysten aus - und auch durch Speichel können diese übertragen werden. Durch die Ausscheidung von Giardienzysten wird das Umfeld zuhause und die Umgebung beim Spaziergang verunreinigt, und auch andere Hunde können sich so infizieren. Je stärker und ausgereifter jedoch die Darmflora eines Hundes, desto geringer das Risiko einer Ansteckung. Auch im selben Haushalt muss es nicht zu einer Infektion weiterer Rudeltiere kommen. Ausgewachsene Hunde infizieren sich erheblich seltener als junge. Giardien als Zoonose Giardien gehören zu den Zoonosen - das heißt, sie können theoretisch auch auf den Menschen übertragen werden. Das ist jedoch extrem selten und sehr unwahrscheinlich. Symptome einer Giardien-Infektion: Woran erkenne ich Giardien beim Hund? Giardien können verschiedene Beschwerden auslösen, die oft nicht sofort als solche erkannt werden. Typische Symptome sind wiederkehrender, teils übelriechender Durchfall, Blähungen und ein glanzloses Fell. Betroffene Hunde wirken manchmal abgeschlagen oder haben Appetitprobleme. Wer diese Symptome bei seinem Hund erkennt, sollte aufmerksam bleiben und rechtzeitig eine Giardien-Diagnose in Betracht ziehen: persistierende Durchfälle schleimiger oder fettiger abwechselnd mit relativ normalem Kot stark riechender Kot Blähungen Gewichtsverlust Abgeschlagenheit Bauchschmerzen & Unwohlsein Reduzierter Appetit Fellprobleme Diagnose einer Giardien-Infektion: So erkennt der Tierarzt Giardien beim Hund Um eine Giardien-Infektion sicher festzustellen, führt der Tierarzt spezielle Tests durch. Meist werden dabei Kotproben über mehrere Tage (mindestens 3) gesammelt und auf Giardien untersucht, da die Parasiten nicht immer kontinuierlich ausgeschieden werden. Eine Empfehlung für bessere Ergebnisse ist auch, an mehreren Stellen des Kots Proben zu nehmen Die Proben werden dann in einem luftdicht verschließbaren Röhrchen gesammelt Das Röhrchen sollte auch groß genug sein, um Proben mehrerer Tage aufzunehmen. Mithilfe von speziellen Schnelltests oder mikroskopischen Untersuchungen kann der Nachweis erfolgen. Er ist jedoch nicht immer zu 100% zuverlässig - sowohl "false positives" (es wird ein Befall festgestellt, obwohl er nicht vorliegt - sehr unwahrscheinlich) als auch "false negatives" (es wird kein Befall festgestellt, obwohl er vorliegt - eher wahrscheinlich) sind möglich. Anschließend lässt sich eine gezielte Behandlung einleiten. Problematisch: Giardien-Medikamente und ihre Wirkung auf die Darmflora Manchmal geht es nicht ohne Medikamente. Im Fall von Giardien jedoch verschlimmern sie die Situation im Darm meist noch. Sie greifen die Darmflora an und zerstören dabei auch gesunde Darmbakterien und Pilze. Diese sind jedoch notwendig, um das natürliche Gleichgewicht im Mikrobiom aufrechtzuerhalten. Werden sie durch die Medikamente stark dezimiert oder fehlen ganz, gewinnen pathogene (krankmachende) Baktieren und Pilze die Oberhand. Auch kleinste Mengen noch vorhandener Giardien können sich so ungehindert immer wieder erneut ausbreiten. Eine weitere Folge der gestörten Darmflora ist ein geschwächtes Immunsystem - was wiederum Neuinfektionen mit Giardien begünstigt, wie auch zu chronischen Entzündungen an anderen Stellen und weiteren Folgeerkrankungen führen kann. Auch können diese Medikamente Nebenwirkungen haben, wie Erbrechen überschießende Immunreaktionen anhaltende Durchfälle schlechter Allgemeinzustand Appetitlosigkeit Zusätzlich können Resistenzen entstehen, und es kommt zu immer wiederkehrendem Befall mit Giardien nach wenigen Wochen. Es entsteht ein Teufelskreis aus Giardien-Medikamentengabe, Antibiotikagabe, Schwächung der Darmflora, Reinfektion mit Giardien, Medikamentengabe, etc. Giardien natürlich behandeln beim Hund: Akut-Maßnahmen, Therapie und langfristige Unterstützung Eine Giardien-Infektion kann für Hunde und ihre Halter eine Herausforderung darstellen - doch es gibt verschiedene natürliche Wege, um diese Parasiten gezielt zu bekämpfen. Mit einer Kombination aus akuten Maßnahmen und langfristigen, sanften Therapien lassen sich die Symptome lindern, das Immunsystem des Hundes stärken und die Parasiten eliminieren. Von speziellen Futterergänzungen bis zu pflanzlichen Mitteln – es gibt viele Möglichkeiten, Giardien beim Hund auf natürliche Weise zu behandeln und das Wohlbefinden des Tieres nachhaltig zu unterstützen. Hat sich ein Hund mit Giardien infiziert und akut Durchfall, oder sich schon mehrfach reinfiziert, sind folgende Schritte für einen natürlichen Heilungsprozess essentiell: 1. Giardien die Nahrungsgrundlage entziehen Fasten zur Unterstützung der Darmerholung Reset des Darms initiales Langzeitfasten 24-48h tägliches Intervallfasten = nur 1 Mahlzeit Ernährung bei Giardien Keine Kohlenhydratquellen: Kartoffeln, Reis, Mais, Getreide Gilt für Futter & auch für alle Leckerlis Nur Gemüse, Fleisch, Fisch, Eier und gesunde Fette Fasten Initiales Fasten Fasten ist ein idealer Startpunkt, damit sich der Darm erholen kann. Das bedeutet: Initial 24 bis 48 Stunden nicht füttern - so entziehen wir den Giardien die Nahrungsgrundlage. Intervallfasten Im Anschluss kannst du auf Intervallfasten übergehen - d.h. du fütterst deinen Hund einmal pro Tag. Die restlichen 23,5 Stunden hat der Darm Ruhe. Hunde vertragen Fasten ganz wunderbar - und auch ein Wolf in der Wildnis fastet oft tagelang. Für den Organismus ist Fasten in jedem Fall eine Wohltat - denn so kann sich nicht nur der Verdauungstrakt erholen, sondern es werden nach einer gewissen Zeit (etwa 20 Stunden) Prozesse wie die "Autophagie" in Gang gesetzt. Bei dieser verdaut und zerlegt der Körper alte, nicht mehr vollständig funktionsfähige Zellen und Proteine, und baut daraus neue auf. Dies ist ein wesentlicher Teil des Regenerationsprozesses, der auch Entzündungen entgegenwirkt. Ernährung von Hunden bei Giardienbefall KEINE Kohlenhydrate, da sich Giardien von Kohlenhydraten ernähren Getreide, Kartoffeln, Reis, Mais und stärkehaltige Gemüse müssen somit rigoros vom Speiseplan gestrichen werden Auch Trockenfutter und Leckerlis enthalten oftmals viele Kohlenhydrate Fleisch, Fisch und Eier sind in jeder Menge erlaubt Ebenso erlaubt sind nicht-stärkehaltige Gemüse (wie Zucchini, Sellerie, Fenchel, Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl, etc.) Gesunde Fette für Hunde sind Lebertran, Algenöl, Lachsöl, Kokosöl und mildes Olivenöl Kräuter und andere Mittel zur Abtötung der Giardienzysten (siehe unten) sind sinnvolle Zugaben 2. Aufbau einer gesunden Darmflora, die gegen Giardien resistent ist Probiotika Effektive Mikroorganismen (EM) Effektive Mikroorganismen (EM) Effektive Mikroorganismen (EM) sind eine Mischung aus nützlichen Mikroorganismen, hauptsächlich Milchsäurebakterien, Hefen und Photosynthesebakterien. Diese Mikroorganismen wirken gemeinsam und erzeugen eine Umgebung, die das Wachstum von positiven, gesundheitsfördernden Bakterien fördert, während schädliche Mikroorganismen gehemmt werden. So können sie auch Giardien verdrängen. Wie helfen effektive Mikroorganismen beim Aufbau der Darmflora? Förderung gesunder Bakterien: EM können das Wachstum von gesunden Darmbakterien unterstützen, indem sie eine Umgebung schaffen, in der sich positive Bakterien besser vermehren können. Diese vorteilhaften Bakterien helfen, die Balance in der Darmflora wiederherzustellen und aufrechtzuerhalten, was für eine gesunde Verdauung essentiell ist. Unterdrückung pathogener Mikroorganismen: Die Mikroorganismen in EM produzieren Stoffe wie Milchsäure und andere organische Säuren, die das Wachstum schädlicher Bakterien hemmen. Eine gesunde Darmflora kann besser gegen pathogene Keime ankämpfen und das Risiko für Verdauungsprobleme oder Entzündungen reduzieren. Förderung der Nährstoffaufnahme: Die Stoffwechselprodukte der effektiven Mikroorganismen können die Nährstoffaufnahme verbessern, indem sie dazu beitragen, bestimmte Nährstoffe aufzuschließen und besser verwertbar zu machen. Dies kann insbesondere bei Tieren mit Verdauungsproblemen oder einem empfindlichen Darm helfen, die Nährstoffe in ihrer Nahrung optimal zu verwerten. Stärkung des Immunsystems: Da ein großer Teil des Immunsystems im Darm angesiedelt ist, kann eine gesunde Darmflora das Immunsystem insgesamt stärken. EM können indirekt zu einer besseren Immunantwort beitragen, indem sie die Darmbarriere stärken und die Balance zwischen „guten“ und „schlechten“ Mikroorganismen fördern. Dosierung von EM 1 TL/10 kg Körpergewicht abends vor dem Schlafengehen Probiotika Probiotika sind spezielle, lebende Mikroorganismen, die positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben, insbesondere auf die Darmflora. Sie bestehen meist aus Milchsäurebakterien (wie Lactobacillus und Bifidobacterium) und manchmal aus Hefen (wie Saccharomyces boulardii). Sie wirken unterstützend auf das Mikrobiom des Darms, indem sie das Gleichgewicht der dort ansässigen Bakterien positiv beeinflussen. Für Hunde sind Probiotika besonders wertvoll, da sie bei Darminfektionen, Verdauungsproblemen, Stress oder nach Antibiotikabehandlungen helfen können. Wie helfen Probiotika beim Aufbau der Darmflora? Balance der Darmflora: Probiotika fördern das Gleichgewicht der Darmflora, indem sie das Wachstum nützlicher Mikroorganismen unterstützen und potenziell schädliche Bakterien hemmen. Ein gesundes Darmmikrobiom ist für Hunde entscheidend, da es Verdauungsprozesse verbessert und das Risiko von Durchfallerkrankungen und Entzündungen reduziert. Stärkung des Immunsystems: Da ein großer Teil (etwa 70%) des Immunsystems im Darm sitzt, wirken Probiotika durch die Unterstützung einer stabilen Darmflora auch immunstärkend. Sie können dazu beitragen, dass Hunde seltener an Infektionen oder Allergien leiden, indem sie die Darmbarriere unterstützen und das Immunsystem anregen. Verbesserung der Verdauung und Nährstoffaufnahme: Probiotische Bakterien unterstützen die Verdauung von Fetten, Kohlenhydraten und Proteinen, sodass der Hund die Nährstoffe in seiner Nahrung besser verwerten kann. Dies ist besonders hilfreich für Hunde mit Verdauungsstörungen oder nach der Gabe von Medikamenten, die nützliche Bakterien zerstört haben. Reduktion von Verdauungsproblemen: Probiotika können bei Hunden Symptome wie Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen lindern. Sie regulieren die Darmbewegungen und helfen, die Verdauung zu normalisieren. Entgiftung des Darms: Einige probiotische Bakterienarten helfen, Giftstoffe und potenziell schädliche Stoffwechselprodukte zu neutralisieren, was den Körper entlastet und die Leberfunktion unterstützt. Dosierung der Probiotika Etwa 1-2 Kapseln abends vor dem Schlafengehen, abhängig vom Körpergewicht und der Anzahl der Bakterien (KBE = koloniebildende Einheiten) je Kapsel. 3. Bekämpfung des Durchfalls Gut geeignet, um den Darm zu beruhigen, die Darmschleimhaut zu unterstützen, den Darmbrei einzudicken und als Nahrung für gute Darmbakterien: Kokosraspeln: Ballaststoffe fördern die Verdauung, mittelkettige Fettsäuren haben antimikrobielle Eigenschaften (bei Giardien kein Kokosmehl, da es zu viele Kohlehydrate enthält) Kürbiskernmehl: entzündungshemmende und antioxidative Verbindungen, die die Darmschleimhaut schützen und Entzündungen im Verdauungstrakt lindern können Gemahlene Flohsamenschalen: sind reich an löslichen Ballaststoffen, die Wasser binden und den Darmbrei eindicken; wirken beruhigend auf die Darmschleimhaut, regulieren die Verdauung und dienen als Präbiotikum für gute Darmbakterien. Leinsamen: enthalten sowohl lösliche als auch unlösliche Ballaststoffe und wirken dadurch ebenfalls stuhlfestigend und beruhigend; die Schleimstoffe legen sich schützend über die Darmschleimhaut und unterstützen eine gesunde Verdauung. Karotten: Gekochte Karotten sind leicht verdaulich und wirken durch ihren Gehalt an Pektin, einem löslichen Ballaststoff, stuhlfestigend. Sie bieten außerdem Nahrung für gute Darmbakterien und helfen, die Darmflora zu unterstützen. Heidelbeeren: Diese Beeren enthalten Polyphenole und Ballaststoffe, die als Präbiotikum dienen und antimikrobielle Eigenschaften besitzen. Sie fördern die guten Bakterien im Darm und wirken entzündungshemmend. Kurkuma: Curcumin in Kurkuma besitzt antimikrobielle, entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften, die die Darmgesundheit fördern. Es kann helfen, die Darmbarriere zu stärken und gleichzeitig die Verdauung zu unterstützen. 4. Unterstützung des Immunsystem und der Abtötung der Giardien Schwarzkümmelöl Kräuter Kolloidales Silber Schwarzkümmelöl bei Giardien wirkt gegen Parasiten und dezimiert Giardien unterstützt durch antioxidative Wirkung, schützt vor Infektionen und reduziert Entzündungen wirkt antiallergisch. fördert die Verdauung, lindert Blähungen und Darmentzündungen. wird am besten kaltgepresst und in kleiner Dosierung verabreicht, da es in zu hoher Menge Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden verursachen kann Dosierung: Einige Tropfen (bei kleinen Hunden) bis 1 TL (bei großen Hunden) Schwarzkümmelöl mit 1 TL Bio-Kokosöl vermischen und ins Futter geben. Gesunde Kräuter bei Giardien Oregano, Thymian, Salbei und Kurkuma wirken antimikrobiell. In getrockneter Form können sie gut in kleineren Mengen zum Futter gegeben werden. Dosierung: Als essentielle Öle können sie sehr scharf werden und sollten daher vorsichtig dosiert und nie pur, sondern wenn überhaupt nur vermischt mit einem Trägeröl (wie Kokosöl) gegeben werden. Kolloidales Silber bei Giardien Dieses natürliche Antibiotikum wirkt gegen Bakterien, Viren und andere Parasiten. Dosierung: 1TL pro 10 kg Körpergewicht in jede Mahlzeit geben. Wichtig: Kolloidales Silber sollte nicht gleichzeitig mit Probiotika und effektiven Mikroorganismen gegeben werden, da es die darin enthaltenen positiven Bakterien abtöten kann. Einfache Lösung: Das kolloidale Silber morgens, die effektiven Mikroorganismen und Probiotika abends. 5. Ausscheidung der noch vorhandenen Giardien und Bindung von Giften Einer der zentralsten Punkte der natürlichen Therapie ist die Bindung und Ausscheidung der Giardien und Gifte Hierzu eignet sich Zeolith (oder ersatzweise Bentonit) mit seiner extrem feinen Pulverform, die noch um ein Vielfaches feiner als Heilerde ist. Dosierung von Zeolith (oder Bentonit): 2x täglich 1 g/10 kg Körpergewicht in Wasser auflösen und ins Maul geben 6. Schaffung einer sauberen Umgebung und Vermeidung eine erneuten Ansteckung Um die Übertragung, vor allem auf andere Tiere im eigenen Haushalt, zu vermeiden, gehören ein paar einfach Hygienemaßnahmen bei Giardien zum täglichen Programm: Wasser- und Futternäpfe mehrmals täglich heiß ausspülen Trinkwasser mind. 1x täglich wechseln Liegeplatz, Kissen und Decken bei mind. 60° C waschen Boden reinigen und wischen Ursprungsort der Infektion (stehende Gewässer) meiden Beim Spaziergang immer darauf achten, das nicht aus stehenden Gewässern getrunken wird Wie schütze ich mich selbst vor Giardien? Obwohl Giardien als Zoonose auch auf den Menschen übertragbar sind, ist eine Infektion über deinen Hund sehr unwahrscheinlich. Dennoch ist es ratsam, einige Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um das Risiko weiter zu minimieren. Achte auf eine gründliche Hygiene: Wasche dir regelmäßig die Hände, besonders nach dem Kontakt mit deinem Hund, seiner Umgebung, oder wenn er dich abgeschleckt hat. Verzichte vorerst darauf, deinen Hund auf die Schnauze zu küssen, und wasche deine Hände stets vor dem Essen. Trage Handschuhe beim Reinigen der Liegeplätze oder dem Entfernen von Kot. Diese einfachen Schritte tragen dazu bei, das Risiko einer Giardien-Übertragung zu verringern und sorgen für ein gesundes Miteinander. Prävention: Giardien beim Hund vorbeugen Die Vorbeugung von Giardien-Infektionen beginnt mit der Stärkung des Immunsystems deines Hundes. Eine ausgewogene, hochwertige Ernährung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Achte darauf, dass dein Vierbeiner mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt wird, um seine Abwehrkräfte zu fördern. Regelmäßige Bewegung und Spielzeit im Freien stärken nicht nur die Muskulatur, sondern auch das Immunsystem. Zudem kannst du deinen Hund vor möglichen Kontakten mit infizierten Tieren schützen. Halte besonders in Hundeparks oder bei Spaziergängen an belebten Orten ein Auge darauf, wo dein Hund schnüffelt und spielt. Eine gründliche Hygiene, einschließlich der regelmäßigen Reinigung von Schlafplätzen und Spielzeug, ist ebenfalls wichtig, um Giardien vorzubeugen. Mit diesen einfachen Maßnahmen kannst du dazu beitragen, dass dein Hund gesund bleibt und Giardien-Infektionen effektiv vorgebeugt wird. FAQ - Häufig gestellte Fragen zur Giardien-Behandlung beim Hund Durchfall nach Giardienbehandlung beim Hund: Warum bleiben Darmprobleme oft bestehen? Obwohl die Medikamentengabe abgeschlossen ist, leiden viele Hunde nach Giardien-Behandlung immer noch an Durchfall. Die Darmflora kann durch die Behandlung stark in Mitleidenschaft gezogen werden und braucht Zeit, um sich zu regenerieren. Die Gabe von Medikamenten kann das empfindliche Gleichgewicht der nützlichen Darmbakterien zerstören, was zu anhaltenden Verdauungsproblemen führt. Was kann ich nach Giardienbehandlung mit Medikamenten tun? Nach der Behandlung mit Giardien-Meidkamenten können unterstützende Maßnahmen wie spezielle Präbiotika und eine schonende, darmfreundliche Ernährung helfen, die Darmgesundheit wiederherzustellen und den Durchfall zu lindern. Gleichzeitig können natürliche Mittel, welche die Darmflora schonen, helfen, die Giardiose langfristig und ohne Nebenwirkungen loszuwerden. Was sind Giardien? Giardien sind einzellige Parasiten, die im Dünndarm von Hunden leben. Sie verursachen häufig Durchfall und Magen-Darm-Beschwerden. Die Infektion erfolgt durch die Aufnahme von Zysten, die in kontaminiertem, stehendem Wasser oder Futter vorkommen. Es ist wichtig, diese Parasiten zu erkennen und zu behandeln, um das Wohlbefinden deines Hundes sicherzustellen. Woher kommen Giardien beim Hund? Giardien gelangen in den Körper deines Hundes hauptsächlich durch den Kontakt mit kontaminiertem Wasser oder Futter. Auch der Kontakt mit anderen infizierten Tieren kann eine Ansteckung hervorrufen. Besonders gefährdet sind Hunde, die oft an Wasserstellen spielen, wo die Wahrscheinlichkeit einer Kontamination höher ist, oder in Hundetagesstätten, Tierheimen oder Hundehotels sind. Welche Hunde sind besonders anfällig für Giardien? Besonders Welpen, ältere Hunde und Tiere mit geschwächtem Immunsystem sind anfällig für eine Giardiasis. Auch Hunde, die in Gruppen leben oder häufigen Kontakt zu anderen Hunden haben, sind einem höheren Risiko ausgesetzt, da die Ansteckungsgefahr hier erhöht ist. Symptome: Wie erkenne ich, ob mein Hund Giardien hat? Die Symptome einer Giardiasis können variieren, aber häufige Anzeichen sind Durchfall, Erbrechen, Gewichtsverlust und ein aufgeblähter Bauch. Manchmal zeigen Hunde auch kein auffälliges Verhalten, obwohl sie infiziert sind, was die Diagnose erschweren kann. Diagnose: Wie man Giardien beim Hund feststellt Um Giardien beim Hund festzustellen, wird in der Regel eine Kotuntersuchung durchgeführt. Der Tierarzt sucht nach den Parasiten oder ihren Zysten im Kot. Manchmal sind mehrere Proben notwendig, da Giardien nicht immer in jeder Probe nachweisbar sind. Wie werden Giardien beim Hund akut behandelt? Die akute Behandlung von Giardien umfasst in der Regel die Verabreichung von Medikamenten, die speziell gegen die Parasiten wirken. Dein Tierarzt wird dir geeignete Medikamente empfehlen und gegebenenfalls auch eine Diät anraten, um den Magen-Darm-Trakt deines Hundes zu entlasten. Hygienemaßnahmen, wenn Ihr Hund Giardien hat Wenn dein Hund Giardien hat, sind Hygienemaßnahmen entscheidend. Reinige regelmäßig die Schlafplätze und Spielzeuge deines Hundes und achte darauf, dass sein Futter- und Wassernapf sauber bleibt. Auch das Entsorgen von Kot sollte schnell und gründlich erfolgen, um eine Ansteckung anderer Hunde zu vermeiden. Können Giardien vom Hund auf den Menschen übertragen werden? Ja, Giardien können auch auf Menschen übertragen werden, insbesondere bei unsachgemäßer Hygiene. Es ist wichtig, die Hände gründlich zu waschen, insbesondere nach dem Kontakt mit deinem Hund oder seinem Kot. Achte darauf, dass deine Familie und du die Hygienevorschriften einhaltet. Giardien beim Hund: Das können Sie präventiv tun! Um Giardien vorzubeugen, solltest du darauf achten, dass dein Hund nicht aus stehendem Wasser trinkt und regelmäßig entwurmt wird. Vermeide den Kontakt mit anderen Hunden, die Anzeichen einer Infektion zeigen. Eine gesunde Ernährung stärkt zudem das Immunsystem deines Hundes. Wie kann sich ein Hund mit Giardien anstecken? Hunde stecken sich in der Regel durch die Aufnahme von Giardien-Zysten an, die in kontaminiertem Wasser oder Futter vorhanden sind. Auch der Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Kot kann zur Ansteckung führen, weshalb Hygiene wichtig ist. Sind Giardien für den Hund gefährlich? Ja, Giardien können für deinen Hund gefährlich sein, besonders wenn die Infektion unbehandelt bleibt. Die Erkrankung kann zu schwerem Durchfall, Dehydrierung und Gewichtsverlust führen. Eine frühzeitige Behandlung ist entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden. Stellen Giardien auch ein Ansteckungsrisiko für Menschen dar? Ja, Giardien können auf Menschen übertragen werden, insbesondere wenn die Hygiene nicht beachtet wird. Es ist wichtig, nach dem Kontakt mit deinem Hund gründlich die Hände zu waschen, um eine Übertragung zu vermeiden. Symptome: Giardien beim Hund erkennen Die Symptome einer Giardien-Infektion sind vor allem Durchfall, Erbrechen, Gewichtsverlust und eine erhöhte Gasbildung im Bauch. Bei manchen Hunden können auch Müdigkeit und Appetitlosigkeit auftreten, was auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen kann. Wie werden Giardien beim Hund nachgewiesen? Der Nachweis von Giardien erfolgt meist durch eine Kotuntersuchung. Der Tierarzt kann dabei die Zysten oder Trophozoiten der Parasiten identifizieren. Manchmal sind mehrere Proben erforderlich, um die Parasiten nachzuweisen. Giardien Behandlung: Wie sieht die Therapie gegen Giardien beim Hund aus? Die Behandlung von Giardien umfasst meist eine medikamentöse Therapie, die gezielt gegen die Parasiten wirkt. Es können auch unterstützende Maßnahmen wie eine spezielle Diät oder zusätzliche Flüssigkeitszufuhr nötig sein, um das Wohlbefinden deines Hundes zu verbessern. Was dürfen Hunde bei Giardien essen? Bei einer Giardien-Infektion ist es wichtig, auf eine leicht verdauliche Ernährung zu achten. Hunde können Reis, Hühnchen oder spezielle Diäten erhalten, die der Tierarzt empfiehlt. Vermeide fettige oder schwer verdauliche Nahrungsmittel, um den Magen-Darm-Trakt zu schonen. Giardien: Hund schützen und Ansteckung vorbeugen Um deinen Hund vor Giardien zu schützen, achte darauf, dass er nicht aus kontaminierten Wasserquellen trinkt und halte ihn von anderen Hunden fern, die Anzeichen einer Infektion zeigen. Eine gute Hygiene und regelmäßige Kontrollen können ebenfalls helfen, das Risiko einer Infektion zu minimieren. Giardien beim Hund - Häufig gefundene Untermieter Hunde können Giardien in vielen Umgebungen aufnehmen, insbesondere in belebten Parks oder bei der Interaktion mit anderen Hunden. Es ist wichtig, auf Anzeichen einer Infektion zu achten und rechtzeitig zu handeln, um die Gesundheit deines Hundes zu schützen. Entwicklungszyklus der Giardien beim Hund Der Entwicklungszyklus von Giardien umfasst mehrere Stadien, einschließlich der Zystenform, die sich im Kot befindet und zur Ansteckung führt. Nach der Einnahme entwickeln sich die Zysten im Dünndarm weiter und können dort zu Symptomen führen. Erhöhtes Infektionsrisiko in Gruppen Hunde, die in Gruppen leben, wie in Hundetagesstätten oder Züchterbetrieben, haben ein höheres Risiko, sich mit Giardien anzustecken. Daher ist es wichtig, die Hygiene zu beachten und infizierte Tiere sofort zu isolieren, um eine Ausbreitung zu verhindern. Wo steckt sich mein Hund mit Giardien an? Dein Hund kann sich in vielen verschiedenen Umgebungen mit Giardien anstecken, einschließlich Parks, bei Spaziergängen, im Wasser oder durch den Kontakt mit anderen Tieren. Achte darauf, dass dein Hund in hygienischen Bedingungen bleibt. Symptome Hunde mit Giardien zeigen oft Symptome wie Durchfall, Gewichtsverlust, Erbrechen und Bauchschmerzen. Bei einigen Hunden sind die Symptome mild oder gar nicht vorhanden, was die Diagnose erschwert. Diagnose von Giardien beim Hund Die Diagnose erfolgt durch eine Kotuntersuchung, bei der der Tierarzt nach Zysten oder Trophozoiten sucht. In manchen Fällen sind mehrere Proben notwendig, um eine genaue Diagnose zu stellen. So behandelt man Giardien beim Hund Die Behandlung von Giardien erfolgt meist mit speziellen Medikamenten, die vom Tierarzt verschrieben werden. Begleitend sollte auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Was hilft noch gegen Giardien beim Hund? Neben der medikamentösen Behandlung können auch natürliche Hausmittel, wie Kräuter oder spezielle Diäten, hilfreich sein, um die Symptome zu lindern und die Heilung zu unterstützen. Konsultiere hierzu immer deinen Tierarzt. Wie schütze ich mich? Um dich vor Giardien zu schützen, ist eine gute Hygiene entscheidend. Wasche dir regelmäßig die Hände, insbesondere nach dem Kontakt mit deinem Hund oder dessen Kot. Achte darauf, keine kontaminierten Nahrungsmittel oder Wasser zu konsumieren. Kann ich Giardien bei meinem Hund vorbeugen? Ja, du kannst Giardien bei deinem Hund vorbeugen, indem du auf eine gute Hygiene achtest, ihn regelmäßig entwurmst und den Kontakt zu infizierten Tieren vermeidest. Eine gesunde Ernährung stärkt zudem das Immunsystem deines Hundes und reduziert das Risiko einer Infektion.
Arthrose beim Hund - Prävention und Behandlung durch Ernährung, pflanzliche Nahrungsergänzung und ergänzende Maßnahmen

Arthrose beim Hund - Prävention und Behandlung durch Ernährung, pflanzliche Nahrungsergänzung und ergänzende Maßnahmen

29 Dez 2020
Was die Mundflora mit Arthrose zu tun hat - und was Sie mit einer ausgewogenen Ernährung gegen Arthrose tun können Was ist Arthrose? Arthrose ist eine degenerative Erkrankung der Gelenke und des sie umgebenden Gewebes. Meist werden darunter einfach Entzündungen bzw. der Verlust von Gelenkknorpel verstanden. Ihre Ursachen sind vielfältig, beinhalten sowohl genetische wie auch Umweltfaktoren (Ernährung, Bakterien, etc.), und ein einzelner, eindeutiger Mechanismus, der zu Arthrose führt, wurde bislang nicht erkannt. Vorkommen von Arthrose bei Hunden In Studien in den USA und dem Vereinigten Königreich wurde bei mehr als 20% der untersuchten Hunde bereits ab einem Alter von 1 Jahr und bei 90% der Hunde mit einem Alter von mehr als 5 Jahren Arthrose festgestellt. Alle Infos zu Arthrose bei Hunden im Video Kennzeichen von Arthrose vs. Arthritis beim Hund   Kennzeichen Arthrose Kennzeichen Arthritis Lokalisation typischerweise asymmetrisch symmetrisch Auftreten meist schubweise, dazwischen oft nahezu schmerzfrei oft morgens am stärksten Ort Meist an Knie oder Ellenbogen Meist an Pfoten, Zehen, Gelenken, Knien Auslöser Bakterien aus der MundfloraAbnutzung der Knorpelschicht > Entzündung als Folge  Autoimmune Entzündung > Immunsystem bildet Antikörper und attackiert eigenes Gewebe > Schmerzen als Folge Häufige Symptome Zahnstein, Mundgeruch, Schmerz, Steifigkeit, Einschränkung der Beweglichkeit - insbesondere direkt nach dem Aufstehen Verdickung, Überwärmung, Schmerz, Müdigkeit, Gewichtsabnahme Langfristige Symptome Steifigkeit, Dauerschmerz Eingeschränkte Beweglichkeit, Deformierung, Fehlstellung   Frühere Annahme: Arthrose als Abnutzungserscheinung der Gelenke, die sich mit zunehmendem Alter verstärkt. Bei Hunden schon länger bekannt: Zahnstein und schlechter Atem sind ein Indikator für Vorhandensein oder Entwicklung von Arthrose. Neuere Studien auch beim Menschen zeigen:  Es existiert ein Zusammenhang zwischen Arthrose und Mundflora:Fund von DNA (Erbgut) oraler Bakterien (Zahnfleischentzündungen) in Gelenken > Bakterien von Erkrankungen am Zahn können sich im Körper verteilen und an Gelenken ablagern. Das Immunsystem versucht dann, diese abzutöten, verursacht damit Entzündungen und so die Schäden an den Gelenken. Auftreten von Arthrose  Arthrose tritt meist schubweise auf, dazwischen sind die Patienten oft nahezu schmerzfrei Ursachen von Arthrose Bakterien aus der Mundflora Ungesunde Ernährung Getreide, Zucker zu große Mengen kurzkettiger Kohlenhydrate (auch Reis, Kartoffeln, etc.) ungesunde Fette (Übermaß entzündungsfördernder Omega-6 Fettsäuren) Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker Mineralstoff- und Vitalstoffmangel (auch durch synthetische Vitamine) Stress, Ängste Bewegungsmangel, Fehlbelastung Umweltgifte Störungen der Darmflora Symptome von Arthrose Zahnstein, Mundgeruch, schlechte Zähne Steifigkeit, eingeschränkte Beweglichkeit Schmerzen, Humpeln, Einknicken Vorbeugung von Arthrose Gesunde, kohlenhydratarme Ernährung Regelmäßige Zahnpflege Zahnreinigung durch fleischige Knochen und getrocknete Fleischstreifen (kein Schwein) Stärkung der Darmflora mit Probiotika und Präbiotika (Oligofructose) Behandlung von Arthrose Arthrose gilt zwar schulmedizinisch als nicht heilbar, kann jedoch in ihren täglichen Auswirkungen durch vielerlei Maßnahmen erheblich reduziert werden. Je nach Stadium können die Symptome durch eine spezielle Ernährung, Nahrungsergänzung, naturheilkundliche und ganzheitliche Massnahmen gut bis sehr gut behandelt werden. Ernährung - das richtige Futter bei Arthrose Vorwiegend pflanzliche Ernährung Ein hoher Anteil an pflanzlichen Zutaten enthält viele natürliche Nährstoffe, die entzündungshemmend wirken Moderater Fleischkonsum wirkt weniger übersäuernd und kann Entzündungen reduzieren Fleisch nur aus Weidehaltung > höherer Gehalt an natürlichen Vitaminen und v.a. Omega-3 Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken Hochwertiger Fisch > liefert entzündungshemmende Omega-3 Fettsäuren und hochwertiges Eiweiß Kohlenhydratarme Ernährung & kein Getreide Getreide enthält zu viel Omega-6 und wird oft in Hundefutter, insbesondere Trockenfutter, als billige Eiweiß- und Kohlenhydratquelle eingesetzt Zusätzlich führen die enthaltenen Kohlenhydrate, insbesondere kurzkettige (wie in Getreide, Reis & Co.) zu Insulinschwankungen & Insulinresistenz - und fördern chronische Entzündungsprozesse Getreide wird zu Zucker umgewandelt und ernährt dadurch orale Bakterien Richtiges Omega-6 zu Omega-3 Verhältnis Zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die für Hunde wie auch Menschen essentiell (also lebensnotwendig) sind, gehören unter anderem die Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren. Prinzipiell sind beide für einen gesunden Organismus wichtig und müssen auch über die Nahrung zugeführt werden. Unsere Ernährung wie auch die unserer Hunde enthält jedoch ein Übermaß an Omega-6 Fettsäuren. Bei einer normalen Ernährung beträgt ihr Verhältnis etwa 20:1 (Omega:Omega-3). Es sollte dagegen maximal bei 5:1, besser noch bei 3:1 liegen - denn Omega-6 Fettsäuren fördern im Übermaß chronische Entzündungen, Omega-3 Fettsäuren (EPA und DHA) wirken dagegen entzündungshemmend. Ursachen für einen Omega-6 Überschuss Die Ursache ist ein Übermaß an Omega-6 reichen Pflanzenölen (wie Sonnenblumenöl und Rapsöl), Schweinefleisch, Getreide sowie Fleisch aus Massentierhaltung - da die Ernährung der Nutztiere mit Kraftfutter aus Getreide dazu führt, dass im Fettgewebe vermehrt entzündungsfördernde Omega-6 Fettsäuren entstehen. Entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie mit 78 Hunden wurde festgestellt, dass die tägliche Ergänzung der Ernährung von Hunden mit Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) Omega-3-Fettsäuren EHA und DPA die klinischen Anzeichen von Osteoarthritis reduzieren können. Inflammatorische Fettsäuremuster wurden signifikant in eine günstige Richtung verschoben und korrelierten mit einer Linderung klinischer Symptome im Zusammenhang mit Osteoarthritis. | Mehler et al. (2016). Eine andere Studie zeigte, dass die Supplementierung mit EPA und DHA die Schmerzwerte bei Hunden um 19 % senkte, insbesondere bei kleinen und mittelgroßen Hunden. Dies wurde hauptsächlich den entzündungshemmenden Eigenschaften von EPA und DHA zugeschrieben. | Carlisle et al. (2024) Eine dritte Studie untersuchte die Auswirkungen von Omega-3-Fettsäuren auf die entzündliche Phase der Wundheilung bei Hunden und fand Hinweise darauf, dass diese Fettsäuren die Immunantwort modulieren können. | Mooney et al. (1998) Ziel Das Omega-6 zu Omega-3 Verhältnis sollte maximal bei 3:1 liegen. Reich an den gesunden Omega-3 Fettsäuren sind: Lebertran Algenöle und Fischöle Fetter Seefisch (Sardinen, Lachs, Dorsch) Fleisch von Tieren aus Weidehaltung Keinerlei Produkte vom Schwein Schweinefleisch entzündungsfördernd, zu hoher Omega-6 Anteil, zusätzlich oft Parasitenbelastung, die teilweise auch durch Erhitzen nicht abgetötet werden. Keine Omega-6 reichen Pflanzenöle Vor allem Sonnenblumenöl und Distelöl, aber auch Rapsöl, Traubenkernöl und Kürbiskernöl, enthalten viele Omega-6 Fettsäuren. Welche natürlichen Mittel können bei Arthrose beim Hund helfen? Zur Unterstützung der Gelenke - die essentiellsten Mittel Brennnesselwurzelextrakt: https://amzn.to/3hoi2JL (*) Süßholzwurzelextrakt: https://amzn.to/2WEdXHy (*)  Kurkuma (mit Piperin) in Kapselform kann entzündungshemmend, schmerzlindernd wundheilend, blutzuckersenkend, immunstärkend, verdauungsfördernd antibiotisch, antiviral wirken Glucosamin & Chondroitin (in Kombination): https://amzn.to/3rBvfn7 (*)  MSM: https://amzn.to/3nXKhRU (*)  Teufelskralle (Harpagophytum procumbens): z.B. Doloteffin Ergänzende Mittel DIM (Diindolylmethan) aus Brokkoli-Extrakt und hochkonzentriert in Brokkoli-Sprossen) Weihrauch (Boswellia serrata) Kann bei abgenutzten Gelenken schmerzreduzierend wirken Kann die physische Funktion (Beweglichkeit) erhöhen Probiotika und Präbiotika Unterstützung der Darmflora Weidenrinde Weihrauch Granatapfelsaft: Kann bei Arthrose den Abbau des Knorpels verlangsamen Knoblauch: Allicin unterdrückt Enzyme, die bei Arthrose knorpelabbauend wirken können Grüne Blattgemüse & Beeren: Wirken durch ihre Nährstoffe anti-entzündlich Nahrungsergänzung zur Unterstützung des Immunsystems gegen die Entzündung Vitamin D3 (immer in Kombination mit K2) trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei: https://amzn.to/37D0JyG (*)  Zink (als Zn-Bisglycinat): https://amzn.to/2Gx5ykG (*)  Omega-3-Fettsäuren (pflanzlich aus Algen): https://amzn.to/3rLXXlo (*)  entzündungshemmend, immunstärkend ideal: Algenprodukte > pflanzlich, hochkonzentriert, keine Schwermetalle Bor: https://amzn.to/3GWFJp5 (*)  Enzym-Kofaktor, vor allem für Cortisol (und andere anti-entzündliche Hormone) Beteiligt am Vitamin D Stoffwechsel > Immunsystem und Knochen Beteiligt am Östrogen- und Testosteron-Stoffwechsel Beeinflusst die Ca- und Mg-Aufnahme in die Knochen Kann anti-mikrobiell wirken Mangan, Selen Natürliche antimikrobielle Mittel zur Wiederherstellung des Biofilms: Pinienrinden-Extrakt: https://amzn.to/3GTIN5h (*)  Grapefruitkernextrakt (Tipp: mit Kokosöl vermischen für besseren Geschmack): https://amzn.to/3midBmR (*)  Olivenblattextrakt: https://amzn.to/3pfzUZX (*)  * Die mit (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate Links. Kommt über einen solchen Link ein Einkauf zustande, werden wir mit­ einer Provision beteiligt. Für den Käufer entstehen dabei keine Mehrkosten. Nur zur äußerlichen Anwendung Knoblauchumschläge Quarkumschläge über Nacht Umschläge mit Paste aus Kurkuma Oregano-Öl (sehr scharf - Vorsicht bei Hunden) evtl. Teebaumöl (darf auf keinen Fall von den Hunde abgeleckt werden) Ergänzende Therapien Low-Carb Ernährung und Fasten zur Reduktion von Entzündungsprozessen Low-Carb und Intervallfasten reduzieren Insulin-Resistenz 75% der menschl. Patienten mit Arthrose haben auch Insulin-Resistenz! Grund: Insulin-Resistenz verursacht Entzündungsprozesse Zusätzliches Problem: Zucker aus kohlenhydrat-reichem Futter (v.a. Getreide) ernährt die Bakterien Maßnahmen: Kohlenhydrate aus dem Futter eliminieren Umstellung auf ausschließlich Gemüse, Fleisch und Fisch Intervallfasten Tägl. Fressfenster verkürzen & Fastenphase verlängern  Beispiel: Fressen um 09:00 und 13:00 = 4h Fenster Fasten 13:00 bis 09:00 = 20h Regelmäßiges Langzeitfasten 24-48 Stunden  alle 1-2 Wochen dabei nur Wasser trinken Regelmäßige Bewegung beibehalten Gelenke müssen in Bewegung und durchblutet bleiben Häufige kürzere anstatt wenige lange Spaziergänge Ggf. mit dem Tierarzt über leichte Schmerzmittelbehandlung sprechen Blutegeltherapie durchblutungsfördernde und anti-entzündliche Wirkung  fördert Stoffwechselfunktion im betroffenen Bereich Manuelle Therapie Regelmäßige Massage, Physiotherapie und Osteopathie Schüsslersalze bei Arthrose Diese Schüsslersalze können bei Arthrose helfen: Nr. 1 Calcium fluoratum D12 Nr. 2 Calcium phosphoricum D6 Nr. 8 Natrium chloratum D6 Nr. 9 Natrium phosphoricum D6 Nr. 11 Silicea D12 Wie entsteht Arthrose bei Hunden? Früher wurde angenommen, dass Arthrose ausschließlich eine Abnutzungserscheinung der Gelenke ist. Diese Abnutzung stellt sich mit zunehmendem Alter verstärkt ein. Bei Hunden ist schon länger bekannt, dass Zahnstein und schlechter Atem ein Indikator für Vorhandensein oder Entwicklung von Arthrose ist. Neuere Studien auch beim Menschen zeigen nun einen Zusammenhang zwischen Arthrose und der Mundflora. Bakterien von Erkrankungen am Zahn können sich im Körper verteilen und an Gelenken ablagern. Das Immunsystem versucht dann, diese abzutöten. Dies führt zu Entzündungen und Schäden an den Gelenken. Was sind die Ursachen von Arthrose bei Hunden? Eine Hauptursache für Arthrose bei Hunden sind Bakterien aus der Mundflora. Der Grund für diese Bakterien sind: Ungesunde Ernährung, Getreide, Zucker, zu große Mengen kurzkettiger Kohlenhydrate (auch Reis, Kartoffeln, etc.), ungesunde Fette, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Mineralstoff- und Vitalstoffmangel (auch durch synthetische Vitamine), Stress, Ängste, Bewegungsmangel, Fehlbelastung, Umweltgifte und Störungen der Darmflora. Was sind typische Symptome von Arthrose bei Hunden? Arthrose tritt typischerweise asymmetrisch auf, oft an Knie oder Ellenbogen. Häufige Symptome sind Zahnstein, Mundgeruch, schlechte Zähne, Schmerz, Steifigkeit, Einschränkung der Beweglichkeit (insbesondere direkt nach dem Aufstehen). Ein langfristiges Symptom kann ein Dauerschmerz sein. Wie kann man Arthrose bei Hunden vorbeugen? Alles, was für eine gute Mundhygiene sorgt, beugt auch gegen Arthrose vor. Dazu zählen eine regelmäßige Zahnpflege, eine Zahnreinigung durch fleischige Knochen und getrocknete Fleischstreifen (kein Schwein), eine Stärkung der Darmflora mit Probiotika und Präbiotika (Oligofructose) und eine gesunde Ernährung. Welche Ernährung wir empfehlen, lesen Sie unten. Wie wird Arthrose bei Hunden behandelt? Je nach Stadium ist Arthrose zwar nicht komplett heilbar – die Symptome können aber durch eine richtige Ernährung, Nahrungsergänzung, naturheilkundliche und ganzheitliche Massnahmen gut bis sehr gut behandelt werden. Was ist die richtige Ernährung bei Arthrose bei Hunden? Wir empfehlen eine vorwiegend pflanzliche Ernährung. Wenn Ihr Hund nicht auf Fleisch verzichten möchte, sollte das Futter zumindest einen hohen Anteil an pflanzlichen Zutaten haben. Ein moderater Fleischkonsum wirkt weniger übersäuernd und kann so Entzündungen reduzieren. Das Fleisch sollte aus Weide- oder Bio-Haltung stammen, da es so einen höherer Gehalt an natürlichen Vitaminen und Omega-3 Fettsäuren besitzt. Beides wirkt entzündungshemmend. Von Schweinefleisch raten wir komplett ab. Wir empfehlen Fleischsorten wie Ente, Rind und Hirsch mit Bio-Gemüse als Beilage. Wer ist ALPHA NATURAL? Seit 2008 setzen wir unsere ganze Kreativität und Liebe ein, um dafür zu sorgen, dass alle Hunde ein glückliches, langes und vor allem gesundes Leben haben! Dazu stellen wir 100% natürliches, leckeres und vor allem gesundes Hundefutter her - ausschließlich mit reinem Muskelfleisch und dazu nur Gemüse, Kräuter und hochwertigste Öle. Für unsere Feinschmeckermenüs verwenden wir nur Fleisch und Fisch aus Bio-Haltung und Wildfang, und zusätzlich setzen wir für unsere veganen Menüs auf hochwertige pflanzliche Eiweißlieferanten, die alle essentiellen Aminosäuren enthalten und damit ein genauso hochwertiges Eiweißprofil wie Fleisch bieten. Studien  Studien zu oralen Bakterien in Gelenken bei Arthrose van der Heijden IM, Wilbrink B, Tchetverikov I, Schrijver IA, Schouls LM, Hazenberg MP, Breedveld FC, Tak PP. Presence of bacterial DNA and bacterial peptidoglycans in joints of patients with rheumatoid arthritis and other arthritides.Arthritis Rheum. 2000 Mar;43(3):593-8. doi: 10.1002/1529-0131(200003)43:3<593::AID-ANR16>3.0.CO;2-1. Erratum in: Arthritis Rheum 2000 May;43(5):1061. PMID: 10728753. | https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10728753/  Wilbrink B, van der Heijden IM, Schouls LM, van Embden JD, Hazes JM, Breedveld FC, Tak PP. Detection of bacterial DNA in joint samples from patients with undifferentiated arthritis and reactive arthritis, using polymerase chain reaction with universal 16S ribosomal RNA primers. Arthritis Rheum. 1998 Mar;41(3):535-43. doi: 10.1002/1529-0131(199803)41:3<535::AID-ART20>3.0.CO;2-4. PMID: 9506582. | https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9506582/  Reichert S, Haffner M, Keyßer G, Schäfer C, Stein JM, Schaller HG, Wienke A, Strauss H, Heide S, Schulz S. Detection of oral bacterial DNA in synovial fluid. J Clin Periodontol. 2013 Jun;40(6):591-8. doi: 10.1111/jcpe.12102. Epub 2013 Mar 28. PMID: 23534379. | https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23534379/  Témoin S, Chakaki A, Askari A, El-Halaby A, Fitzgerald S, Marcus RE, Han YW, Bissada NF. Identification of oral bacterial DNA in synovial fluid of patients with arthritis with native and failed prosthetic joints. J Clin Rheumatol. 2012 Apr;18(3):117-21. doi: 10.1097/RHU.0b013e3182500c95. PMID: 22426587; PMCID: PMC3888235 | https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22426587/ Studien zu Omega-3-Fettsäuren bei Arthrose Mehler SJ, May LR, King C, Harris WS, Shah Z. A prospective, randomized, double blind, placebo-controlled evaluation of the effects of eicosapentaenoic acid and docosahexaenoic acid on the clinical signs and erythrocyte membrane polyunsaturated fatty acid concentrations in dogs with osteoarthritis. Prostaglandins Leukot Essent Fatty Acids. 2016 Jun;109:1-7. doi: 10.1016/j.plefa.2016.03.015. Epub 2016 Mar 30. PMID: 27269707. | https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0952327815300533 Carlisle C, Metzger BT, Tintle NL, Polley K, Jackson KH, Le Brun-Blashka S, Griffiths J, Harris WS. The Effects of Omega-3 Supplementation on the Omega-3 Index and Quality of Life and Pain Scores in Dogs. Animals (Basel). 2024 Oct 29;14(21):3108. doi: 10.3390/ani14213108. PMID: 39518831; PMCID: PMC11545626. | https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11545626  Mooney MA, Vaughn DM, Reinhart GA, Powers RD, Wright JC, Hoffman CE, Swaim SF, Baker HJ. Evaluation of the effects of omega-3 fatty acid-containing diets on the inflammatory stage of wound healing in dogs. Am J Vet Res. 1998 Jul;59(7):859-63. PMID: 9659552. | https://avmajournals.avma.org/view/journals/ajvr/59/7/ajvr.1998.59.07.859.xml Studien zu MSM bei Arthrose Comparison of Glucosamine-Chondroitin Sulfate with and without Methylsulfonylmethane in Grade I-II Knee Osteoarthritis: A Double Blind Randomized Controlled Trial: Combination of glucosamine-chondroitinsulfate-MSM showed clinical benefit for patients with knee OA compared with GC and placebo. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28790224  Systematic review of the nutritional supplements dimethyl sulfoxide (DMSO) and methylsulfonylmethane (MSM) in the treatment of osteoarthritis: Two of the four DMSO trials, and both MSM trials reported significant improvement in pain outcomes in the treatment group compared to comparator treatments.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18417375 Efficacy of methylsulfonylmethane supplementation on osteoarthritis of the knee: a randomized controlled study: 1,125g 3x daily. Patients with OA of the knee taking MSM for 12 weeks showed an improvement in pain and physical function. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21708034 Efficacy of methylsulfonylmethane (MSM) in osteoarthritis pain of the knee: a pilot clinical trial: MSM (3g twice a day) improved symptoms of pain and physical function in osteoarthritis. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16309928  The Effect of Methylsulfonylmethane on Osteoarthritic Large Joints and Mobility: Compared to placebo the MSM group presented significant decreases in all subscales of WOMAC index (P < 0.05) with improved performance of daily living activities on the SF-36 evaluation (P < 0.05). Patient and Physician assessments exhibited favorable effects on the MSM group CONCLUSION: MSM improved all physical symptoms in the WOMAC scale during the short intervention without any adverse events. http://www.ghrnet.org/index.php/ijo/article/view/745  Studien zu Vitamin D bei Arthrose Improving pain and function, not stiffness | https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28797917  Vitamin D₂ supplementation for six months reduced oxidative protein damage, decreased pain, improved quality of life, and improved grip strength and physical performance in osteoarthritis patients | https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28933742  Weitere Studien zu Arthrose Johnson, K. A., Lee, A. H., & Swanson, K. S. (2020). Nutrition and nutraceuticals in the changing management of osteoarthritis for dogs and cats, Journal of the American Veterinary Medical Association, 256(12), 1335-1341. Retrieved Jul 5, 2022, from https://avmajournals.avma.org/doi/full/10.2460/javma.256.12.1335 Johnston SA. Osteoarthritis. Joint anatomy, physiology, and pathobiology. Vet Clin North Am Small Anim Pract. 1997 Jul;27(4):699-723. doi: 10.1016/s0195-5616(97)50076-3. PMID: 9243777. | https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9243777/ Eric Servet, Vincent Biourge, Philippe Marniquet, Dietary Intervention Can Improve Clinical Signs in Osteoarthritic Dogs, The Journal of Nutrition, Volume 136, Issue 7, 1 July 2006, Pages 1995S–1997S | https://academic.oup.com/jn/article/136/7/1995S/4664779 Bennett D. Joint disease. In: Chandler EA, Thompson DJ, Sutton JB, Price CJ. editors. Canine medicine and therapeutics. Oxford: Blackwell Scientific Publications; 1991. p. 249–308.O Neill DG, Church DB, McGreevy PD, Thomson PC, Brodbelt DC. Prevalence of disorders recorded in dogs attending primary-care veterinary practices in England. PLoS One. 2014;9(3):e90501. Published 2014 Mar 4. doi:10.1371/journal.pone.0090501 | https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3942437/ Johnson KA, Lee AH, Swanson KS. Nutrition and nutraceuticals in the changing management of osteoarthritis for dogs and cats. J Am Vet Med Assoc. 2020 Jun 15;256(12):1335-1341. doi: 10.2460/javma.256.12.1335. PMID: 32459583. | https://avmajournals.avma.org/doi/full/10.2460/javma.256.12.1335 The present findings of this bacterial DNA in synovial fluid suggest the possibility of infection translocating from the periodontal tissue to the synovium. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3888235/ The results indicate that bacterial DNA and bacterial cell wall constituents are retained in the joints of some patients with arthritis, where they might enhance synovial inflammation. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10728753 Rheumatoid arthritis (RA) and periodontal disease (PD) have shown similar physiopathologic mechanisms such as chronic inflammation with adjacent bone resorption. RA and PD have pathologic features in common and there is strong evidence of an association between both diseases. | https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3084578/ Schott EM, Farnsworth CW, Grier A, Lillis JA, Soniwala S, Dadourian GH, Bell RD, Doolittle ML, Villani DA, Awad H, Ketz JP, Kamal F, Ackert-Bicknell C, Ashton JM, Gill SR, Mooney RA, Zuscik MJ. Targeting the gut microbiome to treat the osteoarthritis of obesity. JCI Insight. 2018 Apr 19;3(8):e95997. doi: 10.1172/jci.insight.95997. PMID: 29669931; PMCID: PMC5931133. | https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29669931/ Ringertz H et al, A vegan diet free of gluten improves the signs and symptoms of rheumatoid arthritis: the effects on arthritis correlate with a reduction in antibodies to food antigens, Rheumatology, (2001) 40 (10):1175-1179, (Eine glutenfreie, vegane Ernährung verbessert die Signale und Symptome von rheumatoider Arthritis: Die Wirkung auf Arthritis korreliert mit einer Reduktion von Antikörpern auf Nahrungsantigene) Mller H et al, Fasting followed by vegetarian diet in patients with rheumatoid arthritis: a systematic review., Scandinavian Journal of Rheumatology, 2001;30(1):1-10, (Fasten, gefolgt von einer vegetarischen Ernährung bei Patienten mit rheumatoider Arthritis: ein systematischer Review) Clinton C et al, Whole-Foods, Plant-Based Diet Alleviates the Symptoms of Osteoarthritis, Arthritis, 2015, (Pflanzenbasierte Ernährung mildert die Symptome von Arthrose),(Free Text) American College of Rheumatology (ACR). 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ScienceDaily, 6 November 2014 (Training, Manuelle Therapie verbessert Schmerz und Funktion bei Arthrose) Evcik D et al, Effectiveness of a home-based exercise therapy and walking program on osteoarthritis of the knee., Rheumatology International, 2002 Jul;22(3):103-6, (Wirksamkeit einer heimbasierten Bewegungstherapie und Walkingprogramm bei Kniearthrose) American College of Rheumatology (ACR). "Running does not lead to knee osteoarthritis, may protect people from developing disease, experts say." ScienceDaily, 16 November 2014.,(Laufen führt nicht zu Kniearthrose, mag Menschen vor der Krankheitsentwicklung schützen, sagen Experten) Katz JN et al, Surgery versus physical therapy for a meniscal tear and osteoarthritis., The New England Journal of Medicine, 2013 May 2;368(18):1675-84, (Operation gegen Physiotherapie bei Meniskusriss und Arthrose) Hart A et al, The Role of Vitamin C in Orthopedic Trauma and Bone Health., American Journal of Orthopedics, 2015 Jul;44(7):306-11, (Die Rolle von Vitamin C bei orthopädischen Schäden und Knochengesundheit) Williams F et al, Dietary garlic and hip osteoarthritis: evidence of a protective effect and putative mechanism of action, BMC Muskulosketal Disorders, 2010, (Knoblauch und Hüftarthrose: Beweis eines schützenden Effektes und vermeintlichen Aktionsmechanismus) Lopez, Nutritional Interventions to Prevent and Treat Osteoarthritis. Part II: Focus on Micronutrients and Supportive Nutraceuticals, PM&R, May 2012, (Ernährungsintervention zur Verhinderung und Behandlung von Arthrose. Part II: Fokus auf Mikronährstoffe und unterstützende funktionelle Lebensmittel) Kiecolt-Glaser, J.K., et al.,Omega-3 supplementation lowers inflammation in healthy middle-aged and older adults: A randomized controlled trial.Brain, Behavior, and Immunity, 2012. 26(6): p. 988-995. Sekar, S., et al.,Saturated fatty acids induce development of both metabolic syndrome and osteoarthritis in rats.Scientific Reports, 2017. 7(1): p. 46457. Meessen, J.M.T.A., et al.,Serum fatty acid chain length associates with prevalent symptomatic end-stage osteoarthritis, independent of BMI.Scientific Reports, 2020. 10(1): p. 15459. Nicolopoulos, K., et al.,Association between habitual coffee consumption and multiple disease outcomes: A Mendelian randomisation phenome-wide association study in the UK Biobank.Clinical Nutrition, 2020. 39(11): p. 3467-3476. 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Part II: Focus on Micronutrients and Supportive Nutraceuticals, PM&R, May 2012, (Ernährungsintervention zur Verhinderung und Behandlung von Arthrose. Part II: Fokus auf Mikronährstoffe und unterstützende funktionelle Lebensmittel) Karie A. Johnson DVM1; Anne H. Lee MS1 and Kelly S. Swanson PhD1 | Nutrition and nutraceuticals in the changing management of osteoarthritis for dogs and cats | Journal of the American Veterinary Medical Association | June 15, 2020, Vol. 256, No. 12, Pages 1335-1341 | https://doi.org/10.2460/javma.256.12.1335
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Hundefutter mit Fleisch aus artgerechter Tierhaltung - warum es so viel gesünder ist

20 Dez 2018
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Zahl an Tieren, die in Weidehaltung auf Wiesen und Feldern gehalten werden, immer weiter reduziert. Nur wenige konventionelle Züchter wie auch Biobetriebe achten noch auf eine artgerechte Freilandhaltung. Massentierhaltung – negativ nicht nur für die Lebensqualität der Tiere, sondern auch für die Fleischqualität „Du bist was du isst“ – das gilt nicht nur für uns selbst, sondern ganz besonders auch für die Ernährung der Tiere, deren Fleisch, Eier oder Milchprodukte wir und unsere Hunde essen. Immer mehr Nutztiere werden in industrieller Massentierhaltung großgezogen – eingesperrt auf engstem Raum, ohne jemals eine Wiese gesehen zu haben, mit Kraftfutter gemästet, mit Wachstumshormonen auf maximalste Wachstumsgeschwindigkeit getrimmt und so früh wie möglich geschlachtet. Die Züchter erhalten so mehr Geld pro Tier, die wichtigsten Dinge bleiben jedoch auf der Strecke: Die Massentierhaltung hat nicht nur extrem negativen Einfluss auf die Lebensqualität der Nutztiere, sondern insbesondere auch auf Nährstoffgehalt und Qualität des Fleischs. Warum enthält Fleisch aus Massentierhaltung weniger Nährstoffe und ist mehr mit Schadstoffen belastet? Dies liegt einerseits an der Fütterung der Tiere mit der natürlichen Nahrung zuwiderlaufendem Kraftfutter aus Mais, Soja, Weizen und anderen Getreidesorten, um das Wachstum zu beschleunigen, an der Verwendung von Wachstumshormonen und Antibiotika, sowie an der Belastung mit Pestiziden oder auch gentechnisch veränderten Bestandteilen im Kraftfutter. Andererseits führt die Haltung auf engstem Raum zu massiver Ausbreitung von Infektionen, unter anderem durch Bakterien, die dann das Fleisch und damit den Konsumenten, ob Mensch oder Hund, belasten. Fleisch aus Massentierhaltung fehlt es außerdem unter anderem an Vitamin A und entzündungshemmenden Omega-3 Fettsäuren, dafür enthält es mehr entzündungsfördernde Omega-6 Fettsäuren. Warum hat Fleisch aus artgerechter Tierhaltung mehr gesunde Nährstoffe? Eine artgerechte Tierhaltung hat neben der Linderung des Tierleids viele ernährungsphysiologische Vorteile. Das Fleisch von Weidetieren aus artgerechter Freilandhaltung besitzt eine erheblich höhere Qualität als das aus Massentierhaltung. Zum einen, weil es nicht mit Schadstoffen aus Kraftfutter belastet ist, zum anderen, weil sich aufgrund der hochwertigen und natürlichen Ernährung der Nutztiere eine vollkommen andere Fleischzusammensetzung ausbilden kann: Durch natürliche Ernährung auf Weide und Grasland, mit frischem Gras, Kräutern, Körnern und weiteren Pflanzen, von denen sich die freilaufenden Tiere ernähren, enthalten Fleisch, Eier und Milchprodukte deutlich mehr Vitamine und gesunde entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren, die auch für ihre herzschützende Wirkung bekannt sind. <1> <3> Der Gehalt an entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren ist dagegen reduziert. So entsteht ein ausgeglichenes und gesundes Verhältnis der Omega-Fettsäurearten. Fettqualität und Vitamingehalt im Fleisch steigen. <2> Insgesamt enthält es auch weniger Fett und damit weniger Kalorien. Durch den Auslauf der Tiere und ihre intensivere Muskelbetätigung enthält das Fleisch zusätzlich mehr gesunde Proteine und weniger Wasser pro Kilogramm. Es schmeckt daher auch deutlich kräftiger. Die Tiere leben zudem glücklicher, haben erheblich mehr Auslauf im Freien und unterliegen nicht dem sonst alltäglichen haltungsbedingten Stress. Was sind die wertvollsten Omega-3 Fettsäuren Die Omega-3 Fettsäuren mit besonders positiven Auswirkungen auf die Gesundheit sind EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure). „Penta“ bedeutet fünf, „Hexa“ bedeutet sechs – und gibt die Anzahl der Doppelbindungen zwischen Atomen im Fettsäure-Molekül an. Diese beiden Omega-3 Fettsäuren haben in mehreren Studien gesundheitsfördernde Wirkungen gezeigt, so dass sowohl die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) als auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ihre Aufnahme empfiehlt. Bei Menschen lautet die täglich empfohlene Menge 250 mg EPA und/oder DHA. <5> <6> Auch aus der etwa in Leinsamen bzw. Leinöl enthaltenen ALA (α-Linolensäure) kann der Organismus selbst DHA synthetisieren. Der Nachteil dieser Omega-3 Fettsäure Quelle: Nur etwa 5% der ALA werden im Körper in die wertvolle DHA umgewandelt. Man müsste also extrem viel Leinöl konsumieren, um eine signifikante Menge an verwertbarer DHA zu produzieren. Was sind die Vorteile von Omega-3 Fettsäuren im Fleisch In mehreren Studien wurden die positiven Auswirkungen von Omega-3 Fettsäuren untersucht. Dabei werden unter anderem folgende gesundheitliche Vorteile beschrieben: Omega-3 Fettsäuren sind essentieller Baustein von Zellwänden im Körper und beeinflussen die Funktion von Zell-Rezeptoren Omega-3 Fettsäuren spielen eine tragende Rolle bei der Hormonbildung zur Steuerung von Entzündungsprozessen, Entspannung von Blutgefäßen, Blutgerinnung Omega-3 Fettsäuren sind essentiell für eine gesunde Gehirntätigkeit und haben eine neuro-protektive Wirkung. Sie können zur Reduktion von degenerativen Gehirn-Krankheiten wie Alzheimer beitragen und die Neubildung von Nervenzellen fördern. <7> Omega-3 Fettsäuren könnten das Risiko von Krebserkrankungen reduzieren bzw. deren Wachstum verlangsamen <8> Omega-3 Fettsäuren haben einen anti-entzündlichen Effekt und können die Regeneration nach Operationen beschleunigen <9> Omega-3 Fettsäuren können das Risiko für Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Arthritis senken <10> Welche Lebensmittel sind gute Lieferanten von Omega-3 Fettsäuren Fleisch von Tieren aus Freilandhaltung (reicher an EPA und DHA bei Weidehaltung) Fischöl und Fisch (reich an EPA und DHA, aber teilweise mit Schwermetallen belastet, wenn sie nicht aus sauberen Gewässern stammen) Leinöl und Leinsamen, Nüsse, Blattgemüse (enthalten nur die Omega-3 Vorstufe ALA, die nur zu etwa 5% in DHA umgesetzt wird, siehe oben) Vorteile von Hundefutter mit Fleisch aus artgerechter Freilandhaltung höherer Vitamingehalt, u.a. Vitamin A, C, E und beta-Carotin mehr gesunde entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren weniger entzündungshemmende Omega-6-Fettsäuren höherer Proteingehalt und weniger Wasser im Fleisch weniger Fett und damit weniger Kalorien nicht mit Pestiziden aus gespritztem Kraftfutter belastet keine Rückstände von Glyphosat im Fleisch kein Einsatz von gentechnisch verändertem Getreide zur Fütterung keine Antibiotika und Wachstumshormone Mit Fleisch aus artgerechter Tierhaltung möchte Alpha Natural ein glückliches Leben der Nutztiere und gleichzeitig die Gesundheit der Haustiere fördern. Daher wird ab sofort in unseren Hundefutter-Menüs ausschließlich 100% Muskelfleisch aus artgerechter Freilandhaltung verwendet. Alpha Natural steht für gesunde Tiernahrung – von glücklichen für glückliche Tiere.   <1> Influence of pasture intake on the fatty acid composition, and cholesterol, tocopherols, and tocotrienols content in meat from free-range broilers. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18079454 <2> Restricting the Intake of a Cereal-Based Feed in Free-Range-Pastured Poultry: Effects on Performance and Meat Quality. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18809866 <3> Effect of free-range feeding Omega-3 fatty acid and alpha-tocopherol content and oxidative stability of eggs. http://www.centerforfoodsafety.org/files/lopez-bote-1998_32145.pdf <4> Conjugated linoleic acid content of milk from cows fed different diets. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10531600 <5> DGE – Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. https://www.dge.de/presse/pm/referenzwerte-fuer-die-naehrstoffzufuhr/ <6> EFSA – Dietary Reference Values for fats. http://www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/1461 <7> A Recent Update on the Effects of Omega-3 Fatty Acids in Alzheimer’s Disease. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30084334 Omega-3 fatty acids, cognitive decline, and Alzheimer’s disease: a critical review and evaluation of the literature. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20634589 Omega-3 fatty acids‘ supplementation in Alzheimer’s disease: A systematic review. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28466678 <8> Influence of diets containing eicosapentaenoic or docosahexaenoic acid on growth and metastasis of breast cancer cells in nude mice. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7752256 Protective Effects of Omega-3 Fatty Acids in Cancer-Related Complications. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6566772/ Omega-3 Fatty Acids and Cancer Cell Cytotoxicity: Implications for Multi-Targeted Cancer Therapy. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4773771/ <9> n-3 versus n-6 polyunsaturated fatty acids in critical illness. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9646301 Effects of omega-3 fatty acids on patients undergoing surgery for gastrointestinal malignancy: a systematic review and meta-analysis. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5391568/ Effects of Perioperative Supplementation with Omega-3 Fatty Acids on Leukotriene B4 and Leukotriene B5 Production by Stimulated Neutrophils in Patients with Colorectal Cancer: A Randomized, Placebo-Controlled Intervention Trial. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4210906/ <10> Prevention of sudden cardiac death by n-3 polyunsaturated fatty acids. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17876194?dopt=Citation Dietary supplementation with n-3 polyunsaturated fatty acids and vitamin E after myocardial infarction. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10465168?dopt=Citation Effects of eicosapentaenoic acid on major coronary events in hypercholesterolaemic patients. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17398308?dopt=Citation Interplay between different polyunsaturated fatty acids and risk of coronary heart disease in men. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15630029?dopt=Citation
Hundefutter ohne Getreide

Hundefutter ohne Getreide

05 Nov 2017
Getreidefreies und glutunfreies Hundefutter - Bedeutung und wichtige Begriffe Entdecke die Vorteile einer getreidefreien Ernährung für Hunde! Erfahre hier alles über Hundefutter ohne Getreide und Gluten, und warum es für die Gesundheit von Vierbeinern wichtig sein kann. Getreidefreies Hundefutter: Was bedeutet das? Getreidefreies Hundefutter enthält weder Getreide noch glutenhaltige Zutaten. Stattdessen werden hochwertige Kohlenhydratlieferanten wie Kartoffeln, Süßkartoffeln, Pastinaken, Erbsen, Linsen, Kichererbsen und mehr verwendet. Glutenfrei: Die Alternative für sensible Hunde Für Hunde mit Glutenunverträglichkeit oder Glutensensitivität ist glutenfreies Hundefutter die ideale Wahl. Dafür gibt es glutenfreie Getreidesorten und Pseudogetreide, die betroffenen Hunden gut tun. Hierunter fallen etwa Hirse, Reis und Teff (glutenfreie Getreide) oder Amaranth, Quinoa und Buchweizen (glutenfreie Pseudo-Getreide) Gluten: Ein aus Proteinen bestehender Getreidekleber, welcher in einigen Getreidearten (wie Weizen, Roggen, Dinkel, Hafer, etc.) vorkommt. In Verbindung mit Wasser bildet sich Klebereiweiß, welches bei vielen Brot- oder Kuchensorten der Backfähigkeit, dem Zusammenhalt und einer lockeren Konsistenz dient. Folgen einer Glutenunverträglichkeit Erfahre mehr über die Auswirkungen von Glutenunverträglichkeit bei Hunden, und wie sie das Immunsystem, den Darm und den Bewegungsapparat beeinträchtigen kann. Glutenunverträglichkeit (auch Glutensensitivität) Diese Erkrankung wird durch glutenhaltige Nahrungsmittel verursacht, die das Verdauungssystem als Fremdkörper identifiziert. Es entstehen Schlackenstoffe und Säuren, die zu einer Übersäuerung des Körpers, chronischen Entzündungen der Darmschleimhaut und damit einer Zerstörung von Zellen der Dünndarmschleimhaut führen. Dies schwächt langfristig das Immunsystem, außerdem können Nährstoffe im Darm nicht mehr richtig aufgenommen werden. Nährstoffdefizite sind die Folge, und es besteht ein Risiko für Folgeerkrankungen. Auch der Bewegungsapparat kann betroffen sein (Arthrose, Entzündungen, etc.). Glutenunverträglichkeit existiert auch beim Menschen unter dem Namen Zöliakie. Zöliakie: Eine entzündliche Erkrankung der Darmschleimhaut mit weitreichenden gesundheitlichen Folgen. Sie ist ebenso wie die Laktoseintoleranz eine ernstzunehmende Erkrankung, die akute wie chronische Symptome hervorrufen kann. Langfristig wird so der Darm und damit das gesamte Immunsystem (das zu einem großen Teil über den Darm gesteuert wird) stark geschwächt. Diese Schwächung kann andere Erkrankungen begünstigen, da das Immunsystem diese nicht mehr ausreichend abwehren kann. Glutengehalt und Alternativen Wir geben einen Überblick über Getreidesorten mit hohem Glutengehalt und stellen glutenfreie Alternativen vor. Getreidesorten mit hohem Glutengehalt Weizen, Roggen, Dinkel und Grünkern Kamut, Urkorn, Emmer und Einkorn Getreidesorten mit sehr niedrigem Glutengehalt Gerste Hafer Glutenfreie Getreide und Pseudo-Getreide Hirse, Reis, Teff, Mais (für viele Hunde nicht geeignet, da er, ebenso wie Soja, als Allergieauslöser bekannt ist) Amaranth, Quinoa und Buchweizen Alternativen: Getreidefreie Kohlenhydratlieferanten Kartoffeln, Süßkartoffeln, Topinambur Gemüse (u.a. Pastinaken, Karotten) Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Linsen, Bohnen) Unterschiede zwischen getreidefreiem und getreidehaltigem Hundefutter Der Hauptunterschied zwischen getreidefreiem und getreidehaltigem Hundefutter liegt in den enthaltenen Kohlenhydraten. Getreidefreies Hundefutter verzichtet auf Getreide wie Weizen, Mais oder Hafer und verwendet stattdessen alternative Kohlenhydratquellen wie Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Gemüse. Diese Kohlenhydrate liefern dem Hund ebenfalls Energie, sind jedoch leichter verdaulich und haben geringeres bzw. gar kein allergenes (allergieauslösendes) Potential. Im Gegensatz dazu enthält getreidehaltiges Hundefutter verschiedene Getreidesorten, die für einige Hunde allergen sein können und schwer verdaulich sind. Vorteile einer getreidefreien Hundeernährung Eine getreidefreie Ernährung bietet zahlreiche Vorteile für Hunde. Durch den Verzicht auf Getreide im Hundefutter können potenzielle Allergien oder Unverträglichkeiten reduziert werden. Getreidefreies Hundefutter kann auch dazu beitragen, das Energieniveau und die Verdauung des Hundes zu verbessern. Darüber hinaus unterstützt eine getreidefreie Ernährung die Gesundheit von Haut und Fell und kann das Risiko von Übergewicht verringern. Insbesondere für Hunde mit empfindlichem Verdauungstrakt oder Nahrungsmittelallergien ist eine getreidefreie Ernährung eine gesunde und ausgewogene Alternative. Wissenswerte über hochwertiges Eiweiß in Hundefutter Hochwertiges Eiweiß ist für die Gesundheit von Hunden von entscheidender Bedeutung. Es trägt zur Entwicklung und Aufrechterhaltung einer kräftigen Muskulatur, eines gesunden Immunsystems und glänzendem Fell bei. Tierisches Eiweiß, insbesondere aus hochwertigem Fleisch wie Wild, Lamm, Bio-Rind, Bio-Huhn oder Lachs, enthält alle essentiellen Aminosäuren, die Hunde benötigen. Im Vergleich dazu liefert Eiweiß aus Getreide oder Hülsenfrüchten nicht die gleiche Vielfalt an Aminosäuren und kann daher nicht alle Ernährungsbedürfnisse eines Hundes abdecken. Hochwertiges Eiweiß aus Fleisch: die bessere Wahl im Hundefutter Warum hochwertiges Eiweiß aus Fleisch für die Gesundheit von Hunden essenziell ist, und wie es sich von Eiweiß aus Getreide unterscheidet: Hochwertiges Eiweiß aus Fleisch ist für Hunde essentiell, da es die lebenswichtigen Aminosäuren, die der Hundeorganismus benötigt, genau im richtigen Verhältnis liefert. Fleischbasiertes Eiweiß hat eine hohe biologische Wertigkeit, das heißt, es kann vom Körper leicht aufgenommen und verwertet werden. Im Gegensatz dazu weist Getreideeiweiß eine geringere biologische Wertigkeit auf und kann nicht alle Aminosäuren in ausreichender Menge liefern. Daher ist es wichtig, dass Hundefutter hochwertiges tierisches Eiweiß enthält, um die optimale Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu fördern. Hundefutter mit veganen Eiweißlieferanten ohne Getreide Auch vegane Eiweißquellen können die relevanten Proteine liefern. Nahezu allen pflanzlichen Eiweißlieferanten fehlt jedoch das richtige Verhältnis der essentiellen Aminosäuren, das für eine hohe Bioverfügbarkeit notwendig ist. So enthalten etwa Kichererbsen oder Linsen, die oft in veganem Hundefutter eingesetzt werden, nicht alle Aminsäuren im richtigen Verhältnis. Ebenso wäre eine alleinige Fütterung von Erbsen-, Chia-, Kürbiskern- oder Leinsamenprotein nicht ausreichend. Langfristig sind Mangelzustände und damit Erkrankungen die Folge. Erst die Kombination verschiedener pflanzlicher Proteinlieferanten im richtigen Verhältnis kann ein komplettes Aminosäureprofil liefern. Fütterung von Hunden mit speziellen Ernährungsbedürfnissen Hunde mit speziellen Ernährungsbedürfnissen benötigen eine individuell angepasste Fütterung. Dies kann aufgrund von Allergien, Unverträglichkeiten, Krankheiten oder bestimmten Lebensstadien des Hundes notwendig sein. Hier kann es wichtig sein, einen ganzheitlich orientierten Tierarzt, Tierheilpraktiker oder einen qualifizierten Ernährungsberater für Haustiere zu konsultieren, um die beste Ernährung für den betroffenen Hund zu bestimmen. In vielen Fällen kann eine spezielle Diät, wie eine getreidefreie Ernährung, eine proteinarme Diät oder eine purinarme Ernährung die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes erheblich verbessern. Empfehlung: Geringe Mengen Kohlenhydrate im Futter Von Natur aus benötigt ein Hund für eine gesunde Ernährung nur wenig Kohlenhydrate. Überlegt man, was der Wolf in freier Wildbahn frisst und worauf sich sein Organismus daher seit Jahrtausenden eingestellt hat, wird schnell klar: Getreide (wie der in vielen Fertigfuttern, insbesondere bei Trockenfutter, verwendete Weizen, Mais, Hafer und andere) gehört nicht dazu. Für eine gesunde Ernährung brauchen Wolf und Hund vorrangig andere Stoffe - insbesondere hochwertiges Eiweiß aus hochqualitativem Fleisch. Dennoch werden gerade die o.g. Getreidesorten von der Futtermittelindustrie in hohem Maße verwendet. Teilweise bestehen Trockenfutter zu mehr als 50% aus Getreide! Der Grund: Getreide ist billig und macht sich gleichzeitig gut in den Analysedaten des Futters - denn: Es enthält auch viel Eiweiß (in diesem Fall nur hauptsächlich aus Getreide), welches in der Analyse den Eindruck macht, das Futter wäre sehr hochwertig, da ja der Eiweißanteil hoch ist. Das Problem daran: Das ist auch der Fall - nur macht es für dich und deine Verdauung einen großen Unterschied, ob du Eiweiß aus Getreide oder Eiweiß aus Fleisch zu dir nimmst. Getreide als Allergieauslöser vermeiden Hinzu kommt, dass viele dieser von der Futtermittelindustrie verwendeten Kohlenhydratspender bei Hunden hoch-allergen wirken können. Dazu zählen insbesondere Weizen, Mais oder ähnliche Getreide, wie auch Soja. Deshalb sind alle unsere Menüs von Natur aus glutenfrei und/oder zusätzlich getreidefrei. Übergewicht durch zu viel Getreide Getreide enthält besonders viele und meist kurzkettige Kohlenhydrate. Diese erhöhen den Insulinspiegel, kurzkettige Kohlenhydrate (wie in Weißmehl, weißem Reis, etc.) sogar besonders stark und schnell. Wenn die Menge und die Art des verzehrten Getreides nicht richtig kontrolliert werden, kann dies zu Gewichtszunahme führen. Der Hauptgrund dafür liegt im Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Kohlenhydraten und dem Insulinhaushalt. Getreide enthält Kohlenhydrate, die bei der Verdauung in Glukose umgewandelt werden. Wenn zu viel Glukose auf einmal in den Blutkreislauf gelangt, steigt der Blutzuckerspiegel stark an. In Reaktion darauf schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Insulin ist ein Hormon, das den Transport von Glukose aus dem Blut in die Zellen ermöglicht, wo sie als Energie verwendet oder als Fett gespeichert wird. Bei einer Ernährung mit hohem Anteil an einfachen Kohlenhydraten wie Getreide kann der Blutzuckerspiegel schnell ansteigen und stark schwanken. Dies führt zu einer erhöhten Insulinausschüttung, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Insulinresistenz durch chronisch erhöhten Insulinspiegel Ein chronisch hoher Insulinspiegel kann zu einer Insulinresistenz führen, bei der die Zellen weniger empfindlich auf das Hormon Insulin reagieren. Als Folge davon bleibt mehr Glukose im Blutkreislauf, was die Bauchspeicheldrüse dazu veranlasst, noch mehr Insulin zu produzieren. Dieser Zustand kann langfristig zu einer Gewichtszunahme, insbesondere dem Aufbau von Körperfett, und anderen gesundheitlichen Problemen führen.
Purinarmes Hundefutter - 10 Tipps bei Leishmaniose, für Dalmatiner & Co.

Purinarmes Hundefutter - 10 Tipps bei Leishmaniose, für Dalmatiner & Co.

20 Mai 2017
Purine sind natürliche Bestandteile jeder Ernährung - und damit auch der unserer Hunde. Sie kommen von Natur aus in Eiweiß (vor allem tierischem) vor, und da jedes Futter einen gewissen Anteil Eiweiß, das für wichtige Körperfunktionen essentiell ist, enthalten muss, tauchen Purine zu einem bestimmten Grad in nahezu jedem Hundefutter auf. Allerdings kann der Puringehalt sehr unterschiedlich ausfallen: Hundefutter kann sowohl besonders purinreich als auch besonders purinarm sein - der Puringehalt hängt stark von Qualität und Herkunft der im Futter verwendeten Zutaten ab. Wer ist ALPHA NATURAL? Seit 2008 setzen wir unsere ganze Kreativität und Liebe ein, um dafür zu sorgen, dass alle Hunde ein glückliches, langes und vor allem gesundes Leben haben! Dazu stellen wir 100% natürliches, leckeres und vor allem gesundes Hundefutter her - ausschließlich mit reinem Muskelfleisch und dazu nur Gemüse, Kräuter und hochwertigste Öle. Für unsere Feinschmeckermenüs verwenden wir nur purinarmes Muskelfleisch und Fisch aus Bio-Haltung und Wildfang, und zusätzlich setzen wir für unsere veganen Menüs auf hochwertige pflanzliche Eiweißlieferanten, die alle essentiellen Aminosäuren enthalten und damit ein genauso hochwertiges Eiweißprofil wie Fleisch bieten. Purine im Hundefutter Der Anteil an Purinen in Hundefutter (egal ob es sich um Trockenfutter, Nassfutter oder Kausnacks handelt) ist abhängig davon, welche Proteinquellen (bestimmte Fleischbestandteile, Fischsorten und auch pflanzliche Eiweißlieferanten) es enthält. Generell gilt: Innereien, Haut und bestimmte Fischsorten enthalten viel Purin Auch Hülsenfrüchte (Soja, Linsen, Bohnen, Kichererbsen & Co.) sind purinreich Reines Muskelfleisch ist dagegen purinarm Hat der Hund also eine Unverträglichkeit auf Purine oder sollte diese aufgrund einer Erkrankung meiden, zahlt es sich aus, auf die richtigen Zutaten und ein sehr hochwertiges Futter zu achten: Dieses muss einerseits purinarm sein und andererseits dem Hund hochwertiges Eiweiß liefern - denn dieses braucht er für alle Stoffwechselvorgänge, sein Immunsystem und damit für ein gesundes Leben unbedingt. Was sind Purine? Purine zählen zu den Eiweißen - genauer gesagt sind sie Bausteine der Nukleinsäuren, also der genetischen Information. Unter anderem sind sie aus Stickstoff (chemisches Symbol: N) aufgebaut - daher auch die manchmal verwendete Bezeichnung "Purin-N" oder auch "Purin-Stickstoff". Purine werden über die Nahrung aufgenommen - und sind in hoher Konzentration hauptsächlich in Innereien und Haut enthalten. In einem gesunden Hunde-Organismus werden sie ganz einfach in Harnsäure umgewandelt und anschließend über die Harnwege ausgeschieden. Dies trifft jedoch nicht auf alle Hunde zu - denn einige Hunde haben eine Purinunverträglichkeit. Hunde mit Purinunverträglichkeiten Bei bestimmten Rassen (u.a. Dalmatiner & Bulldoggen) ist der Ausscheidungs-Vorgang gestört, Purine werden nicht richtig abgebaut und lagern sich in den Harnwegen ab Bei an Leismaniose erkrankten Hunden ernähren sich die Leishmaniose-Erreger von Purinen, können sich so vermehren und die Erkrankung stark verschlimmern Bei medikamentöser Behandlung der Leishmaniose ist der Abbau der Purine blockiert - und diese lagern sich wiederum in den Harnwegen ab Liegt eine solche Purinunverträglichkeit vor, können Purine bzw. deren Stoffwechselprodukte, insbesondere Harnsäure, vom Organismus nicht vollständig abgebaut werden. Dies führt zu einem erhöhten Harnsäurespiegel im Blut, was eine vermehrte Bildung von Nierensteinen verursacht. Die Folge sind häufig Blasenentzündungen und mittelfristig auch Nierenschäden. In all diesen Fällen wird der Hunde-Organismus also durch eine purinreiche Nahrung belastet. Um die Konzentration der kritischen Stoffwechselprodukte auf natürliche Weise zu senken, ist in solchen Fällen eine purinarme Ernährung der Hunde notwendig. Manche Hunden können Purine - aufgrund genetischer Disposition oder von Krankheiten - nicht oder nur schlecht abbauen. So entsteht vermehrt Harnsäure, die in sich im Harntrakt (Nieren, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre) zu Harnsteinen kristallisieren und schwere Nieren- und Blasenerkrankungen verursachen kann. Glücklicherweise gibt es einige Möglichkeiten, auch bei diesen Hunden die Gesundheit zu erhalten bzw. die Auswirkungen der Erkrankung stark zu reduzieren: Über eine gesunde Ernährung. Das Befolgen nur weniger Regeln erhöht ihre Chancen auf ein langes, gesundes Leben, frei von Schmerzen, Medikamenten oder Operationen, immens. Leishmaniose Vorkommen der Leishmaniose Leishmaniose ist eine Erkrankung, die durch Leishmanien hervorgerufen wird - Blutparasiten, die durch den Stich von Sandmücken in den Hundeorganismus gelangen und sich dort vermehren. Bei der Leishmaniose handelt sich um eine Zoonose - eine Krankheit, die auch auf andere Arten (selten auf den Menschen) übertragen werden kann. Hauptsächliches Verbreitungsgebiet der Leishmaniose sind besonders warme und tropische Gebiete in Europa, Asien und Südamerika. Sie zählt zu den sog. Mittelmeerkrankheiten, da sie im gesamten Mittelmeerraum, von Portugal bis Griechenland, bei Hunden weit verbreitet ist. Auf der Insel Mallorca etwa liegt die Durchseuchungsrate, also der Prozentsatz infizierter Hunde, bei über 60%, auf Sizilien bei über 80%. Dies war für mich einmal der ausschlaggebende Grund, nicht nach Mallorca zu ziehen - denn ich wollte meine Hunde, nach dem sie seit Jahren so gesund und glücklich sind, nicht dieser großen Gefahr aussetzen, nur um am Meer leben zu können. Aber ich schweife ab ;-) Grund für die weite Verbreitung in diesen Gefilden sind die dort idealen Lebensbedingungen für den Überträger der Leishmanien, die Sandmücke. Bedingt durch den Klimawandel sowie die erhöhte Reisetätigkeit der Menschen wurden jedoch auch in Deutschland bereits Sandmücken nachgewiesen. Sandmücken - die Überträger der Leishmaniose Sandmücken leben in Gebieten mit hoher Temperatur und hoher Bodenfeuchtigkeit - jedoch nicht unbedingt, wie der Name vermuten lassen könnte, am Strand. Die für sie ideale Umgebung sind feuchte Böden, Sümpfe, Komposthaufen, Tierställe oder Nagetierbauten. Theoretisch ist ihre Verbreitung von der Durchschnittstemperatur einer Region abhängig - ihr Lebensraum sollte sich daher von der Mittelmeerregion bis max. nach Süddeutschland erstrecken. Jedoch wurden Sie auch bereits auf der Insel Jersey, rund 150 km vor Großbritannien, nachgewiesen. Sandmücken sind zwischen Mai und Oktober anzutreffen, die letzte Generation überwintert. Übertragung in den Abendstunden Sandmücken sind nachtaktiv zwischen Sonnenuntergang und Morgengrauen. In dieser Zeit registrieren Sie warme Hundekörper und lassen sich auf ruhenden Hunden nieder, um sie zu stechen. Ein kurzer Abendspaziergang in ständiger Bewegung wäre also möglich, ein längeres Ablegen des Hundes im Freien jedoch gefährlich. Ist ein Hund infiziert, beträgt die Inkubationszeit bis zum Ausbrechen der Krankheit im Normalfall zwischen 3 und 18 Monaten - in seltenen Fällen auch bis zu mehreren Jahren. Folgen der Leishmaniose im Hunde-Organismus Nicht jeder Hund, bei dem der Leishmanien-Test positiv ausfällt, muss auch tatsächlich Symptome zeigen - denn ein gesunder Organismus ist in der Lage, die Krankheit in Schach zu halten. Auch ist mittlerweile bei erkrankten Hunden eine medikamentöse Behandlung sowie eine Behandlung über eine durchdachte, hochwertige Ernährung möglich - welche langfristig ein nahezu symptomfreies Leben ermöglichen können. Häufigste Symptome der Leishmaniose Energiemangel, Müdigkeit Fellausfall, besonders im Bereich der Augen und Schnauze Schuppen an Augen und Ohren Entzündungen und Risse der Haut an Ohren, Nase, Augen und Beinen übermäßiges Wachstum und Entzündungen der Krallen periodisches Fieber geschwollene Lymphknoten Gewichtsverlust und Appetitmangel blasse Schleimhäute Durchfall Lahmheit lange und brüchige Krallen Schädigung von Leber, Niere und Darm, Augenerkrankungen   Behandlung der Leishmaniose Leishmanien können sich, vereinfacht gesagt, nur bei Vorhandensein von Purinen vermehren. Durch Medikamente, wie etwa das für die Behandlung von Leishmaniose bekannte Mittel Allopurinol, wird der Purin-Stoffwechsel der Leishmanien gestört, und die Purin-Aufnahme aus der Nahrung gehemmt. Somit fehlt den Leishmanien ein essentieller Stoff für ihre Vermehrung. Gleichzeitig hemmt das Medikament jedoch auch den Abbau von Purinen im Körper. Dadurch bildet sich vermehrt Harnsäure, die Harnwege des Hundes werden stark belastet, und Nieren- sowie Blasensteine können entstehen. Diese können im weiteren Verlauf zu schwerwiegenden Nieren- und Blasenerkrankungen führen. Ein weiteres Problem: Bei Hunden mit Leber- oder Niereninsuffizienz können bzw. sollten die Medikamente teilweise nicht eingesetzt werden. Eine ideale Behandlung beinhaltet insbesondere eine purinbewusste Ernährung mit hochwertigen, nährstoffreichen und gesunden Zutaten. Hierdurch lässt sich einerseits die Vermehrung der Leishmaniose-Erreger oftmals so weit reduzieren, und das Immunsystem so stärken, dass eine Medikamentengabe nur noch eingeschränkt oder möglicherweise überhaupt nicht mehr nötig ist - und andererseits die Belastung der Harnwege so minimieren, dass das Risiko von Spätfolgen erheblich sinkt. Daher sollten die unten genannten Tipps bereits zu einer erheblichen Verbesserung der Gesundheit führen.   Purine im Futter bei Dalmatinern, Bulldoggen und Hunden mit Leishmaniose Purine sind Teil jeder Zelle, sie kommen in den Zellkernen vor. Daher sind Lebensmittel, die viele Zellen enthalten (wie Haut und Organe, aber auch Körner und Samen), reich an Purinen. Gestörter Purinstoffwechsel Durch den Abbau von Purinen aus der Nahrung entsteht immer Harnsäure - bei gesunden Hunden ebenso wie bei Hunden mit Krankheiten oder genetischen Besonderheiten. Einige Hunderassen bilden jedoch die zum Abbau der Harnkristalle notwendigen Enzyme nicht. Im Normalfall würde die Harnsäure vom Organismus weiter aufgespalten und anschließend einfach über den Urin ausgeschieden. Durch die vererbte Enzymfehlfunktion entstehen jedoch vermehrt Harnsäurekristalle in den Harnwegen, die dort zu Harnsteinen oder langfristig auch zu einem kompletten Verschluss führen können. Puringehalt im Vergleich Puringehalt von in Fertigfutter meist verwendeten Innereien Sprotten: 330 mg/100g Milz: 250 mg/100g Leber: 231 mg/100g   Puringehalt unserer aktuellen Alpha Natural Menüs Menü Puringehalt (mg/100g) Alpha Natural - Bio-Rind Menü 20 Alpha Natural - Bio-Ente Menü 30 Alpha Natural - Naturwild-Hirsch Menü 22   Gesunde Ernährung für Hunde mit Purinunverträglichkeit Wo sind Purine enthalten? Purine sind hauptsächlich in Innereien, Geflügelhaut, Milchprodukten und bestimmten Fischsorten enthalten. Jedoch enthalten auch manche pflanzlichen Lebensmittel Purine: Purinreiche Lebensmittel Tierische Produkte mit erhöhtem Puringehalt Innereien und Geflügelhaut (200-300 mg/100g) Kalbsbries (600 mg/100g) Forelle, Sardinen, Hering, Sprotten und Thunfisch (80-190 mg/100g) Schalen- und Krustentiere Pflanzliche Produkte mit erhöhtem Puringehalt Hefe (280 mg/100g) Sojabohnen und Sojaprodukte wie Sojafleisch, Sojaisolat & Co. (90-150 mg/100g) Hülsenfrüchte, u.a. Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Erbsen, Lupine (60-90 mg/100g) Rosenkohl (25 mg/100g) Buchweizen und Weizenkleie (60 mg/100g) Trockenfrüchte Fruchtzucker kann den Harnsäurespiegel erhöhen Der Abbau von Fruktose (Fruchtzucker) in der Leber aktiviert ein Enzym, das Purine zu Harnsäure abbaut - und kann so den Harnsäurespiegel zusätzlich erhöhen. Daher sollten größere Mengen Früchte, insbesondere sehr süße Früchte, bei Problemen mit Harnsäure vermieden werden. Was ist purinarm? Als purinarm werden im Normalfall Lebensmittel bezeichnet, deren Puringehalt weniger als 100 mg pro 100g beträgt. Bei tierischen Lebensmittel fällt hierunter auch reines Muskelfleisch, das meist zwischen 50 und 90 mg Purine enthält. Pflanzliche Nahrung enthält kaum bis keine Purine - was daran liegt, dass Pflanzen normalerweise auch kaum Eiweiß enthalten. Der Puringehalt liegt zwischen 0 und 35 mg/100g. Einige wenige Gemüsesorten enthalten zwar Purine, jedoch weniger als 50 mg/100g - etwa Spinat oder Spargel (25-50 mg/100g). Purinarmes Muskelfleisch vs. purinreiche Innereien im Hundefutter Muskelfleisch ist von Haus aus verhältnismäßig purinarm - der Gehalt beträgt meist zwischen 50 und 90 mg/100g (Ausnahme: Pferdefleisch mit 116 mg/100g). Ganz anders sieht es bei den von vielen Futterherstellern verwendeten billigen (und oft auch mit Schwermetallen, Pestiziden, Antibiotika und anderen Stoffen belasteten) Innereien und Häuten aus: Sie sind extrem purinreich, der Gehalt an Purinen ist bis zu 5x so hoch wie in reinem Muskelfleisch. Zum Vergleich: Rinderleber: 231 mg/100g Rindfleisch: 49 mg/100g das entspricht einem Faktor von 4,7x Purinarme Fleischsorten und tierische Produkte Muskelfleisch, auch Herzmuskelfleisch, enthält generell erheblich weniger Purine als Innereien: Rindfleisch: 49-60 mg/100g Hähnchenbrust (ohne Haut): 55 mg/100g Hähnchenbrust (mit Haut): 73 mg/100g Kalbfleisch: 63 mg/100g Hirsch-/Rehfleisch: 60-65 mg/100g Lammfleisch: 76 mg/100g Rinderbeinscheibe: 50 mg/100g Putenfilet: 50 mg/100g Eier: 2-5 mg/100g Milchprodukte: 4-13 mg/100g Purinarmes Gemüse So gut wie alle Gemüsesorten (bis auf Rosenkohl, Erbsen, Spargel und Spinat) sind sehr purinarm. Sie enthalten zwischen 0 und 35 mg/100g. Daher sind sie besonders gut für eine purinarme Ernährung geeignet, und liefern dem Organismus gleichzeitig viele wichtige natürliche Vitamine und Mineralstoffe. Nachfolgend eine Liste purinarmer Gemüse- und Obstsorten zur Ergänzung von Hundefutter: Gemüse Puringehalt (mg/100g) Fenchel 0 Salatgurke 3 Chicoree 5 Kopfsalat 5 Radieschen 5 Tomaten 5 Karotten 7 Rote Rüben 8 Chinakohl 9 Weißkraut 9 Kohlrabi 10 Mais 10 Spargel 10 Zucchini 10 Kresse 12 Blaukraut 13 Sellerie (Knolle) 13 Wirsing, gegart 15 Bohnen, grün, gegart 16 Blumenkohl, gegart 21 Rosenkohl, gegart 25 Spinat, gegart 28 Schwarzwurzeln, gegart 29 Artischocken, gegart 33 Brokkoli, gegart 33   Obst Puringehalt (mg/100g) Rhabarber 2 Preiselbeeren 5 Apfel 6 Birnen 6 Brombeeren 6 Johannisbeeren 6 Stachelbeeren 6 Aprikosen 8 Himbeeren 8 Kiwi 8 Orangen 8 Pfirsich 8 Bananen 10 Erdbeeren 10 Heidelbeeren 10   Die Kurzzusammenfassung - Tipps für Hunde mit durch Purine verursachten Problemen Nur hochwertiges Eiweiß aus purinarmen Quellen - reines Muskelfleisch und pflanzliche Eiweißquellen Viel Gemüse - evtl. enthaltene Purine sind, bei gleichem Gehalt, besser verträglich als solche aus Fleisch Rein vegetarische Mahlzeiten zur Abwechslung Keine Zutaten, die große Mengen Purine enthalten (insbesondere Innereien, Haut und Sehnen) Keinerlei tierische Nebenprodukte oder undefinierbare Zutaten (die Bezeichung “Huhn” oder “Rind” auf einem Etikett bedeutet "irgendein Teil von diesem Tier" - und das sind aus Kostengründen fast immer insbesondere die o.g. purinreichen Innereien und Häute) Viel Trinkwasser, um die Harnwege gut zu spülen Viel Bewegung und regelmäßiger Auslauf, um die Verdauung anzukurbeln Verzicht auf den Organismus belastende Impfungen Verzicht auf synthetische Zusatzstoffe (künstliche Vitaminzusätze im Futter etc.) Verzicht auf Medikamente, welche die Organe belasten (Antibiotika, Cortison, etc.) Quellen Beiwen Wu, Janet M. Roseland, David B. Haytowitz, Pamela R. Pehrsson, Abby G. Ershow | Availability and quality of published data on the purine content of foods, alcoholic beverages, and dietary supplements | Journal of Food Composition and Analysis | Volume 84, 2019, 103281, ISSN 0889-1575, https://doi.org/10.1016/j.jfca.2019.103281 Westropp, J.L., Larsen, J.A., Johnson, E.G. et al. Evaluation of dogs with genetic hyperuricosuria and urate urolithiasis consuming a purine restricted diet: a pilot study. BMC Vet Res 13, 45 (2016). https://doi.org/10.1186/s12917-017-0958-y Gharbi M, Mhadhbi M, Rejeb A, Jaouadi K, Rouatbi M, Darghouth MA. Leishmaniosis (Leishmania infantum infection) in dogs. Rev Sci Tech. 2015 Aug;34(2):613-26. doi: 10.20506/rst.34.2.2384. PMID: 26601461. | https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26601461/ Rivara CM, Johnson CR, Lulich JP, Osborne CA, Murtaugh M. The effect of disease on the urinary purine metabolite concentrations in dogs. Vet Rec. 2013 Sep 7;173(9):219. doi: 10.1136/vr.101237. Epub 2013 Aug 2. PMID: 23913176. Kelly B, Pearce EL. Amino Assets: How Amino Acids Support Immunity. Cell Metab. 2020 Aug 4;32(2):154-175. doi: 10.1016/j.cmet.2020.06.010. Epub 2020 Jul 9. PMID: 32649859. | https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32649859/ https://www.nal.usda.gov/sites/www.nal.usda.gov/files/ars_purine_content_of_foods.pdf https://www.purine-direkt.de
Nierenerkrankungen und Nierendiät beim Hund

Nierenerkrankungen und Nierendiät beim Hund

17 Mär 2017
Nierenerkrankungen zählen, neben Bauchspeicheldrüsen- und Lebererkrankungen, zu den häufigsten Krankheitsbildern bei Hunden, gerade im höheren Alter. Die Regenerationsfähigkeit der Organe lässt nach, jahrelange Belastungen durch Umwelt, Ernährung und auch genetische Faktoren kommen zum Vorschein und greifen die Organe an - auch weil oft das Immunsystem geschwächt ist und sich dadurch Entzündungen leichter ausbreiten können. Aufbau und Aufgaben der Niere Hunde besitzen, wie auch der Mensch, zwei Nieren. Diese bestehen aus tausenden kleinen Einheiten, den Nephronen. Ausscheidung von Schlackenstoffen Aufgabe der Nephronen ist das Filtern des Primärharns aus dem Blut und dessen Umwandlung in hoch konzentrierten Sekundärharn, über den anschließend insbesondere Schlacken- und Giftstoffe als Urin ausgeschieden werden. Blut- und Knochenstoffwechsel Darüber hinaus ist die Niere über die Ausschüttung von Hormonen insbesondere auch an der Blutdruck-Regulation, der Bildung roter Blutkörperchen sowie am Knochenstoffwechsel beteiligt. Säure-Basen-Gleichgewicht Auch die Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichts gehört zu den Aufgaben der Niere - wodurch sie bei der Reduzierung von Entzündungsvorgängen eine hohe Rolle spielt. Der Grund: Kommt es im Körper zu Entzündungen, so breiten sich diese gerade in einem sauren Milieu besonders stark aus. Ist also die Regulationsfunktion der Niere geschwächt, und werden zusätzlich über die Nahrung zu viele säurebildende Stoffe aufgenommen, so können Säuren nicht mehr ausreichend neutralisiert werden. Eine vermehrte Entzündungsanfälligkeit bis hin zu chronischen Entzündungen kann die Folge sein. Was und wie häufig sind Nierenerkrankungen beim Hund? Bei Nierenerkrankungen werden Nephrone geschädigt, zerstört oder funktionsunfähig. Diese Funktionsstörung der Nephrone führt dazu, dass der Filtrationsvorgang nicht mehr ungestört ablaufen kann. Somit verbleiben auch Stoffe im Körper, die eigentlich ausgeschieden werden sollten. Die Nieren gesunder Tiere besitzen hohe Reserven, so dass eine teilweise Einschränkung der Filterfunktion leicht kompensiert werden kann. Bereits ab dem 5. Lebensjahr liegen bei mehr als 1/5 aller Hunde Funktionsstörungen der Niere vor. Leider werden diese meist erst auffällig, wenn bereits mehr als 50% der Nierenfunktion eingeschränkt ist. Würden sie schneller entdeckt, bestünde eine sehr gute Chance, die Schäden zu revidieren oder den Verlauf der Erkrankung erheblich zu verlangsamen. Daher sollte spätestens ab dem 5. Lebensjahr auf mögliche Symptome von Nierenerkrankungen geachtet und ggf. eine Vorsorgeuntersuchung durchgeführt werden. Arten von Nierenerkrankungen Ist zu wenig Primärharnfluss vorhanden, spricht man von Niereninsuffizienz. Besteht in beiden Nieren eine schwere Niereninsuffizienz, spricht man von Nierenversagen. Einflussfaktoren auf Nierenerkrankungen beim Hund Alter Je älter das Tier, desto eher können Nierenfunktionsstörungen auftreten - insbesondere ab dem 10. Lebensjahr steigt die Wahrscheinlichkeit dafür. Daher kann es wichtig sein, im Alter stärker auf Dinge wie ausreichendes Trinken und eine angepasste Nahrungszusammensetzung zu achten. Auch bestimmte Kräuter können sehr gut unterstützend auf die Nieren wirken. Ernährung Bei Nierenerkrankungen ist einerseits der Abbau bestimmter Stoffe (wie etwa Phosphor), und andererseits die Aufnahme anderer Nährstoffe (wie Kalium) gestört - weshalb es zu einem Mangel an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen kommen kann. Dies kann jedoch durch das Beachten einiger Tipps zur Ernährung bei Nierenerkrankungen im Normalfall gut kompensiert werden. Rasse Bestimmte Rassen sind offenbar anfälliger für Nierenerkrankungen als andere, etwa Beagle, Llasa Apsos, Samoyeden, Rottweiler, Dobermännern, Berner-­Sennenhunde, Cocker-Spaniel, Terrier, Chow-Chow oder Golden Retriever. Umwelt Über die Umgebung können Chemikalien aufgenommen werden, die anschließend durch die Nieren gefiltert werden müssen und dort zu Schäden führen können. Hierzu gehören etwa Desinfektionsmittel und Phenole, die unter anderem von neuen Elektro- oder Haushaltsgeräten abgesondert werden können. Ursachen von Nierenerkrankungen Neben den oben genannten Einflussfaktoren sind auch direkte Ursachen von Nierenerkrankungen zu beachten. Hierzu zählen Infektionen, Zuckerkrankheit, Verletzungen oder eine durch einen Unfall verursachte vorübergehend schlechte Durchblutung der Nieren, Probleme in Nachbarorganen bzw. den ableitenden Harnwegen (wie Blase und Harnleiter, wenn diese etwa zu einem Rückstau in die Nieren führen), oder Tumore. Symptome bei Nierenerkrankungen Eines der wohl am einfachsten zu erkennenden Anzeichen ist vermehrtes Trinken. Dementsprechend wird auch die Urinproduktion erhöht sein, was beim Spazierengehen auffallen sollte. Tritt dies plötzlich gehäuft auf, sollte man auf jeden Fall den Tierarzt konsultieren. Auch Bauchspeicheldrüsenerkrankungen gehen mit vermehrtem Trinken einher. Wenn hierdurch nicht mehr ausreichend Insulin produziert werden kann, führt der zu niedrige Insulinspiegel langfristig zu Nierenschäden. Somit ist auch hier essentiell, auf die erhöhte Wasseraufnahme und die damit verbundene erhöhte Urinausscheidung zu achten und diese untersuchen zu lassen. Viel trinken ist wichtig! Hierzu sei noch gesagt, dass vermehrtes Trinken bei Nierenerkrankungen absolut richtig und wichtig ist! Nehmen Sie Ihrem Hund also nicht den Trinknapf weg, damit er weniger trinkt oder weniger oft raus muss. Um das Voranschreiten der Erkrankung hinaus zu zögern oder zu verhindern, ist es essentiell, dass die Nieren stets gut gespült werden. Es muss also nicht nur auf eine hohe Wasserzufuhr, sondern auch auf häufigere, zumindest kurze, Spaziergänge zum Wasserlassen geachtet werden. Weitere Symptome Unlust beim Fressen, ggf. mit Gewichtsverlust Energiemangel, Lustlosigkeit, Schwäche Mundgeruch Entzündungen im Mund- und Rachenraum Entzündungen der Magenschleimhaut Immer wieder auftretender Durchfall und/oder Erbrechen Stumpfes Fell Maßnahmen und Behandlung von Nierenerkrankungen Viel reines Wasser trinken Alle Nierenerkrankungen haben eine wichtige Maßnahme gemein: Viel trinken. Ziel ist es, die geschädigten Nieren ständig so gut wie möglich mit viel Wasser zu reinigen und sie dadurch bei ihrer Filtertätigkeit zu entlasten. Gleichzeitig muss natürlich unbedingt darauf geachtet werden, dem Tier auch ständig das Urinlassen zu ermöglichen - denn wir wollen natürlich nicht, dass die bereits stark geforderten Nieren auch noch dadurch belastet werden, dass sie ständig über lange Zeiten den Urin halten müssen, den sie gerne sofort ausscheiden würden. Trinkwasserqualität und Filter Wenn man sich darüber hinaus näher mit dem Thema Trinkwasser beschäftigen möchte, seien noch die Stichwörter Wasserqualität und Filterung genannt. Reines Wasser aus der Flasche Untersuchungen belegen, dass durch besonders mineralarmes Wasser die Flüssigkeitsausscheidung des Organismus erhöht und erheblich mehr Schadstoffe ausschwemmt werden können. Ich selbst kaufe seit Jahren nur besonders reines, rückstandsfreies Wasser. Die Maßzahl dafür nennt sich Trockenrückstand - die Menge an anorganischen Mineralstoffen, die zurückbleiben, wenn Wasser bei 180 °C verdampft wird. Solches Wasser wird etwa von der Firma Plose angeboten - oder man kann es selbst zuhause herstellen. Hierzu kommt jedoch keiner der “normalen”, haushaltsüblichen Wasserfilter in Frage, die lediglich Kalk und ähnliches filtern können und außerdem meist eine wahre Brutstätte für Keime sind. Wasser aus dem Osmose-Umkehr-Filter Stattdessen sind wirklich hochwertige Filter wie etwa Osmose-Umkehr-Filter nötig. Diese stellen wirklich reines, mineralarmes Wasser her, welches für alle Menschen und Tiere im Haushalt, zum trinken, kochen und mehr verwendet werden kann. Ich habe selbst für uns einen solchen Filter angeschafft, und sowohl unsere Jungs als auch wir selbst lieben dieses Wassers! Denn es schmeckt nicht nur gut, sondern kann durch seine Reinheit auch wieder seine ursprünglichen Aufgabe, nämlich der Aufnahme und dem Abtransport von Schlackenstoffen & Co. aus dem Körper, perfekt erfüllen. Infektionen bekämpfen Ist die Ursache eine Infektion, so wird zuerst natürlich diese behandelt werden. Außerdem sollte immer auch das Immunsystem gestärkt werden - sei es über die Ernährung, eine Darmsanierung (man geht davon aus, dass der Darm mehr als 70% des Immunsystems bildet), Kräuter, eine homöopathische Behandlung oder weitere pflanzliche Mittel, welche anregend auf das Immunsystem wirken. Auch die Fütterung enzymhaltiger Lebensmitteln oder die Gabe von Enzymen (wie Wobenzym oder Innovazym Pur) kann sinnvoll sein, da Enzyme für den Abbau von Entzündungen zuständig sind und damit Heilprozesse beschleunigen. Ernährung von Hunden bei Nierenerkrankungen Reduzierter Phosphorgehalt Da bei Nierenerkrankungen die Phosphorausscheidung gestört ist, ist eine Fütterung mit reduziertem Phosphorgehalt sinnvoll. Vermieden werden sollten deshalb insbesondere: Knochen, Knochenmehle, Innereien, Hefe oder Molke. Nur hochwertiges Eiweiß Früher wurde oft dazu geraten, den Eiweißgehalt im Futter zu reduzieren - also u. a. weniger Fleisch zu füttern. Dies ist jedoch nicht sinnvoll, da a) diese Reduktion, gerade bei Diätfuttermitteln, meist mit einer Erhöhung an Kohlenhydraten einher geht (was wiederum den Insulinspiegel erhöht und darüber die Nieren belastet) und vor allem b) der Organismus unbedingt hochwertiges Eiweiß benötigt. Hochwertiges Eiweiß ist absolut essentiell, um gesundes Gewebe aufzubauen und zu erhalten - für die Bildung neuer Zellen, die Funktion der Organe (also auch der Niere) und ein intaktes und starkes Immunsystem. Würde man den Anteil an hochwertigem Eiweiß reduzieren, würde damit auch die Zellneubildung nachlassen bzw. möglicherweise sogar Gewebe abgebaut, sowie das Immunsystem geschwächt - beides kontraproduktiv bei Erkrankungen, egal welcher Art. Die Herangehensweise sollte daher eine andere sein: Ist das in der Nahrung enthaltene Eiweiß hochwertig und sehr gut verdaulich (wie es etwa bei reinem Muskelfleisch oder Eiklar der Fall ist), und achtet man zusätzlich auf einen niedrigen Phosphorgehalt, so sollte Fleisch gerade nicht reduziert, sondern im Gegenteil darauf geachtet werden, dass es in ausreichendem Maße im Futter vorhanden ist. So werden genügend hochwertige Aminosäuren für Zellneubildung und -erhalt geliefert. Zutaten reich an Kalium, B-Vitaminen und Spurenelementen Durch eine eingeschränkte Nierenfunktion wird oft auch die Aufnahme von B-Vitaminen, Kalium und einiger Spurenelemente reduziert. Daher kann und sollte man den Organismus unterstützen, indem immer wieder Futter-Zutaten verwendet werden, die reich an diesen Nährstoffen sind. Dies ist unter anderem der Fall bei: Erhöhter Kaliumgehalt grüne Blattgemüse, vor allem Grünkohl (eines der nährstoffreichsten Gemüse überhaupt) und Brokkoli getrocknetes Wurzelgemüse wie Petersilienblätter, Sellerieblätter, Rote Beete Blätter Gerstengrassaft bzw. Pulver aus Gerstengrassaft Dill Meeresalgen getrocknete Brennessel Fenchelsamen Heilerde Banane Erhöhter Gehalt an B-Vitaminen Spirulina (Achtung wegen Schwermetallen bei Produkten aus China) Leber (nur selten, wegen des höheren Puringehalts, und immer nur Bio Alternativ: Ab und zu Dorschleber (von unbelasteten Fischen) Wurzelgemüse Dill Intervallfasten für Hunde mit Nierenerkrankungen Ein besonders einfaches und extrem wirksames Mittel, um dem Organismus und damit auch den Nieren täglich viel Zeit zur Erholung zu geben, ist das Intervallfasten, oft auch Intermittierendes Fasten genannt. Gerade für Hunde ist es ideal geeignet, da Hunde eigentlich nicht mehr als 1x täglich gefüttert werden müssen. Wir sind es nur oftmals gewohnt, unsere Hunde als Welpen 3-5x täglich zu füttern und dies dann später auf 2-3x täglich zu reduzieren. In der Natur jedoch haben Wölfe oft den ganzen Tag oder sogar mehrere Tage nichts zu fressen - bis das nächste Beutetier erlegt wurde. Da ich (Stand Sommer 2021) selbst seit nunmehr über 5 Jahren an fünf bis sechs Tagen die Woche mindestens 18 Stunden faste, und bemerkt habe, wie gut mir dies tut, wie sehr es zum Körperfettabbau beiträgt und wie viel Energie mein Körper trotzdem hat, habe ich auch meine Hunde vor 1,5 Jahren ebenfalls auf eine Mahlzeit pro Tag umgestellt. Zur Prävention und Behandlung von Entzündungen jeglicher Art, an Organen wie auch an Gelenken, Vorbeugung von Krebs und vielen weiteren Krankheiten ist das Intervallfasten in jedem Fall eines der besten und einfachsten Mittel - bei wirklicher Erkrankung dann auch kombiniert mit einem 48-stündigem Langzeitfasten alle paar Wochen. Kräuter bei Nierenerkrankungen Auch bestimmte Kräuter können unterstützend auf die Leber wirken. Hierzu ist es sicherlich sinnvoll bzw. auf jeden Fall angeraten, einen erfahrenen Tierheilpraktiker oder Tierernährungsspezialisten zu konsultieren. Kräuter zur Unterstützung bei Nierenkrankheiten Mariendistel - Unterstützung der Leber- und Nierenfunktion, entgiftend, regenerativ, antioxidativ Löwenzahn - Entgiftet die Nieren und fördert die Ausscheidungsfunktion von Niere und Leber Brennnessel - regt den Stoffwechsel an, enthält viel Kalium, Eisen, Calcium und Vitamine) Artischocke - unterstützt die Leberfunktion Propolis - entgiftet (ohne Alkohol und nicht erhitzen) Tragantwurzel - stärkt Nierenkreislauf und Immunsystem Vorsorge gegen Erkrankungen der Niere Gegen Nierenerkrankungen kann man vorsorgen - indem man für die Nieren belastende Faktoren, wie einen hohen Blutzuckerspiegel oder hohen Blutdruck, schon frühzeitig im Blick hat und reduziert. Senkung des Blutzuckerspiegels und der Insulinausschüttung Durch gesunde Ernährung mit wenig Kohlenhydraten, Vermeidung von Trockenfutter mit hohem Anteil am Getreide, Mais, Kartoffeln oder sonstigen Kohlenhydraten, und Ausschluss gezuckerter Leckerlies bleibt der Blutzuckerspiegel über den Tag ausgeglichener, ohne dass es zu Spitzen und damit erhöhter Insulinausschüttung kommt. Senkung des Blutdrucks Durch regelmäßige und ausführliche Bewegung, viel spielen und spazieren gehen wird das Herz-Kreislauf-System gestärkt und der Blutdruck niedrig gehalten. Auch sollten gesalzene Speisen (wie sowieso bei Hunden wichtig) absolut gemieden werden, da Salz das Blut dicker macht und dadurch indirekt der Blutdruck erhöht wird - sowie viel Wasser getrunken werden, was das Blut verdünnt und damit den Blutdruck senkt. Fazit zu Nierenerkrankungen und Ernährung beim Hund Niemand muss Angst vor Nierenerkrankungen haben - und sich schon gar nicht auf sogenannte "Nierendiäten" vieler industrieller Hersteller einlassen, die meist aus minderwertigen Zutaten bestehen. Über eine gesunde Ernährung und frühzeitiges Erkennen kann der Hund gut mit dieser Erkrankung leben. Ich wünsche allen Hunden und ihren Frauchen und Herrchen alles Liebe und hoffe, mit diesem Artikel den ein oder anderen guten Impuls geben zu können. Über Kommentare und Feedback freu ich mich sehr.
Vegetarisches Hundefutter: Ernährung von Hunden mit pflanzlichem Eiweiß

Vegetarisches Hundefutter: Ernährung von Hunden mit pflanzlichem Eiweiß

12 Jan 2017
Immer mehr Hundebesitzer stellen sich die Frage, ob eine vegetarische oder sogar vergaben Ernährung für Hunde artgerecht, gesund und nachhaltig sein kann. Neben tierischem Eiweiß aus Fleisch sind gerade pflanzliche Eiweiße auch im Futter für Hunde aus ernährungsphysiologischer Sicht sehr interessant – denn sie können um einiges gesünder sein, wenn die Hundenahrung richtig zusammengestellt ist. Was ist vegetarisches vs. veganes Hundefutter? Vegetarisches Hundefutter enthält keine tierischen Bestandteile aus Fleisch oder Fisch. Stattdessen werden pflanzliche Eiweißquellen wie Erbsen, Linsen, Kürbiskerne, Mandelprotein, Reisprotein oder Soja verwendet. In vegetarischen Rezepturen können auch Milchprodukte oder Eier enthalten sein. Rein vegane Hundenahrung verzichtet komplett auf tierische Zutaten. Wichtig für die Deklaration: Als "vegetarisch" gelten alle Rezepturen, die kein Fleisch oder Fisch enthalten. Eier und Milchprodukte können enthalten sein, müssen aber klar deklariert werden. Rein vegane Produkte verzichten auch darauf. Was sind die Unterschiede von vegetarischem und konventionellem Hundefutter mit Fleisch? Konventionelles Hundefutter enthält Fleisch, Innereien oder Fisch als Hauptbestandteil. Es liefert ein vollständiges Aminosäurespektrum, ist aber, wenn die Zutaten aus Massentierhaltung stammen, häufig mit Stoffen wie Antibiotika, Hormonen oder Pestiziden belastet. Vegetarisches Hundefutter hingegen basiert auf pflanzlichen Eiweißen, ergänzt durch hochwertige pflanzliche Öle, Vitamine und Mineralstoffe. Hier liegt ein häufiges Problem in einem unvollständigen Aminosäurespektrum, da Eiweiß aus pflanzlichen Zutaten nicht das gleiche Aminosäureverhältnis wie Fleisch oder Fisch enthält. So kann Futter mit pflanzlichen Zutaten zwar auch viele Proteine enthalten, durch ein Ungleichgewicht bei den Aminosäuren jedoch langfristig zu einem gefährlichen Mangel führen, wenn die Rezeptur nicht wissenschaftlich fundiert ist. Warum sollte vegetarisches Hundefutter gefüttert werden? Es gibt viele gute Gründe, sich für vegetarische Hundenahrung zu entscheiden: Gesundheitliche Aspekte: Pflanzliche Eiweiße können leichter verdaulich sein und sind oft weniger belastet. Umweltaspekte und Nachhaltigkeit: Pflanzliche Zutaten haben eine bessere Umweltbilanz. Ethik und Tierschutz: Kein Tier muss für das Futter leiden. Unverträglichkeiten: Einige Hunde reagieren empfindlich auf bestimmte tierische Proteine. Studien belegen: Eine gut zusammengestellte vegetarische Ernährung kann bei Hunden zu weniger Hautproblemen, besserer Verdauung und mehr Vitalität führen – vorausgesetzt, die Nahrung ist ausgewogen und bedarfsdeckend, insbesondere bei den Proteinen und damit verbundenen Aminosäuren. Kann vegetarisches Hundefutter eine ausgewogene Ernährung des Hundes gewährleisten? Unter bestimmten Voraussetzungen - ja. Wichtig ist insbesondere ein Faktor, der oft vernachlässigt wird: Alle essentiellen Nährstoffe müssen enthalten sein – das betrifft vor allem hochwertiges Eiweiß und die darin enthaltenen Aminosäuren, die gerade in pflanzlichen Quellen so gut wie nie in ausgewogenem Verhältnis enthalten sind. Zusätzlich müssen auch essentielle Fettsäuren, Vitamine (z. B. B12), Mineralstoffe (z. B. Kalium, Magnesium, Kalzium, Zink, Selen, Kupfer) und Taurin in ausreichender Menge enthalten sein oder ergänzt werden. Wichtig ist: Hunde sind keine reinen Fleischfresser (Karnivoren), sondern sogenannte Carni-Omnivoren. Das heißt: Sie können Nährstoffe auch aus pflanzlicher Nahrung verwerten – wenn die Kombination stimmt. Woraus besteht vegetarisches und veganes Hundefutter? Häufige Zutaten von vegetarischem und veganem Hundefutter Auch wenn nicht alle der folgenden Zutaten gut für Hunde geeignet sind, bilden sie doch meist die Basis vegetarischer und veganer Hundefuttersorten: Hülsenfrüchten wie Erbsen, Kichererbsen, Bohnen oder Linsen - Haupteiweißlieferanten, denen es oft an ausreichendem Aminosäuregehalt mangelt Getreide wie Mais, Weizen oder Reis - enthalten Eiweiß, das jedoch schwer verdaulich ist Glutenfreien Alternativen wie Hirse, Amaranth oder Buchweizen - oft besser verdaulich als Getreide Ölsaaten wie Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Chiasamen - können den Eiweißgehalt ergänzen, jedoch in zu großen Mengen schwer verdaulich sein Gemüse wie Karotten, Spinat, Süßkartoffel, Kürbis - gute Nährstofflieferanten für Vitamine und Mineralstoffe Pflanzenöle wie Leinöl, Olivenöl oder Hanföl - liefern gesunde Fettsäuren, es mangelt ihnen jedoch an den wichtigen Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA Mineralstoff- und Vitaminzusätze zur Sicherstellung der Nährstoffdeckung - werden oft in ungeeigneter synthetischer Form zugesetzt, die weder die Wirkung natürlicher Nährstoffe erreichen noch frei von Nebenwirkungen sind Für Hunde mit Allergien: Vegane Hundenahrung kann eine echte Alternative sein, da sie häufig hypoallergen ist. Sind tierische oder pflanzliche Proteine besser für Hunde? Tierische Proteine Quellen: Fleisch, Eier, Fisch, Milchprodukte Vorteile: vollständiges Aminosäurespektrum mit allen essentiellen Aminosäuren, gesund und Lieferant für viele Vitamine und Fettsäuren, wenn sie aus Bio-Haltung stammen Nachteile: stammen sie aus Massentierhaltung, sind sie meist mit Pestiziden, Antibiotika, Wachstumshormonen und Stresshormonen belastet Kosten: hochwertige tierische Proteine sind teurer (g Eiweiß pro Euro) Pflanzliche Proteine Quellen: Hülsenfrüchte, Saaten, Nüsse, Proteine aus Erbsen, Reis, Mandeln, Hanf, etc. Vorteile: ökologisch, nachhaltig, oft günstiger; keine Schadstoffe, wenn sie aus Bio-Produktion stammen Nachteile: müssen richtig kombiniert werden, da kaum eine Quelle außer Soja alle essentiellen Aminosäuren enthält; stammen sie aus konventioneller Produktion, sind sie meist mit Pestiziden belastet Kosten: im Endeffekt meist günstiger als tierische Proteine (g Eiweiß pro Euro) Fazit: Mit der richtigen Kombination aus verschiedenen pflanzlichen Eiweißquellen lässt sich ein vollwertiges Aminosäureprofil erreichen, das tierischem Eiweiß ebenbürtig sein kann. Wichtig zu beachten: Nicht alle pflanzlichen Proteine haben alle essentiellen Aminosäuren, die in Fleisch enthalten sind. Damit ist es essentiell, auf die richtige Aminosäurekombination, die Verdaulichkeit sowie biologische Wertigkeit zu achten. Ansonsten können mittel- bis langfristig Mangelerkrankungen und Folgekrankheiten entstehen. Aber: Einige pflanzliche Proteinlieferanten stehen Fleisch in nichts nach - und sind dabei günstig und gesund. Was sind essentielle und nicht essentielle Aminosäuren? Essentielle Aminosäuren kann der Körper nicht selbst herstellen – sie müssen über die Nahrung zugeführt werden. Dazu zählen z. B. Lysin, Methionin oder Tryptophan. Nicht-essentielle Aminosäuren wie Glutaminsäure oder Alanin kann der Körper selbst synthetisieren. Wichtig für vegetarische Hundenahrung: Es ist entscheidend, dass alle essentiellen Aminosäuren in ausreichender Menge enthalten sind – entweder durch die passende Kombination verschiedener pflanzlicher Quellen oder durch gezielte Ergänzung. Welche pflanzlichen Proteinlieferanten enthalten besonders viel hochwertiges Eiweiß? Soja: Sehr hoher Proteingehalt und gutes Aminosäurenprofil. Aus konventioneller Haltung jedoch nicht zu empfehlen, da mit Pestiziden belastet und mit hoher Wahrscheinlichkeit gentechnisch manipuliert. Proteinpulver: Erbsenprotein, Reisprotein, Kürbiskernprotein, Mandelprotein, Hanfprotein, Leinsamenprotein, Chiaprotein, Sonnenblumenkernprotein, Lupinenprotein. Immer in Bio-Qualität einsetzen, um Belastung durch Pestizide zu vermeiden. Linsen und Kichererbsen: Gute Verdaulichkeit, reich an Ballaststoffen, liefern jedoch alleine gefüttert ein mangelhaftes Aminosäurespektrum Quinoa: Komplette Proteine mit allen essentiellen Aminosäuren, jedoch höherer Kohlenhydratgehalt Hanfsamen: Quelle für Omega-3-Fettsäuren (nur die Vorstufe ALA) und hochwertiges Protein Was sind die Vorteile von pflanzlichem Eiweiß für Hunde? Pflanzliches Eiweiß enthält in der richtigen Kombination die gleichen Aminosäuren wie Fleisch ist basenbildend (anstatt säurebildend wie Fleisch) und wirkt damit einer häufig bei Hunden (wie auch Menschen) vorliegenden Übersäuerung entgegen reduziert durch die Entsäuerung Entzündungen, die häufigste Ursachen akuter und chronischer Krankheiten ist frei von gesundheitsschädlichen Wachstumshormonen und Antiobiotika, die sich oft in Fleisch aus Massentierhaltung anreichern sollte immer aus biologischen Anbau stammen, um Pestizide und gentechnisch-veränderte Bestandteile auszuschließen Wann sollte man vegetarisches oder veganes Hundefutter füttern? Vegetarisches oder veganes Hundefutter kann in bestimmten Fällen eine sehr sinnvolle Alternative darstellen – nicht nur aus ethischen oder ökologischen Gründen, sondern auch aus gesundheitlicher Sicht. Pflanzliches Hundefutter bei Hunden mit Unverträglichkeiten und Allergien auf Fleisch Viele Hunde leiden an Futtermittelallergien oder -unverträglichkeiten, insbesondere auf bestimmte Fleischsorten wie Rind oder Huhn. In solchen Fällen kann eine vegetarische oder vegane Ernährung Linderung bringen, da pflanzliche Eiweißquellen in der Regel weniger allergenes Potenzial haben. Eine pflanzliche Nahrung kann helfen, Juckreiz, Verdauungsprobleme, Hautirritationen und andere Symptome deutlich zu reduzieren. Hundekrankheiten, bei denen Hunde von pflanzlichem Hundefutter profitieren Auch bei bestimmten Erkrankungen – wie Leber- oder Nierenerkrankungen – kann eine pflanzliche Ernährung hilfreich sein. Hunde mit diesen Krankheiten benötigen oft eine eiweißreduzierte und zugleich leicht verdauliche Kost. Pflanzliche Proteine belasten den Organismus meist weniger als tierische und können so zur Stabilisierung der Gesundheit beitragen. Natürlich sollte in solchen Fällen immer tierärztlicher Rat eingeholt werden. Mögen alle Hunde rein vegetarisches Hundefutter? Kurze und klare Antwort: Nein ;-) Viele Hunde stört es überhaupt nicht, aber manche schauen das Futter nicht einmal an. Das muss man also testen. Am besten führt man es daher langsam auf dem Speiseplan an - wie im nächsten Punkt beschrieben. Was hilft, wenn der Hunde veganes Futter nicht mag? Tipp: Manche Hunde lassen sich durch eine leichte Erwärmung des Futters oder das Beimischen etwas hochwertiger Öle (z. B. Lebertran oder Hanföl) sowie Eigelb oder Brühe (je nach gewünschtem Veggie-Grad) zum Fressen animieren. Wie kann man die Futterumstellung auf ein vegetarisches Hundefutter vereinfachen? Wie bei jeder Futterumstellung gilt: Langsam starten. Anfangs nur einen kleine Menge, etwa 10%, des vegetarischen unter das bisherige Futter mischen. Diesen Anteil jeden Tag um weitere 10% erhöhen, bis man schließlich entweder bei 100% angekommen ist, oder merkt, dass der Hund nur eine bestimmte Menge vegetarisches Futter toleriert, zum Beispiel 70%. So kann zumindest der Fleischkonsum auf 30% reduziert werden. Geduld ist wichtig: Der Darm eines Hundes benötigt einige Tage bis Wochen, um sich an neue Proteinquellen und Ballaststoffe zu gewöhnen. Daher ist ein behutsames Vorgehen auch aus gesundheitlicher Sicht sinnvoll. Kontinuierliche Beobachtung: Auf Veränderungen im Stuhlgang, Hautbild oder Verhalten achten. Positive Veränderungen deuten auf gute Verträglichkeit hin. Ist eine 100% vegetarische Hunde-Ernährung notwendig? Flexitarische Ernährung beim Hund: Wie beim Menschen gewinnt auch beim Hund die sogenannte „flexitarische Ernährung“ an Bedeutung – also eine Mischung aus pflanzlicher und tierischer Nahrung, angepasst an individuelle Bedürfnisse, Gesundheit und Geschmack. Jede Fleischreduktion ist ein Schritt hin zu weniger Fleischverbrauch und einem höheren Anteil gesunder pflanzlicher Komponenten im Hundefutter. Es kann also Sinn machen, nicht 100 % vegetarisch zu ernähren, sondern nur einen Teil des Futters – beispielsweise 50–75 % – durch pflanzliche Komponenten zu ersetzen. Wichtig dabei: Diese müssen den gleichen Proteingehalt und die gleiche biologische Wertigkeit liefern, wie sie auch bei fleischlicher Nahrung empfohlen wird. So kann viel Fleisch eingespart werden, ohne dass die Gesundheit darunter leidet – ganz im Sinne einer nachhaltigen und gesunden Hundeernährung. FAQ zu vegetarischer und veganer Hundeernährung Kann ich meinen Hund vegetarisch oder vegan ernähren? Ja, Hunde sind keine reinen Fleischfresser, sondern Allesfresser. Mit einer ausgewogenen, gut zusammengestellten vegetarischen Nahrung kann der Hund alle wichtigen Nährstoffe erhalten – vorausgesetzt, auf das richtige Aminosäureprofil, Vitamine und Mineralstoffe wird geachtet. Dabei muss die Umstellung nicht zu 100% erfolgen: Auch eine teilweise vegane Ernährung an mehreren Tagen die Woche hat viele Vorteile. Wann ist vegetarisches Hundefutter sinnvoll? Besonders bei Futtermittelallergien, Unverträglichkeiten oder bestimmten Krankheiten wie Leber- oder Nierenerkrankungen kann pflanzliche Nahrung eine gute Alternative sein. Auch ethische und ökologische Gründe sprechen für fleischfreie Fütterung. Ist veganes Hundefutter gesund? Veganes Hundefutter kann gesund sein - Voraussetzung ist, dass es alle essentiellen Aminosäuren, Fettsäuren, natürlichen Vitamine und Mineralstoffe enthält. Bei jedem veganen Futter sollte genau hinterfragt werden, ob und wie dies gewährleistet wird. Eine Begleitung ist bei vollständiger Umstellung empfehlenswert. Wie gelingt die Umstellung auf vegetarisches Futter? Am besten langsam starten: Zuerst 10% des neuen Futters untermischen und den Anteil täglich steigern. So kann sich der Hundemagen schrittweise anpassen und Akzeptanzprobleme werden reduziert. Mögen Hunde vegetarisches Hundefutter überhaupt? Manche Hunde lieben es, andere sind skeptisch. Oft hilft es, das Futter leicht zu erwärmen oder mit bekannten Zutaten (z. B. etwas Joghurt, Brühe oder Öl) schmackhafter zu machen.
Hundefutter günstig und gesund ergänzen - Tipps zum selber kochen

Hundefutter günstig und gesund ergänzen - Tipps zum selber kochen

24 Dez 2016
11 gesunde Lebensmittel, die man jederzeit zu normalem Hundefutter geben kann Eigelb vom Bio-Ei Gesund weil: es nahezu alles extrem viel enthält, das gesund und nährstoffreich ist: Besonders viele B Vitamine, die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K, außerdem Mineralstoffe wie Zink, Eisen, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Kalium und Jod. Zusätzlich entzündungshemmende Omega-3 Fettsäuren und das für Nervenzellen, Leber und Darm wichtige Lecithin. Bio weil: die paar Cent, die ein Bioei mehr als ein normales Ei kostet, sich wirklich jeder leisten kann – und biologisch aufgezogene Hühner einfach gesünder ernährt werden, dementsprechend gesündere Nährstoffe liefern (ja, Eier aus Massentierhaltung enthalten erheblich weniger gesunde Nährstoffe) und (hoffentlich, wir konnten noch keines fragen) viel glücklicher leben. Zubereitung: Ei trennen, Eigelb roh übers Futter geben, fertig. Hunde lieben es. Erhitztes Eiweiß/Eiklar vom Bio-Ei Gesund weil: Es sehr viel wertvolles, natürliches und vor allem leicht verdauliches Eiweiß (hohe Bioverfügbarkeit) enthält – wichtig für Immunsystem, Muskeln, Stoffwechsel und nahezu alle körpereigenen Vorgänge. Zubereitung: Eiweiß darf nur erhitzt gefüttert werden, da es im rohen Zustand Avidin enthält - ein Stoff, der die Biotin-Aufnahme hemmt und dadurch zu Biotin-Mangel führen kann. Das kann man aber ganz leicht beheben, indem man das Ei trennt, das Eigelb direkt ins Futter gibt, und das Eiklar kurz in der Pfanne erhitzt, oder in einer Tasse mit kochendem Wasser übergießt und umrührt. Zerdrückte Banane Gut als: Mineralstoff-, Vitamin- und Energielieferant, enthält besonders viel Kalium und Magnesium (wichtig für die Enzymbildung und die Regulierung des Wasserhaushalts), eine ausgewogene Menge an allen essentiellen Eiweißen und Kohlenhydraten und unterstützt die Verdauung. Zubereitung: Die schnellste Obstvariante zum Auffrischen des Futters. Mit einer Gabel lässt sich Banane leicht direkt im Napf zerdrücken. Für unsere Jungs muss man sie anschließend richtig gut mit dem Futter vermischen, da sie sonst sehr gerne um die Banane herum alles andere auffressen - nur die Banane nicht ;) Geriebener Bio-Apfel Gesund weil: er sich durch den hohen Gehalt an Ballaststoffen, etwa 30 Vitaminen sowie unzähligen Flavonoiden und Polyphenolen positiv auf Immunsystem, Verdauung und Herz auswirkt. Zubereitung: Manche Hunde essen Äpfel sogar stückchenweise aus der Hand – für die meisten ist es aber sinnvoll, sie mit der Handreibe oder dem Mixer zu zerkleinern und dann schön unters Futter zu mischen. Wichtig: Etwa 70 Prozent der Nährstoffe sitzen in der Schale! Deshalb auf jeden Fall Bio-Äpfel nehmen und sie nicht schälen. Geriebene Bio-Karotte Gesund weil: Sie viele Vitamine und Ballaststoffe enthält, und damit sowohl das Immunsystem unterstützen wie auch den Darm gesund halten Zubereitung: Am besten reiben und kurz aufkochen oder mit kochendem Wasser übergießen - das schließt die Fasern auf und macht die Gelberübe erheblich leichter verdaulich.  Bio-Tiefkühl Brokkoli, Spinat, Romanesco, Blumenkohl und Kaisergemüse Gut weil: Grüne Gemüse besonders viel Mit ca. 1,90€ pro 750g eine der günstigsten Varianten, Bio-Gemüse ins Futter zu bekommen! Zubereitung: Über Nacht auftauen und mit kochendem Wasser im Mixer pürieren, oder direkt aus dem Tiefkühlschrank kurz mit nur wenig Wasser im Topf dünsten und dann pürieren. Tipp: Wir kochen immer gleich mehrere Beutel auf einmal - und füllen das pürierte Gemüse in Tupperwaren ab, die wir im Kühlschrank für die nächsten Mahlzeiten aufbewahren. Hüttenkäse, Quark und Joghurt Gut weil: Sie viel Eiweiß und Mineralstoffe enthalten, gut verdaulich sind und sich damit auch bei Darmbeschwerden hervorragend als Schonkost eignen. Ideal als Abwechslung zu Fleisch, 1-2x die Woche als komplette Mahlzeit. Zubereitung: Da gibt’s nicht viel zu sagen ;) Nur Zimmertemperatur sollten sie haben - direkt aus dem Kühlschrank ist nicht so gut für empfindliche Hundemägen. Ein paar Minuten den Becher in warmes Wasser stellen reicht. Geraspelte oder pürierte (Bio-)Zucchini Gut weil: Sie Kalium, Magnesium und Eisen sowie Vitamin A und E enthalten, dabei extrem arm an Kohlenhydraten und dadurch ideal für eine low-carb Ernährung sind. Außerdem haben sie kaum Eigengeschmack und eignen sich dadurch auch für Hunde, die etwas wählerischer sind. Zubereitung: Geraspelt kann sie auch roh gegeben werden, idealerweise wird sie kurz mit kochendem Wasser übergossen oder vorsichtig gedünstet, um die Fasern aufzuschließen. Pürierter (Bio-)Fenchel und Sellerie Gut weil: Fenchel bei Blähungen und anderen Magen-Darm Beschwerden hilft, viel Ballaststoffe und Vitamine enthält. Seine ätherischen Öle wirken entzündungshemmend und unterstützen den Magen, die Durchblutung, Leber- und Nierentätigkeit. Sellerie entschlackt, hilft bei Verdauungsproblemen, gegen Entzündungen und schützt den Magen. Zubereitung: Mit etwas heißem Wasser pürieren, wenn der Hund den Geruch der ätherischen Öle nicht mag, es mal mit vorsichtigem Andünsten versuchen (dabei vermindert sich der Geruch stark). Rinderhackfleisch (Kalbsherz, Rinderherz) Gut weil: Rinderhack eine günstige und hochwertige Eiweißquelle darstellt - und in nahezu jedem Discounter erhältlich ist, oft sogar aus der Region. Herzen gibt es eher beim Metzger - bzw. wir kaufen sie im Großmarkt (Metro). Idealerweise stammt das Rindfleisch aus Weidehaltung - denn Fleisch von Rindern, die mit Gras ernährt werden, enthält nachweislich viel gesunde Omega-3 Fettsäuren - im Gegensatz zur Massentierhaltung. Zubereitung: Roh oder mit kochendem Wasser übergossen bzw. kurz mit Wasser in der Pfanne angedünstet. Geflügelfleisch und Hühnerherzen, seltener Leber, aus artgerechter Haltung Gut weil: Geflügel eine besonders hochwertige Eiweißquelle darstellt - und gleichzeitig sehr leicht verdaulich ist. Ideal bei Magen-Darm-Beschwerden und auch bei hoher körperlicher Aktivität. Wichtig: Artgerechte Haltung Wir meiden das billige, konventionelle Geflügel in Supermärkten und Discounter - die Massentierhaltung verwendet einfach zu viele Medikamente bei der Aufzucht. Dort sind 60.000 bis 80.000 Hähnchen pro Stall keine Seltenheit, die meist in Käfigen eingesperrt sind und unendlich leiden. Geflügel aus artgerechter Haltung ist etwas teurer - aber das lohnt sich, denn es enthält nicht nur erheblich mehr gesunde Nährstoffe, sondern ist auch frei von Medikamenten. Zubereitung: Mit kochendem Wasser übergossen bzw. kurz mit Wasser in der Pfanne angedünstet. Salmonellen sind für Hunde eigentlich nie ein Problem - da Ihre Magensäure um ein Vielfaches konzentrierter als die menschliche ist.
Ausschlussdiät bei Futterallergie

Ausschlussdiät bei Futterallergie

24 Dez 2016
Ausschlussdiäten sind bei Futter-Unverträglichkeiten bzw. Futterallergien ideal, um herauszufinden, welcher Nahrungsbestandteil vom Hund nicht vertragen wird. Rahmenbedingungen für Ausschlussdiäten beim Hund Nur eine Fleischsorte & nur eine Kohlenhydratquelle auf einmal testen 5-10 Wochen Zeit nehmen für sinnvolle Erkenntnisse Durchführung der Ausschlussdiät beim Hund 1 Woche lang nur gekochte Kartoffeln (falls auch diese nicht vertragen werden, ggf. Süßkartoffeln ausprobieren) Dann peu à peu immer etwas mehr Fleisch hinzugeben - bis nach einer weiteren Woche ein Verhältnis von etwa 50:50 erreicht ist In den folgenden Wochen bei Zugabe neuer Gemüse- oder Obstsorten gilt: Immer darauf achten, dass sie gut vertragen werden. Daher immer nur eine neue Sorte auf einmal verwenden und für ein paar Tage bis eine Woche dabei bleiben. Erst dann etwas neues dazu geben. In der 3. Woche langsam ein Gemüse, z. B. Karotten (wir pürieren sie zusammen mit etwas kochendem Wasser, um die etwas schwer verdaulichen Fasern aufzuweichen), und etwas Leinöl zugeben Natürlich alternativ auch andere Gemüse versuchen: Fenchel, Zucchini, Broccoli, Bohnen, etc. Vieles davon ist sogar als tiefgekühlte Bio-Ware beim Discounter erhältlich - und hat dadurch viel mehr Vitamine, weil es erst reif geerntet und dann sofort eingefroren wurde. Etwas Obst mit einbauen: Geriebener Apfel, zerdrückte Banane, Birne, etc. Insgesamt gilt: Den Fleischanteil bei 50-70% einpendeln lassen, Kartoffeln (oder andere KH) bei 0-10% und Gemüse und Obst bei 30-50
Futterallergie beim Hund

Futterallergie beim Hund

24 Dez 2016
Ein gesundes Hundeleben beginnt mit dem richtigen Futter – doch nicht jedes Futter wird von jedem Hund gleich gut vertragen. Immer häufiger zeigen Hunde Unverträglichkeiten oder Allergien gegen bestimmte Inhaltsstoffe, was zu unterschiedlichsten Beschwerden führen kann. Doch was unterscheidet eine echte Futtermittelallergie von einer einfachen Futterunverträglichkeit? Der folgende Artikel erläutert die wichtigsten Merkmale, typische Symptome sowie bewährte Strategien zur Ermittlung geeigneter Futtermittel – für mehr Wohlbefinden und Lebensfreude im Alltag. Futtermittelallergie vs. Futterunverträglichkeit Futtermittelallergie Bei der Futtermittelallergie reagiert der Organismus mit einer Immunabwehrreaktion auf bestimmte Bestandteile des Futters. Häufig sind Hunde nur auf max. 2 Bestandteile allergisch, seltener auf 3 oder mehr. Diese heraus zu finden ist Aufgabe einer Ausschlussdiät oder einer Blutuntersuchung. Normalerweise wird die Allergie durch ein Protein als Allergen ausgelöst - dieses kann aus Getreide, Fleisch oder anderen Zutaten stammen (siehe weiter unten Häufigste Auslöser von Futtermittelallergien). Daher folgt auch, dass eine Allergie auf Gemüse oder Obst erheblich seltener auftritt. Die Allergie entwickelt sich erst über die Zeit bei häufigem Kontakt mit dem Allergen (dem Nahrungsbestandteil, auf den die allergische Reaktion erfolgt. Sie ist also nicht angeboren, auch wenn eine (genetische) Prädisposition vorliegt. Es kommt häufig vor, dass Hunde eine bestimmte Getreide- oder Fleischsorte womöglich jahrelang vertragen haben - und plötzlich allergisch darauf reagieren. Daher ist es wichtig, sämtliche Bestandteile deiner Nahrung mittels der Ausschlussdiät zu testen.  Bei der Futtermittelallergie muss der auslösende Stoff dann oft ein Leben lang gemieden werden. Futterunverträglichkeit Bei der Futterunverträglichkeit werden bestimmte Bestandteile des Futters ebenfalls nicht vertragen, das Immunsystem reagiert jedoch nicht mit einer Abwehrreaktion. Stattdessen kann das Futter nicht richtig verdaut werden - demnach entstehen Probleme im Magen-Darm-Trakt, die auch sehr schmerzhaft sein können. Wie beim Menschen kann bei einer Futterunverträglichkeit eine Elimination der auslösenden Stoffe in der Nahrung über einen längeren Zeitraum sogar dazu führen, dass dieser Stoff später wieder einigermaßen vertragen wird! Symptome bei Futtermittelallergien Bei einer Futterallergie ist der Darm chronisch entzündet, es kommt zu Verdauungsstörungen mit Durchfall und Blähungen, seltener auch Erbrechen. Dadurch können auch Nährstoffe nicht mehr richtig aufgenommen werden - so dass es zu Nährstoffmangel und damit auch zu einer weiteren Schwächung des Immunsystems kommen kann - was Folgeerkrankungen nach sich ziehen kann. Außerdem zeigen sich fast immer Hauterkrankungen und sehr oft Ausfluss an den Ohren. An den Pfoten und unter den Achseln bestehen Juckreiz und teilweise rote, wunde Stellen. Das Problem daran ist, dass Hunde an diesen Stellen schlecken, was sie noch wunder macht - und außerdem die Haut schwächt und dadurch vermehrt anfällig für Entzündungen macht. Häufigste Auslöser von Futtermittelallergien Einige Getreidesorten: Weizen, Mais, Soja (leider werden gerade diese in sehr vielen Hundefuttern verwendet) Bestimmte Fleischsorten: u. a. Schwein, Geflügel, Rind Kuhmilchprodukte: Milch, Käse, etc. (seltener bei vergorenen Milchprodukten wie Hüttenkäse, Quark oder Joghurt) Diagnose mit der Ausschlussdiät Zunächst gilt es natürlich, herauszufinden, wogegen deine Allergie besteht. Dies kann ggf. mit diversen Verfahren vom Tierarzt festgestellt werden (wobei auch diese Verfahren keine 100%ige Sicherheit bringen) - oder mit der bereits erwähnten Allergieausschlussdiät. Diese erscheint zwar oft mühsamer und zeitaufwendiger (5 bis 10 Wochen sollten mindestens angesetzt werden), lohnt sich jedoch auf mehrfache Art und Weise: Einerseits bewirkt sie gerade am Anfang eine schnelle Linderung der Beschwerden, da hier nur noch eine Fleischsorte und ein Kohlenhydratlieferant gefüttert wird - auf die dann meist keine Allergiesymptome auftreten. Andererseits merkt man relativ schnell beim Einführen einer neuen Futterzutat, ob einer Allergie dagegen besteht - oder eben nicht, wodurch sie als Auslöser ausgeschlossen werden kann (daher die “Ausschlussdiät”). Zu Beginn sollte nur eine Kohlenhydratquelle sowie eine Fleischsorte verwendet werden, die der Hund noch nie gefressen hat - so ist eine allergische Reaktion darauf sehr unwahrscheinlich. Das Problem daran ist oft: Wie kann man das wissen? Denn: Leider ist im Großteil aller Hunde- und Katzenfutter nicht nur eine, sondern mehrere Proteinquellen enthalten. Vor allem sind diese oft gar nicht auf der Verpackung deklariert - sondern werden unter der Bezeichnung “Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse” zusammengefasst. ei anderen Herstellern steht auf dem Etikett etwas wie “Strauß” - und bei genauerem Studium der Zutaten entdeckt man dann, dass auch noch Huhn oder Rind enthalten ist. Zwei Beispiele: Ein vermeintlich hochwertiges Futter, das als “Lachs mit Hühnchen” bezeichnet wird, dann jedoch bei genauerer Betrachtung aus “Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (4% Huhn und 4% Lachs)” besteht - kann 92% andere Fleischsorten (Schwein, Rind, etc.) enthalten - ohne dass diese deklariert werden müssten. Wieder andere werben übrigens mit Aussagen wie “50% Fleischanteil” - in Wirklichkeit besteht das Futter jedoch aus mehr Innereien als (wenn überhaupt) tatsächlichem Muskelfleisch. Ersteres ist gesetzlich ganz legal erlaubt, letzteres nicht genau definiert. Es macht Sinn, einfach den Hersteller des aktuellen Hundefutter zu testen - durch einen genauen Blick auf die Zutaten. Was können Hunde bei einer Futtermittelallergie noch fressen? Da die Futtermittelallergie meist gegen bestimmte Getreide- oder Fleischsorten besteht, ist ein Ausschluss derselben oft relativ leicht. Natürliches Futter Das beste Mittel bei Futterallergien ist eine natürliche Ernährung mit hochwertigen, gesunden Zutaten - am besten selbst gekocht. Interessanterweise vertragen Hunde, auch wenn eine Allergie bei bestimmten Zutaten besteht, diese oft trotzdem, wenn sie in Form eines natürlichen Futters gefüttert werden. Enthält dieses keinerlei synthetische Zusatzstoffe, und sind dafür alle Zutaten (insbesondere das Fleisch) hochwertig, kann es durchaus vorkommen, dass alles gut vertragen wird. Verzicht auf Getreide Als erstes sollte auf Getreide (wie Weizen, Mais und Soja) verzichtet werden - und auf Futter, das Getreide enthält, was leider gerade bei Trockenfutter sehr häufig der Fall ist. Getreidefreies Hundefutter ist hier die bessere Wahl. Kartoffeln oder Süßkartoffeln werden meist gut vertragen - in kleinen Mengen, da Kohlenhydrate allgemein für Hunde nur zu einem sehr geringen Anteil auf dem Speiseplan stehen sollten. Verzicht auf bestimmte Fleischsorten Außerdem werden nach und nach Hirsch, Pferd (wenn man dagegen nichts einzuwenden hat) oder andere exotischere Fleischsorten (wie Känguru, Büffel, Ziege, Fasan, Strauß, etc.) auf Verträglichkeit getestet. Verzicht auf jegliche Zufütterung unbekannter Snacks Gerade bei Leckerlies sind oft "tierische Nebenerzeugnisse" enthalten - bei denen nie klar ist, woraus sie genau bestehen. Eine Ernährung ohne sie über einige Wochen schließt mögliche Allergenquellen aus. Anschließend können wieder Snacks eingeführt werden, bei denen alles genau deklariert ist und die aus hochwertigen Zutaten bestehen. Tipps für eine Ausschlussdiät Weiter geht es mit dem Artikel Tipps für eine Ausschlussdiät für Hunde bei Allergien und Futterunverträglichkeiten