Hundewissen

Gesunde Ernährung, typische Erkrankungen und Fragen aus dem Alltag: In der Rubrik „Hundewissen“ bündeln wir fundiertes Experten-Know-how, wichtige Hintergrundinformationen und wertvolle Tipps – verlässlich, verständlich und zu 100 % im Hundealltag erprobt.

Warum knabbert mein Hund an Pflanzen? Ursachen & Gefahren

Warum knabbert mein Hund an Pflanzen? Ursachen & Gefahren

29 Apr 2026
Das Knabbern an Pflanzen ist ein Verhalten, das viele Hundehalter beobachten. Ob im heimischen Garten, beim Spaziergang oder sogar in der Wohnung – es scheint, als hätten manche Hunde eine besondere Vorliebe für Blätter, Stängel oder Gras. Was auf den ersten Blick harmlos erscheint, kann jedoch ernste Konsequenzen haben. Ein harmloser Snack oder ein Warnsignal? Denn nicht alle Pflanzen sind für Hunde unbedenklich. Einige können giftige Stoffe enthalten, die zu gesundheitlichen Problemen führen – von Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu schweren Vergiftungen. Die Gründe für das Pflanzenknabbern sind dabei vielfältig und reichen von instinktiven Verhaltensweisen über Langeweile bis hin zu ernährungsphysiologischen Mängeln oder gesundheitlichen Störungen. Die Relevanz des Themas ist hoch, da viele Hundehalter nicht genau wissen, wie gefährlich bestimmte Pflanzenarten tatsächlich sein können. Gleichzeitig wird oft unterschätzt, dass das Verhalten selbst auch ein Hinweis auf körperliches oder seelisches Ungleichgewicht sein kann. Besonders kritisch wird es, wenn sich das Knabbern in ein zwanghaftes Verhalten verwandelt oder eine Vergiftung die Folge ist. Daher ist ein gutes Verständnis der Ursachen, potenziellen Risiken und möglichen Maßnahmen zur Vorbeugung und Abgewöhnung essenziell für ein gesundes und sicheres Hundeleben. Der ganzheitliche Zusammenhang Auch der Zusammenhang mit anderen gesundheitlichen Themen ist relevant. So kann ein gestörtes Verdauungssystem oder ein Ungleichgewicht im Stoffwechsel zu verändertem Fressverhalten führen. In manchen Fällen hilft ein Blick auf die Ernährung oder der Einsatz gezielter Nahrungsergänzungen, wie sie etwa auch bei der Behandlung von Arthrose beim Hund hilfreich sind. Dieser Artikel beleuchtet sieben zentrale Aspekte des Phänomens „Pflanzenknabbern beim Hund“: von den Ursachen über die Gefahren bis hin zu praktischen Empfehlungen für Hundehalter. Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für das Verhalten zu schaffen und fundierte Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Warum knabbert mein Hund an Pflanzen? 1. Instinktives Verhalten: Warum Hunde aus natürlichen Gründen Pflanzen fressen Das Erbe des Wolfes: Parasitenkontrolle und Verdauung Viele Hunde knabbern aus instinktiven Gründen an Pflanzen. In freier Wildbahn dient das Fressen von Gräsern oder Kräutern verschiedenen Zwecken – etwa der Verdauungsförderung, der Selbstmedikation oder dem Erbrechen von unverdaulichen Nahrungsbestandteilen. Auch Haushunde haben sich diese Verhaltensweise in Teilen bewahrt, was erklären kann, warum insbesondere Gras eine beliebte Knabberei darstellt. Wissenschaftliche Untersuchungen untermauern diesen instinktiven Ursprung. Eine breit angelegte Studie der University of California (vgl. Hart et al., Applied Animal Behaviour Science, 2008) kam zu dem Schluss, dass das Fressen von Pflanzen – insbesondere Gras – ein evolutionär vererbtes Verhalten von Wölfen ist. Es diente in der Natur primär dazu, den Darm mechanisch zu reinigen und durch die scharfkantigen Grashalme Darmparasiten (wie Nematoden) auszuscheiden. Das Knabbern an bestimmten Gräsern ist also tief in der DNA des Hundes verankert. Selektive Selbstmedikation Oft wird beobachtet, dass Hunde gezielt bestimmte Pflanzenarten auswählen. Dies deutet darauf hin, dass die Tiere intuitiv spüren, welche Pflanzenteile potenziell hilfreich sein könnten. In einigen Fällen wird dieses Verhalten auch mit Magenreizungen oder Übelkeit in Verbindung gebracht – ähnlich wie es beim Menschen mit bestimmten Nahrungsmitteln geschieht. Einige Experten gehen sogar davon aus, dass das Knabbern an Pflanzen eine Art Selbsttherapie bei leichteren gesundheitlichen Beschwerden darstellen kann. Wichtig ist jedoch die Unterscheidung zwischen gelegentlichem Knabbern aus natürlicher Motivation und dauerhaftem oder zwanghaftem Verhalten. Während ersteres meist unproblematisch ist, kann letzteres auf gesundheitliche oder emotionale Störungen hindeuten. Zudem bergen viele Pflanzenarten Risiken, da sie giftige Substanzen enthalten, die dem Hund schaden können. Auch bei anderen gesundheitlichen Auffälligkeiten, etwa im Rahmen einer hormonellen Störung durch Schadstoffe im Futter, kann es zu Verhaltensänderungen wie Pflanzenknabbern kommen. Daher sollte stets der Gesamtkontext des Verhaltens betrachtet werden, um mögliche Ursachen zu erkennen und gegebenenfalls tierärztlich abzuklären. 2. Langeweile, Stress und Umweltfaktoren als Auslöser Übersprungshandlungen durch mentale Unterforderung Ein häufiger Grund für das Knabbern an Pflanzen liegt im Verhalten und der Umgebung des Hundes. Hunde, die unterfordert sind oder zu wenig Bewegung und mentale Auslastung erfahren, neigen dazu, sich alternative Beschäftigungen zu suchen. Das Knabbern an Zimmerpflanzen oder Gartenpflanzen kann dabei ein Ausdruck von Langeweile oder Frust sein. Auch Stress spielt eine wichtige Rolle. Veränderungen im Alltag, Konflikte mit Artgenossen, mangelnde Ruhephasen oder eine unstete Wohnsituation können zu einem erhöhten Stresslevel führen. Manche Hunde reagieren darauf mit Übersprungshandlungen, zu denen das Zerbeißen von Pflanzen gehört. Dieses Verhalten erfüllt dann eine beruhigende Funktion – ähnlich wie Nägelkauen beim Menschen. Wenn Stress chronisch wird: Das Pica-Syndrom Neben mentalen Ursachen können auch äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Ein schlecht belüfteter Raum, zu wenig Tageslicht oder ein eintöniges Umfeld fördern ebenfalls das Bedürfnis nach Ersatzhandlungen. Aus verhaltensbiologischer und tiermedizinischer Sicht spricht man bei extremen Formen des Fressens von unverdaulichen Dingen (wie Blättern, Erde oder Wurzeln) vom sogenannten Pica-Syndrom. Klinische Studien zeigen deutlich, dass das Pica-Syndrom extrem häufig mit chronischen Magen-Darm-Erkrankungen (wie IBD) oder einer massiven Störung der Darmflora einhergeht (vgl. Metselaar et al., Journal of Veterinary Internal Medicine, 2013). Der Hund versucht durch das Kauen und Schlucken von Pflanzenmaterial, tief sitzende Bauchschmerzen oder Unwohlsein zu lindern. Besonders gefährlich wird es, wenn dabei Pflanzen angeknabbert werden, die toxisch wirken können. In solchen Fällen lohnt sich ein Blick auf das gesamte Lebensumfeld des Hundes. Ausreichend Bewegung, gezielte Beschäftigung, Spiel und geistige Förderung sind wichtige Bausteine für ein ausgeglichenes Verhalten. Auch naturbasierte Nahrungsergänzungen können helfen, den Hund wieder ins seelische Gleichgewicht zu bringen. Interessant ist in diesem Zusammenhang etwa der Einfluss von natürlichen Maßnahmen bei Hundedemenz, die ebenfalls auf mentale Ausgeglichenheit abzielen und das Verhalten positiv beeinflussen können. 3. Giftige Pflanzenarten: Gefahr für die Gesundheit Oft unterschätzt: Die unsichtbare Gefahr im Alltag Ein zentrales Risiko beim Pflanzenknabbern durch Hunde besteht in der potenziellen Giftigkeit vieler Pflanzenarten. Ob im heimischen Garten, auf dem Balkon oder in der Wohnung – zahlreiche Zier- und Wildpflanzen enthalten toxische Stoffe, die bei Aufnahme zu gesundheitlichen Problemen führen können. Dabei sind die Symptome vielfältig und reichen von Erbrechen und Durchfall über Krämpfe und Herzrhythmusstörungen bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen. Besonders gefährlich sind Pflanzen wie Oleander, Efeu, Dieffenbachia, Weihnachtsstern, Azalee oder Maiglöckchen. Auch einige Kräuter und Küchenpflanzen wie Bärlauch oder Muskatnuss sind für Hunde nicht geeignet. Checkliste: Hochgradig giftige Pflanzen für Hunde Um lebensbedrohliche Situationen zu vermeiden, sollten folgende Pflanzen strikt aus dem direkten Umfeld des Hundes verbannt werden (Auszug aus veterinärtoxikologischen Daten): Zimmerpflanzen: Dieffenbachie (extrem schleimhautreizend), Fensterblatt (Monstera), Alpenveilchen, Gummibaum, Philodendron. Garten & Balkon: Oleander (stark herztoxisch), Eibe, Buchsbaum, Rhododendron/Azalee, Engelstrompete, Eisenhut. Frühblüher: Tulpen, Narzissen, Krokusse und Maiglöckchen (besonders die Zwiebeln sind hochgiftig). Der Grad der Toxizität hängt von der Menge und der individuellen Empfindlichkeit des Hundes ab. Vergiftungserscheinungen treten oft zeitverzögert auf, weshalb der Zusammenhang mit dem Knabbern nicht immer sofort erkannt wird. Eine schnelle tierärztliche Diagnose ist in solchen Fällen entscheidend. Um Risiken zu vermeiden, empfiehlt es sich, potenziell gefährliche Pflanzenarten aus der Umgebung des Hundes zu entfernen oder unerreichbar zu platzieren. Auch bei bereits bestehenden Gesundheitsproblemen wie Gallenblasenschlamm beim Hund kann das Aufnehmen giftiger Substanzen über Pflanzen die Situation verschärfen, da Leber und Galle ohnehin schon stark belastet sind. Daher ist Vorsicht geboten, wenn der Hund zu ungewohntem Fressverhalten neigt. Eine tierärztliche Beratung zur Risikoeinschätzung und eine Analyse der Wohnumgebung können vorbeugend wirken. 4. Mangelerscheinungen und Ernährungseinflüsse Instinktive Suche nach Ballast- und Bitterstoffen Ein häufiger, jedoch oft unterschätzter Grund für das Knabbern an Pflanzen liegt in der Ernährung. Mangelerscheinungen – insbesondere an Vitaminen, Mineralstoffen oder Ballaststoffen – können beim Hund zu kompensatorischem Verhalten führen. Das Tier sucht dann instinktiv nach alternativen Nahrungsquellen, um Defizite auszugleichen. Pflanzen, besonders Gras oder bestimmte Kräuter, werden dabei als „Nährstofflieferanten“ wahrgenommen. Ein Mangel an Ballaststoffen oder Bitterstoffen kann das Bedürfnis nach Pflanzenaufnahme verstärken. Insbesondere bei Hunden, die ausschließlich industriell stark verarbeitetes Futter erhalten, fehlt es häufig an natürlichen Nährstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Moderne Futtermittel sind oft auf hohe Verdaulichkeit getrimmt, enthalten jedoch kaum noch die in der Natur vorkommenden Pflanzenfasern und Bitterstoffe, die für eine gesunde Magen- und Darmschleimhaut essenziell sind. Dieses Defizit äußert sich unter anderem im Verdauungsverhalten und kann zum vermehrten Knabbern an Pflanzen führen. Die Rolle der Futterqualität Die Qualität des Futters spielt eine entscheidende Rolle. Minderwertige Inhaltsstoffe oder schädliche Zusätze können nicht nur den Stoffwechsel belasten, sondern auch das Verhalten beeinflussen. Dies zeigt sich auch im Zusammenhang mit Dickmachern im Napf, die ebenfalls problematische Entwicklungen fördern können. Eine Umstellung auf hochwertiges, naturbelassenes Hundefutter – gegebenenfalls ergänzt durch gezielte Nahrungsergänzungsmittel wie präbiotische Fasern – kann helfen, das Verhalten zu regulieren. Besonders empfehlenswert sind Produkte ohne künstliche Zusätze, Farb- oder Konservierungsstoffe. Eine Beratung durch einen tierischen Ernährungsberater kann bei Verdacht auf Mängel sinnvoll sein, um die Ernährung langfristig bedarfsgerecht auszurichten. 5. Welpenphase und Neugierverhalten Die Welt mit den Zähnen erkunden Bei jungen Hunden, insbesondere Welpen, ist das Knabbern an Pflanzen häufig ein Zeichen spielerischer Neugier. Die Welt wird mit Maul und Nase erkundet, und dabei geraten neben Spielzeug und Möbeln eben auch Pflanzen ins Visier. In dieser Phase ist das Verhalten meist harmlos, kann jedoch durch konsequente Erziehung und das Angebot geeigneter Kauspielzeuge gut gelenkt werden. Schmerzlinderung im Zahnwechsel Welpen haben ein ausgeprägtes Kaubedürfnis, das sich in der Zahnwechselphase extrem verstärkt. Wird dieses Bedürfnis nicht gezielt adressiert, werden alternative Objekte gesucht – darunter auch Zimmerpflanzen, Gartenstauden oder Wurzeln. Durch das Kauen werden Spannungen im Kiefer gelöst und das Zahnfleisch massiert. In dieser Zeit ist es besonders wichtig, artgerechte Kausnacks oder Beschäftigungsmöglichkeiten bereitzustellen. Zugleich lernen junge Hunde in dieser Lebensphase viel durch Versuch und Irrtum. Positive und negative Erfahrungen mit bestimmten Pflanzen können das Verhalten langfristig beeinflussen. Daher empfiehlt es sich, besonders giftige Pflanzen frühzeitig aus dem Aktionsradius des Hundes zu entfernen. Interessant ist in diesem Zusammenhang der Zusammenhang mit Krebs bei Hunden. Denn auch in frühen Lebensphasen wird die Basis für ein starkes Immunsystem gelegt. Der Umgang mit potenziell schädlichen Substanzen – wie etwa Pflanzengiften oder Düngemitteln an Blättern – kann negative Auswirkungen auf die Langzeitgesundheit haben. Eine gesunde Umwelt und eine schadstoffarme Erziehung sind somit von Anfang an wichtig. 6. Prävention und Training: Wie das Verhalten verändert werden kann Ursachenforschung vor Symptombekämpfung Wenn das Knabbern an Pflanzen zur Gewohnheit wird, ist ein gezieltes Training gefragt. Zunächst sollte abgeklärt werden, ob gesundheitliche Ursachen oder Mängel im Magen-Darm-Trakt vorliegen. Sind diese ausgeschlossen, kann durch bewusste Verhaltenslenkung gegengesteuert werden. Dazu gehört das konsequente Entfernen oder Absichern gefährlicher Pflanzen, das Bereitstellen alternativer Kau- und Beschäftigungsmöglichkeiten sowie ein ruhiger, strukturierter Alltag. Positive Verstärkung und sichere Alternativen Positive Verstärkung spielt im Training eine entscheidende Rolle. Wird der Hund vom Pflanzenknabbern abgelenkt und für alternatives Verhalten belohnt, kann das Verhalten langfristig verändert werden. Auch gezieltes Anti-Giftköder-Training ist hilfreich – insbesondere für Spaziergänge in der Natur, wo nicht immer klar ist, welche Pflanzen potenziell gefährlich sein könnten. Die Wohnumgebung lässt sich ebenfalls anpassen. Um dem Hund sein natürliches Bedürfnis nicht komplett zu verwehren, können ungiftige, tierfreundliche Pflanzenarten gezielt und sicher angeboten werden. Gute Alternativen sind: Spezielles Hundegras oder Weizengras Zitronenmelisse (wirkt zudem leicht beruhigend) Katzenminze Golliwoog (Kriech-Schönpolster) Eine ausgewogene Ernährung ist ebenfalls Teil der Prävention. Wie bereits im Kontext von purinarmer Ernährung für Dalmatiner beschrieben, hat eine angepasste Fütterung auch massiven Einfluss auf Verhalten und Wohlbefinden. Regelmäßige Fütterungszeiten, hochwertige Inhaltsstoffe und eine klare Struktur im Alltag fördern die mentale Ausgeglichenheit und reduzieren problematisches Verhalten. 7. Fazit: Ganzheitlich denken – Verhalten verstehen und gezielt handeln Das Symptom als Frühwarnsystem Das Knabbern an Pflanzen ist ein komplexes Verhalten, das viele Ursachen haben kann – von natürlichen Instinkten über Ernährungsdefizite bis hin zu Stress oder mangelnder Auslastung. Für Hundehalter ist es daher wichtig, das Gesamtbild zu betrachten und das Verhalten nicht isoliert zu bewerten. Eine Kombination aus genauer Beobachtung, gezielter Analyse und gegebenenfalls tierärztlicher oder verhaltenstherapeutischer Unterstützung ist oft der beste Weg, um die wahre Ursache zu finden und gezielt gegenzusteuern. Zugleich sollte nicht vergessen werden, dass das Verhalten auch als wichtiges Frühwarnsystem dienen kann – etwa bei gesundheitlichen Veränderungen oder psychischem Ungleichgewicht. Ein plötzliches Interesse an Pflanzen kann beispielsweise auch im Zusammenhang mit Übergewicht bei Hunden oder hormonellen Schwankungen stehen, die das Verhalten beeinflussen. Ein artgerechtes Umfeld schaffen Letztlich ist das Ziel, dem Hund ein Umfeld zu bieten, in dem er keine schädlichen Ersatzhandlungen braucht – sondern sich sicher, gesund und mental ausgeglichen fühlt. Dabei hilft ein ganzheitlicher Ansatz: von der Wahl der richtigen Pflanzen im Haushalt über die Optimierung der täglichen Ernährung bis hin zur aktiven Gestaltung des Alltags. Nur so lässt sich langfristig verhindern, dass das instinktive Knabbern an Pflanzen zur Gefahr für die Gesundheit wird. Quellen & Studien Hart, B. L. et al. (2008). Characterization of plant eating in dogs. Applied Animal Behaviour Science. (Wissenschaftliche Untersuchung, die belegt, dass Grasfressen ein normales, vererbtes Verhalten zur Regulation der Verdauung ist). Link zur Studie Mondo E. et al. (2019). Role of gut microbiota in dog and cat's health and diseases. Open Vet J. Link zur Studie Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie (CliniTox). Giftpflanzen-Datenbank für die Veterinärmedizin. (Basis für die Einstufung toxischer Garten- und Zimmerpflanzen). Zur CliniTox Datenbank Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information über Verhaltensweisen und ernährungsphysiologische Zusammenhänge. Er ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Verdacht auf eine Vergiftung durch Pflanzen muss umgehend ein Tierarzt oder der tierärztliche Notdienst kontaktiert werden.
Studie: Hundebesitzer leben länger - weil Hunde glücklich machen

Studie: Hundebesitzer leben länger - weil Hunde glücklich machen

20 Nov 2017
Ein Leben mit Hunden ist mit mehr Freude, Glück und Entspannung verbunden – das wissen wir auch ohne Studien. Daneben profitieren jedoch auch unsere Gesundheit und Lebenserwartung. Dies wurde nun erneut wissenschaftlich belegt. Hunde machen glücklich Die schwedische Universitäts-Studie „Dog ownership and the risk of cardiovascular disease and death“ untersuchte den Zusammenhang zwischen Hundehaltung und möglicherweise damit assoziiertem verringertem Auftreten kardiovaskulärer Erkrankungen sowie erhöhter Lebenserwartung. Sie wurde über eine Dauer von 12 Jahren an der Universität Uppsala durchgeführt. Die 34.000 Teilnehmer waren zwischen 40 und 80 Jahren alt – um die Ergebnisse nicht durch besonders junge oder besonders alte (und damit tendenziell gesündere oder öfter kranke) Personen zu verfälschen. Mit dieser hohen Teilnehmerzahl ist die Studie mehr als hundertfach größer als eine vorherige Studie in diesem Zusammenhang in Norwegen. Was sind kardiovaskuläre Erkrankungen Kardiovaskuläre Erkrankungen sind Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems, da sie vom Gefäßsystem und/oder vom Herzen ausgehen und als gemeinsame bzw. häufigste Ursache die Arterienverkalkung (Arteriosklerose) haben. Zu diesen Erkrankungen zählen: Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Schlaganfall, Bluthochdruck, Periphere arterielle Verschlusskrankheit, Koronare Herzkrankheit (KHK), etc. Diese Krankheiten machen 5 der 10 häufigsten Todesursachen aus: [Quelle: Statistisches Bundesamt] Hundehalter: Weniger kardiovaskuläre Erkrankungen und längeres Leben Genau diese Erkrankungen treten bei Hundehaltern signifikant seltener auf – und gleichzeitig verlängert sich das Leben. So zeigte sich in der Studie folgendes Ergebnis: Hunde tragen erheblich zu besserer Gesundheit und einem längeren Leben ihrer Besitzer bei. 1. Das Risiko von Hundebesitzern für kardiovaskuläre Erkrankungen, insbesondere in Single-Haushalten, ist signifikant reduziert. 2. Das Risiko von Hundehaltern für einen Tod durch kardiovaskuläre Erkrankungen wie auch insgesamt ist signifikant reduziert – und dies gilt für die gesamte Bevölkerung. Gemeinsam mit der Tatsache, dass kardiovaskuläre Erkrankungen 5 der 10 häufigsten Todesursachen ausmachen, lässt sich schließen: Die Lebenserwartung von Hundehaltern ist signifikant erhöht. Warum Hundehalter länger leben Der Grund: Hunde geben uns Rückhalt. Sie mindern einerseits psychischen Stress – und andererseits unsere Reaktion auf Stress, wenn er trotzdem auftritt. Sie reduzieren soziale Isolation, Depression and Einsamkeit. Denn Hunde um sich zu haben regt das parasympathische (entspannende) Nervensystem an – und fährt das sympathische (anspannende) Nervensystem herunter. Darüber hinaus motivieren sie uns zu physischer Aktivität. Das Schöne ist: Hat man einen Hund, so ist es gar kein „Muss“ mehr, ins Freie und spazieren zu gehen. Aus Erfahrung (und jahrelangem Spazierengehen bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit) kann man sagen: Die täglichen Spaziergänge, ob bei schlechtem oder gutem Wetter, ob 10 min oder 2 Stunden, geben nicht nur Entspannung und Glücksgefühle… sie schaffen auch Zeit und Ruhe, Gedanken zu ordnen, neue Perspektiven zu sehen und Ideen zu entwickeln. Nicht selten hat man dabei sogar plötzliche Erleuchtungen für Probleme, die man zuvor stunden- oder tagelang durchdacht hat. Mit der Zeit wird die Zeit mit den Hunden auch zu einem Teil des Lebens, den man nicht mehr missen will. Es ist sogar so, dass man schon bei einem einzigen Morgen, an dem man keine (oder zu wenig) Zeit dafür hat, den gemeinsamen Spaziergang vermisst! Vielleicht schwer vorstellbar – aber man würde lieber eine Stunde im Regen mit den Hunden spazieren gehen, als um 7:30 Uhr bereits im Meeting oder im Zug zu sitzen. Fazit: Hundehalter leben länger – und glücklicher Die schwedische Langzeitstudie belegt eindrucksvoll: Hundehaltung wirkt sich nicht nur positiv auf das Glücksempfinden und die Lebensfreude aus, sondern fördert nachweislich die Gesundheit und steigert die Lebenserwartung. Hundehalter erkranken seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und leben länger – besonders ausgeprägt ist dieser Effekt bei Menschen, die allein leben. Die Gründe dafür sind vielfältig: Hunde geben emotionale Unterstützung, reduzieren Stress und Einsamkeit und motivieren zu regelmäßiger Bewegung. Die tägliche Zeit mit dem Hund stärkt das Wohlbefinden körperlich wie seelisch und wird schnell zum unverzichtbaren Bestandteil eines erfüllten Lebens. Wer einen Hund hat, lebt nachweislich nicht nur gesünder, sondern auch glücklicher und länger. Quellen Dog ownership and the risk of cardiovascular disease and death – a nationwide cohort study | Mwenya Mubanga, Liisa Byberg, Christoph Nowak, Agneta Egenvall, Patrik K. Magnusson, Erik Ingelsson & Tove Fall. Scientific Reports 7, Article number: 15821 (2017) Cline KM. Psychological effects of dog ownership: role strain, role enhancement, and depression. The Journal of Social Psychology. 2010 Jan;150(2):117-131. doi: 10.1080/00224540903368533. PMID: 20397589.https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20397589/ Mullersdorf M, Granstrom F, Sahlqvist L, Tillgren P. Aspects of health, physical/leisure activities, work and socio-demographics associated with pet ownership in Sweden. Scand J Public Health. 2010 Jan;38(1):53-63. doi: 10.1177/1403494809344358. PMID: 19717574.https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19717574/ Wood L, Martin K, Christian H, Nathan A, Lauritsen C, Houghton S, Kawachi I, McCune S. The pet factor – companion animals as a conduit for getting to know people, friendship formation and social support. PLoS ONE. 2015 Apr 30;10(4):e0122085. doi: 10.1371/journal.pone.0122085. 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Silvester mit Hund: Die 10 besten Tipps für einen entspannten Jahreswechsel

Silvester mit Hund: Die 10 besten Tipps für einen entspannten Jahreswechsel

17 Dez 2016
Ob es nun das erste Silvester für den Hund ist, oder er schon immer diese Tage rund um den Jahreswechsel gefürchtet hat… Wir kennen das sehr gut - und haben deshalb ein paar Tipps zur Silvester Vorbereitung für Hunde und ihre Halter zusammengetragen. Tipp 1: Training und Desensibilisierung Hunde lassen sich mit gezieltem Training auf Silvester vorbereiten. Eine frühzeitige Desensibilisierung für Hunde vor Silvester kann helfen, Ängste abzubauen - z. B. durch den Einsatz von Geräusch-CDs. Solche CDs (die sich einfach als Geräusch-CD für Hunde kaufen im Internet finden lassen) enthalten typische Knall- und Feuerwerksgeräusche, die zunächst in geringer Lautstärke abgespielt und dann langsam gesteigert werden können. Mit spielerischen Übungen vor und während des Abspielens und positiver Verstärkung durch Streicheln und Massagen können Hunde dabei langfristig an diese Reize gewöhnt werden. So lässt sich effektiv Angst vor Böllern bei Hunden bekämpfen. Tipp 2: Silvester startet nicht erst am 31.12. um 23:59 Schon mehrere Tage vor dem 31.12. gibt es überall Raketen, Böller und andere laute Dinge zu kaufen – und wenn wir ehrlich sind: Als Kinder haben wir es auch geliebt, das alles schon vor dem 31. auszuprobieren – nicht nur (aber unter anderem sicher auch ;) weil es da ja noch verboten ist. Wenn ein Hund also besonders ängstlich bei solchen lauten Dingen reagiert, heißt das für seine Besitzer natürlich, dass schon 3 Tage zuvor am besten nur an der Leine spazieren gegangen wird… damit er nicht Reißaus nimmt, wenn es 3 Meter neben ihm plötzlich knallt. Bei jedem Spaziergang einfach die Augen offenhalten und um entsprechende Lausbuben einen größeren Bogen machen – das kann schon sehr helfen. Tipp 3: Aromatherapie und Massage zur Angstbewältigung bei Hunden Neben Training gibt es zahlreiche natürliche Methoden, um Hunde auf Silvester zu beruhigen: Aromatherapie mit Düften wie Lavendel oder Kamille kann Stress reduzieren. Wenn sie schon im Voraus über mehrere Wochen in der Wohnung angewandt und mit viel Streicheln, Massagen und Liebe kombiniert wird, gibt sie Hunden ein Gefühl von Sicherheit, das dann schon alleine durch den Geruch ausgelöst wird. Auch sanfte Massagetechniken zur Entspannung wirken beruhigend und helfen, die Muskelspannung bei Angstzuständen zu lösen. Solche Maßnahmen bieten eine hervorragende Ergänzung, um Stressreduktion bei Hunden während Silvester zu erreichen. Tipp 4: Ernährung bei stressanfälligen Hunden Die richtige Ernährung kann Hunden helfen, stressige Situationen wie Silvester besser zu bewältigen. Eine natürliche und hochwertige Nahrung mit Nährstoffen wie Magnesium und L-Tryptophan oder Omega-3-Fettsäuren als Ergänzung, etwa aus Lebertran oder Algenöl, können die Entspannung fördern die und so die Geräuschangst bei Hunden an Silvester reduzieren. Eine leichte, beruhigende Mahlzeit am Silvesterabend ist empfehlenswert. Tipp 5: Hunde beruhigen an Silvester - mit Kausnacks & besten Freunden Die Lieblingsleckerlies für die Spaziergänge in der Tasche zu haben, und den ein oder anderen Riesen-Kauknochen oder ein tolles Spielzeug für abends, kann sicher nichts schaden – Ablenkung macht sehr viel aus! Kauen entspanntKaum etwas beruhigt Hunde mehr als Kauen – das ist sogar wissenschaftlich erwiesen, denn der Hundeorganismus schüttet beim Kauen Endorphine aus. Ein paar Hundesnacks zum Kauen (die natürlich auch gesund sind und aus 100% natürlichen Zutaten bestehen) vorrätig zu haben, ist eine gute Idee. Gemeinschaft mit befreundeten Hunden Hunde orientieren sich stark an anderen Artgenossen. Wenn du einen souveränen Hund kennst, der keine Angst vor Silvester hat, kann dieser deinem eigenen Hund viel Unterstützung geben und ihm als Vorbild dienen. Eine solche positive Gesellschaft kann helfen, Geräuschangst bei Hunden an Silvester zu reduzieren und Sicherheit vermitteln. Wichtig ist dabei, dass sich die Hunde wirklich gut kennen und sich gemeinsam wohlfühlen – so lässt sich Silvester entspannt überstehen. Tipp 6: Schnelle Hilfe mit natürlichen Beruhigungsmitteln für Hunde Es gibt noch weitere natürliche Mittel zur Beruhigung für Hunde, die sich im Vorhinein besorgen lassen: Johanniskraut Helmkraut Kamille Weißdorn Mimulus Aspe Rock Rose (auch in den Rescue-Tropfen enthalten) Bei den ersten Anzeichen einer Panikattacke gleich mit Ablenkungen wie Spielen oder einem natürlichen Beruhigungsmittel aktiv werden. Maßnahmen wie Bachblüten oder Rescue-Tropfen können kurzfristig helfen, die Hundeangst vor Knallerei zu bewältigen. Bachblüten für Tiere (sollten schon länger im Voraus gegeben werden) Bach Rescue Tropfen für Tiere (auch kurzfristig anwendbar) Die genaue Mischung und Dosierung sollte vorab am besten der Tierheilpraktiker oder Tierarzt festlegen. Das Thundershirt, eine Beruhigungsweste. Wir haben es selbst noch nicht ausprobiert, aber es soll helfen. Die Bewertungen sind mit 4-5 Sternen jedenfalls sehr gut. Extra Tipp: Notfallplan für Angstattacken Bei extremer Hunde-Angst vor Silvester kann ein Notfallplan sehr wichtig sein. Kontaktadressen, wie die des Tierarztes oder eines Verhaltensspezialisten, der bei Bedarf helfen kann, sowie des Tierheims und der lokalen Polizeiinspektion, wenn der Hund wirklich entlaufen sein sollte. Tipp 7: Körpersprache - Erkennen von Angst oder Fluchtverhalten Gerade beim ersten Silvester ist vielleicht noch nicht klar, ob der Hund wirklich Angst vor lautem Knallen hat - und sich am liebsten in einer Höhle verstecken würde. Einige Zeichen der Körpersprache deuten allerdings zumindest an, dass etwas genauere Beobachtung wichtig sein könnte: Er wedelt ungewöhnlich viel mit dem Schwanz - ein Zeichen von Aufregung oder Unsicherheit – ist unruhiger oder reizbarer als sonst, hechelt, zittert oder bellt vermehrt Die Ohren sind immer wieder leicht angelegt Der Schwanz ist gesenkt oder zwischen den Hinterläufen Er verkriecht sich an dunkle oder geschützte Orte Beginnende Unruhe sollte nicht durch allzu große Aufmerksamkeit gefördert werden. Was keinesfalls heißt, dass sie ignoriert oder deshalb geschimpft werden sollte. Stattdessen sind spielen, Lieblings-Leckerlies verstecken, einen Knochen zum Kauen geben, etc. ganz besonders tolle Ablenkungen Tipp 8: Tipps für den 31.12. tagsüber… Der letzte Spaziergang lässt sich am 31.12. schon auf die frühen Abendstunden (oder besser noch auf den späten Nachmittag) legen – denn sobald die Nacht beginnt, fängt erfahrungsgemäß das Böllern schon an vielen Ecken an – auch im Park. Natürlich gehen ängstliche Hunde an diesem Tag immer nur an der Leine. Wenn es irgendwo kracht, zeigt Frauchen oder Herrchen, dass alles ok ist, und lenkt gleich ganz entspannt ab – mit Leckerlies, Spielzeug, einem gemeinsamen Sprint (nicht zu verwechseln mit Weglaufen) oder einem anderen kurzen Spielchen. Wenn schon bekannt ist, dass sich die Angst an diesem Tag auf den Magen bzw. Darm schlagen und „Verdauungsprobleme“ auftreten könnten (wir wissen, was gemeint ist ;), sollte an diesem Tag vielleicht nur morgens etwas gefressen werden… oder es lässt sich gleich ein Fastentag einlegen (der hin und wieder sogar sehr gesund ist). Tipp 9: Sicherheitstipps für Hunde am Silvester-Abend Silvester Credo Nummer 1: Hunde bleiben nicht allein Mit dem besten Freund und Rudelführer ist alles halb so schlimm. Das Wichtigste für jeden Hund ist, bei seinem Frauchen oder Herrchen zu sein – denn nichts gibt mehr Sicherheit, als den vertrauten und besten Freund an seiner Seite zu haben. Unsere Anwesenheit gibt unseren Hunden das Wichtigste, was sie brauchen: Das Gefühl, nicht allein mit ihrer Angst zu sein. Deshalb: Hunde an Silvester nicht allein lassen, um auf eine Party zu gehen - in der Hoffnung, es werde schon gut gehen Besser Vorsicht als Vorwürfe Die Erfahrung mit unseren eigenen Hunden zeigt: Selbst an einem Silvester, an dem eigentlich keine Feuerwerkskörper erlaubt waren, wurden in der Nachbarschaft eine halbe Stunde lang Böller am laufenden Band gezündet. Die ersten 5 Minuten war unsere Hündin noch entspannt – dann wurde sie langsam unruhig, und ließ sich irgendwann trotz Musik, um die Geräusche zu übertönen, Streicheln und Leckerlies kaum mehr beruhigen. Wären wir nicht zuhause gewesen, und hätten sie einfach mit etwas Musik allein gelassen, wäre sie vermutlich in Panik ausgebrochen. Deshalb sagen wir uns: Unsere Hunde sind uns 1000x wichtiger als jede Silvesterparty… Silvester feiern mit dem Hund Die Feier sollte da stattfinden, wo sich der Hund wohl fühlt (siehe oben) – also vorzugsweise zuhause oder bei Freunden, wo sie die Umgebung kennen. Ein sicheres Zuhause - und viele Leckerlis. An Silvester sollte das Zuhause für Hunde besonders sicher gestaltet werden. Fenster und Türen bleiben geschlossen – damit nicht ein unerwarteter Knall vor dem Haus die ganzen schönen Bemühungen zunichte macht (alles schon passiert, die kleine Betty weiß, wovon wir reden…) Wenn einmal gelüftet werden muss, lässt sich vielleicht kurz in ein anderes Zimmer ausweichen - wo es dann „ausnahmsweise“ das Lieblings-Leckerli gibt… Also sollten wir möglichst oft lüften, richtig?! ;) Ein ruhiger Rückzugsort Der Hund liegt an einem ruhigen Platz, den er gut kennt und wo er sich wohlfühlt. Wenn er da bleiben will, darfst er das – wenn er lieber woanders liegt (und jeder weiß, dass so mancher vierbeiniger Freund am liebsten mitten unter dem Esstisch auf Herrchens Füßen liegt) – dann darf er auch das. Musik und Spielzeug Angenehme Musik, die nicht zu laut ist, kann Lärm von draußen übertönen. Nicht nur Knaller, auch betrunkene oder laute Gäste können Unsicherheit verursachen. Die zur Raison zu bringen, liegt dann an Herrchen und Frauchen. Natürlich gibt es auch den ganzen Abend etwas zum Spielen oder etwas Leckeres zum Kauen. In der Nacht Ab 23h wird besonders auf geschlossene Türen und Fenster geachtet… und auch darauf, wenn jemand anderes gedankenlos zur Terrassentür geht und diese vielleicht offenlässt. Außerdem wird der Hund natürlich in der letzten Stunde vor 24 Uhr und in den Stunden danach nicht mehr alleine gelassen. Und schließlich bedeutet das auch, dass der Rudelführer um 24 Uhr natürlich beim Hund ist… Tipp 10: Verhaltenstipps für Hundebesitzer Gelassenheit Fühlt sich nicht jeder Hund schon ein wenig sicherer, wenn sein Rudelführer Ruhe ausstrahlt? Wenn die Stimmung entspannt ist, kein Stress aufkommt, und alle sich ganz normal verhalten – dann alles ist viel leichter. Wie wir uns als Hundebesitzer verhalten, hat großen Einfluss auf unsere Hunde. Wichtig ist, selbst ruhig und gelassen zu bleiben, um dem Hund Sicherheit zu geben. Übermäßiges Trösten kann dagegen Unsicherheit verstärken oder sogar auslösen. Deshalb ist es wichtig, Hunde liebevoll, aber nicht aufdringlich zu begleiten. Wenn ein Hund panisch wird oder wegläuft, ist es essentiell, ruhig zu bleiben. In diesem Fall können vorsorgliche Hilfsmittel wie GPS-Tracker helfen. Bonus: Noch eine Idee für Hunde und Silvester Silvester = super? Was sich schon weit im Voraus tun lässt Wie wäre es, wenn der Hund Silvester plötzlich gut findet? Wie das gehen soll? Zum Beispiel, indem gerade immer in Situationen, bei denen es laut knallt, rauscht oder scheppert ein super Leckerli angeflogen kommt… mit viel Spaß gespielt wird… geknuddelt und gestreichelt wird… So denkt er vielleicht irgendwann „Krach ist cool – da bekomm ich immer was zu Fressen oder Spielen, und mein Frauchen hat mich extra lieb.“ Vielleicht wäre das eine schöne Aufgabe zum Üben fürs nächste Jahr... Jetzt wünschen wir ruhige und entspannte Tage sowie einen schönen Silvester-Abend… mit viel Liebe, tollem Spielzeug und… vielen Leckerlies 😉 Herzlichst Marcus, Siena & Guapo und das Team von Alpha Natural Naturkost für Tiere
Das richtige Hundebett

Das richtige Hundebett

17 Jan 2015
Je nach Größe, Aktivität und Alter sollte ein Hundebett immer gut abgestimmt auf die Bedürfnisse des Hundes sein. Dabei sollten Sie auf die richtige Füllung, die passende Liegefläche sowie die richtige Form und Materialart achten. Bequem von Anfang an… Vor allem das Alter des Hundes spielt eine essentielle Rolle bei der Wahl des Hundebettes. Es kann durchaus sein, dass Sie im Laufe des Hundelebens mehr als ein Bettchen kaufen müssen. Welpen brauchen noch stark das Gefühl von Geborgenheit, das Bett muss aber trotzdem robust und vor allem leicht abwaschbarsein. Nicht zu empfehlen sind Holz- und Plastikmaterialien. Denn sollte der Welpe daran beißen, könnte er leicht Teile abfressen und verschlucken oder sich an den spitzen „Knabberecken“ später verletzen. Gut eignen sich dagegen reisfeste Materialien wie Nylon oder Kunstleder. Beides ist nicht nur beißfest, sondern auch gut abwaschbar und kann einfach abgezogen und gewaschen werden. Dadurch bleibt das Hundebett über Jahre frisch und milbenfrei. Insgesamt sollte die Unterlage aber weder zu weich sein, sodass der Hund einsinkt, noch zu hart. Sehr gut eignet sich deswegen eine Füllung aus Styroporkügelchen, da diese sich der Position und dem Gewicht des Hundes anpasst und für eine optimale Wärmebalance im Hundekörbchen sorgt. … und fürs hohe Alter Ganz wichtig wird die Wahl der Unterlage nochmal im höheren Alter. Gerade wenn der Hund Probleme im Bewegungsapparat bekommt oder allmählich ruhiger wird und vermehrt schläft, sollte unbedingt auf ein orthopädisch günstiges Bett geachtet werden. Durch ein falsches, unbequemes Bett können sich Knochen- und Gelenkprobleme durchaus verschlimmern. Auch bei höherem Schlafbedürfnis kann dauerhaftes Liegen auf der falschen Unterlage zu schmerzhaften Druckstellen und dortigen Entzündungen führen. Deshalb immer auf das richtige Hundekissen achten. Am besten sind solche, die sowohl kuschlig weich, als auch orthopädisch gut durchdacht sind. Die Füllung besteht aus Styroporkügelchen und beim Obermaterial kann ebenfalls zwischen High-Tech Nylon oder Kunstleder gewählt werden. Selbstverständlich gibt es Hundekissen in allen möglichen Größen und Farben. Größe und Form Bei der Größe gilt: Der Hund sollte sich bequem auf seinem Kissen ausstrecken können und zu beiden Seiten noch etwa 20 bis 30 cm Spielraum haben. Allerdings kommt das auch auf den Hund an. Liegt Ihr Liebling sehr gerne mit allen Vieren von sich gestreckt, sollte eher noch mehr Platz einkalkuliert werden, rollt er sich lieber ein, ist es für ihn gemütlicher, wenn etwas weniger Platz zu den Seiten bleibt. Auch bei der Frage ob mit oder ohne Umrandung kommt es auf den Hund an. Manche lieben eine bequeme Kopf- und/oder Pfotenablage, andere dagegen nicht. Aber am besten beobachten Sie Ihren (schlafenden) Hund vor dem Kauf eines Kissens, dann bekommen Sie ganz schnell raus, was seine individuellen Schlaf-Vorlieben sind.