Hundefutter günstig und gesund ergänzen – Tipps zum selber kochen

Hundefutter günstig und gesund ergänzen – Tipps zum selber kochen

Wie kann ich Hundefutter mit günstigen Zutaten gesund ergänzen?

11 gesunde Lebensmittel, die man jederzeit zu normalem Hundefutter geben kann

  1. Eigelb vom Bio-Ei

    • Gesund weil: es nahezu alles extrem viel enthält, das gesund und nährstoffreich ist: Besonders viele B Vitamine, die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K, außerdem Mineralstoffe wie Zink, Eisen, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Kalium und Jod. Zusätzlich entzündungshemmende Omega-3 Fettsäuren und das für Nervenzellen, Leber und Darm wichtige Lecithin.
    • Bio weil: die paar Cent, die ein Bioei mehr als ein normales Ei kostet, sich wirklich jeder leisten kann – und biologisch aufgezogene Hühner einfach gesünder ernährt werden, dementsprechend gesündere Nährstoffe liefern (ja, Eier aus Massentierhaltung enthalten erheblich weniger gesunde Nährstoffe) und (hoffentlich, wir konnten noch keines fragen) viel glücklicher leben.
    • Zubereitung: Ei trennen, Eigelb roh übers Futter geben, fertig. Hunde lieben es. Yummy.
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  2. Erhitztes Eiweiß/Eiklar vom Bio-Ei

    • Gesund weil: Es sehr viel wertvolles, natürliches und vor allem leicht verdauliches Eiweiß (hohe Bioverfügbarkeit) enthält – wichtig für Immunsystem, Muskeln, Stoffwechsel und nahezu alle körpereigenen Vorgänge.
    • Zubereitung: Eiweiß darf nur erhitzt gefüttert werden, da es im rohen Zustand Avidin enthält – ein Stoff, der die Biotin-Aufnahme hemmt und dadurch zu Biotin-Mangel führen kann.
      Das kann man aber ganz leicht beheben, indem man das Ei trennt, das Eigelb direkt ins Futter gibt, und das Eiklar kurz in der Pfanne erhitzt, oder in einer Tasse mit kochendem Wasser übergießt und umrührt.
  3. Zerdrückte Banane

    • Gut als: Mineralstoff-, Vitamin- und Energielieferant, enthält besonders viel Kalium und Magnesium (wichtig für die Enzymbildung und die Regulierung des Wasserhaushalts), eine ausgewogene Menge an allen essentiellen Eiweißen und Kohlenhydraten und unterstützt die Verdauung.
    • Zubereitung: Die schnellste Obstvariante zum Auffrischen des Futters. Mit einer Gabel lässt sich Banane leicht direkt im Napf zerdrücken. Für unsere Jungs muss man sie anschließend richtig gut mit dem Futter vermischen, da sie sonst sehr gerne um die Banane herum alles andere auffressen – nur die Banane nicht 😉
  4. Geriebener Bio-Apfel

    • Gesund weil: er sich durch den hohen Gehalt an Ballaststoffen, etwa 30 Vitaminen sowie unzähligen Flavonoiden und Polyphenolen positiv auf Immunsystem, Verdauung und Herz auswirkt.
    • Zubereitung: Manche Hunde essen Äpfel sogar stückchenweise aus der Hand – für die meisten ist es aber sinnvoll, sie mit der Handreibe oder dem Mixer zu zerkleinern und dann schön unters Futter zu mischen.
      Wichtig: Etwa 70 Prozent der Nährstoffe sitzen in der Schale! Deshalb auf jeden Fall Bio-Äpfel nehmen und sie nicht schälen.
  5. Geriebene Bio-Karotte

    • Gesund weil: Sie viele Vitamine und Ballaststoffe enthält, und damit sowohl das Immunsystem unterstützen wie auch den Darm gesund halten
    • Zubereitung: Am besten reiben und kurz aufkochen oder mit kochendem Wasser übergießen – das schließt die Fasern auf und macht die Gelberübe erheblich leichter verdaulich.
  6. Bio-Tiefkühl Brokkoli, Spinat, Romanesco, Blumenkohl und Kaisergemüse

    • Gut weil: Grüne Gemüse besonders viel
      Mit ca. 1,90€ pro 750g eine der günstigsten Varianten, Bio-Gemüse ins Futter zu bekommen!
    • Zubereitung: Über Nacht auftauen und mit kochendem Wasser im Mixer pürieren, oder direkt aus dem Tiefkühlschrank kurz mit nur wenig Wasser im Topf dünsten und dann pürieren.
    • Tipp: Wir kochen immer gleich mehrere Beutel auf einmal – und füllen das pürierte Gemüse in Tupperwaren ab, die wir im Kühlschrank für die nächsten Mahlzeiten aufbewahren.
  7. Hüttenkäse, Quark und Joghurt

    • Gut weil: Sie viel Eiweiß und Mineralstoffe enthalten, gut verdaulich sind und sich damit auch bei Darmbeschwerden hervorragend als Schonkost eignen. Ideal als Abwechslung zu Fleisch, 1-2x die Woche als komplette Mahlzeit.
    • Zubereitung: Da gibt’s nicht viel zu sagen 😉 Nur Zimmertemperatur sollten sie haben – direkt aus dem Kühlschrank ist nicht so gut für empfindliche Hundemägen. Ein paar Minuten den Becher in warmes Wasser stellen reicht.
  8. Geraspelte oder pürierte (Bio-)Zucchini

    • Gut weil: Sie Kalium, Magnesium und Eisen sowie Vitamin A und E enthalten, dabei extrem arm an Kohlenhydraten und dadurch ideal für eine low-carb Ernährung sind. Außerdem haben sie kaum Eigengeschmack und eignen sich dadurch auch für Hunde, die etwas wählerischer sind.
    • Zubereitung: Geraspelt kann sie auch roh gegeben werden, idealerweise wird sie kurz mit kochendem Wasser übergossen oder vorsichtig gedünstet, um die Fasern aufzuschließen.
  9. Pürierter (Bio-)Fenchel und Sellerie

    • Gut weil: Fenchel bei Blähungen und anderen Magen-Darm Beschwerden hilft, viel Ballaststoffe und Vitamine enthält. Seine ätherischen Öle wirken entzündungshemmend und unterstützen den Magen, die Durchblutung, Leber- und Nierentätigkeit.
      Sellerie entschlackt, hilft bei Verdauungsproblemen, gegen Entzündungen und schützt den Magen.
    • Zubereitung: Mit etwas heißem Wasser pürieren, wenn der Hund den Geruch der ätherischen Öle nicht mag, es mal mit vorsichtigem Andünsten versuchen (dabei vermindert sich der Geruch stark).
  10. Rinderhackfleisch (Kalbsherz, Rinderherz)

    • Gut weil: Rinderhack eine günstige und hochwertige Eiweißquelle darstellt – und in nahezu jedem Discounter erhältlich ist, oft sogar aus der Region. Herzen gibt es eher beim Metzger – bzw. wir kaufen sie im Großmarkt (Metro).
      Idealerweise stammt das Rindfleisch aus Weidehaltung – denn Fleisch von Rindern, die mit Gras ernährt werden, enthält nachweislich viel gesunde Omega-3 Fettsäuren – im Gegensatz zur Massentierhaltung.
    • Zubereitung: Roh oder mit kochendem Wasser übergossen bzw. kurz mit Wasser in der Pfanne angedünstet.
  11. Geflügelfleisch und Hühnerherzen, seltener Leber, aus artgerechter Haltung

    • Gut weil: Geflügel eine besonders hochwertige Eiweißquelle darstellt – und gleichzeitig sehr leicht verdaulich ist. Ideal bei Magen-Darm-Beschwerden und auch bei hoher körperlicher Aktivität.
    • Wichtig: Artgerechte Haltung
      Wir meiden das billige, konventionelle Geflügel in Supermärkten und Discounter – die Massentierhaltung verwendet einfach zu viele Medikamente bei der Aufzucht. Dort sind 60.000 bis 80.000 Hähnchen pro Stall keine Seltenheit, die meist in Käfigen eingesperrt sind und unendlich leiden.
      Geflügel aus artgerechter Haltung ist etwas teurer – aber das lohnt sich, denn es enthält nicht nur erheblich mehr gesunde Nährstoffe, sondern ist auch frei von Medikamenten.
    • Zubereitung: Mit kochendem Wasser übergossen bzw. kurz mit Wasser in der Pfanne angedünstet. Salmonellen sind für Hunde eigentlich nie ein Problem – da Ihre Magensäure um ein Vielfaches konzentrierter als die menschliche ist.

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Comments (2)

  • Petra König Reply

    Vielen Dank für die guten Tipps zum aufpeppen des Fressnapfinhalts! Da gab es das eine oder andere – auch die Details zu den Vitaminen etc. – was ich doch noch nicht wusste. Die Idee mit dem Tiefkühlgemüse ist auch gut, bisher haben wir immer Babygemüsegläser genommen, aber das mit dem TK-Gemüse werde ich mal ausprobieren. Sehr hilfreich!

    13. Februar 2018 at 20:17
    • Marcus Abenthum Reply

      Das freut mich sehr liebe Frau König! Und Bio-Tiefkühlgemüse ist natürlich sogar noch um ein VIELFACHES günstiger als Babygläser – und enthält auch keinerlei Zusatzstoffe 🙂

      14. Februar 2018 at 8:21

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