Studie: Hundebesitzer leben länger – weil Hunde glücklich machen

Studie: Hundebesitzer leben länger – weil Hunde glücklich machen

Hunde machen glücklich

Ein Leben mit Hunden ist mit mehr Freude, Glück und Entspannung verbunden – das wissen wir auch ohne Studien schon länger. Daneben profitieren jedoch auch unsere Gesundheit und Lebenserwartung. Das wurde nun erneut wissenschaftlich belegt.

Die schwedische Universitäts-Studie “Dog ownership and the risk of cardiovascular disease and death” untersuchte den Zusammenhang zwischen Hundehaltung und möglicherweise damit assoziiertem verringertem Auftreten kardiovaskulärer Erkrankungen sowie erhöhter Lebenserwartung.

Sie wurde über eine Dauer von 12 Jahren an der Universität Uppsala durchgeführt. Die 34.000 Teilnehmer waren zwischen 40 und 80 Jahren alt – um die Ergebnisse nicht durch besonders junge oder besonders alte (und damit tendenziell gesündere oder öfter kranke) Personen zu verfälschen.

Mit dieser hohen Teilnehmerzahl ist die Studie mehr als hundertfach größer als eine vorherige Studie in diesem Zusammenhang in Norwegen.

Was sind kardiovaskuläre Erkrankungen

Kardiovaskuläre Erkrankungen sind Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems, da sie vom Gefäßsystem und/oder vom Herzen ausgehen und als gemeinsame bzw. häufigste Ursache die Arterienverkalkung (Arteriosklerose) haben.

Zu diesen Erkrankungen zählen: Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Schlaganfall, Bluthochdruck, Periphere arterielle Verschlusskrankheit, Koronare Herzkrankheit (KHK), etc.

Diese Krankheiten machen 5 der 10 häufigsten Todesursachen aus:

[Quelle: Statistisches Bundesamt]

Hundehalter: Weniger kardiovaskuläre Erkrankungen und längeres Leben

Genau diese Erkrankungen treten bei Hundehaltern signifikant seltener auf – und gleichzeitig verlängert sich das Leben. So zeigte sich in der Studie folgendes Ergebnis:

Hunde tragen erheblich zu besserer Gesundheit und einem längeren Leben ihrer Besitzer bei.

1. Das Risiko von Hundebesitzern für kardiovaskuläre Erkrankungen, insbesondere in Single-Haushalten, ist signifikant reduziert.

2. Das Risiko von Hundehaltern für einen Tod durch kardiovaskuläre Erkrankungen wie auch insgesamt ist signifikant reduziert – und dies gilt für die gesamte Bevölkerung.

Gemeinsam mit der Tatsache, dass kardiovaskuläre Erkrankungen 5 der 10 häufigsten Todesursachen ausmachen, lässt sich schließen: Die Lebenserwartung von Hundehaltern ist signifikant erhöht.

Warum Hundehalter länger leben

Der Grund: Hunde geben uns Rückhalt. Sie mindern einerseits psychischen Stress – und andererseits unsere Reaktion auf Stress, wenn er trotzdem auftritt. Sie reduzieren soziale Isolation, Depression and Einsamkeit (siehe auch 1, 2, 34). Denn Hunde um sich zu haben regt das parasympathische (entspannende) Nervensystem an – und fährt das sympathische (anspannende) Nervensystem herunter 5.

Darüber hinaus motivieren sie uns zu physischer Aktivität. Das Schöne ist: Hat man einen Hund, so ist es gar kein “Muss” mehr, ins Freie und spazieren zu gehen.

Aus Erfahrung (und jahrelangem Spazierengehen bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit) kann man sagen: Die täglichen Spaziergänge, ob bei schlechtem oder gutem Wetter, ob 10 min oder 2 Stunden, geben nicht nur Entspannung und Glücksgefühle… sie schaffen auch Zeit und Ruhe, Gedanken zu ordnen, neue Perspektiven zu sehen und Ideen zu entwickeln. Nicht selten hat man dabei sogar plötzliche Erleuchtungen für Probleme, die man zuvor stunden- oder tagelang durchdacht hat.

Mit der Zeit wird die Zeit mit den Hunden auch zu einem Teil des Lebens, den man nicht mehr missen will. Es ist sogar so, dass man schon bei einem einzigen Morgen, an dem man keine (oder zu wenig) Zeit dafür hat, den gemeinsamen Spaziergang vermisst!

Vielleicht schwer vorstellbar – aber man würde lieber eine Stunde im Regen mit den Hunden spazieren gehen, als um 7:30 Uhr bereits im Meeting oder im Zug zu sitzen.

Fazit: Hundehalter leben länger – und glücklicher

 

Quelle: Dog ownership and the risk of cardiovascular disease and death – a nationwide cohort study | Mwenya Mubanga, Liisa Byberg, Christoph Nowak, Agneta Egenvall, Patrik K. Magnusson, Erik Ingelsson & Tove Fall | Scientific Reports 7, Article number: 15821 (2017)

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