Nierenerkrankungen und Nierendiät beim Hund

Nierenerkrankungen und Nierendiät beim Hund

Nierenerkrankungen und Nierendiät beim Hund

Nierenerkrankungen zählen, neben Bauchspeicheldrüsen- und Lebererkrankungen, zu den häufigsten Krankheitsbildern bei Hunden, gerade im höheren Alter. Die Regenerationsfähigkeit der Organe lässt nach, jahrelange Belastungen durch Umwelt, Ernährung und auch genetische Faktoren kommen zum Vorschein und greifen die Organe an – auch weil oft das Immunsystem geschwächt ist und sich dadurch Entzündungen leichter ausbreiten können.

Aufbau und Aufgaben der Niere

Hunde besitzen, wie auch der Mensch, zwei Nieren. Diese bestehen aus tausenden kleinen Einheiten, den Nephronen.

Ausscheidung von Schlackenstoffen

Aufgabe der Nephronen ist das Filtern des Primärharns aus dem Blut und dessen Umwandlung in hoch konzentrierten Sekundärharn, über den anschließend insbesondere Schlacken- und Giftstoffe als Urin ausgeschieden werden.

Blut- und Knochenstoffwechsel

Darüber hinaus ist die Niere über die Ausschüttung von Hormonen insbesondere auch an der Blutdruck-Regulation, der Bildung roter Blutkörperchen sowie am Knochenstoffwechsel beteiligt.

Säure-Basen-Gleichgewicht

Auch die Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichts gehört zu den Aufgaben der Niere – wodurch sie bei der Reduzierung von Entzündungsvorgängen eine hohe Rolle spielt. Der Grund: Kommt es im Körper zu Entzündungen, so breiten sich diese gerade in einem sauren Milieu besonders stark aus.

Ist also die Regulationsfunktion der Niere geschwächt, und werden zusätzlich über die Nahrung zu viele säurebildende Stoffe aufgenommen, so können Säuren nicht mehr ausreichend neutralisiert werden. Eine vermehrte Entzündungsanfälligkeit bis hin zu chronischen Entzündungen (auch der Niere selbst) kann die Folge sein.

Was und wie häufig sind Nierenerkrankungen beim Hund?

Bei Nierenerkrankungen werden Nephrone geschädigt, zerstört oder funktionsunfähig. Diese Funktionsstörung der Nephrone führt dazu, dass der Filtrationsvorgang nicht mehr ungestört ablaufen kann. Somit verbleiben auch Stoffe im Körper, die eigentlich ausgeschieden werden sollten.

Die Nieren gesunder Tiere besitzen hohe Reserven, so dass eine teilweise Einschränkung der Filterfunktion leicht kompensiert werden kann.

Bereits ab dem 5. Lebensjahr liegen bei mehr als 1/5 aller Hunde Funktionsstörungen der Niere vor. Leider werden diese meist erst auffällig, wenn bereits mehr als 50% der Nierenfunktion eingeschränkt ist. Würden sie schneller entdeckt, bestünde eine sehr gute Chance, die Schäden zu revidieren oder den Verlauf der Erkrankung erheblich zu verlangsamen.

Daher sollte spätestens ab dem 5. Lebensjahr auf mögliche Symptome von Nierenerkrankungen geachtet und ggf. eine Vorsorgeuntersuchung durchgeführt werden.

Arten von Nierenerkrankungen

Ist zu wenig Primärharnfluss vorhanden, spricht man von Niereninsuffizienz.

Besteht in beiden Nieren eine schwere Niereninsuffizienz, spricht man von Nierenversagen.

Einflussfaktoren auf Nierenerkrankungen beim Hund

Alter

Je älter das Tier, desto eher können Nierenfunktionsstörungen auftreten – insbesondere ab dem 10. Lebensjahr steigt die Wahrscheinlichkeit dafür. Daher kann es wichtig sein, im Alter stärker auf Dinge wie ausreichendes Trinken und eine angepasste Nahrungszusammensetzung zu achten. Auch bestimmte Kräuter können sehr gut unterstützend auf die Nieren wirken.

Ernährung
Bei Nierenerkrankungen ist einerseits der Abbau bestimmter Stoffe (wie etwa Phosphor), und andererseits die Aufnahme anderer Nährstoffe (wie Kalium) gestört – weshalb es zu einem Mangel an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen kommen kann. Dies kann jedoch durch das Beachten einiger Tipps zur Ernährung bei Nierenerkrankungen im Normalfall gut kompensiert werden.

Rasse

Bestimmte Rassen sind offenbar anfälliger für Nierenerkrankungen als andere, etwa

Beagle, Llasa Apsos, Samoyeden, Rottweiler, Dobermännern, Berner-­Sennenhunde, Cocker-Spaniel, Terrier, Chow-Chow oder Golden Retriever.

Umwelt

Über die Umgebung können Chemikalien aufgenommen werden, die anschließend durch die Nieren gefiltert werden müssen und dort zu Schäden führen können. Hierzu gehören etwa  Desinfektionsmittel und Phenole, die unter anderem von neuen Elektro- oder Haushaltsgeräten abgesondert werden können.

Ursachen von Nierenerkrankungen

Neben den oben genannten Einflussfaktoren sind auch direkte Ursachen von Nierenerkrankungen zu beachten. Hierzu zählen Infektionen, Zuckerkrankheit, Verletzungen oder eine durch einen Unfall verursachte vorübergehend schlechte Durchblutung der Nieren, Probleme in Nachbarorganen bzw. den ableitenden Harnwegen (wie Blase und Harnleiter, wenn diese etwa zu einem Rückstau in die Nieren führen), oder Tumore.

Symptome bei Nierenerkrankungen

Eines der wohl am einfachsten zu erkennenden Anzeichen ist vermehrtes Trinken. Dementsprechend wird auch die Urinproduktion erhöht sein, was beim Spazierengehen auffallen sollte. Tritt dies plötzlich gehäuft auf, sollte man auf jeden Fall den Tierarzt konsultieren.

Auch Bauchspeicheldrüsenerkrankungen gehen mit vermehrtem Trinken einher. Wenn hierdurch nicht mehr ausreichend Insulin produziert werden kann, führt der zu niedrige Insulinspiegel langfristig zu Nierenschäden. Somit ist auch hier essentiell, auf die erhöhte Wasseraufnahme und die damit verbundene erhöhte Urinausscheidung zu achten und diese untersuchen zu lassen.

Viel trinken ist wichtig!

Hierzu sei noch gesagt, dass vermehrtes Trinken bei Nierenerkrankungen absolut richtig und wichtig ist! Nehmen Sie Ihrem Hund also nicht den Trinknapf weg, damit er weniger trinkt oder weniger oft raus muss. Um das Voranschreiten der Erkrankung heraus zu zögern oder zu verhindern, ist es essentiell, dass die Nieren stets gut gespült werden. Es muss also nicht nur auf eine hohe Wasserzufuhr, sondern auch auf häufigere, zumindest kurze Spaziergänge zum Wasserlassen geachtet werden.

Weitere Symptome

  • Unlust beim Fressen, ggf. mit Gewichtsverlust
  • Energiemangel, Lustlosigkeit, Schwäche
  • Mundgeruch
  • Entzündungen im Mund- und Rachenraum
  • Entzündungen der Magenschleimhaut
  • Immer wieder auftretender Durchfall und/oder Erbrechen
  • Stumpfes Fell

Maßnahmen und Behandlung von Nierenerkrankungen

Viel reines Wasser trinken

Alle Nierenerkrankungen haben eine wichtige Maßnahme gemein: Viel trinken. Ziel ist es, die geschädigten Nieren ständig so gut wie möglich mit viel Wasser zu reinigen und sie dadurch bei ihrer Filtertätigkeit zu entlasten. Gleichzeitig muss natürlich unbedingt darauf geachtet werden, dem Tier auch ständig das Urinlassen zu ermöglichen – denn wir wollen natürlich nicht, dass die bereits stark geforderten Nieren auch noch dadurch belastet werden, dass sie ständig über lange Zeiten den Urin halten müssen, den sie gerne sofort ausscheiden würden.

Trinkwasserqualität und Filter

Wenn man sich darüber hinaus näher mit dem Thema Trinkwasser beschäftigen möchte, seien noch die Stichwörter Wasserqualität und Filterung genannt.

Untersuchungen belegen, dass durch besonders mineralarmes Wasser die Flüssigkeitsausscheidung des Organismus erhöht und erheblich mehr Schadstoffe ausschwemmt werden können. Ich selbst kaufe seit Jahren nur besonders reines, rückstandsfreies Wasser. Die Maßzahl dafür nennt sich Trockenrückstand – die Menge an anorganischen Mineralstoffen, die zurückbleiben, wenn Wasser bei 180 °C verdampft wird.

Solches Wasser wird etwa von der Firma Plose angeboten – oder man kann es selbst zuhause herstellen. Hierzu kommt jedoch keiner der “normalen”, haushaltsüblichen Wasserfilter in Frage, die lediglich Kalk und ähnliches filtern können und außerdem meist eine wahre Brutstätte für Keime sind. Stattdessen sind wirklich hochwertige Filter wie etwa Osmose-Umkehr-Filter nötig. Diese stellen wirklich reines, mineralarmes Wasser her, welches für alle Menschen und Tiere im Haushalt, zum trinken, kochen und mehr verwendet werden kann.

Infektionen bekämpfen

Ist die Ursache eine Infektion, so wird zuerst natürlich diese behandelt werden. Außerdem sollte immer auch das Immunsystem gestärkt werden – sei es über die Ernährung, eine Darmsanierung (man geht davon aus, dass der Darm mehr als 70% des Immunsystems bildet), Kräuter, eine homöopathische Behandlung oder weitere pflanzliche Mittel, welche anregend auf das Immunsystem wirken. Auch die Fütterung enzymhaltiger Lebensmitteln oder die Gabe von Enzymen (wie Wobenzym oder Innovazym Pur) kann sinnvoll sein, da Enzyme für den Abbau von Entzündungen zuständig sind und damit Heilprozesse beschleunigen.

Ernährung von Hunden bei Nierenerkrankungen

Reduzierter Phosphorgehalt

Da bei Nierenerkrankungen die Phosphorausscheidung gestört ist, ist eine Fütterung mit reduziertem Phosphorgehalt sinnvoll. Vermieden werden sollten deshalb insbesondere: Knochen, Knochenmehle, Innereien, Hefe oder Molke.

Nur hochwertiges Eiweiß

Früher wurde oft dazu geraten, den Eiweißgehalt im Futter zu reduzieren – also u. a. weniger Fleisch zu füttern. Dies ist jedoch nicht sinnvoll, da a) diese Reduktion, gerade bei Diätfuttermitteln, meist mit einer Erhöhung an Kohlenhydraten einher geht (was wiederum den Insulinspiegel erhöht und darüber die Nieren belastet) und vor allem b) der Organismus unbedingt hochwertiges Eiweiß benötigt.

Hochwertiges Eiweiß ist absolut essentiell, um gesundes Gewebe aufzubauen und zu erhalten – für die Bildung neuer Zellen, die Funktion der Organe (also auch der Niere) und ein intaktes und starkes Immunsystem.

Würde man den Anteil an hochwertigem Eiweiß reduzieren, würde damit auch die Zellneubildung nachlassen bzw. möglicherweise sogar Gewebe abgebaut, sowie das Immunsystem geschwächt – beides kontraproduktiv bei Erkrankungen, egal welcher Art.

Die Herangehensweise sollte daher eine andere sein: Ist das in der Nahrung enthaltene Eiweiß hochwertig und sehr gut verdaulich (wie es etwa bei reinem Muskelfleisch oder Eiklar der Fall ist), und achtet man zusätzlich auf einen niedrigen Phosphorgehalt, so sollte Fleisch gerade nicht reduziert, sondern im Gegenteil darauf geachtet werden, dass es in ausreichendem Maße im Futter vorhanden ist. So werden genügend hochwertige Aminosäuren für Zellneubildung und -erhalt geliefert.

Zutaten reich an Kalium, B-Vitaminen und Spurenelementen

Durch eine eingeschränkte Nierenfunktion wird oft auch die Aufnahme von B-Vitaminen, Kalium und einiger Spurenelemente reduziert. Daher kann und sollte man den Organismus unterstützen, indem immer wieder Futter-Zutaten verwendet werden, die reich an diesen Nährstoffen sind. Dies ist unter anderem der Fall bei:

Erhöhter Kaliumgehalt

  • grüne Blattgemüse, vor allem Grünkohl (eines der nährstoffreichsten Gemüse überhaupt) und Brokkoli
  • getrocknetes Wurzelgemüse wie Petersilienblätter, Sellerieblätter, Rote Beete Blätter
  • Gerstengrassaft bzw. Pulver aus Gerstengrassaft
  • Dill
  • Meeresalgen
  • getrocknete Brennessel
  • Fenchelsamen
  • Heilerde
  • Banane

Erhöhter Gehalt an B-Vitaminen

  • Nährhefeflocken (zum Beispiel von Rapunzel)
  • Spirulina
  • Leber
  • Wurzelgemüse
  • Dill

Kräuter bei Nierenerkrankungen

Auch bestimmte Kräuter können unterstützend auf die Leber wirken. Hierzu ist es sicherlich sinnvoll bzw. auf jeden Fall angeraten, einen erfahrenen Tierheilpraktiker oder Tierernährungsspezialisten zu konsultieren.

Kräuter zur Unterstützung bei Nierenkrankheiten

  • Mariendistel – Unterstützung der Leber- und Nierenfunktion, entgiftend, regenerativ, antioxidativ
  • Löwenzahn – Entgiftet die Nieren und fördert die Ausscheidungsfunktion von Niere und Leber
  • Brennnessel – regt den Stoffwechsel an, enthält viel Kalium, Eisen, Calcium und Vitamine)
  • Artischocke – unterstützt die Leberfunktion
  • Propolis – entgiftet
  • Tragantwurzel – stärkt Nierenkreislauf und Immunsystem

Vorsorge gegen Erkrankungen der Niere

Gegen Nierenerkrankungen kann man vorsorgen – indem man für die Nieren belastende Faktoren, wie einen hohen Blutzuckerspiegel oder hohen Blutdruck, schon frühzeitig im Blick hat und reduziert.

Senkung des Blutzuckerspiegels und der Insulinausschüttung

Durch gesunde Ernährung mit wenig Kohlenhydraten, Vermeidung von Trockenfutter mit hohem Anteil am Getreide, Mais, Kartoffeln oder sonstigen Kohlenhydraten, und Ausschluss gezuckerter Leckerlies bleibt der Blutzuckerspiegel über den Tag ausgeglichener, ohne dass es zu Spitzen und damit erhöhter Insulinausschüttung kommt.

Senkung des Blutdrucks

Durch regelmäßige und ausführliche Bewegung, viel spielen und spazieren gehen wird das Herz-Kreislauf-System gestärkt und der Blutdruck niedrig gehalten. Auch sollten gesalzene Speisen (wie sowieso bei Hunden wichtig) absolut gemieden werden, da Salz das Blut dicker macht und dadurch indirekt der Blutdruck erhöht wird – sowie viel Wasser getrunken werden, was das Blut verdünnt und damit den Blutdruck senkt.

 

Niemand muss Angst vor Nierenerkrankungen haben – über die Ernährung und frühzeitiges Erkennen kann der Hund gut mit dieser Erkrankung leben. Ich wünsche allen Hunden und ihren Frauchen und Herrchen alles Liebe und hoffe, mit diesem Artikel den ein oder anderen guten Impuls geben zu können. Über Kommentare und Feedback freu ich mich sehr.

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Comments (15)

  • Ich Reply

    Super geschrieben. Ich werde das mitnehmen können für uns ?

    11. Januar 2017 at 19:21
    • Alpha Natural Reply

      Vielen Dank, das freut mich sehr 🙂

      17. Januar 2017 at 22:38
  • Cathi Barmet Reply

    danke für den sehr ausführlichen Bericht…gibt es evt auch so eine Beschreibung für BSD? bzw mein Hund hat beides (Niereninsuffizienz und Bauchspeicheldrüsen Probleme)

    vielen lieben Dank

    12. Oktober 2017 at 19:02
    • Marcus Abenthum Reply

      Vielen Dank, das freut mich sehr!
      Ein ähnlicher Artikel für Hunde mit Entzündungen der Bauchspeicheldrüse ist tatsächlich in Arbeit 🙂

      16. Oktober 2017 at 12:35
      • Cathi Barmet Reply

        wie füttere ich ein Ei am besten bei meinem Hund der Niereninsuffizienz, BSD hat? danke viel mal

        7. Dezember 2017 at 22:46
        • Marcus Abenthum Reply

          Ein Ei füttert man am besten – direkt im Futternapf 😉

          Spaß beiseite – bei Nieren- wie auch Bauchspeicheldrüsenerkrankungen sind wichtig:
          – eine gute und einfache Verdaulichkeit des Futters
          – ein hoher Gehalt an gesunden und vor allem natürlichen (nicht zugesetzten) Nährstoffen
          – moderates, dafür aber besonders hochwertiges Eiweiß

          Gerade Eigelb enthält extrem viele gesunde Nährstoffe – u.a. fettlösliche Vitamine, gesunde Fette, Mineralien und vor allem auch hochwertiges Protein.

          Daher ist ein Eigelb, ein- bis mehrmals die Woche über das Futter gegeben, für Hunde allgemein eine besonders gute Möglichkeit, sie mit wertvollen Nährstoffen zu versorgen. Wichtig dabei: Roh (da durch Erhitzen wertvolle Nährstoffe verloren gehen können) und vom Bio-Huhn, das gesund und natürlich ernährt wurde – was sich extrem auf den Nährstoffgehalt im Ei auswirkt.

          Hier ein kurzer Artikel zu den Vorteilen von Ei für Hunde

          Alles Gute!

          8. Dezember 2017 at 13:19
          • Cathi Barmet

            danke viel mal für deinen Ratschlag…super erklärt und ich werde es so machen…Grüessli Cathi

            16. Dezember 2017 at 22:54
  • Monika Sandrik Reply

    Dürfen Hunde bei CIN Heilerde zu sich nehmen?

    25. Oktober 2017 at 15:12
    • Marcus Abenthum Reply

      Im Normalfall können Hunde immer Heilerde erhalten – zwar nicht langfristig über Monate, aber jederzeit für eine vorübergehende Behandlung von Magen-Darm-Problemen. Im Prinzip ist es ja nichts anderes, als würden sie in der freien Natur extrem feine Erde fressen – die im Magen-Darm-Trakt Gifte bindet. So etwas machen Hunde auch instinktiv, wenn sie spüren, dass es ihnen gut tut.

      In so einem speziellen Fall wie einer kontrastmittelinduzierten Nephropathie (CIN), also einem “Nierenversagen” (ob temporär oder langfristig), ist immer zuerst der behandelnde Tierarzt oder Tierheilpraktiker zu befragen, wenn ein neues Mittel gegeben werden soll – auch wenn es nur Heilerde ist. Es gibt so viele kleine Details, die hier mit in die Behandlung spielen.

      Herzliche Grüße und alles Gute für den Hund!
      Marcus Abenthum

      26. Oktober 2017 at 8:18
  • Uli P. Reply

    Dieser Artikel macht Mut und gibt Hoffnung, dass man seinem Tier über Ernährung doch helfen kann. Mein Hund ist Leishmaniose-positiv und leider hat er zur Zeit ein ganz schreckliches Hautbild. Ich verfüttere zwar hochwertiges Nassfutter, aber eben dennoch Dosenfutter. Trockenfutter kann nicht leisten, was mein Hund zum Leben braucht. Deshalb gehe ich jetzt zum Selberkochen über. DANKE für den letzten Anstoß, den ich noch gebraucht habe!

    16. November 2017 at 8:41
    • Marcus Abenthum Reply

      Schön, dass ich mit diesem Artikel einen kleinen Anstoß geben konnte 🙂

      Selbst kochen ist oft viel einfacher, als man denkt – und ein bisschen Abwechslung mit gesunden, frischen Zutaten (hier ein paar Tipps) reicht vollkommen aus, um alle wichtigen Nährstoffe zu bekommen – ganz ohne Multivitamin-Tabletten und Ergänzungspulver 😉

      Alles Gute in der Zwischenzeit und viel Spaß beim Köcheln.

      16. November 2017 at 9:45
  • IU Reply

    Hallo,
    was mache ich, wenn mein Hund nur sehr spärlich frisst (er war nie der große Fresser, und jetzt mit den hohen Nierenwerten erst recht)? Er mag zur zeit überhaupt nichts Rohes, etwas Hühnchen gekocht und in Butter mit Kräutern geschwenkt geht, Ochsenschwanz auch, aber oft muss ich ihn mit etwas Hundeleberwurst locken. Er nimmt Futter zur Zeit hauptsächlich nur aus der Hand, da wird’s mit dem Eigelb schwierig. Irgendwelche Tipps? Wir hoffen, dass durch unsere ganzheitliche Therapie nochmal etwas Schwung in die Sache kommt und er sich stabilisiert, falls nicht, werden wir ihn wohl gehen lassen müssen (woran ich gar nicht denken darf).

    25. Juni 2018 at 13:59
    • Marcus Abenthum Reply

      Hallo, “in Butter geschwenktes Hühnchen” – das hört sich schon sehr fein an 😉 Aber ich weiß genau, was sie meinen – man tut einfach alles dafür, damit der Liebling etwas frisst.

      Einen solchen mäkeligen Esser haben wir hier auch, daher kennen wir das Thema recht gut 😉 Während der andere so viel frisst, wie man ihm hinstellt, kommt es bei unserem “Gourmet” schon auch mal vor, dass er vom Futternapf nach oben und wieder zurück schaut – obwohl er das gleiche Futter am Tag zuvor wunderbar gefressen hat. Und manchmal frisst er es ebenso wie Ihrer dann, wenn man es ihm mit der Hand einzeln füttert.
      Das ist allerdings schon die letzten Jahre so – und wir haben es mit folgenden Methoden gut in den Griff bekommen:

      • Das Futter kurz anbraten: Egal ob mit Gemüse aus der Dose oder pures Fleisch – bei kurzem Anbraten (ohne Fett), am besten in der beschichteten Pfanne, bilden sich a) Röststoffe, b) Fettsäfte und c) wird das Futter erwärmt oft besser angenommen
      • Etwas klein geschnittene Wurst unter das Futter mischen: Die kleinen Stückchen riechen gut und führen bei uns IMMER dazu, dass auch der Rest gefressen wird. Perfekt sind reine Geflügel-, Rind- oder Lammwurst – auf keinen Fall eine, die Schwein enthält. Putenaufschnitt, Geflügelwiener oder oder ähnliches gibt es in jedem Discounter – bei Aldi sogar in Bio-Qualität
      • Alternativ: Klein geschnittener Käse
      • Fleischbrühepulver über das Futter – möglichst eines ohne Zwiebeln wie die Geflügelbrühe von Erntesegen

      Im Prinzip ist es am besten, irgendetwas zu finden, das er mag – dann kann man dazu auch die Dinge geben, die viel Nährstoffe auf kleinem Raum enthalten. Ein paar Tipps dazu:

      • Eigelb (fettlösliche Vitamine)
      • Nährhefeflocken (B-Vitamine)
      • Gerstengraspulver (multiple Nährstoffe)
      • Haferkleie

      Zu guter letzt muss man natürlich noch sagen: Bei einer Futterabneigung, insbesondere gegen Fleisch, ist immer an die Bauchspeicheldrüse zu denken, evtl. auch Leber bzw. Galle. Das hat Ihr Tierarzt aber sicher schon getestet.
      Hier kann man auch auf Verdacht spezielle Kräuter geben, die diese Organe unterstützen – das besprechen Sie am besten mit einem Spezialisten für Hundeernährung und Kräuter – wie Frau Dagmar Nagel.

      Herzliche Grüße und alles Gute für Ihren Hund!
      Marcus Abenthum von Alpha Natural

      26. Juni 2018 at 16:35
  • Luna Reply

    Hallo.

    Ein schöner Artikel, dennoch bleibt eine Frage für mich offen: Welches Fleisch ist das Hochwertigste? Und wie bereite ich es meinen nierenkranken Hund zu? Im Moment will sie kaum fressen, von heute auf morgen und ich bin schier verzweifelt. Auch, weil ich von zwei Tierärzten alleine gelassen wurden bin. Hund alt, Hund krank, einschläfern. Ist wirklich wahr. Nur Luna zeigt mir Leben und nicht dass sie gehen will. Jetzt sammel ich Informationen rund um die Nierenerkrankung , doch, obwohl es unzählige Beiträge gibt, keiner der Alles zusammenfasst. Welche Medikamente, schulmedizinisch und/ oder homöopathische Mittel, welches Fressen, wenig der viel Protein. Jetzt war es mehr als eine Frage. Bin vielleicht auch einfach müde durch die Verzweiflung richtige Entscheidungen als Laie zu treffen.

    29. Juni 2018 at 20:41
    • Marcus Abenthum Reply

      Liebe Hundehalterin, ich denke nicht, dass man hier unbedingt darauf achten muss, ob eine Fleischsorte hochwertiger als eine andere ist. Solange es sich nicht um entzündungsförderndes Schweinefleisch handelt, werden alle anderen Fleischsorten vergleichbar sein, was ihren Nährwert betrifft. Das eine mag etwas magerer, das andere etwas fetter sein – aber die Unterschiede sind nicht entscheidend. Wichtiger ist, dass es sich um Fleisch handelt, das Proteine bzw. Aminosäuren mit hoher biologischer Wertigkeit bzw. Verdaulichkeit besitzt – also Muskelfleisch, keine billigen Innereien.
      Auch bei der Zubereitungsart ist nicht auf ein besonderes Verfahren zu achten – ganz normal mit etwas Wasser andünsten, und keine Doktorarbeit daraus machen ist sicher wunderbar 😉
      Wenn Luna schlecht frisst, dann siehe meine Tipps weiter oben im anderen Kommentar – davon hilft sicher etwas!
      Zu Medikamenten und pflanzlichen Mitteln kann und darf ich leider keine Auskunft geben – dazu müssten Sie einfach einen guten Tierarzt finden und befragen. Aber so etwas geht auch telefonisch, dieser muss nicht bei Ihnen in der Nähe sein! Längere Beratungen am Telefon kann dieser ja dann auch abrechnen und sie übwerweisen.
      Sehr empfehlen kann ich die Tierklinik Dr. Meier in Diessen am Ammersee. Auch eine weite Anfahrt lohnt sich hier. Wenn jemand helfen kann, und sich wirklich liebevoll und echte Mühe gibt, dann diese!
      Herzliche Grüße und alles Gute liebe Luna!
      Marcus, Nero & Guapo

      30. Juni 2018 at 22:42

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